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    am 24.08.2022 19:31:33 | IP (Hash): 653132787
    Hallo liebe Leute,

    vorweg: ich bin kein Diabetiker.

    Ich habe Ende September einen oGTT (75mg), nachdem ich vor gut 2 Jahren mein Kind entbunden habe und einen Gestationsdiabetes hatte.

    Ich messe zwischendurch immer mal selbst, seit einer Woche intensiver.

    Ich habe zwischendurch auch provoziert um zu sehen was passiert.

    Beispiel:

    Weingummie (85g KH, 70g Zucker)

    Nach 1 Stunde: 110
    Nach 2 Stunden: 103

    Direkt nach dem 2 Stunden wert:

    2 Brote gegessen (Vital fit)

    Nach 1,5 Stunden: 85

    Klingt ja ganz gut, ABER
    mein Nüchternwert, wenn ich noch im Bett liege, ist immer bei 92-96. Nach dem Aufstehen steigt er auf 102, selten auch mal bis 108, wenn ich mich aufrege oder so.

    Woran kann das liegen?? Ich ernähre mich ganz normal, gesund und ausgewogen.

    Wird man mir nur wegen des NW, wenn der Rest gut ist, dennoch einen Prädiabetes diagnostizieren?

    Herzlichen Dank fürs Lesen und viele Grüße,
    Kara
    Bearbeitet von User am 24.08.2022 19:36:48. Grund: Vergessen
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    am 24.08.2022 20:28:43 | IP (Hash): 1109753274
    Wie Du hier https://flexikon.doccheck.com/de/Pr%C3%A4diabetes#:~:text=Als%20Pr%C3%A4diabetes%20bezeichnet%20man%20Vorstadien,zwischen%20Pr%C3%A4diabetes%20und%20metabolischem%20Syndrom. im ersten Eintrag vom Google zum Thema schon sehen kannst, gilt Prädiabetes (noch immer) nicht als Krankheit, sondern allenfalls als Vorstufe. Und Vorstufen werden nicht diagnostiziert und nicht behandelt. Allerdings schon häufiger benannt, und dazu gibt es dann gerne jede Menge Empfehlungen, die Du sicher alle längst kennst ;)

    Ich kenne einige Mitmenschen, die Werte wie Deine einschließlich des leichten Anstiegs am Morgen seit Jahren und Jahrzehnten pflegen. Und bei anderen war’s nur ein Durchgangsstadium zur Diagnose Typ 2. Mehr gibt meine Glaskugel nicht her. Dein Nachwuchs wird Dich gesund in Bewegung halten und Dir hoffentlich auch ausreichend erholsame Nächte lassen ;)

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 24.08.2022 21:05:44 | IP (Hash): 1200795272
    Hallo Jürgen,

    Ganz herzlichen Dank für deine Antwort!

    Dass man das nicht diagnostiziert wusste ich nicht, danke schonmal dafür! :-)

    Was sagst du denn zu meinen anderen werten (außer NBZ), die sehen doch eigentlich super aus oder?

    Ich wundere mich, weil du sagst, bei manchen war das nur die Phase vorm Diabetes, aber ich dachte meine Werte tagsüber sind ganz normal …

    Nach einem normalen Mittagessen habe ich nach 2 Stunden um die 98 - 120, wenn es viele KH hatte.

    Zwischen Mahlzeiten liege ich bei 80-95, meistens dazwischen so bei 85. Je nachdem, was man zwischendurch noch so trinkt/isst.

    Ich danke dir für deine Einschätzung!

    Liebe Grüße,
    Kara

    P.S.: ich habe Krankheitsängste nach einem schweren Schicksalsschlag vor ein paar Jahren, von dem ich aber aktuell „geheilt“ bin.
    Bearbeitet von User am 24.08.2022 21:20:40. Grund: Edit
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    am 24.08.2022 21:20:31 | IP (Hash): 1109753274
    Wie Du’s beschreibst, bewegt sich Dein BZ im Bereich von normal wie hier in der Grafik https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar Das würde ich an Deiner Stelle alle viertel bis halbe Jahre überprüfen, und in jedem Fall gut. Wenn er drin bleibt, sowieso. Und wenn er drüber raus drängt, ist dann früh genug, sich Gedanken zu machen, was dann am besten passt.

    Einstweilen weiterso! Und genieß Deinen Nachwuchs! Noch isser handlich ;)

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    am 24.08.2022 21:21:50 | IP (Hash): 548565852
    Ganz herzlichen Dank für deine Einschätzung 😊

    Ja, meine Lütte ist in einem schönen Alter!
    Und hält mich gut auf Trab!
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    am 24.08.2022 21:42:16 | IP (Hash): 653132787
    Eine Frage hätte ich noch.
    Ich habe mich selbst auf etlichen Seiten informiert, aber es steht überall anders.

    Ich hatte mir dann ein Video von Magdalena Schauenberg angesehen zu diesem Thema und bin verwundert. Ist es wirklich normal, dass der Blutzucker (ohne Diabetes oder Prädiabetes) nach fast Food auf 200 mg/dl ansteigen kann??

    Viele Grüße :-)
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    am 24.08.2022 22:07:59 | IP (Hash): 1109753274
    Du hast bestimmt noch viele Fragen ;)

    Aber die hier kann ich Dir recht eindeutig beantworten, seit ich vor ein paar Tagen/Wochen (wurde hier empfohlen und empfehle ich gerne weiter, weil wirklich sehr fundiert!) den "Glukose-Trick" gelesen habe: Bei manchen Gesunden klettert er dann auch so hoch, aber das ist auch für die Gesunden nicht gesund :( Auch sie sollten die Futterluken davon lassen!

    Und zur Lütten: Pass auf, was Du ihr alles erzählst! In 10 Jahren erklärt sie Dir nämlich die Welt ;)

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    am 24.08.2022 22:15:43 | IP (Hash): 653132787
    Ja, gesund ist das bestimmt nicht, das denke ich auch. Unser Körper ist ja für so eine Art von Nahrung gar nicht gemacht. Danke für den Tipp, schaue mir das sehr gerne auch mal an. :-)

    Da hast du Recht, und wie man aufpassen muss - schon jetzt 😁
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    am 25.08.2022 09:20:13 | IP (Hash): 653132787
    Guten Morgen liebes Forum,

    hier fällt öfters der Name der „Janet Ruhl“ und du, lieber Jürgen, hattest mir einen Link ihrer Homepage geschickt. Ich habe mich auf ihrer Seite gestern Abend noch etwas eingelesen. Sie scheint seeeehr streng mit den Werten zu sein. Was mich aber am meisten irritiert ist, dass sie bereits in einem Prädiabetischen Bereich Metformin wirbt. Sollte da nicht die erste Maßnahme eine angepasste Lebensführung sein? Damit kann man doch sicher schon enorm viel erreichen. Zumal ich in anderen Studien gelesen habe, dass Metformin bei nur leicht erhöhten Werten nichts bringen würde.

