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Wie lassen sich Folgeschäden vermeiden...
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SCHWEIN2006@t-online.de
Rang: Gastam 22.07.2008 08:26:23
durch einen HbA1c -Wert zw.6,0 -7,0 und durch den Gebrauch tierischen Insulins( da dem menschl. Insulin am ähnlichsten!).
Humaninsulin/Analoginsulin verursacht nicht nur neurochem.Schäden !
Gesunde und ausgewogene Ernährung tun ihr übriges dafür ,das man alt werden kann mit Diabetes mellitus !
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Günter
Rang: Gastam 22.07.2008 12:03:24
Hallo,
ein sehr, sehr, einfaches Bild vom Diabetes.
Alle die,die auf tirisches Insulin allergisch reagieren, bekommen, besonders durch analog Insulin Spätschäden und sterben früher?
Ich habe 37 Jahre DM. 1 und spritze. 36. ich habe Humalog vor der Einführung getestet und bin dabei geblieben. So gut wie jetzt, ging es mir mit tierischem Insulin nicht. Und, ich habe keinerlei Schäden.
Einen HB Wert von 7 würde ich aber nicht haben wollen, bis 6 ist für mich noch ok.
Gruß Günter -
SCHWEIN2006@t-online.de
Rang: Gastam 22.07.2008 17:50:51
Tierische Insuline
Natürliche tierische Insuline werden in der Humanmedizin seit 1921 eingesetzt. Sie werden aus dem Pankreas von Rindern (=bovines Insulin) und Schweinen (=porcines Insulin) gewonnen. Sie sind fast gleich aufgebaut wie menschliches Insulin (eine resp. drei von 51 Aminosäuren sind anders). Seit Anfang der 70er Jahre sind sie in hochgereinigter Form erhältlich und verursachen daher ebenso selten Allergien wie Humaninsuline oder Analoga.
Alanin ALA, Arginin ARG, Asparagin ASN, Cystein CYS, Glutamin GLN, Glutaminsäure GLU, Glycin GLY, Histidin HIS, Isoleucin ILE, Leucin LEU, Lysin LYS, Phenylalanin PHE, Prolin PRO, Serin SER, Threonin THR, Tyrosin TYR, Valin VAL
(Quelle: Stiftung Diabetes u.Ernährung,Schweiz)
Ich habe jemanden in meinem Bekanntenkreis,der hat viele Jahre lang Humaninsulin gespritzt....jetzt ist er schwerbehindert und hat auf einem Auge nur noch 30% Sehfähigkeit....er kann seinen Beruf als Arzt und Biochemiker nicht ausüben...
Auf Wunsch teile ich gerne die Telefonnr. mit,damit Noch -Nicht-Betroffene mit ihm reden können ! -
Hajo Janse
Rang: Gastam 22.07.2008 21:18:43
Analog Insulin ist seit 30 Jahre schon im einsatz. Seit 25 Jahr steht es zur verfügung.
Habe noch nicht gelezen das signifikant vermehrt Krebs bei Diabetiker die analog Insulin benützen aufgetreten ist.
25 Jahre Erfahrung reichen mich und ich denke viele andern auch.
H. Janse von Hajo Janse -
SCHWEIN2006@t-online.de
Rang: Gastam 23.07.2008 22:54:17
Als Humaninsulin in den 80er Jahren auf den Markt kam, hoffte man, dieses Insulin sei physiologischer und würde weniger Allergien verursachen als tierisches Insulin. Diese Erwartung erfüllte sich nicht: Beide Insulinsorten verursachen ungefähr gleich selten Antikörper. Nach 20 Jahren Erfahrung kann man sagen, dass die Behandlung mit Humaninsulin keine Vorteile bringt. Zu diesem Schluss kommt auch der neuste Cochrane-Bericht.
Der weltweite Siegeszug des Humaninsulins verursachte im Gegenteil bei einer Minderheit von etwa 10 % aller DiabetikerInnen erhebliche gesundheitliche Nachteile: Die Umstellung auf Humaninsulin kann zu Veränderung oder Verlust der Wahrnehmung von Warnzeichen bei abfallendem Blutzucker (Hypoglykämie) führen. Weitere Probleme sind Müdigkeit, Persönlichkeitsveränderungen, chronische Schmerzen und rheumatische Beschwerden.
Diese Erfahrungen nach der breiten Einführung von Humaninsulin von 1984 bis 1987 gaben Anlass zu wissenschaftlichen Studien der Universitäten Bern und Basel, welche die Auswirkungen auf die Hypoglykämiewahrnehmung im Alltag untersuchten. Über ein Drittel (Bern) und über die Hälfte (Basel) der Insulinbehandelten gaben an, unter Humaninsulin vermehrt plötzlich auftretende Hypoglykämien oder eine veränderte Wahrnehmung der Warnzeichen festgestellt zu haben. Sie spürten die "klassischen" Symptome Schwitzen, Zittern und Hunger seltener. Diese Nebenwirkungen traten nicht immer zu Beginn der Therapie, sondern manchmal erst nach einigen Wochen oder Monaten auf. Eine Auswertung der Medizinischen Universitätsklinik Bern von 112 Notfällen von schwerer Hypoglykämie in acht repräsentativen Spitälern des Kantons Bern für den Zeitraum, in dem die meisten Umstellungen stattfanden, ergab eine dreimal höhere Zahl von Hospitalisationen mit Humaninsulin. Die Zunahme erfolgte parallel zur Behandlungszunahme mit Humaninsulin.
(Quelle:Stiftung Ernährung und Diabetes,Schweiz)
Professor Dr. med. Arthur Teuscher leitet in Bern das Diabetes-Zentrum Lindenhof, außerdem ist er Präsident der Schweizer Stiftung Ernährung und Diabetes. Er gilt als der führende Diabetes-Experte der Schweiz. -
Sirius
Rang: Gastam 23.07.2008 23:01:14
>>Ich habe jemanden in meinem Bekanntenkreis,der hat viele Jahre lang Humaninsulin gespritzt....jetzt ist er schwerbehindert und hat auf einem Auge nur noch 30% Sehfähigkeit....er kann seinen Beruf als Arzt und Biochemiker nicht ausüben...
