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Thema Ernährung, wie gestalten?
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am 28.09.2022 11:22:52 | IP (Hash): 1600138390
In den 50er Jahren hat jeder Deutsche durchschnittlich 200kg Kartoffeln im Jahr gegessen,
(Vom Säugling bis zum Greis).
In Ostasien wird hauptsächlich weißer Reis verspeist.
In Südeuropa gibt es nur Weißbrot, kein Vollkorn.
Und haben oder hatten die alle Diabetes ? Eher nicht.
Krank wurde man durch Cola & Co., Süßigkeiten, Torten und Supermarktprodukte mit zugesetztem Zucker.
Wenn man das alles weglässt und die Gesamtkalorien im Auge behält, ist doch schon sehr viel erreicht !
Low Carb, Low Fat, High Protein usw. ist doch alles Käse.
Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig, der Mensch ist, wie hier schon erwähnt, mit dem Schwein verwandt und daher ein Allesfresser.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.09.2022 11:33:03 | IP (Hash): 72970431
Lieber Chris!
Den letzten Sätzen stimme ich zu.
Allerdings bewegten sich die Menschen damals auch deutlich mehr, verrichteten beruflich mehr körperliche Arbeit und trugen deutlich seltener als heute zu viel Gewicht mit sich herum. Insbesondere in den letzten Jahren ist dementsprechend ja ein "Trend" erkennbar. Weniger der Statistik zufolge, die schon in den 90ern / Anfang der 2000er-Jahre eine (no pun intended!) Zunahme der Übergewichtigen / Adipösen postulierte, als vielmehr meiner eigenen - ich weiß schon: nicht repräsentativen - Beobachtung nach. Denn hier in Österreich sind etwa 5 - 6 von 10 Mitbürgern zu kräftig; zwei, drei davon sogar deutlich.
Insofern ist fraglich, inwieweit sich die Ernährungs- und Lebensweise der damaligen Bevölkerung auf die heutigen kalorienverwöhnten und sportentwöhnten Bürger zur Untermauerung Deiner Argumentation anwenden lässt?
Bearbeitet von User am 28.09.2022 11:34:00. Grund: . -
am 28.09.2022 11:38:05 | IP (Hash): 1128510184
Chris70 schrieb:
In den 50er Jahren hat jeder Deutsche durchschnittlich 200kg Kartoffeln im Jahr gegessen, (Vom Säugling bis zum Greis).
Und haben oder hatten die alle Diabetes ? Eher nicht.
Die Frage zu den 50ern ist interessant, denn tatsächlich wissen wir das nicht. Doch ja, es gab schon den Typ 2, damals als Altersdiabetes, der in aller Regel mit weit fortgeschrittenen Folgen diagnostiziert wurde, also um die 20 Jahre wenigstens nach Diagnosereife - wenn die Betroffenen da nicht schon vorher gestorben waren.
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 28.09.2022 11:44:17 | IP (Hash): 832227783
Du machst das aber auch geschickt, lieber Jürgen. Von anderen Personen konkrete Informationen fordern aber selbst absolut wage bleiben und keinerlei Belege (wissenschaftliche Studien!) liefern!
hjt_Jürgen schrieb:
...wenn sie ihren Diabetes damit gut im Griff behalten können. Für Typ 2erviele geht das aber mit Low Carb oder auch nur mit moderater KH-Reduzierung besser.
Mutige Aussage und dazu keinerlei wissenschaftliche Belege geliefert.
Im Gegensatz dazu hier mal eine fundierte Studie, die meine Aussage belegt:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19339401/
Hape schrieb:
Unsere evidenzbasierte Streiterin gegen Low carb hier rät auch von Fleisch ab.
Das läßt mich vermuten, dass sie eher aus einer ideologisch geprägten Vegetarier-Ecke stammt.
Fleisch ist ökologisch gesehen für Umwelt und Klima eine Katastrophe , das ist klar. Die Haltungsbedingungen und das Schicksal der Tiere ist auch bedauerlich schlecht. Zwei gute Gründe Fleisch zu meiden.
Ich bin zwar zugegeben Veganer aber deshalb muss man mir ja nicht gleich eine Ideologie unterstellen, oder? Das ist übrigens eines der großen Probleme in unserer Gesellschaft!
