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Habe wohl Diabetes Typ II..., bestenfalls?!
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am 08.07.2022 15:49:24 | IP (Hash): 1724040747
Vorgaben wie die 154 finde ich immer spaßig. Sie suggerieren einen besonders wichtigen Wert - als ob da alle Messer 154 anzeigten und nicht der eine z.B. 163 und der andere 142.
Aber selbst wenn sie alle diesen besonders wichtigen Wert gleich anzeigen würden, bliebe der völlig willkürlich gesetzt. Dafür gibt es meines Wissens keinerlei studienmäßige oder sonstwie verfahrensmäßige oder gar organische Begründung.
Weniger besondere Wichtigkeit suggerierend hätte da auch 160 oder 150 angesagt worden sein können.
Aber ist eigentlich auch wurscht, denn wichtig ist, dass der BZ-Verlauf insgesamt sinkt.
Klar sollte man die Absenkung mit der Annäherung an um 120-100 für die meisten von 24 Stunden am Tag langsamer=vorsichtiger angehen lassen. Denn mit abnehmendem BZ aktivieren die Verbraucherzellen immer mehr von ihren Insulinrezeptoren, bis um 100 wieder alle aktiv sind. Nennt sich receptor up reglation.
Und bei Mensch mit noch relativ jungem Lada und damit noch relativ(!) viel eigenem Insulin kommt da noch dazu, dass bei höherem BZ relativ viel von diesem eigenen als intaktes Proinsulin ausgegeben wird und damit nur 5-10% von der normalen BZ-Wirkung hat. Entsprechend weniger davon und damit mehr BZ-Wirkung bei sinkendem BZ.
Proinsulin ist das Produktions- und Speichermolekül. Normal wird das bei der Ausgabe ins Blut in C-Peptid und Insulin geteilt. Mit zunehmendem Ausgabe-Stress, also eben mit immer höherem BZ, funktioniert immer weniger Teilung. Entsprechend wieder immer mehr Teilung mit sinkendem BZ.
Bei uns mit Typ 2 gibt es schon in unserem Werden bei völlig gesundem BZ auffällig viel von dieser Stress-Ausgabe, und es wird angenommen, dass die geringstmögliche bei möglichst vielen von 24 Stunden um 80 mg/dl verläuft und das Maximum so um 120-140 im noch völlig gesunden BZ-Rahmen erreicht wird.
Ok, mit LADA erledigt sich die anfängliche Ähnlichkeit, denn mit immer weniger produzierenden Betas sinkt deren Stressgrenze und damit die BZ-Wirkung vom eigenen Insulinrest. Am längsten erhält man sich die eigene Insulinwirkung wohl mit den meisten von 24 Stunden in der Gegend um 80-100, und am schnellsten los wird man sie wohl mit den meisten bei 120-140 und mehr.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 08.07.2022 18:25:51 | IP (Hash): 1205180087
hjt_Jürgen schrieb:
Vorgaben wie die 154 finde ich immer spaßig. Sie suggerieren einen besonders wichtigen Wert - als ob da alle Messer 154 anzeigten und nicht der eine z.B. 163 und der andere 142.
Aber selbst wenn sie alle diesen besonders wichtigen Wert gleich anzeigen würden, bliebe der völlig willkürlich gesetzt. Dafür gibt es meines Wissens keinerlei studienmäßige oder sonstwie verfahrensmäßige oder gar organische Begründung.
Weniger besondere Wichtigkeit suggerierend hätte da auch 160 oder 150 angesagt worden sein können.
jürgen! Du laberst dir hier wieder eine Kacke zusammen, oder danke für die hilfreiche Info die uns jetzt alle wieder schlauer gemacht hat.
Ich glaube nicht das hier die Werte in dem Plan für Thomas willkürlich gesetzt wurden, sondern eher auf Erfahrung und Auswertungen beruhen. Das wird für Thomas schon der richtige Weg sein.
Und nur Jürgen ist es der immer die Meinung wirklicher Experten anzweifeln muss.
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am 08.07.2022 19:13:09 | IP (Hash): 904909621
Ja Jürgen, den ersten Zielwert hätte man sicherlich auch auf 160 oder 150 legen können?. Ich hab' dahinter jedoch mehr ein systematisches Vorgehen gesehen, den BZ mit dem Basalinsulin in wohin auch immer zu drücken...
Ein bisschen scheint sich sogar die erste Erhöhung auf 14 IE Toujeo schon auszuwirken. Werte um und über 300, ja noch nicht mal mehr 250 sind verschwunden.
Heute vor der Mittagessenszeit waren es auch schon mal 110.
Jetzt vor dem Abendessen waren es sogar 95...
Ich bin jedenfalls motiviert und geduldig.
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LADA Typ I, noch in der Honeymoon-Phase mit Toujeo
Bearbeitet von User am 08.07.2022 20:13:32. Grund: Ergänzung -
am 08.07.2022 20:03:18 | IP (Hash): 1724040747
ThomaS1968 schrieb:
Heute vor der Mittagessenszeit waren es auch schon mal 110.