Auf Wunsch teile ich gerne die Telefonnr. mit,damit Noch -Nicht-Betroffene mit ihm reden können !<<
Das ist nichts als blanke Polemik. Ein Betroffener soll der Massstab für 1000e sein - wohl kaum! Ich habe in meinem Bekanntenkreis ca. 10 Personen, die appe Beine haben, blind sind , an der Dialyse hängen + Nervenschäden besitzen. Die haben alle SCHWEINE-INSULIN gespritzt. Aber ich würde nie behaupten, das die Schäden vom Insulin sind. Wenn, sind sie vom Diabetes. Ich selbst habe auch nie Human- oder Analoginsulin gespritzt, trotzdem sind meine Nieren mausetot, habe eine Retinopathie III, Mikro-u.Makroangiopathie, PNP und trotzdem geht es mir bestens (und das hat mit der Insulinsorte nichts zu tun). anonymus -
Pharmaschrecken@t-online.de
Rang: Gastam 24.07.2008 08:04:47
Leonard Roy Frank
Zyprexa: Ein Rezept für Diabetes, Krankheit und frühen Tod
In der Zyprexa-Gruppe gab es 20 Todesfälle, darunter 12 Selbstmorde. Es ist skandalös, dass die wissenschaftliche Literatur diese Todesfälle jedoch gar nicht erwähnt. Auch in den Berichten über Ergebnisse aus Studien zu anderen Atypischen Neuroleptika wurden Todesfälle verschwiegen. Die Zulassung dieser Medikamente durch die amerikanische Arzneimittelbehörde Federal Drug Association (FDA) ist empörend, denn diese Todesfälle traten in den Studien schon nach sehr kurzer Zeit auf.
Am 8. Juni 2005 gab das Pharmaunternehmen Eli Lilly & Co. bekannt, man habe sich auf 690 Millionen Dollar Schadensersatz geeinigt zur Beilegung von rund 8000 Klagen vor Gericht, eingereicht von Menschen, die bei der Einnahme des Neuroleptikums Zyprexa Gewichtszunahme, Diabetes, andere Stoffwechselstörungen und Todesfälle beobachtet hatten.
Zyprexa, Lillys meistverkauftes Medikament, wird zur Behandlung von Schizophrenie und zur kurzzeitigen Therapie manischer Phasen bei einer bipolaren Störung eingesetzt. 2500 weitere Kläger weigerten sich, der Einigung mit Lilly zuzustimmen, vermutlich, weil sie den Betrag, den jeder Kläger erhalten sollte, durchschnittlich 62.500 Dollar, für zu gering hielten als Entschädigung für die durch Zyprexa erlittenen Schmerzen und Qualen.
Am 21. Juli veröffentlichte Eli Lilly seine Bilanz für das zweite Quartal 2005, aus der hervorging, dass man zur Deckung der aus diesen Klagen erwachsenen Verbindlichkeiten 1,07 Milliarden Dollar bereitgestellt hatte, 380 Millionen Dollar mehr als der Betrag, auf den man sich mit den Klägern geeinigt hatte. Diese zusätzliche Summe war zur Deckung der Verbindlichkeiten und Anwaltskosten aus jenen 2500 Klagen gedacht, wo es zu keiner Einigung gekommen war [Bericht auf Forbes.com, Ausgabe 21.7.2005]. Da die Meldungen über die außergerichtliche Einigung möglicherweise zu weiteren Schadensersatzklagen führen, kann es durchaus sein, dass Eli Lilly mehr Geld aufwenden muss, als diese vorgesehenen 1,07 Milliarden Dollar.
Seit seiner Markteinführung 1996 haben Eli Lilly zufolge etwa 17 Millionen Menschen in 86 Ländern Zyprexa eingenommen. Es ist zwar nicht möglich, die genaue Zahl der Opfer des Medikaments zu ermitteln, doch lässt sich mit Gewissheit sagen, dass Zyprexa bei Millionen von Patienten zu Diabetes und anderen Krankheiten geführt hat, und dass Zehntausende daran gestorben sind oder vorzeitig sterben werden.
Trotz dieser Fakten haben sich die Medien mit den Schadensersatzklagen kaum befasst. Trotz dieser Fakten war im Repräsentantenhaus oder in den Fernsehnachrichten keine einzige Stimme der Empörung und des Protestes zu hören. Und trotz dieser Fakten hat Eli Lilly nichts unternommen, um die Öffentlichkeit vor den möglicherweise verheerenden Folgen einer Zyprexa-Einnahme zu warnen, sondern scheffelt bis heute weiterhin Profite aus dem Verkauf des Medikaments.
Zyprexa, generische Bezeichnung: Olanzapin, gehört zu einer Kategorie von Psychopharmaka, die als Atypische Neuroleptika bekannt sind. Andere Mittel dieser Gruppe sind Clozapin von Novartis (deutschsprachige Handelsnamen Clopin, Clozapin, Elcrit, Froidir, Lanolept, Leponex, Olansek - P.L.), Risperidon von Janssen (Risperdal), Quetiapin von AstraZeneca (Seroquel), Aripiprazol von Bristol-Myers Squibb (Abilify) und Ziprasidon von Pfizer (Zeldox).
Das erste Atypische Neuroleptikum, Clozapin, kam 1990 auf den Markt (in Deutschland erstmals 1972, Anm. d. Übs.). Die Hersteller werben für diese Medikamente mit der Behauptung, sie seien wirksamer und sicherer als die herkömmlichen Neuroleptika wie Chlorpromazin (deutschsprachige Handelsnamen Chlorazin, Chlorpromazin, Propaphenin - P.L.) oder Haloperidol (deutschsprachige Handelsnamen Haldol, Haloper, Haloperidol, Sigaperidol - P.L.), die seit den 1950er Jahren erhältlich sind.
Dank einer gewaltigen Werbekampagne durch die Atypika-Hersteller setzte sich der Glaube an diese unbewiesenen Behauptungen überall durch, mit dem Ergebnis, dass die Pharmafirmen für die neuen Medikamente wesentlich mehr Geld verlangen können als für die alten. Eine Monatsration Zyprexa kostet heute etwa 380 Dollar, 10-30mal so viel wie die Monatspackung eines herkömmlichen Neuroleptikums.
Der weltweite Neuroleptika-Umsatz ist von 500 Millionen Dollar im Jahr 1993 (fast alles herkömmliche Neuroleptika) auf mehr als 14 Milliarden Dollar im Jahr 2004 angestiegen (13 Milliarden davon entfallen auf die Atypika).