    Und auch dieser Satz „ In diesem Sinne können wir mit Sicherheit sagen, dass normale Menschen nie über 140 mg/dl gehen und nur selten (4,4% der Zeit in dieser Studie) über 120 mg/dl sind - egal was sie essen.“, verwirrt mich. Ich dachte es wäre „normal“, wenn auch nicht gesund, da bei zB fast food auch mal drüber zu gehen. So zeigt es ja eigentlich auch ihre Grafik an.

    Sorry … ich bin irgendwie verwirrt und verunsichert … ich sollte das googeln und lesen sicher lassen und meine freien Stunde am Abend anders nutzen, ich steigere mich immer sehr in solche Themen rein …

    Aber interessieren würde mich schon, ob ihr ihr Recht gebt oder dahinter Geldmacherei steht?

    Liebe Grüße,
    Kara
    Bearbeitet von User am 25.08.2022 09:21:05. Grund: RS-Fehler
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    am 25.08.2022 14:07:11 | IP (Hash): 705993429
    "Normal Gesunde nie über 140 und sehr selten über 120..." Sorry, das ist völliger Blödsinn!
    Passt aber zu der Gilde, die hier und anderswo HbA1c von 5 und drunter als normal verkaufen wollen, andere Menschen bei Nichterreichen dieser Mondwerte nicht nur als vorerkrankt abstempeln, sondern damit auch extrem verunsichern können!
    Halt Dich, wenn schon Internet..., an offizielle Stellen, mein Tipp.
    Irgendwelche "Guru-Links" kannst Du getrost vergessen.
    Eine Blutzuckerkontrolle (zum Beispiel alle 4 Wochen immer den Nüchternwert) selbst durchgeführt und beim Großen Blutbild immer den HbA1c mit verlangen, sollte allerdings für jeden gesundheitsbewußten Menschen heutzutage zum Standard werden...

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    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
    Bearbeitet von User am 25.08.2022 14:21:13. Grund: Ergänzung
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    am 25.08.2022 14:47:10 | IP (Hash): 653132787
    Hallo Thomas,

    Danke für deine Nachricht, genauso werde ich es machen oder noch besser mal ganz aufhören zu lesen und meinen Termin abwarten 🙈

    Ich frage mal ganz doof, welcher Hba1c ist denn „normal“ ?
    Steht irgendwie auch überall anders. Wäre aber super zu wissen, wenn ich dann in Zukunft regelmäßig diesen Wert bestimmen lasse.

    Ganz lieben Dank und viele Grüße,
    Kara
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    am 25.08.2022 15:11:19 | IP (Hash): 705993429
    HbA1c bis 6,5 ist kein Diabetes, Punkt!
    Wie Du aber selbst mit einer Entwicklung dieses Wertes bei Dir selbst umgehst, bleibt dann deinem Engagement diesem Thema gegenüber überlassen...
    Sprich, ich hätte zum Beispiel, so ich denn früher darauf aufmerksam gemacht worden wäre, diesen Antikörpertest machen sollen, um weitaus kürzer dem schädigenden hohen BZ-Spiegel ausgesetzt gewesen zu sein. Ein erstes, aus heutiger Sicht unübersehbares Signal wäre mein von 5,3 auf 8,5 % gestiegener HbA1c gewesen. Leider hat mein Hausarzt diesen Wert bzw. diese Entwicklung total verharmlost und mich so in eine gefährliche Warteschleife geschickt...
    Hingegen dachte ich zu lange, ich könnte mit einer kräftigen Gewichtsreduktion meinem nahenden Typ II-Diabetes entkommen...
    Pustekuchen, hat wie gesagt nix genützt, ist LADA Typ I...

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    Bearbeitet von User am 25.08.2022 16:01:50. Grund: Ergänzung
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    am 25.08.2022 15:59:41 | IP (Hash): 1552368212
    ThomaS1968 schrieb:
    HbA1c bis 6,5 ist kein Diabetes, Punkt!

    Diese Aussage ist falsch. Punkt!

    Hba1c ab 6,5% ist per Diagnosekriterien der DDG Diabetes und uter 5,7% kein Diabetes. Im Bereich von 5,7 ... 6,4% ist das HbA1c nicht genügend aussagefähig und zur Diagnose müssen die anderen Kriterien (oGTT-2h-Wert, NBZ) überprüft werden. So ist das zumindest bei uns in D. Die Amis (Kriterien der ADA) sagen bei solchen HbA1c-Werten, dass es sich um Prädiabetes handelt. Da sind die Fachleute der DDG und die anderer europäischer Fachgesellschaften nicht mitgegangen und haben die obige Regel zur Diagnose aufgestellt.

    @Thomas, du erzählst hier ziemlich häufig irgendwelchen Blödsinn - informiere dich lieber mal etwas besser.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 27.09.2022 17:02:29. Grund: BBCodes
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    am 25.08.2022 16:11:27 | IP (Hash): 705993429
    Deine Aussage mir gegenüber ist gelindegesagt eine Frechheit!
    Wer bist Du denn, dass Du hier mal eben den hinlänglich bekannten Grenzwert von 6,5 % in Frage stellen kannst, um deine eigene Theorien verkaufen zu können?
    Hier wurde nach dem HbA1c-Grenzwert gefragt und nicht, wie man eine Diabetes-Diagnose am effektivsten hervorkitzeln kann.
    In Deutschland werden auch fleißig Blutdrucktabletten bei 140/85 verordnet, nur mal so...
    Diagnose Diabetes ab HbA1c größer gleich 6,5 und bis 5,7 kann Diabetes ausgeschlossen werden, nochmal Punkt!
    Welche deiner "Fachleute" sich darüber einig sind und welche nicht, ist völlig irrelevant.
    Ihr quatscht hier die Leute in die Krankheit rein, unglaublich!
    Weißt Du eigentlich, was man damit alles anrichten kann???


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    Bearbeitet von User am 25.08.2022 16:33:07. Grund: Ergänzung
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    am 25.08.2022 16:39:03 | IP (Hash): 1552368212
    ThomaS1968 schrieb:
    Diagnose Diabetes ab HbA1c größer gleich 6,5 und bis 5,7 kann Diabetes ausgeschlossen werden, nochmal Punkt!

    Nein, HbA1c ab 6,5% Diabetes. Bei Werten zwischen 5,7 ... 6,4% kann Diabetes vorliegen oder nicht. Das muss anhand der anderen Diagnosekriterien näher überprüft werden. - nochmal Punkt!

    Richtigstellung von offensichtliche Falschaussagen betrachte ich keinesfalls alsFrechheit. Ich halte das in Foren für dringend geboten. Ich vermute, dass wir uns da noch öfter zoffen müssen.

