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    am 25.08.2022 19:45:00 | IP (Hash): 653132787
    Hallo …

    Hui … hier ist ja ganz schön was los.

    Ich habe den Termin, weil das zur Routine nach einem Gestationsdiabetes gehört. Diabetes an sich kann ich denke ich im Moment ausschließen, ich habe nur Angst bereits Prädiabetisch zu sein, aber ich denke auch da sprechen meine Werte eigentlich dagegen, wollte aber dennoch gerne eine oder mehrere Meinung dazu haben, da der Termin noch so lang hin ist und ich mich schon vorher ganz wahnsinnig mache. Wie ich schon gesagt habe, habe ich leider Krankheitsängste.

    Mir leuchtet es natürlich total ein, dass die Vorstufe bereits auf eine krankhafte Automatik hinweisen würde und seinen Lauf nehmen würde, wenn man/ich nichts ändere. Egal wie man es dann nennt.

    Ich weiß auch, dass es „normale“ Werte und OPTIMALE Werte gibt, die sich durchaus nochmal unterscheiden.

    Ich habe ja nun circa 14 Tage lang Tagesprofile erstellt und nach all meinen wissen, was ich versucht habe mir anzueignen, sollten diese Werte alle recht gut und „normal sein“. Daher hätte ich jetzt eigentlich nicht unbedingt einen Termin zur Abklärung für nötig gehalten, aber es wird eben einfach empfohlen nach dem GDM.

    Liebe Grüße,
    Kara

    P.S. Tut mir leid, dass ich hier so eine Diskussion ausgelöst habe 🙄
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    am 25.08.2022 19:49:46 | IP (Hash): 653132787
    @nosweets

    Ich wundere mich, dass du meinst ein Termin zur Diagnostik wäre gut… meine Werte sind doch eigentlich gut im Moment … ich habe den Termin routinemäßig nach einem GDM.
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    am 25.08.2022 20:12:45 | IP (Hash): 331327064
    ThomaS1968 schrieb:
    @Jürgen... Der Mensch ganz allgemein altert in nahezu alle organischen Gebieten irgendwann einmal in einen behandlungsbedürftigen Bereich hinein.


    Wir altern alle, und irgendwann ist der Ofen aus. Aber bis dahin kann's mehr oder weniger angenehm sein. Dazu hier noch mal ausdrücklich der Nachtrag, den ich weiter oben schon mal eingetragen hab.

    Nachtrag:
    Meine komplette Remission hatte ich damals am Ausgang des diabetologischen Mittelalters auf dringendes Anraten vom Hausarzt, vom Diabetologen und vom Nephrologen mit Gewalt auffressen müssen, die praktisch wie Du argumentiert haben. Sonst bräuchte ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit für meinen gesunden BZ bei ganz normalem Essen heute noch keine Zuckermedikation und schon gar kein Insulin.

    Dass die Fachologen mir damals von meiner Remission abgeraten haben, kann ich ihnen schlecht ankreiden, denn damals gab’s praktisch keine bekannten Vorbilder und keine Info zu gesundem BZ ohne Medis mit Typ 2.
    Klar könnte ich spekulieren, dass das große Geschäft mit dem Typ 2 bei Ärzten und Pharmas mit jeder Remission abnehmen würde. Stell dir einfach mal vor, ein Typ 2 INSULINER braucht beim gleichen Essen wenigstens 3mal soviel Insulin wie eine ähnliche Person mit Typ 1! Was für ein Geschäft!