Seit mehr als zehn Jahren verharmlosen die Pharmahersteller beharrlich einige der mit der Einnahme von Atypika verbundenen schwerwiegenden Gefahren. Der Psychiater E. Fuller Torrey, einer der entschiedensten Befürworter der medikamentösen Behandlung von Schizophrenie, berichtete über eine der Methoden, mit der Ärzte und Öffentlichkeit getäuscht werden:
Die Psychiater, die versuchen, ein Schizophrenie-Medikament zu beurteilen, erfahren nicht, dass der Experte, der die Nebenwirkungen von Zyprexa verharmlost, von Eli Lilly 10.000 Dollar Honorar erhält und außerdem Lilly-Aktien in beträchtlichem Umfang besitzt. [American Prospect, 15.7.2002]
Angesichts der Häufung von Hinweisen auf die Schädlichkeit dieser Medikamente verpflichtete die FDA schließlich 2003 alle Atypika-Hersteller dazu, die Arzneimittelpackungen wegen des erhöhten Diabetes-Risikos mit einem entsprechenden Warnhinweis zu versehen.
Die Anwaltskanzlei Hersh and Hersh aus San Francisco, die etwa 400 Kläger gegen Eli Lilly vertritt, warf dem Pharmaunternehmen vor, es habe bis zum Jahr 2003 "potentiell mit Zyprexa behandelten Patienten in betrügerischer Weise wichtige Informationen vorenthalten". Eli Lilly habe Ärzte und Patienten wider besseren Wissens nicht davor gewarnt, dass Zyprexa zu schädlichen und unter Umständen sogar tödlichen Nebenwirkungen durch Gewichtszunahme und Diabetes führen könne.
Eine solche Warnung hätte viele Ärzte dazu veranlasst, geringere Zyprexa-Dosierungen zu verschreiben und regelmäßig den Blutzuckerspiegel ihrer Patienten zu messen. Möglicherweise hätten manche Ärzte auch ganz damit aufgehört, das Medikament zu verordnen.
Mit solchen Vorsichtsmaßnahmen hätte es zweifellos weniger durch Zyprexa bedingte Diabetes- und Todesfälle gegeben. Ehrlichkeit zählt jedoch nicht zu Eli Lillys Stärken, wenn der Profit auf dem Spiel steht. Die Veröffentlichung der entsprechenden Fakten hätte ganz gewiss den Umsatz des Kassenschlagers Zyprexa gemindert (auf Platz 5 der Liste der weltweit am häufigsten verkauften rezeptpflichtigen Arzneimittel), der 2004 mit einem Ertrag von 4,4 Milliarden Dollar ein Drittel des Gesamtgewinns von Eli Lilly ausmachte.
Für Eli Lillys Umsätze ist das Medikament von überragender Bedeutung. Die Firma scheint eine regelrechte Zyprexa-Abhängigkeit entwickelt zu haben, aus der sie nur schwer wieder herausfinden wird. Aus den Zyprexa-Umsätzen erwirtschaftet Eli Lilly auch indirekt Profit. Es ist eine grausame Ironie, dass das Unternehmen mit dem Verkauf eines Medikaments, das zu Diabetes führen kann, Geld scheffelt, während gleichzeitig vier seiner meistverkauften Arzneimittel Diabetes-Therapeutika sind, darunter die Insulin-Präparate Humulin und Humalog, die jeweils einen Jahresgewinn von einer Milliarde Dollar abwerfen. Auf diese Art schafft sich Lilly einen treuen Kundenstamm.
Patienten, Ärzte und Öffentlichkeit haben von Zyprexas beschämender Geschichte praktisch keine Ahnung. Auf Grundlage der Ergebnisse einer durch Eli Lilly finanzierten sechswöchigen Studie erteilte die FDA am 27.9.1996 der Firma die Genehmigung, das Medikament herzustellen und zu vertreiben. An der Zyprexa-Studie hatten 2500 Probanden teilgenommen, von denen zwei Drittel die Studie nicht einmal erfolgreich abgeschlossen hatten. Von denen, die an der Studie bis zum Ende teilgenommen hatten, erlitten 22% ernsthafte Nebenwirkungen, verglichen mit 18% in der Vergleichsgruppe der Haldol-Probanden.
Die FDA fand heraus, dass es während der sechswöchigen Studie bei den Probanden zu einer Gewichtszunahme von durchschnittlich einem halben Kilogramm pro Woche gekommen war. Die Versuchspersonen, die an der Langzeitstudie teilnahmen, nahmen pro Jahr um 13 kg zu. Zu den weiteren Nebenwirkungen zählten Zittern, Krämpfe, Müdigkeit, Blutzucker-Komplikationen, erhöhter Puls, Unruhe, Verstopfung, epileptische Anfälle, Probleme mit der Leber, Störungen der weißen Blutkörperchen und Blutdruckabfall.
In der Zyprexa-Gruppe gab es zudem 20 Todesfälle, darunter 12 Selbstmorde. Es ist skandalös, dass die wissenschaftliche Literatur diese Todesfälle jedoch gar nicht erwähnt. Auch in den Berichten über Ergebnisse aus Studien zu anderen Atypischen Neuroleptika wurden Todesfälle verschwiegen.
Die Informationen über diese Todesfälle stammen aus FDA-Dokumenten, die der Wissenschaftsjournalist Robert Whitaker ausgewertet hat. Ihm zufolge kam auf 145 Probanden, die an Studien zu Zyprexa, Risperdal, Seroquel und Serdolect teilgenommen hatten, je ein Todesfall [s. Mad in America: Bad Science, Bad Medicine, and the Enduring Mistreatment of the Mentally Ill von Robert Whitaker].
Angesichts dieser Todesfälle ist die Zulassung von 3 der 4 getesteten Medikamente (Serdolect wurde nicht genehmigt) durch die FDA empörend, denn die Todesfälle traten in den Studien schon nach sehr kurzer Zeit auf. Nicht nur das Zulassungsverfahren der FDA wird dadurch fragwürdig, sondern auch die Unparteilichkeit der Behörde.