    ____
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    Bearbeitet von User am 25.08.2022 16:40:15. Grund: BBCodes
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    am 25.08.2022 16:42:59 | IP (Hash): 331327064
    Kara_ schrieb:
    Sorry … ich bin irgendwie verwirrt und verunsichert … ich sollte das googeln und lesen sicher lassen und meine freien Stunde am Abend anders nutzen, ich steigere mich immer sehr in solche Themen rein …


    Diabetes hat kein Merkmal zum Eintritt und auch sonst keinen irgendwie zu entdeckenden Anfang. Das gilt auch für Typ 1. Diabetes ist praktisch dann, wenn der Blutzucker aus welchen Gründen auch immer zunehmend immer höher verläuft. Das geht bei den meisten Betroffenen nicht stetig, sondern in mehr oder weniger großen Schritten über mehr oder weniger lange Zeiten.

    Damit ergibt sich aus der Entwicklung kein allgemeingültiger Ansatz zur Diagnose.
    Also hat man so einen Ansatz mit den Diagnose-Grenzwerten in der Höhe willkürlich gesetzt, ab der die ärztliche Einstellung mit Typ 1 funktionieren kann.
    Und damit gilt praktisch alles darüber als Krankheit und ist zu behandeln und alles darunter und ist nicht zu behandeln.

    Und mit unserem Laienverständnis machen wir daraus, alles darunter ist gesund und verhält sich gesund, und erst darüber beginnt krank und verhält sich zunehmend krank.
    Tatsächlich haben wir aber:
    Alles über gesund ist zunehmend diabetisch, also zunehmend krank und wird aber erst ab Überschreiten der Diagnose-Grenzwerte, die einzig einen graduellen und keinen substanziellen Unterschied markieren, als Krankheit gesehen und behandelt.
    Mit der Diagnosereife sind wir nicht am Anfang des diabetischen Geschehens, sondern schon ganz schön mitten drin.

    Und Menschen wie Jenny Ruhl geht es wesentlich um den mit ansteigendem BZ zunehmend kranken Bereich unterhalb des als behandlungsbedürftig krank definierten.
    Einmal, weil die natürlich gesunde Regelung im völlig gesunden Bereich am besten funktioniert. In dem werden die für eine individeuelle Person normalen Essensportionen mit den kleinsten Insulin- und BZ-Spitzen ausgeglichen.
    Und dann auch, weil immer mehr Hinweise darauf gefunden werden, dass schon BZ-Schwankungen im Bereich um 60 mg/dl und mehr kurzfristig das Befinden beeinträchtigen und z.B. auch Heißhunger-Attacken auslösen und langfristig zu Gefäßschäden beitragen können.

    Metformin verringert den Glukose- und damit auch den Insulin-Umsatz und so auch einen Teil der kurzzeitigen Spitzen auch dann, wenn bei vergleichsweise niedrigem BZ-Verlauf die BZ-Wirkung gering erscheint.
    Einwände wie Deiner gegen den Einsatz von Medikation stützen sich meistens auf die Idee, dass das Gewicht und die Lethargie den Typ 2 machen. Aber dem stehen immer mehr Beobachtungen und systematische Erfahrungen entgegen, die alltäglich wiederholte höhere Insulin-Spitzen als Auslöser für’s Hungergefühl und damit für’s Essen sehen.
    Umgekehrt bedeutet das, dass Abnehmen umso möglicher wird und umso besser gelingt, je niedriger der Insulin-Umsatz in dieser Zeit gehalten wird.

    Wo wir Insulin nicht selbst messen können, messen wir zur Orientierung den BZ, denn die Insulinkurve verläuft ja recht parallel dazu.
    Wer also ernsthaft abnehmen will, sorgt mit seiner Auswahl und Portionierung an Essen für möglichst niedrige postprandiale(=nach dem Essen) Spitzen :)

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 25.08.2022 16:45:22. Grund: .
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    am 25.08.2022 17:04:02 | IP (Hash): 705993429
    Bei 120/80 kann auch das Krankheitsbild Hoher Blutdruck vorliegen, bei einem PSA-Wert von 5,8 kann bei 26 % der Personen mit diesem Wert Prostatakrebs vorliegen, bei einem BMI von 35 kann auch das Krankheitsbild Adipositas dahinterstecken, ab 1,49 m könnte man unter Kleinwüchsigkeit leiden.... und, und, und.
    So laß' doch die Grenzwerte gelten, so sie denn gesetzt wurden?!
    Spitzfindigkeit mit negativer Attitüde, wem nützt das gerade hier etwas???
    Auf Kosten der Verunsicherung, gerade der Neulinge, wird hier mit vermeintlichem Fachwissen geprotzt und die für Werte um 5 % HbA1c notwendige eigene exzentrische Askese als eigentlich Erkrankter zur unverrückbaren Lebensweise emporgehoben...
    Das mag ja für den Stammtisch eine tolle Möglichkeit der effektvollen Poserei sein, aber hier... und ich sag's nochmal UNVERANTWORTLICH!

    @Jürgen... Der Mensch ganz allgemein altert in nahezu alle organischen Gebieten irgendwann einmal in einen behandlungsbedürftigen Bereich hinein.

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    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
    Bearbeitet von User am 25.08.2022 17:18:12. Grund: Ergänzung
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    am 25.08.2022 17:45:26 | IP (Hash): 331327064
    ThomaS1968 schrieb:
    Auf Kosten der Verunsicherung, gerade der Neulinge, wird hier mit vermeintlichem Fachwissen geprotzt und die für Werte um 5 % HbA1c notwendige eigene exzentrische Askese als eigentlich Erkrankter zur unverrückbaren Lebensweise emporgehoben


    Du hattest mich gefragt, was ich JETZT esse, und in 01.91 zu meiner Diagnose mit HbA1c 15und und morgens nüchtern über 400 hätte ich meine heutige Speisekarte wahrscheinlich wie Du bewertet. Auch noch im Herbst 91 mit meiner kompletten Remission, wo ich seit Monaten ohne Medis mit völlig gesundem BZ pro Mahlzeit um 4 BEs verspeisen konnte.

    Nix Askese! Ich hab damals sehr viel "normaler" gegessen, als Du heute! Und DAS IST FÜR DIE MEISTEN TYP 2 NEUDIAGNOSEN MÖGLICH! Mit ein paar Wochen VLCD-"Askese" nach Taylor. Da kann ich beim besten Willen nix an Verunsicherung entdecken!

    NACHTRAG
    Nachtrag:
    Meine komplette Remission hatte ich damals am Ausgang des diabetologischen Mittelalters auf dringendes Anraten vom Hausarzt, vom Diabetologen und vom Nephrologen mit Gewalt auffressen müssen, die praktisch wie Du argumentiert haben. Sonst bräuchte ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit für meinen gesunden BZ bei ganz normalem Essen heute noch keine Zuckermedikation und schon gar kein Insulin.

    Dass die Fachologen mir damals von meiner Remission abgeraten haben, kann ich ihnen schlecht ankreiden, denn damals gab’s praktisch keine bekannten Vorbilder und keine Info zu gesundem BZ ohne Medis mit Typ 2.
    Klar könnte ich spekulieren, dass das große Geschäft mit dem Typ 2 bei Ärzten und Pharmas mit jeder Remission abnehmen würde. Stell dir einfach mal vor, ein Typ 2 INSULINER braucht beim gleichen Essen wenigstens 3mal soviel Insulin wie eine ähnliche Person mit Typ 1! Was für ein Geschäft!