    Ich glaube nicht, dass die damals schon das Wahnsinnsgeschäft auf dem Schirm hatten. In 91 gab’s ja auch erst wenig Schirme.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 25.08.2022 21:14:09 | IP (Hash): 705993429
    Ja mag schon sein, dass Du in vielen Bereichen aufgrund deines Alters ein Vorreiter bist...
    Ich stell' im Allgemeinen und durchaus auch in vielen Fachgebieten die Absenkung der Grenzwerte und das damit verbundene Hineindrängen vieler Menschen in eine diagnostizierbare Krankheit und medikamentöse Abhängigkeit fest!
    Wo werden wir denn bei dieser Entwicklung beim Diabetes in 25 Jahren stehen? HbA1c bei 5,0..., darüber Prä oder schon das Vollbild?.
    Das kanns ja wohl nicht sein und diesen Weg geh' ich halt einfach nicht mit!


    ______________________________________________________________________________________________
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
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    am 25.08.2022 21:16:10 | IP (Hash): 705993429
    Ja mag schon sein, dass Du in vielen Bereichen aufgrund deines Alters ein Vorreiter bist... Du bist ja glücklicher Weise auch schon weit gekommen...
    Ich stell' im Allgemeinen bzw. in vielen Fachgebieten die Absenkung der Grenzwerte und das damit verbundene Hineindrängen vieler Menschen in eine diagnostizierbare Krankheit und hiernach in eine medikamentöse Abhängigkeit fest!
    Wo werden wir denn bei dieser Entwicklung beim Diabetes in 25 Jahren stehen? HbA1c bei 5,0..., darüber Prä oder schon das Vollbild?.
    Das kanns ja wohl nicht sein und diesen Weg geh' ich halt einfach nicht mit!


    ______________________________________________________________________________________________
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
    Bearbeitet von User am 25.08.2022 21:17:03. Grund: Ergänzung
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    am 26.08.2022 08:27:19 | IP (Hash): 72970431
    ThomaS1968 schrieb:


    Ein erstes, aus heutiger Sicht unübersehbares Signal wäre mein von 5,3 auf 8,5 % gestiegener HbA1c gewesen. Leider hat mein Hausarzt diesen Wert bzw. diese Entwicklung total verharmlost und mich so in eine gefährliche Warteschleife geschickt...



    hallo Thomas!

    Sry, aber 8,5 % HbA1c ist kein "erstes" Signal, es ist eine Diagnose. ein erstes Signal wäre, wenn zB dein Labor nüchtern 109 mg/dl und HbA1c 6 % misst.
    da das hba1c im Bereich von 5,7 bis inkl. 6,4 % zu wenig aussagekräftig ist ob denn Diabetes da ist oder nicht, wäre in dem Fall ein OGTT indiziert, wobei das Labor nach 2 Stunden dann wahrscheinlich zwischen 140 und 200 mg/dl blutig misst. dann sprechen wir von Pre-Diabetes und haben schließlich eine klare Vorgabe: die Werte müssen runter, um das risiko für eine diabetische Entwicklung zu verringern.
    Nicht immer, aber häufig sind diese patienten übergewichtig oder fettleibig. dann heißt es erst einmal abnehmen, Ernährung umstellen und sich bewegen und das duo Insulinresistenz und nicht-alkoholische fettleber kann sich schon mal warm anziehen ;o)

    und mir will in deinem fall nicht einleuchten will, dass ein HA bei 8,5 Hba1c keinen handlungsbedarf sieht.....

    lg
    Bearbeitet von User am 26.08.2022 08:43:04. Grund: bearbeitet
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    am 26.08.2022 08:35:39 | IP (Hash): 72970431
    Rainer schrieb:
    ThomaS1968 schrieb:


    So ist das zumindest bei uns in D. Die Amis (Kriterien der ADA) sagen bei solchen HbA1c-Werten, dass es sich um Prädiabetes handelt. Da sind die Fachleute der DDG und die anderer europäischer Fachgesellschaften nicht mitgegangen und haben die obige Regel zur Diagnose aufgestellt.




    soweit ich weiß, ist das nicht ganz korrekt: Werte im Bereich von 5,7 bis inkl. 6,4 % sind höher-als-gesund - daher "Prädiabetes". Die DDG kürzt diese "gestörte Glukosetoleranz" in ihrem Diagramm in den Diagnose-RL mit "IFG" (impaired fasting glucose) ab. dies kann insofern verwirren, als dass der engl. Begriff "fasting" zu dt. nüchtern bedeutet, die Praxisempfehlungen zus. zum NBZ aber eindeutig das Hba1c zur Diagnose ausweisen. hba1c kann aber auch im nicht-nüchternen Zustand gemessen werden, sofern verwirrend.

    die ödg spricht übrigens nicht von prädiabetes sondern von "einem höheren risiko".