Im Falle von Zyprexa sind Eli Lillys Verbindungen mit den beiden Bush-Administrationen öffentlich dokumentiert. Der frühere amerikanische Präsident George H. W. Bush saß einst im Vorstand von Eli Lilly. Im Jahr 2000 leistete Lilly Wahlkampfspenden von insgesamt 1,6 Millionen Dollar, von denen 82% an George W. Bush und andere Republikaner gingen. 2001 ernannte Präsident Bush Lillys früheren stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Mitch Daniel zum Leiter der Bundesbehörde Office of Management and Budget (Amt für Management und Haushalt). Ein Jahr später wurde Lillys gegenwärtiger Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer von Präsident Bush in den neu eingerichteten Homeland Security Council (Heimatsicherheitsrat) berufen.
Die Tatsache, dass diese Todesfälle in den in der Fachliteratur veröffentlichten FDA-Prüfberichten über Atypika-Studien, auf die Psychiater und andere Ärzte als Richtlinie für ihre Verschreibungen angewiesen sind, nicht erwähnt wurden, ist ein Beweis für die Komplizenschaft der beteiligten Pharmafirmen mit den Psychiatern, die für diese Unternehmen Artikel verfassten, und den Chefredakteuren der Fachpresse, die diese Artikel veröffentlichten.
In jüngster Zeit erschienen in den Medien einige Berichte über Todesfälle durch Atypika, doch waren dies zumeist einmalige Meldungen in einigen wenigen Zeitungen, die zu keinen Reaktionen führten. Die gemeldeten Todesfälle waren in der Regel auf Gewichtszunahme und/oder Diabetes zurückzuführen.
So starb z. B. im Februar 2001 der Fernfahrer Frank Olenick aus Ohio im Alter von 40 Jahren, nachdem er in ein Diabetes-Koma gefallen war. Aus der Klage seiner Witwe Christine Olenick gegen Eli Lilly geht hervor, dass er Zyprexa zur Therapie von Depressionen und Entzugssymptomen eines Schmerzmittels, mit dem er nach einem Arbeitsunfall behandelt worden war, eingenommen hatte. Zwei Monate nach Beginn der Zyprexa-Behandlung brachte Frau Olenick ihren kranken Ehemann in die Klinik, wo sie von einer Krankenschwester erfuhr, dass dessen Blutzuckerspiegel um das 15fache erhöht war, obwohl der Mann gar keine Diabetes hatte. Eine Stunde später fiel er Frau Olenick zufolge ins Koma und starb. [Indianapolis Star, 16.3.2003]
Der 39jährige Rob Liversidge aus Maryland wiederum hatte durch eine Zyprexa-Behandlung seiner Manischen Depression mehr als 50 kg zugenommen. Die durch das Übergewicht ausgelösten gesundheitlichen Probleme beendeten seine Beamtenlaufbahn. Eine Woche bevor er nach langer Arbeitslosigkeit eine neue Stelle antreten sollte, brach er zusammen und wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo er trotz sofortiger Behandlung ins Koma fiel und vier Tage später starb. [Baltimore Sun, 19.3.2003]
Diese beiden Fälle gelangten in die Presse. Die meisten der durch Zyprexa verursachten Komplikationen und Todesfälle wurden jedoch vertuscht oder als solche gar nicht anerkannt. Eine Ausnahme bildet P. Murali Doraiswamys Bericht über Komplikationen bei Zyprexa-Konsumenten, die er sechs Jahre lang aus eigenem Antrieb an die FDA gemeldet hatte.
Doraiswamy, Leiter der Abteilung für Biologische Psychiatrie an der Duke University, schrieb:
Unter den 289 Diabetes-Fällen, die mit der Einnahme [von Zyprexa] in Zusammenhang standen, waren 225 Neuerkrankungen. 100 Patienten erkrankten an einer Ketosis (einer schweren Diabetes-Komplikation), 22 an einer Pankreatitis, einer lebensgefährlichen [Bauchspeicheldrüsen-]Störung. Es gab 23 Todesfälle, darunter der eines 15jährigen Jugendlichen, der an einer Pankreas-Nekrose starb, einer Erkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse abstirbt. Die meisten Fälle (71%) traten innerhalb der ersten sechs Monate nach Beginn der medikamentösen Behandlung auf und standen mit einer leichteren Gewichtszunahme in Zusammenhang. [Pharmacotherapy, Juli 2002]
Bei älteren Menschen mit einer Demenz bestehen bei der Einnahme von Zyprexa und anderen Atypika zusätzliche Risiken. Anfang 2005 analysierte die FDA die Befunde aus 17 placebokontrollierten Studien zu Atypika, darunter Zyprexa. Die Behörde fand heraus, dass ältere Patienten mit einer Demenz eine 1,6- bis 1,7fach höhere Sterblichkeitsrate hatten als die, die Placebos erhielten. Die meisten starben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infektionen wie einer Lungenentzündung.
Nach dieser Analyse verpflichtete die FDA die Atypika-Hersteller, diese Medikamente mit einem sog. Black-Box-Warnhinweis für ältere Patienten mit Demenz zu versehen. Black-Box-Warnhinweise sind jenen Arzneimitteln vorbehalten, die die schwerwiegendsten Nebenwirkungen haben. [New York Times, 12.4.2005]
Für Kinder und Jugendliche gibt es bei Zyprexa jedoch keinen solchen Warnhinweis, und das Medikament wird jungen Menschen immer häufiger verschrieben. Für Kinder hat das Mittel gar keine FDA-Zulassung, doch verordnen viele Ärzte Zyprexa und andere Atypika bei Autismus, Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, Hyperaktivität, sozialem Rückzug und aggressivem Verhalten. Vor allem Kinder in Pflegeheimen sind dieser Form des medizinischen Missbrauchs ausgesetzt.
Gewichtszunahme ist die in vieler Hinsicht beunruhigendste Nebenwirkung, denn sie verursacht viele andere Probleme. Diese Gewichtszunahme darf man nicht verharmlosen, wie es Dr. Alan Breier tat, der stellvertretende Vorsitzende von Eli Lillys Verkaufsabteilung und Leiter der Zyprexa-Arbeitsgruppe. Am 16. April 2003 erklärte er im Indianapolis Star, Zyprexa führe, wie einige andere Neuroleptika auch, bei etwa der Hälfte der Patienten zu Gewichtszunahme. Die richtigere Formulierung wäre gewesen: zu extremer Gewichtszunahme.