    Ich glaube nicht, dass die damals schon das Wahnsinnsgeschäft auf dem Schirm hatten. In 91 gab’s ja auch erst wenig Schirme.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 25.08.2022 20:01:35. Grund: Nachtrag
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    am 25.08.2022 17:48:57 | IP (Hash): 955861870
    Hallo Kara, ich denke es ist gut dass du einen Termin zur genauen Diagnostik hast in September.
    Lass dich nicht verrückt machen von Google und auch nicht von der Diskussion in den Antworten auf deine Ausgangsfrage hier im Forum. Dein Arzt ist derjenige der eine Diagnose stellen kann und dazu gehören mehrere Faktoren.
    LG Nosweets
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    am 25.08.2022 18:18:53 | IP (Hash): 331327064
    Nosweets schrieb:
    Hallo Kara, ich denke es ist gut dass du einen Termin zur genauen Diagnostik hast in September.


    Wie ich's verstanden habe, hat Kara keinen Diabetes und auch keinen Grund zur Annahme, dass sie jetzt diagnosereif wäre. So hab ich ihr das ja auch geschrieben.
    Nach weiteren Infos hat sie selbst gefragt, und auch genau dazu hab ich ihr geschrieben. Und ich denke schon, dass sie sich melden und weiter nachfragen wird, wenn sie da was verunsichert.

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    am 25.08.2022 19:45:00 | IP (Hash): 653132787
    Hallo …

    Hui … hier ist ja ganz schön was los.

    Ich habe den Termin, weil das zur Routine nach einem Gestationsdiabetes gehört. Diabetes an sich kann ich denke ich im Moment ausschließen, ich habe nur Angst bereits Prädiabetisch zu sein, aber ich denke auch da sprechen meine Werte eigentlich dagegen, wollte aber dennoch gerne eine oder mehrere Meinung dazu haben, da der Termin noch so lang hin ist und ich mich schon vorher ganz wahnsinnig mache. Wie ich schon gesagt habe, habe ich leider Krankheitsängste.

    Mir leuchtet es natürlich total ein, dass die Vorstufe bereits auf eine krankhafte Automatik hinweisen würde und seinen Lauf nehmen würde, wenn man/ich nichts ändere. Egal wie man es dann nennt.

    Ich weiß auch, dass es „normale“ Werte und OPTIMALE Werte gibt, die sich durchaus nochmal unterscheiden.

    Ich habe ja nun circa 14 Tage lang Tagesprofile erstellt und nach all meinen wissen, was ich versucht habe mir anzueignen, sollten diese Werte alle recht gut und „normal sein“. Daher hätte ich jetzt eigentlich nicht unbedingt einen Termin zur Abklärung für nötig gehalten, aber es wird eben einfach empfohlen nach dem GDM.

    Liebe Grüße,
    Kara

    P.S. Tut mir leid, dass ich hier so eine Diskussion ausgelöst habe 🙄
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    am 25.08.2022 19:49:46 | IP (Hash): 653132787
    @nosweets

    Ich wundere mich, dass du meinst ein Termin zur Diagnostik wäre gut… meine Werte sind doch eigentlich gut im Moment … ich habe den Termin routinemäßig nach einem GDM.
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    am 25.08.2022 20:12:45 | IP (Hash): 331327064
    ThomaS1968 schrieb:
    @Jürgen... Der Mensch ganz allgemein altert in nahezu alle organischen Gebieten irgendwann einmal in einen behandlungsbedürftigen Bereich hinein.


    Wir altern alle, und irgendwann ist der Ofen aus. Aber bis dahin kann's mehr oder weniger angenehm sein. Dazu hier noch mal ausdrücklich der Nachtrag, den ich weiter oben schon mal eingetragen hab.

    Nachtrag:
    Meine komplette Remission hatte ich damals am Ausgang des diabetologischen Mittelalters auf dringendes Anraten vom Hausarzt, vom Diabetologen und vom Nephrologen mit Gewalt auffressen müssen, die praktisch wie Du argumentiert haben. Sonst bräuchte ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit für meinen gesunden BZ bei ganz normalem Essen heute noch keine Zuckermedikation und schon gar kein Insulin.

    Dass die Fachologen mir damals von meiner Remission abgeraten haben, kann ich ihnen schlecht ankreiden, denn damals gab’s praktisch keine bekannten Vorbilder und keine Info zu gesundem BZ ohne Medis mit Typ 2.
    Klar könnte ich spekulieren, dass das große Geschäft mit dem Typ 2 bei Ärzten und Pharmas mit jeder Remission abnehmen würde. Stell dir einfach mal vor, ein Typ 2 INSULINER braucht beim gleichen Essen wenigstens 3mal soviel Insulin wie eine ähnliche Person mit Typ 1! Was für ein Geschäft!

    Ich glaube nicht, dass die damals schon das Wahnsinnsgeschäft auf dem Schirm hatten. In 91 gab’s ja auch erst wenig Schirme.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 25.08.2022 21:14:09 | IP (Hash): 705993429
    Ja mag schon sein, dass Du in vielen Bereichen aufgrund deines Alters ein Vorreiter bist...
    Ich stell' im Allgemeinen und durchaus auch in vielen Fachgebieten die Absenkung der Grenzwerte und das damit verbundene Hineindrängen vieler Menschen in eine diagnostizierbare Krankheit und medikamentöse Abhängigkeit fest!
    Wo werden wir denn bei dieser Entwicklung beim Diabetes in 25 Jahren stehen? HbA1c bei 5,0..., darüber Prä oder schon das Vollbild?.
    Das kanns ja wohl nicht sein und diesen Weg geh' ich halt einfach nicht mit!


    ______________________________________________________________________________________________
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
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    am 25.08.2022 21:16:10 | IP (Hash): 705993429
    Ja mag schon sein, dass Du in vielen Bereichen aufgrund deines Alters ein Vorreiter bist... Du bist ja glücklicher Weise auch schon weit gekommen...
    Ich stell' im Allgemeinen bzw. in vielen Fachgebieten die Absenkung der Grenzwerte und das damit verbundene Hineindrängen vieler Menschen in eine diagnostizierbare Krankheit und hiernach in eine medikamentöse Abhängigkeit fest!
    Wo werden wir denn bei dieser Entwicklung beim Diabetes in 25 Jahren stehen? HbA1c bei 5,0..., darüber Prä oder schon das Vollbild?.
    Das kanns ja wohl nicht sein und diesen Weg geh' ich halt einfach nicht mit!