Das entspricht doch genau dem, was ich geschrieben habe:
Mit niedrigerem BZ-Verlauf insgesamt nimmt ein Teil der Einflüsse ab, die zu dem höheren BZ-Verlauf bislang beigetragen haben :)
Vor dem Mittagessen haben die meisten von uns den tagsüber geringsten Insulinbedarf. Bei der Nacht etwa zwischen 1 und 3 Uhr haben die meisten von uns noch ein bisschen weniger. Darauf hatte July schon hingewiesen. Wenn da um 100-80 mg/dl erreicht werden, ist die nützliche Wirkung vom Basal erstmal ausgeschöpft. Dann kann u.U. zum Halten des Levels und dazu, dass es nicht weiter absinkt, notwendig sein, wieder die eine oder andere Einheit Toujeo zurück zu drehen.
Kann durchaus sein, dass Du bis dahin gar nicht mehr sooo viel Geduld brauchst. Weiter gutes Gelingen :)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 08.07.2022 20:16:49 | IP (Hash): 904909621
Danke Jürgen. Wie oben ergänzt hab' ich heute vor dem Abendessen sogar 95 gehabt, bei moderatem Abendessen-Hunger, ohne Hypo-Gefühl...
Diese Werte habe ich bestimmt schon 2 Jahre nicht mehr gesehen...
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LADA Typ I, noch in der Honeymoon-Phase mit Toujeo -
am 08.07.2022 22:30:03 | IP (Hash): 1831871773
Die Werte sind echt schon super gut geworden. Ich würde übrigens erstmal unabhängig vom Nüchternblutzucker jetzt einige Tage die Toujeo-Dosis nicht erhöhen, wenn du im Tagesverlauf bereits bei 90-110 bist. Beobachte stattdessen mal, ob dein Nüchternblutzucker jetzt auch langsam runtergehen oder nicht. -
am 09.07.2022 01:21:23 | IP (Hash): 904909621
Ja liebe July, der Nüchtern-BZ scheint ohnehin das größere Problem zu sein... Der Nüchtern-BZ scheint fest im Dawn-Syndrom zu stecken. Er ist nun mittlerweile immer der höchste Wert des Tages...
Naja, vielleicht krieg' ich den auch noch klein?.
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LADA Typ I, noch in der Honeymoon-Phase mit Toujeo -
Lena8107
Rang: Gastam 09.07.2022 02:15:47 | IP (Hash): 394321724
Du bekommst bestimmt in nächster Zeit den Sensor genehmigt.
Da kannst du dann den kompletten Verlauf sehen.
Ansonsten haben sich die Werte ja schon sehr verbessert!
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am 09.07.2022 09:03:49 | IP (Hash): 1790512074
ThomaS1968 schrieb:
Der Nüchtern-BZ scheint fest im Dawn-Syndrom zu stecken. Er ist nun mittlerweile immer der höchste Wert des Tages...
Naja, vielleicht krieg' ich den auch noch klein?.
Häufig geht das Dawn-Syndrom in dem Maße zurück, in dem man die Spitzen nach dem Essen zuverlässig unter 140 mg/dl hält.
Bei mir selbst hat erst die Leberentfettung nach Taylor (Newcastle) schon nach 1 Woche im Programm dazu geführt, dass meine Nüchternkurve ab um 70-80 um 3 Uhr nicht mehr auf 150-160 und mehr gegen 8 Uhr ansteigt, sondern ohne Essen auch noch um 9 oder 10 Uhr um 80 verläuft. Das funzt seit gut 8 Jahren so.
Meine Umfrage bei namhaften Diabetologen, ob sich das Dawn-Phänomen so auch bei Menschen mit Typ 1 abstellen lassen könnte, hat damals ergeben, dass man das nicht wisse, weil’s keine Studien dazu gäbe. Und dass es außerdem unwahrscheinlich sei, weil Typ 1 ja eher keine Fettleber hätten.
Dabei hat Prof. Taylor mit seinen Untersuchungen belegt, dass die Fehlsteuerung der Glukose-Ausgabe bei der einen Leber erst bei 80% Verfettung eintritt und bei der anderen schon bei 20. Und bei 20 wird höchst selten von ner Fettleber gesprochen.
Und die Menge vom Fett kann auch nicht ausschlaggebend für die Fehlfunktion sein, denn bei beiden Lebern stellt sich mit um ner Woche Entfettung von einem Tag auf den anderen die normale Glukose-Ausgabe ohne Dawn wieder her.
Auch wenn Dich der Versuch jetzt reizen mag, das mit 14 Tagen auf 600-800 kcal pro Tag mal auszuprobieren, würde ich den an Deiner Stelle erst einmal so weit zurückstellen, bis Dein laufender ganz normaler Einstellungsprozess voll abgeschlossen ist.
Dann kennst Du Deinen normalen BZ-Verlauf und weißt, wie der zu welchen Tageszeiten auf welche Eingaben reagiert. Das ist dann eine verlässliche Grundlage für Deinen Versuch - wenn Du dann noch magst?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 09.07.2022 09:13:32 | IP (Hash): 421625546
ThomaS1968 schrieb:
Ich bin jedenfalls motiviert und geduldig.
Ich wünsche dir, das du diese beiden Eigenschaften behältst.
Die sind das wichtigste Überhaupt.
Weiterhin viel Erfolg!
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Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 6,0 Stand 07/22 (ich arbeite weiter daran)