Zudem nimmt praktisch jeder, der Zyprexa erhält, zumindest etwas an Gewicht zu. Breier meinte auch, Übergewicht sei zwar ein Risikofaktor für Diabetes, führe jedoch nicht zwangsläufig dazu. Das ist nicht ganz falsch, auch Rauchen löst nicht zwangsläufig Lungenkrebs aus, doch verursacht extreme Gewichtszunahme eben extremes Übergewicht, und gesundheitsgefährdendes Übergewicht hat in den USA inzwischen das Ausmaß einer Epidemie angenommen. Die Korpulenz erhöht das bei Zyprexa ohnehin schon bestehende Diabetes-Risiko. In Amerika gibt es heute 18 Millionen Diabetiker. Mit mehr als einer halben Million Patienten, die Zyprexa erhalten, wird diese schon gefährliche Situation noch verschärft.
Der folgende Auszug aus dem am 11.3.2002 in Newsweek erschienenen Artikel von Sharon Begley, in dem Zyprexa in vieler Hinsicht positiv gesehen wird, veranschaulicht das Übergewichtsproblem und schildert die Wirkungen des Medikaments:
Obwohl die Stimmen und Visionen nicht immer verschwinden, ermöglichen es die neuen Medikamente [d. h. die Atypika] den Schizophrenie-Betroffenen, einem Beruf nachzugehen und eine Familie zu gründen. Dennoch verstärken sie den Appetit und verändern möglicherweise auch den Stoffwechsel, was zu dem führt, das [Richard Wyatt, Leiter der Abteilung Neuropsychiatrie am National Institute of Mental Health] das 'riesige Problem' der extremen Gewichtszunahme nennt. [Donna Willey, eine für den Artikel interviewte Patientin] nimmt mit Zyprexa pro Jahr um 10 kg zu. Wog sie vor der Behandlung 60 kg, so sind es gegenwärtig 140. Dies hält manche Patienten davon ab, die Medikamente zu nehmen. Eine weitere Nebenwirkung ist benebeltes Denken, ein Gefühl, als ob die Gehirnsignale sich durch Karamel kämpfen müssten. Viele Patienten verlieren zudem Libido und Potenz. So wirksam die neuen Medikamente auch sein mögen, sie behandeln die Symptome, sie heilen nicht.
Reduzierte Leben, verkürzte Leben, zerstörte Leben! Welchen Nutzen hat so viel Qual und Leid überhaupt? Eine Analyse von 52 Studien, an denen 12.649 Patienten teilgenommen hatten, kam zu dem Schluss:
Es gibt keine eindeutigen Belege dafür, dass die Atypischen Neuroleptika wirksamer oder verträglicher sind als die herkömmlichen Medikamente. [John Geddes et al., British Journal of Psychiatry, Dezember 2000]
Eli Lillys Geschäftsführung übernimmt jedoch keine Verantwortung für die verursachten Schäden. Man entschuldigte sich nicht, man bedauerte nichts, man leugnete lediglich weiter. Die außergerichtliche Einigung kommentiere Eli Lillys Vorstandsvorsitzender Sidney Taurel wie folgt:
Wir halten die Schadensersatzforderungen zwar für unbegründet, doch haben wir uns zu diesem schweren Schritt entschlossen, weil wir denken, dass es im Interesse der Firma, der auf dieses Medikament angewiesenen Patienten und der Ärzte liegt. Wir wollten die erhebliche Verunsicherung aus der Welt schaffen, die mit solchen komplexen Gerichtsverfahren verbunden ist.
Dies waren keine beiläufigen Bemerkungen, die Aussage findet sich in Eli Lillys Presseerklärung zu der Einigung. Eine solche Reaktion wäre lachhaft, wäre das Thema für die Öffentlichkeit und die Eli-Lilly-Aktieninhaber nicht so ernst. Was mögen die Aktieninhaber wohl denken über einen Vorstandsvorsitzenden, der die Zahlung von 690 Millionen Dollar anordnet als Schadensersatz, der seiner Meinung nach unbegründet ist?
In Anbetracht der Rentabilität von Zyprexa werden sich die Eli-Lilly-Aktieninhaber jedoch kaum beschweren. Die Schadensersatzzahlung fällt einfach unter die Geschäftskosten. Was sind schon 690 Millionen oder gar 1,07 Milliarden Dollar im Vergleich zu den vielen Milliarden Dollar Gewinn, die Zyprexa seit seiner Markteinführung vor neun Jahren abgeworfen hat, ganz zu schweigen von den zu erwartenden künftigen Profiten?
Wie haben sich diese jüngsten Rechtsstreitigkeiten auf den Absatz von Zyprexa und den Eli-Lilly-Aktienkurs ausgewirkt? Im zweiten Quartal 2005 ist der weltweite Absatz von Zyprexa im Vergleich zum selben Quartal im Vorjahr um 10% gefallen, während er in den USA um 21% abgenommen hat. Wichtiger für die Aktieninhaber ist jedoch, dass der Eli-Lilly-Kurs um rund 16% gefallen ist, von 67,30 Dollar Höchststand in den letzten zwölf Monaten auf 56,32 Ende Juli 2005.
Durch die betrügerischen Geschäftspraktiken des Energiekonzerns Enron haben viele Menschen ihre Ersparnisse verloren. Durch Eli Lillys betrügerische Arzneimittelinformation haben noch mehr Menschen ihre Gesundheit oder ihr Leben eingebüßt. Anders als beim Enron-Skandal jedoch wurde keiner der Verantwortlichen von Eli Lilly verhaftet oder eines Vergehens angeklagt. Dass der Vorstand von Eli Lilly vor Gericht steht, wird in absehbarer Zeit kaum geschehen.
Was kann nun getan werden? Ob man es Verbrechen nennt oder Tragödie, die Angelegenheit ist auf jeden Fall ein Problem der öffentlichen Sicherheit von gewaltigem Ausmaß und erfordert das Eingreifen der Regierung. Eine bloße Warnung der Patienten vor den schweren Nebenwirkungen von Zyprexa reicht als Schutzmaßnahme nicht aus.
Als das Medikament Thalidomid (Contergan) Anfang der 1960er Jahre zu schrecklichen Missbildungen bei Tausenden von Neugeborenen führte, wurde es von der FDA verboten. Wie viele Menschen müssen noch sterben, bis die Regierung sich entschließt, die Bürger durch ein Verbot von Zyprexa zu schützen?