    ______________________________________________________________________________________________
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
    Bearbeitet von User am 25.08.2022 21:17:03. Grund: Ergänzung
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    am 26.08.2022 08:27:19 | IP (Hash): 72970431
    ThomaS1968 schrieb:


    Ein erstes, aus heutiger Sicht unübersehbares Signal wäre mein von 5,3 auf 8,5 % gestiegener HbA1c gewesen. Leider hat mein Hausarzt diesen Wert bzw. diese Entwicklung total verharmlost und mich so in eine gefährliche Warteschleife geschickt...



    hallo Thomas!

    Sry, aber 8,5 % HbA1c ist kein "erstes" Signal, es ist eine Diagnose. ein erstes Signal wäre, wenn zB dein Labor nüchtern 109 mg/dl und HbA1c 6 % misst.
    da das hba1c im Bereich von 5,7 bis inkl. 6,4 % zu wenig aussagekräftig ist ob denn Diabetes da ist oder nicht, wäre in dem Fall ein OGTT indiziert, wobei das Labor nach 2 Stunden dann wahrscheinlich zwischen 140 und 200 mg/dl blutig misst. dann sprechen wir von Pre-Diabetes und haben schließlich eine klare Vorgabe: die Werte müssen runter, um das risiko für eine diabetische Entwicklung zu verringern.
    Nicht immer, aber häufig sind diese patienten übergewichtig oder fettleibig. dann heißt es erst einmal abnehmen, Ernährung umstellen und sich bewegen und das duo Insulinresistenz und nicht-alkoholische fettleber kann sich schon mal warm anziehen ;o)

    und mir will in deinem fall nicht einleuchten will, dass ein HA bei 8,5 Hba1c keinen handlungsbedarf sieht.....

    lg
    Bearbeitet von User am 26.08.2022 08:43:04. Grund: bearbeitet
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    am 26.08.2022 08:35:39 | IP (Hash): 72970431
    Rainer schrieb:
    ThomaS1968 schrieb:


    So ist das zumindest bei uns in D. Die Amis (Kriterien der ADA) sagen bei solchen HbA1c-Werten, dass es sich um Prädiabetes handelt. Da sind die Fachleute der DDG und die anderer europäischer Fachgesellschaften nicht mitgegangen und haben die obige Regel zur Diagnose aufgestellt.




    soweit ich weiß, ist das nicht ganz korrekt: Werte im Bereich von 5,7 bis inkl. 6,4 % sind höher-als-gesund - daher "Prädiabetes". Die DDG kürzt diese "gestörte Glukosetoleranz" in ihrem Diagramm in den Diagnose-RL mit "IFG" (impaired fasting glucose) ab. dies kann insofern verwirren, als dass der engl. Begriff "fasting" zu dt. nüchtern bedeutet, die Praxisempfehlungen zus. zum NBZ aber eindeutig das Hba1c zur Diagnose ausweisen. hba1c kann aber auch im nicht-nüchternen Zustand gemessen werden, sofern verwirrend.

    die ödg spricht übrigens nicht von prädiabetes sondern von "einem höheren risiko".


    Bearbeitet von User am 26.08.2022 08:37:54. Grund: bearbeitet
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    am 26.08.2022 09:05:42 | IP (Hash): 653132787
    Ich finde es schade, dass durch diese Diskussion die hier entstanden ist, meine Beiträge völlig untergehen, dabei sollte es in diesem Thread doch vordergründig erstmal um meine Fragen gehen 🙄🙄
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    am 26.08.2022 10:52:22 | IP (Hash): 389568800
    Leia_Cake schrieb:
    soweit ich weiß, ist das nicht ganz korrekt: Werte im Bereich von 5,7 bis inkl. 6,4 % sind höher-als-gesund - daher "Prädiabetes".

    Hallo Cake,

    da hast du einen groben Denkfehler in deinen Überlegungen.

    Zwischen total stoffwechselgesund und Prädiabetes gibt es einen großen Bereich, in dem die BZ-Steuerung leicht gestört ist. Über den muss man sich nach den erkenntnissen der Fachleute aber keine großen Gedanken machen, weil der Körper solche Störungen an einer Stelle sehr gut durch andere Abläfe ausgleichen kann.

    Dann erst kommt der ebenfalls recht große Bereich von Prädiabetes. Für diesen Bereich sehen die Fachleute eine gewisse Gefahr für eine mögliche Diabetesentwicklung. Allerdings ist der Anteil derer, bei denen sich aus Prädiabetes niemals ein Diabetes entwickelt, ziemlich groß.

    Jetzt komme ich zur Einschätzung deiner Werte Kara. Du liegst mit deinen Nüchternwerten an der Grenze zwischen unbedenklich und möglicherweise Prädiabetes. Deshalb bin ich der Meinung, dass du damit ganz entspannt umgehen kannst. Du solltest dich weiter gesund ernähren und gesund verhalten, die BZ-Werte zweijährlich oder jährlich im Auge behalten und hast damit riesige Chancen, nie etwas mit Diabetes zu tun zu bekommen. Ich denke, dass dir das dein Arztbei der Nachkontrolle zum SS-Diabetes auch so erzählen wird.

    Weiter alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 26.08.2022 10:52:53. Grund: BBCodes
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    am 26.08.2022 10:59:00 | IP (Hash): 653132787
    Hallo Rainer,

    Danke für deine Einschätzung :-)

    Genau das was du erwähnst wundert mich aber total, ich weiß, dass meine Nüchternwert (seit über 2 Jahren übrigens gleichbleibend) nicht sooo optimal sind. Komplett nüchtern ohne Aufstehen, also noch im Bett immerhin aber immer unter 100.

    Nun kommt das „komische“, nach dem Essen sind meine Werte total normal. Z.B oben genanntes Beispiel, wo ich es total provoziert habe mit 85g KH und 70g Zucker und nach einer Stunde waren es nur 110 und nach 2 103. Gemessen mit dem Contour next.

    Auch nach ganz normalen Mahlzeiten habe ich nach 2 Stunden im zwischen 85-höchstens 110.

    Das passt doch iwie nicht zusammen oder? Kann es an meinem schlechten Schlaf liegen?

    Tut mir leid; dass ich euch so bohre, ihr habt sicher ganz andere Sorgen… ich bin da immer etwas extrem, wenn es um Krankheiten geht .. 🙄

    Herzliche Grüße,
    Kara
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    am 26.08.2022 11:27:42 | IP (Hash): 72970431
    Rainer, bitte hilf mir: Was verstehst du unter total stoffwechselgesund bzw. unter dem bereich dazwischen, wo es nicht "ganz passt", und prä-diabetes? Denn sowohl die ddg als auch die ada weist nur Werte zwischen "normal" und "diabetisch", eben als "IFG" oder Prädiabetes aus. Daher frage ich mich, wo du diese Behauptung her hast, dass der Bereich zwischen dem grünen und gelben gleichsam grau sein soll / kann? Wenn du Insulinresistenz meinst, dann ja, die kann natürlich auch bei völlig gesunden Werten vorliegen, keine Frage. viele insulinresistente haben ja ganz normale werte. trotz dessen, dass insulin auch hochtouren läuft und der gestörte fettstoffwechsel der leber das leben schwer macht, etc.

    Aber....