    Bearbeitet von User am 26.08.2022 08:37:54. Grund: bearbeitet
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    am 26.08.2022 09:05:42 | IP (Hash): 653132787
    Ich finde es schade, dass durch diese Diskussion die hier entstanden ist, meine Beiträge völlig untergehen, dabei sollte es in diesem Thread doch vordergründig erstmal um meine Fragen gehen 🙄🙄
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    am 26.08.2022 10:52:22 | IP (Hash): 389568800
    Leia_Cake schrieb:
    soweit ich weiß, ist das nicht ganz korrekt: Werte im Bereich von 5,7 bis inkl. 6,4 % sind höher-als-gesund - daher "Prädiabetes".

    Hallo Cake,

    da hast du einen groben Denkfehler in deinen Überlegungen.

    Zwischen total stoffwechselgesund und Prädiabetes gibt es einen großen Bereich, in dem die BZ-Steuerung leicht gestört ist. Über den muss man sich nach den erkenntnissen der Fachleute aber keine großen Gedanken machen, weil der Körper solche Störungen an einer Stelle sehr gut durch andere Abläfe ausgleichen kann.

    Dann erst kommt der ebenfalls recht große Bereich von Prädiabetes. Für diesen Bereich sehen die Fachleute eine gewisse Gefahr für eine mögliche Diabetesentwicklung. Allerdings ist der Anteil derer, bei denen sich aus Prädiabetes niemals ein Diabetes entwickelt, ziemlich groß.

    Jetzt komme ich zur Einschätzung deiner Werte Kara. Du liegst mit deinen Nüchternwerten an der Grenze zwischen unbedenklich und möglicherweise Prädiabetes. Deshalb bin ich der Meinung, dass du damit ganz entspannt umgehen kannst. Du solltest dich weiter gesund ernähren und gesund verhalten, die BZ-Werte zweijährlich oder jährlich im Auge behalten und hast damit riesige Chancen, nie etwas mit Diabetes zu tun zu bekommen. Ich denke, dass dir das dein Arztbei der Nachkontrolle zum SS-Diabetes auch so erzählen wird.

    Weiter alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 26.08.2022 10:52:53. Grund: BBCodes
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    am 26.08.2022 10:59:00 | IP (Hash): 653132787
    Hallo Rainer,

    Danke für deine Einschätzung :-)

    Genau das was du erwähnst wundert mich aber total, ich weiß, dass meine Nüchternwert (seit über 2 Jahren übrigens gleichbleibend) nicht sooo optimal sind. Komplett nüchtern ohne Aufstehen, also noch im Bett immerhin aber immer unter 100.

    Nun kommt das „komische“, nach dem Essen sind meine Werte total normal. Z.B oben genanntes Beispiel, wo ich es total provoziert habe mit 85g KH und 70g Zucker und nach einer Stunde waren es nur 110 und nach 2 103. Gemessen mit dem Contour next.

    Auch nach ganz normalen Mahlzeiten habe ich nach 2 Stunden im zwischen 85-höchstens 110.

    Das passt doch iwie nicht zusammen oder? Kann es an meinem schlechten Schlaf liegen?

    Tut mir leid; dass ich euch so bohre, ihr habt sicher ganz andere Sorgen… ich bin da immer etwas extrem, wenn es um Krankheiten geht .. 🙄

    Herzliche Grüße,
    Kara