Nicht nur das,wie sieht es mit biosynth. Humaninsulin aus...wann verschwindet endlich dies gefährliche AntiDiabetikum vom Markt ?
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Hammy
Rang: Gastam 24.07.2008 11:06:35
Das ist doch wieder typisch für die bekannte "Lady" aus Landau/Pfalz - es war von Humaninsulin und nicht von Neuroleptika die Rede. Aber man gräbt sogar Contergan wieder aus, um auf die "Gefährlichkeit" von Humaninsulin hinzuweisen. Und wie immer wurde auf gestellte Fragen nicht geantwortet, sondern einer aus dem Hut gezaubert!
>>Alle Humaninsuline enthalten primäre und sekundäre (zelluläre, storage of cell banks) Bestandteile tierischen Ursprungs. Diese sind Schweinepankreas, Schweinegelatine, Rinderextrakt, Casein von Kuhmilch, Lachs, Vogelfedern zur Herstellung von L-Threonin (siehe EMEA Präparatinformationen unter Scientifics Discussions: Viral Safety and TSE Assessment). Humaninsuline haben die bis 1982 ausschließlich verwendeten tierischen Insuline nahezu vollständig abgelöst. Für Diabetiker mit einer Unverträglichkeit gentechnisch hergestellter Humaninsuline ist der Import tierischer Insuline möglich (Bfarm Pressemitteilung 12/05 vom 28. Juni 2005).<<
Das schönste an diesem Forum ist, dass man jeden Tünnef erst mal veröffentlicht und im Nachgang löscht. Macht aber nichts - man hat ja sooo viel Zeit. -
Helga
Rang: Gastam 24.07.2008 14:59:23
Hallo anonym-Vorgänger.
Ich danke für deine Bemerkung und ich muss sagen: solche langen Texte,(wie von deinem Vorgänger) wo man am Ende nicht weiß was am Anfang stand, lese ich erst gar nicht. Das sind ja romanhafte Abhandlungen die nicht wirklich weiter bringen.
Manche Texte haben auch Fachwörter, da schlottern einem als Laie die Knie und man ist noch mehr verunsichert.
Helga -
Pharmaschrecken@t-online.de
Rang: Gastam 24.07.2008 15:35:37
"Manche Texte haben auch Fachwörter, da schlottern einem als Laie die Knie und man ist noch mehr verunsichert."
Es gibt doch GOOGLE,WIKIPEDIA und den PSCHYREMBEL (Abo im Internet)...
Bloß nix für die Bildung tun als Patient...doofe Ärzte gibt es ja auch schon genug *LOL* -
Hammy
Rang: Gastam 24.07.2008 21:45:26
Du hast vieleicht Bildung(sicher bin ich da nicht),aber Anstand(lernt man schon als Kleinkind) hast du keinesfalls!Und was hat das von dir abgeschriebene mit Google, Wiki und Bierbembel zu tun?Es gibt für alles pro und contra und wer behauptet die Warheit zu kennen?Du vieleicht? -
Pharmaschrecken@t-online.de
Rang: Gastam 24.07.2008 22:46:53
"Es gibt für alles pro und contra und wer behauptet die Warheit zu kennen?Du vieleicht?"
Meine schlechten Erfahrungen mit Humaninsulin und die gleichfalls schlechten Erfahrungen zig Millionen DiabetikerInnen(weltweit) sprechen für sich und lassen sich nicht wegzaubern !
...sie bestätigen weiter die klinischen Forschungsergebnisse des gentech. Insulins !
Es gibt einen alten Spruch(und ich würde es eigentlich bedauern wenn er sich bewahrheiten würde):
" Wer nicht hören will,der muß fühlen !"
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Hammy
Rang: Gastam 24.07.2008 23:20:17
Woher kennst du den zig Millionen Diabetiker, denen es wie dir geht? Selbst Prof. Teuscher schreibt, dass die Allergien unter tierischem Insulin nicht weniger sind, als bei Humaninsulin bzw. umgekehrt... und nur, weil du gegen HI offensichtlich allergisch reagierst (jedes Medikament hat Nebenwirkungen), ist dewegen noch lange nicht zu verteufeln. Du wirst auch weiterhin (du versuchst es jetzt 2 Jahre lang) keine derartigen Erfolge verzeichnen können. Wenn du glaubst, alle anderen (die HI spritzen) seine etwas tüdelig, lass' sie doch und kümmere dich um deine wichtigen Angelegenheiten...
von Hammy -
Pharmaschrecken@t-online.de
Rang: Gastam 25.07.2008 11:08:52
@Hammy:
...der eindeutige Beweis,das du nur das Geschwätz anderer übernimmst und null Ahnung von Medizin hast !
Ich habe keine(!) Allergie gegen Humaninsulin.Bei mir und auch zig Millionen anderer DiabetikerInnen liegt es an der Substanz(...Humaninsulin ist eben doch nicht identisch mit dem menschl. Insulin) und der lebensgefährlichen Nebenwirkung :der unbemerkten Hypoglykämie.
Es stimmt doch ,wenn man sagt: "Ein Medikament soll helfen und einen nicht noch kränker machen als man ohnehin schon ist,oder ?
Hätten denn die Patienten Contergan,Lipobay,Vioxx u.v.a.m. weiter einnehmen sollen,mit dem Risiko zu versterben ?( ...es sind übrigens durch die Einnahme dieser Medikamente bereits viele Menschen verstorben -mit Wissen der Ärzte um die gefährlich-tödlichen Nebenwirkungen !)
Es ist ein Skandal ungeahnten Ausmaßes,das so mit der Gesundheit von Menschen umgegangen wird und das nur aus Gründen der Raffgier und Profilierungssucht einiger weniger ...genannt: PHARMASCHRECKEN !(...denk mal an HEUSCHRECKEN)
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Hajo Janse
Rang: Gastam 25.07.2008 15:45:03
@ anonym
Zitat:
Profilierungssucht einiger weniger ...genannt: PHARMASCHRECKEN !(...denk mal an HEUSCHRECKEN)
Ende Zitat.
Einfache Lösung wir verbieten die Pharmaschrecken und ihr Medikamenten. Problem weg.
Einige X Patienten das Leben gerettet, durch Verbot leider einige tausenden mal X Patienten gestorben.