    Die Praxisempfehlungen der ddg / ada sehen eben nur bei konkret gemessenen Zahlen, im deutschen Diagramm in gelb ausgewiesen, eine Empfehlung zur Lebensstilintervention vor. zuvor lässt sich der insulin-umsatz nur abschätzen (durch Körperfettanteil, sportliche betätigung,...). Natürlich wäre es fein, wenn fettleibige mit entsprechend hohem risiko intervenieren bevor der zuckerstoffwechsel aus dem ruder gerät. Nur leider wissen wir dass da viele erst einmal geschockt werden müssen, bevor die was tun :-(
    Bearbeitet von User am 26.08.2022 11:30:19. Grund: bearbeitet
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    am 26.08.2022 12:12:49 | IP (Hash): 389568800
    Kara schrieb:
    Nun kommt das „komische“, nach dem Essen sind meine Werte total normal. Z.B oben genanntes Beispiel, wo ich es total provoziert habe mit 85g KH und 70g Zucker und nach einer Stunde waren es nur 110 und nach 2 103. Gemessen mit dem Contour next.
    Auch nach ganz normalen Mahlzeiten habe ich nach 2 Stunden im zwischen 85-höchstens 110.
    Das passt doch iwie nicht zusammen oder? Kann es an meinem schlechten Schlaf liegen?

    Hallo Kara,

    das sind ganz tolle Nachessenswerte - Glückwunsch. 😊

    Du legst einfach viel zu großen Wert auf die Nüchternwerte, so eine große Bedeutung haben die nicht. Ja, die lassen sich leicht beeinflussen und wenn du Nüchternwerte um 125mg/dl misst, dann ist wirklich was im Busch. Aber bei Werten von 99, 101 oder 102mg/dl, die auch noch mit einem ungenauen Handmessgerät gemessen wurden, brauchst du dir echt keine Sorgen zu machen.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 26.08.2022 16:43:26. Grund: BBCodes
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    am 26.08.2022 14:14:16 | IP (Hash): 346895096
    Liebe Kara,

    nachdem *durchforsten* dieses Beitrages nun meine fachlich nicht qualifizierte Antwort.

    In meinen Diabeteskursen und dem Studium diverser Fachlektüre kann man es bei Dir ganz einfach ausdrücken:
    Nachts/früher Morgen wird von der Leber ca. 25 g Zucker ausgeschüttet. Das ist evolutionsbedingt an eine Zeit geknüpft, in der Nahrung noch nicht im Überfluß vorhanden war und funktioniert so bei jedem gesunden Menschen.
    Gleichzeitig wird jedoch kein Insulin ausgeschüttet.
    Damit kann der NBZ wie bei Dir mit diesen Werten rauskommen und ist aber trotzdem gesund.

    Mit den Mahlzeiten, die wir zu uns nehmen, kommt es im Körper zur Insulinausschüttung. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass dies sogar schon beim Anblick von Nahrung passieren kann, andere denken, dass dieser Prozess beim ersten Bissen passiert. Wieder andere behaupten, die Insulinausschüttung fängt erst an, wenn der BZ ansteigt.
    Wie auch immer, funktioniert dies bei Dir auch hervorragend, da sich Dein BZ nach den Mahlzeiten im normalen Bereich befindet.

    Somit kein Grund zur Sorge! Dein Körper funktioniert so, wie er soll ;)

    Zu Deinen Fragen: Es ist gut, dass Du für dieses Thema sensibilisiert bist. Auch ein Arzt hat keine Glaskugel und kann nicht in die Zukunft schauen. Für Dich bedeutet das, dass Du zumindest einmal im Jahr den HbA1c vom Hausarzt checken lassen solltest. Und dies sollte auch mit fortschreitendem Alter nicht eingestellt werden.
    Mach Dich aber damit bitte nicht verrückt! Bis jetzt ist es weder Diabetes noch Prädiabetes.

    Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und viel Bewegung empfiehlt sich im übrigen auch ohne Diabetes!


    Viele Grüße
    Laurana
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    am 26.08.2022 21:22:51 | IP (Hash): 653132787
    Guten Abend,

    Ganz herzlichen Dank für eure Antworten, ihr habt mich wirklich beruhigt! ☺️

    Ich muss euch auch mal ein ganz großes Lob aussprechen, ich finde es total lieb, wie hier auf meine Ängste eingegangen wird und dass sich keiner über mich „aufregt“ oder über meine vllt etwas übertriebene Angst lacht, ich fühle mich hier sehr lieb aufgeklärt! 😊

    Ich habe mir das Buch, welches mir hier empfohlen wurde „Glukose Trick“, als E Book runtergeladen und habe mir da wertvolle Tipps rausziehen können; um auch in Zukunft hoffentlich gesund bleiben zu können und setze diese schon tatkräftig um 🙂

    Ich danke euch ganz herzlichen und melde mich gerne nochmal bzgl meines OgTT und erzähle, was dabei rauskam🙂

    Schönen Abend und alles Gute,
    Kara
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    am 27.08.2022 00:15:20 | IP (Hash): 1682505950
    Kara schrieb:
    Hallo liebe Leute,

    vorweg: ich bin kein Diabetiker.

    Ich habe Ende September einen oGTT (75mg), nachdem ich vor gut 2 Jahren mein Kind entbunden habe und einen Gestationsdiabetes hatte.

    Ich messe zwischendurch immer mal selbst, seit einer Woche intensiver.

    Ich habe zwischendurch auch provoziert um zu sehen was passiert.

    Beispiel:

    Weingummie (85g KH, 70g Zucker)

    Nach 1 Stunde: 110
    Nach 2 Stunden: 103

    Direkt nach dem 2 Stunden wert:

    2 Brote gegessen (Vital fit)

    Nach 1,5 Stunden: 85

    Klingt ja ganz gut, ABER
    mein Nüchternwert, wenn ich noch im Bett liege, ist immer bei 92-96. Nach dem Aufstehen steigt er auf 102, selten auch mal bis 108, wenn ich mich aufrege oder so.

    Woran kann das liegen?? Ich ernähre mich ganz normal, gesund und ausgewogen.

    Wird man mir nur wegen des NW, wenn der Rest gut ist, dennoch einen Prädiabetes diagnostizieren?

    Herzlichen Dank fürs Lesen und viele Grüße,
    Kara



    Außerhalb einer Schwangerschaft wird ein Nüchtern-Blutzucker unter 100mg/dl als komplett okay angesehen. Nur in der Schwangerschaft gibt es zum Schutz vom Baby deutlich strengere Zielwerte. Zudem ist dein Handmessgerät ja auch zu ungenau, um einen exakten Wert anzuzeigen. Deshalb warte in Ruhe die genaue Bestimmung der Werte beim OGTT ab. Ich würde mir tatsächlich bis dahin keine großen Gedanken machen und auch nicht mehr groß nachmessen.
    Bearbeitet von User am 27.08.2022 18:18:54. Grund: -
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    am 27.08.2022 19:59:49 | IP (Hash): 76565350
    Hallo Kara,

    du kannst dich hier informieren. Viel Glück!

    https://www.praktischarzt.de/untersuchungen/blutzucker-messen/blutzuckerwerte/
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    am 29.08.2022 19:46:07 | IP (Hash): 653132787
    Danke nochmal für alle Tips und Einschätzungen.