Hajo Janse -
Pille
Rang: Gastam 25.07.2008 17:29:34
Wenn's nur "einige wenige" sind, dann verstehe ich nicht, warum das Problem mit den "bösen Pharmas" so hoch gespielt wird und was das mit Insulin zu tun hat. Die meisten Diabetiker vertragen ihr Insulin sehr gut und haben auch keine Hypowahrnehmungsstörungen.
Die kann man übrigens auch nach 30 Jahren Alkoholmissbrauch bekommen (mit kaputter Leber + Bauchspeicheldrüse; eine Userin hatte mal von so etwas berichtet. Außerdem schädigt langjähriger Alkoholmissbrauch bekanntermaßen sowieso das Gehirn).
Wer Humaninsulin od. Analog-I. nicht verträgt, der kann tierisches Insulin bekommen.
Mit Hilfe seines Arztes und entsprechende Befunde kann dies dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) belegt werden und dann wird idR tierisches Insulin bewilligt. Einige hundert Diabetiker in Deutschland bekommen tierisches Insulin. Wo soll also das Problem sein (... außer man hat keinen Arzt "seines Vertrauens" od. umgekehrt ...)?! von Pille -
Pharmaschrecken@t-online.de
Rang: Gastam 25.07.2008 18:02:32
Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung
Die Hypoglykämie ist die schwerwiegendste und häufigste Nebenwirkung der intensivierten
Insulintherapie (DCCT, 1997). Untersuchungen haben gezeigt, dass eine normoglykämische
Stoffwechseleinstellung zwar die Entwicklung und das Fortschreiten von diabetischen
Spätkomplikationen verzögern kann (DCCT, 1993), aber ein dreifach höheres Risiko für das
Auftreten von schweren Hypoglykämien mit sich bringt (DCCT, 1991).
Bei vielen normoglykämisch eingestellten Patienten ist die gegenregulatorische
Hormonantwort auf die Hypoglykämie abgeschwächt und die Symptomwahrnehmung
beeinträchtig (Amiel et al, 1987). Zusätzlich führt die Verschiebung der Schwellenwerte für
die Freisetzung insulinantagonistischer Hormone dazu, dass die hormonelle Gegenregulation
erst bei niedrigeren Plasmaglukosewerten einsetzt (Amiel et al., 1988). Die Folge ist ein
erhöhtes Risiko schwere Hypoglykämien zu erleiden. In der Pathogenese dieser Störung der
Gegenregulation und der Symptom-Wahrnehmung spielen Hypoglykämien selbst eine
wichtige Rolle (Cryer PE, 1993). Studien an Patienten mit Typ-1-Diabetes (Davis et al., 1992)
und gesunden Personen (Widom und Simonson; 1992) zeigen, dass bereits eine Hypoglykämie
die physiologischen Reaktionen auf nachfolgende Hypoglykämie-Episoden beeinträchtig.
Nach einer vorangegangenen Hypoglykämie ist die Sekretion der gegenregulatorischen
Hormone supprimiert und die Wahrnehmung autonomer und neuroglukopenischer
Warnsymptome herabgesetzt. ...
Das nur mal als Einstieg und jetzt erzähl mir mal wo das nachzulesen ist,das Alkohol für Hypos ursächlich sind ,zumal ein geschulter Diabetiker wohlweißlich kein Insulin spritzt wenn er Alkohol getrunken hat...Ausnahmen bestätigen die Regel !
Die von dir angesprochene Person trinkt aus eigener Kraft (ohne Therapie ) seit 4 Jahren nicht mehr...die Leber ist o.k. und die Pankreas (Inselzellen) produzieren noch ein gutes Maß an Eigeninsulin...
Der Alkoholmißbrauch führte letzlich nur zur Verschleierung der durch Humaninsulin ausgelösten neurochem. Störungen .
-
Pille
Rang: Gastam 25.07.2008 18:59:59
Zitat:
###Der Alkoholmißbrauch führte letzlich nur zur Verschleierung der durch Humaninsulin ausgelösten neurochem. Störungen .###
Ende Zitat
So kann man sich das auch schönreden!!! - Lächerlich!
Über 30 J. massiver Alkoholmissbrauch waren also völlig unschädlich für Organe plus Gehirn!?!? Welcher Arzt hat das denn wasserdicht bescheinigt?? Das gibt es gar nicht!
Hier soll wieder mal die Schuld ALLEINE auf das Humaninsulin geschoben werden!
von Pille -
Hammy
Rang: Gastam 25.07.2008 20:44:25
Wie hiess der Titel des Threads: >> Wie lassen sich Folgeschäden vermeiden?<<
18 Beiträge und nichts, was zur Klärung beiträgt, ausser, dass eine einzelner "Anonymling" sich vehement gegen Humaninsulin ausspricht. Ich glaube, er hat noch nicht gemerkt, dass er allein auf weiter Flur steht und begründet die (seine!) Richtigkeit mit der Dummheit/ Unwissenheit aller Anderen. Sehr eigenartiger Standpunkt! Wobei vorwiegend die Ergüsse anderer Publizisten vorgetragen werden, um die eigene Meinung zu bestätigen. Lasst ihn einfach weitere Ergüsse bezgl. seines Unmutes gegenüber den Pharmas und deren "Teufelszeug" (welches schnellstens vom Markt muss *lol*) in die Tatatur hämmern. Wir werden uns derweil mit den wichtigen Dingen des DM, nämlich den eventl. folgenden Spätschäden, beschäftigen:
Nach 41 Jahren Diabetes T1 mit ausschliesslichem Gebrauch von tierischem Insulin (NOCHMAL: Ich habe NIEMALS Humaninsulin u/o Analoga gespritzt) habe ich
* Nephropathie
* Angiopathie (Micro- u. Macro-)
* Retinopathie
* Polyneuropathie
* KHK (mit 4 Bypässen)
* Gleichgewichtsstörungen
Wenn überhaupt jemand daran Schuld hat, dann weder die Pharmaindustrie, noch "dumme" Ärzte, sondern nur ich selbst. Durch eine sinnvolle Kontrolle des DM, eine ausgewogene Ernährung und ein gutes Management kann man mit jeder Krankenkasse im Rücken + einem guten Diabetologen Spätschäden vermeiden oder in weite Ferne rücken. Das reine (und sinnlose) Palavern darüber hilft keinem (uns am wenigsten). Um das zu begreifen, braucht kein Mensch sonderlich viel (des mehrfach angeratenen) Fachwissens. Das kann er maximal zur Normalisierung seiner BZ-Werte nutzen und ich rede nicht von einem "guten" HbA1c (der womöglich mit gewaltigen Min/Max erkauft wurde, um den Diabetologen zu erfreuen), sondern von gleichmässig guten BZ-Werten. Dazu wenn möglich noch Bewegung und es läuft, wie es sein sollte... -
zufriedenerHumaninsulinAnwender
Rang: Gastam 26.07.2008 01:58:56
Zitat:
"Humaninsulin muß auf Grund schwerer Nebenwirkungen vom Markt genommen werden(s.o.) und die freie,dauerhafte Verfügbarkeit tierischen Insulins muß gewährleistet sein !"