    Ich messe tatsächlich nicht mehr, mich hat das ganz bekloppt gemacht und ich habe auch keine Teststreifen mehr … habe mir vorgenommen nun erstmal bis zum oGTT zu warten.

    Aber ich bin jetzt schon sooooo nervös. Habe Angst das Ergebnis zu verfälschen durch meine Nervosität und weil ich bestimmt vorher nicht schlafen kann :( zudem esse ich seither total Kohlenhydratarm, weil ich so Angst habe Diabetes zu bekommen. Was ja nicht schlecht ist, aber wie ich nun gelesen habe, den Test verfälschen kann … ach man.

    Bei meinem oGTT in der Schwangerschaft war das mega komisch, ich frage mich, ob der überhaupt seine Richtigkeit hatte, denn mein Kreislauf hat dort so schlapp gemacht und ich hatte die ganze Nacht nicht geschlafen, musste wegen Corona alleine in der Praxis sein und war innerlich soooooo aufgewühlt und fertig. Ich hatte nüchtern 88, 1h danach 128 und 2h danach 154. komisch oder?!

    Finde es auch total unlogisch, dass man als Schwangere nach 1h unter 140 haben muss, obwohl man weiß, dass jeder „normale“ Mensch, auch mal mehr nach 1h hat, wenn man sündigt.

    Ich durfte somit null sündigen, habe KH arm gegessen und hatte ein viel zu leichtes Baby, Größe war total normal, aber sie eben zu dünn. :-( finde das wirklich etwas fragwürdig. Aber korrigiert mich gerne.


    Hach Mensch, ich bin so froh, wenn ich das hinter mir habe.

    Ganz liebe Grüße,
    Kara
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    am 29.08.2022 20:02:49 | IP (Hash): 389568800
    Kara schrieb:
    ...zudem esse ich seither total Kohlenhydratarm, weil ich so Angst habe Diabetes zu bekommen.

    Hallo Kara,

    für dich als wichtige Information;
    Vor dem oGTT musst du unbedingt 3 Tage mindestens 150g KH essen, sonst werden die Werte tatsächlich nach oben verfälscht. Stress wird besonders den Nüchternwert in die Höhe treiben.

    Ansonsten atme tief durch, entspanne dich und warte ganz in Ruhe den oGTT ab. Wenn deine Werte dann Fragen offen lassen, wird dein Arzt bestimmt weiter näher danach sehen, Wenn due ine Diabetesentwicklung entgegen wirken willst, dann machen ein paar Wochen und Monate nichts aus. So eine Entwicklung läuft über mehrere Jahre, in denen du noch genügend Gelegenheit zum Gegensteuern hättest.

    Alles Gute und entspanntes Abwarten, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 30.08.2022 14:35:07. Grund: BBCodes
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    am 29.08.2022 20:45:30 | IP (Hash): 1107126372
    Liebe Kara,

    ich gehe nun seit der Geburt meines Sohnes alle drei Monate bzw. alle 6 Monate zum Diabetologen. Deine Werte nach den Mahlzeiten finde ich traumhaft. NBZ habe ich ähnlich wie bei dir. Kurz nach dem Aufstehen habe ich so zwischen 90-100, beim Arzt (d.h. etwa 1.5 Stunden) nach dem Aufstehen hatte ich so um die 110. Langzeitzucker hatte ich letztes Mal 5,6.

    Meine Diabetologin meinte letztes Mal dass der erhöhte NBZ mit den unruhigen Nächten zu tun hat. Ich muss aber sagen, dass dieser Wert von mir sich verbessert hat nachdem mein Sohn durchschläft. Letztes Mal habe ich auch gefragt warum der NBZ so hoch ist. In der Schwangerschaft hatte ich so um die 70. Meine Ärztin sagte dass in der Schwangerschaft bei vielen Frauen tatsächlich der NBZ niedriger ist als sonst.

    Sie ist der Meinung ich sollte einmal im Jahr zur Kontrolle. Wäre mir zu lange. Daher gehe ich aktuell alle 6 Monate.

    Für dich alles gute!

    LG
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    am 29.08.2022 20:47:15 | IP (Hash): 1107126372
    Ich hatte einen Fehler in meinem Text oben: mein Wert hat sich nicht verbessert nachdem mein Sohn besser schläft. Also wohl ist der Kleine unschuldig :)
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    am 30.08.2022 10:06:41 | IP (Hash): 653132787
    Danke für eure lieben und einfühlsamen Nachrichten ☺️

    Und danke dir die Tips! Daran werde ich mich halten :) wie lange vor den Test darf ich eigentlich kein Wasser mehr trinken ? Essen darf man ja 12 Stunden lang nichts mehr, aber wie das mit dem Wassertrinken aussieht weiß ich gar nicht 🙈

    Und ich versuche auf jeden Fall ausreichend zu schlafen vorher! 🙈

    @wunsch2021 wie sind denn deine Werte nach dem Essen so 🙂? Mir wurde von meiner Diabetologin ans Herz gelegt immer erst 2h nach dem Essen zu messen, darauf beziehen sich auch meine Werte. Nach 1h habe ich schon auch mal 120 oder so und wenn ich total übertreibe auch mal mehr. Aber das ist ja normal.


    Hast du aufgrund deines Nüchternwertes einen Hinweis auf Prädiabetes bekommen? Oder berücksichtigen die Ärzte da auch die Aufregung usw?

    Meinen Hba1c kenne ich gar nicht … 🙄 sollte ich echt mal checken lassen in regelmäßigen Abständen, aber nun erstmal der oGTT 🙈 bis zum 27.9. muss ich mich noch gedulden …

    Liebe Grüße,
    Kara
    Bearbeitet von User am 30.08.2022 10:14:08. Grund: Edit
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    am 30.08.2022 16:04:20 | IP (Hash): 363002253
    Kara schrieb:
    wie lange vor den Test darf ich eigentlich kein Wasser mehr trinken ? Essen darf man ja 12 Stunden lang nichts mehr, aber wie das mit dem Wassertrinken aussieht weiß ich gar nicht 🙈

    Hallo Kara,

    Wasser darfst du trinken. Eigentlich auch Kaffee oder Tee, natürlich ohne Milch und Zucker, aber wenn du bei Wasser bleibst, bist du uf der sicheren Seite.

    In den 2 Stunden musst du übrigens schön ruhig sitzen bleiben bzw. darfst dich nur wenig bewegen. Mehr ist eigentlich nicht zu beachten.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 30.08.2022 16:04:36. Grund: BBCodes
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    am 30.08.2022 19:31:53 | IP (Hash): 1107126372
    Liebe Kara,

    meine Werte nach dem Essen sind nicht so gut. Bei nur 20 KH (z.B. 2 Scheiben Toast) und reichlichem Gemüse und Fleisch/Fisch habe ich oft mal über 140 nach einer Stunde/1,5 Stunden und nach zwei Stunden immer noch so 110-120.