Das sind zwei verschiedene paar Schuhe!
Mein Humaninsulin vertrage ich super, ohne Hypo-Wahrnehmungsstörungen und mit super Werten (gutes Management vorausgesetzt)!
Wer bist du, dass du mir mein Humaninsulin wegnehmen willst?
Mit welchem Recht sprichst du für mich und all die anderen zufriedenen Human- und Analog-Insulin-Anwender, die keine und schon gar keine "schweren Nebenwirkungen" davon haben bzw. wer hat dich beauftragt, gegen unser "schönes" (weil für uns gut verträgliches) Insulin zu agieren?
zitat:
"Ich muß für mein Überleben den Klageweg gehen - ein Skandal !"
Ja, das stimmt und ich wünsche viel Erfolg dabei!
Aber dennoch: Klappe zu und Pfoten weg von MEINEM Insulin! Ich will NICHT umgestellt werden! Und schon gar nicht, weil du das so willst! Du kannst allenfalls für die Minderheit reden, die Humaninsulin nicht verträgt, aber nicht für die Mehrheit, die damit zufrieden ist!
Amen von zufriedenerHumaninsulinAnwender -
satori
Rang: Gastam 26.07.2008 12:56:08
unsere gute anke ist wie immer der meinung, das es millionen diabetiker sind, die nur schweineinsulin vertragen.
tatsächlich sind es ungefähr tausend in deutschland.
klar tausend zu viel, aber die bekommen es auf ganz normalem weg.
anke ist da wohl ein spezieller fall, die aus welchem grund auch immer ( warscheinlich vollabern ihres arztes und der kasse ) dieses nicht bekommt.
aber freut mich, das sie jetzt dieses forum voll labert, und andere in ruhe lässt.
von satori -
Pharmaschrecken@t-online.de
Rang: Gastam 26.07.2008 14:57:05
Anscheinend wahllos und ohne medizinische Indikation hat ein 59-jähriger Mediziner den Patienten in seiner Praxis Humaninsulin-Spritzen gegeben.Schwere Körperverletzung in 246 Fällen, urteilte gestern eine Strafkammer des Mannheimer Landgerichts. Sechs Jahre Haftstrafe verhängte das Gericht. Der Arzt habe sich außerdem des Abrechnungsbetrugs schuldig gemacht. Der Vorsitzende Richter Matthias Schwab sprach von einem "durchorganisierten, gewerbsmäßigen Spritzenwahnsinn". Der Mannheimer Arzt habe das "grenzenlose Vertrauen seiner Patienten missbraucht, um sich zu bereichern". Viele Patienten des 59-Jährigen wussten gar nicht, dass sie Humaninsulin-Spritzen bekamen. Sie glaubten, eine Spritze gegen ihr Leiden zu erhalten. Aufgeklärt über mögliche Risiken wurden sie nicht. Ein erwachsener Patient erhielt ein Insulin für Kinder. Und das gleich mehrmals kurz hintereinander...
Ken Kommentar ! -
Autsch
Rang: Gastam 26.07.2008 15:31:48
???
Was soll der Artikel bzw. was hat er mit dem Eingangsbeitrag zu tun?
Hier ist die Rede von einem total durchgeknallten Arzt mit "Spritzenwahnsinn".
Aber dennoch ist es mal wieder typisch:
In dem Zeitungsartikel (ohne Quellenangabe) kam das Wort "Humaninsulin" vor und deshalb passt es wohl mal wieder zur Argumentation gegen Humaninsulin.
Wenn der Arzt seinen Patienten tierisches Insulin gespritzt hätte (er hatte aber wohl keins zur Hand), wäre das genau das Gleiche gewesen.
Mich wundert jetzt gar nichts mehr. Denn wer so schief argumentiert in seiner Humaninsulin-Phobie muss sich nicht wundern, wenn er/sie in die Psycho-Ecke gestellt wird und schadet sich nur selber!
So wird das nie was mit dem tierischen Insulin!!!
Herzliches Beileid und gute Besserung!
Wenn's nicht so traurig wäre (wie sich hier jemand selbst schadet), könnte ich mich schlapp lachen :-( ...
von Autsch -
Klabautermann
Rang: Gast -
Hammy
Rang: Gastam 26.07.2008 17:10:05
"Man" (hier "Frau") ist offensichtlich "aus Versehen" eine 2 (zwei) zuviel in den Text geraten. Hier der Originaltext aus der "Wormser Zeitung" (Worms liegt auch gaaaanz zufällig in der Nähe von Landau/Pf.):
http://www.wormser-zeitung.de/rhein-main/objekt.php3?artikel_id=3368802
Schlimm genug, dass ein Arzt (hat wohl sogar mal den Eid des Hippokrates geschworen) so etwas veranstaltet, aber dass sie dann mal ganz fix einen passenden Beitrag für sich daraus macht - Respekt!
Ganz bewusst verfälscht man die Artikel und macht aus Impfsera Humaninsulin (aufgefallen ist mir der ganze Nonsens bei der Angabe " Insulin für Kinder" - soetwas gibt es nicht!!). Aber das ist die typische Masche der allen bekannten Person: Verbreiten von Halbwissen, - wahrheiten und Lügen. Und so ein Mensch will uns "dumme, leichtgläubige und unwissende" Patienten "warnen"? Wovor? Offensichtlich vor sich selbst! Ich denke damit ist wieder mal bewiesen, was ihr "wollen" ist.
Gruss Hammy