    Meine Ärztin spricht ja bei mir von Prädiabetes. Ich hatte OGTT kurz nach meiner Geburt und da waren die Werte 99-218-133. Da galt ich sogar als „gesund“. Einen OGTT möchten wir erstmal dann wieder machen wenn die Werte (NBZ und Langzeitswert) sich erhöhen. Ich esse seit einiger Zeit sehr viel Gemüse und wenig KH in Form von Brot. Wenn dann meistens Vollkorn oder Roggen. Mein Langzeitswert war letztes Mal wie geschrieben 5,6. Und Blutfettwerte waren auch in Ordnung. Genau so wie Harnsäure. Ich habe am Anfang meiner Ernährungsumstellung viel abgenommen, aber nun seit etwa einem Jahr wiege ich 55 Kilo bei 1,65. Und ich fühle mich fit. Damit ist meine Ärztin erstmals zufrieden.
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    am 30.08.2022 19:55:55 | IP (Hash): 60590570
    Hallo Wunsch,
    persönlich würde ich dir vom Toastbrot abraten, es enthält Weizenmehl, sowie Fett und Zucker.
    Weizenmehl ist für Diabetiker nicht gut geeignet.
    Dann besser Eiweißbrot essen, das weniger KH enthält.
    Das ist auch ein Tipp von ein paar Usern hier im Forum.
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    am 31.08.2022 10:14:03 | IP (Hash): 653132787
    Liebe Wunsch2021,

    Deine Werte klingen gar nicht so schlecht finde ich. Aber 20g KH sind auf der anderen Seite natürlich nicht so viel.

    Bei sehr vielen KH kann der Wert nach einer Stunde auch mal deutlich höher liegen als bei 140, auch bei Gesunden. Ich habe nun ein Buch darüber gelesen und auch viele Experimente mit gesunden angeschaut, die eine kontinuierliche Glukosemessung durchgeführt haben, dabei wird der BZ im Gewebe automatisch alle 1-10 Minuten gemessen über 14 Tage hinweg.

    Schön, dass du so ein gesundes Gesicht erreichen konntest und gemein, dass es trotzdem nicht so richtig fruchten will mit deinem Blutzucker :(

    Alles Liebe,
    Kara
    Bearbeitet von User am 31.08.2022 10:14:49. Grund: Verbesserung
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    am 31.08.2022 21:02:31 | IP (Hash): 347614697
    Vielen Dank lieber Helmuth! Weiß deinen Rat sehr zu schätzen!
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    am 31.08.2022 21:13:46 | IP (Hash): 347614697
    Danke liebe Kara, ach wenn ich deine Werte hätte, dann weiß ich gar nicht wie glücklich sein würde:) Wie du gesagt hast, war ich teilweise wirklich dermaßen deprimiert weil meine Werte noch so schlecht sind obwohl ich mich meiner Meinung nach schon sehr angestrengt habe. Ein paar mal konnte ich die ganze Nacht nicht schlafen bevor ich zum Diabetologen ging. Mittlerweile geht’s mir besser. Vielleicht liegt’s aber bisschen daran dass in meiner Umgebung ein Junge (11 Jahre) plötzlich Diabetes Ty1 bekommen hat und nun ist es ein Jahr vergangen und es geht ihm super! Daran habe ich gesehen dass man auch als Diabetiker gut leben kann.

    Dass mit 140 nach dem Essen habe ich aus Interesse bei ein paar Kollegen bzw. Freunden den Blutzucker gemessen. Einer hat nach einem Döner und eine Flasche Cola nach einer Stunde gerade mal 120 aber der selbe Mensch hat dann bei der nächsten Mahlzeit nach 60 KH Bratkartoffel schon 162. also nach einer Stunde. Bei allen diesen Menschen gibt’s nur einen, bei dem wir nie was über 120 gemessen haben. Aber bei allen anderen waren Werte über 150 dabei. Ich war dann auch total überrascht.
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    am 31.08.2022 21:51:46 | IP (Hash): 1994271761
    [quote=Kara ;118423]Bei sehr vielen KH kann der Wert nach einer Stunde auch mal deutlich höher liegen als bei 140, auch bei Gesunden. Ich habe nun ein Buch darüber gelesen und auch viele Experimente mit gesunden angeschaut, die eine kontinuierliche Glukosemessung durchgeführt haben, dabei wird der BZ im Gewebe automatisch alle 1-10 Minuten gemessen über 14 Tage hinweg.[/quote]
    Aber nicht missverstehen: Auch bei gesunden Menschen sind höhere BZ ungesund und vor allem auch größere Schwankungen. Wir machen da gern draus, dass die höheren Werte bei gesunden Menschen uns sagen wollen, dass die dann doch eigentlich auch gesund sein müssten - oder wenigstens nicht sooo ungesund sein können.

    ----------------------------------------------
    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 31.08.2022 22:54:46 | IP (Hash): 653132787
    Liebe Wunsch2021,

    Ja, ich wusste vorher auch nicht, dass die Werte auch bei Gesunden so hoch gehen können.

    Zu deiner Erfahrung beim Messen bei deinen Kollegen:

    Desto höher der BZ in der Spitze geht, desto mehr Glucose letztlich zugeführt wird, desto rapider sinkt der BZ in der Folge, oft sogar in unterzucker. Ich nenne dir mal ein Beispiel von mir.

    Wenn ich einen großen Teller Nudeln und dazu ein Glas Puren Saft trinke, habe ich nach einer Stunde auch mal 135, nach 2 Stunden circa 115.

    Den einen Tag hatte ich (wollte mal testen, esse sowas sonst nicht) einen MCFlurry mit Schokoladensauce und Oreo Stückchen, der hatte circa 70 Gramm Kh und 60 Gramm Zucker. Circa 2 Stunden danach habe ich dann auch noch eine Pizza gegessen und nach 2 Stunden war ich bei 102! Nach 3 Stunden nur noch bei 70 …

    Oh und ja, ich habe nun auch viel darüber gelesen, dass alle Lebensmittel bei jedem unterschiedliches auslösen 🙈

    Ganz liebe Grüße und alles Liebe,
    Kara
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    am 31.08.2022 22:56:57 | IP (Hash): 653132787
    Lieber Jürgen,

    Ich gebe dir völlig recht! Das ist natürlich für niemanden gesund. Die Natur hat die Nahrungsmittel, die wir uns heute so reinschaufeln ja auch gar nicht für uns vorgesehen und dementsprechend auch keine Achterbahnfahrten im BZ-Spiegel 🙈

    Und ich meine … letztendlich kann Diabetes uns alle treffen. Ich will gar nicht wissen, wieviele mit einem Prädiabetes rumlaufen.

    Viele liebe Grüße,
    Kara