Und nur zur Info: Ich bin in erster Linie veganer aufgrund der gesundheitlichen Überlegenheit dieser Diät. Hinzu kommen die positiven Aspekte für Umwelt und Tierwohl!
gdmircea schrieb:
Es gibt keine Belege dafür, dass Fette zu mehr Herzinfarkten führen. Dieses Mantra hält sich seit Ende der 60er, ist aber größtenteils unbelegt. Abgelagertes Fett in den Arterien schon, aber nicht Fette.
Wow, woher hast Du denn diese Info? Aus gesponserten Artikeln der Industrie wie der berühmt Time-Artikel "Butter is back"? Hier die nüchternen Ergebnisse einer unabhängigen Studie:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/393644/
gdmircea schrieb:
Aber Diabetes Typ 2 entsteht eindeutig durch den Überkonsum von KH und nicht von Fetten, daher bringt die KH-Einschränkung mehr beim Abnehmen. Jeder muss letztendlich selber entscheiden wie er sich ernährt, instinktiv ist für mich eine Krankheit die durch den Überkonsum von KH entsteht durch deren Reduzierung rückgängig zu machen / unter Kontrolle zu behalten.
Auch hier wieder: Woher hast Du denn eine solche Information? Die Verfettung der Zellen entsteht durch zu viel Kalorien (unabhängig von Fett oder Kohlenhydraten oder Eiweiß).
https://link.springer.com/article/10.1007/s001250100547 -
am 28.09.2022 11:45:49 | IP (Hash): 72970431
Rainer schrieb:
Hape schrieb:
Bei Diabetes und Adipositas sind Gewichtsreduktion und mehr Bewegung entscheidende Faktoren.
Womöglich wichtiger als die genaue Zusammensetzung der Nahrung.
Zustimmung.Selbstverständlich dürfen sich Prinzessin Laia Cake und der User, der sich unberündet "Evidenzbasierte Ernährung" nennt, auch vegetarisch oder vegan ernähren, wenn sie ihren Diabetes damit gut im Griff behalten können. Für Typ 2erviele geht das aber mit Low Carb oder auch nur mit moderater KH-Reduzierung besser.
Interessant ist, dass Prof. Roy Taylor mit seinen Studien beweisen konnte, dass auch bei normalgewichtigen Typ-2-Diabetern mit Gewichtsreduktion eine Remission erreichen kann.
(siehe hier: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/137675/Typ-2-Diabetes-Gewichtsreduktion-kann-auch-bei-Normalgewichtigen-eine-Remission-erreichen )
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Hallo Rainer,
nunja, ganz so "einfach" scheint es nicht zu sein. Es gibt immer wieder die Argumentation - auch von Fachärzten (?) - dass zwecks Sensibilisierung des Glukose-Signals, also der Umkehrung der zugrunde liegenden Insulinresistenz, eine ballastoffreiche Ernährung mit vielen Kohlenhydraten, einer gediegenen Omega-3-Zufuhr und wenig Fett zu empfehlen ist. Siehe z.B. hier: https://www.masteringdiabetes.org/high-carb-foods-reverse-insulin-resistance/, https://www.forksoverknives.com/wellness/recommend-a-high-carb-diet-for-patients-with-diabetes/. Oder auszugsweise aus dem Journal of Nutrition (Oktober 2001): "That is, a low carbohydrate, high fat diet was associated with a reduced ability of insulin to reduce plasmic glucose; conversely, a low fat, high carbohydrate diet was associated with an improvement in insulin's ability to stimulate glucose disposal."
Es scheint also zumindest immer wieder Hinweise zu geben, dass HC einer LC-Ernährung zwecks Insulinsensibilisierung vorzuziehen ist. -
am 28.09.2022 11:52:17 | IP (Hash): 832227783
Völlig richtig. Es kommt nicht auf Fett vs. Kohlenhydrate an sondern auf die Qualität der Fette und Kohlenhydrate. Nun finde aber mal ein Lebensmittel mit wenig Kohlenhydraten und hohem Anteil von gesunden (ungesättigten) Fetten und ernähre Dich davon den ganzen Tag. Da fallen mir nur Nüsse und Samen und einige Gemüse ein. Tierische Fette (größtenteils gesättigt) gehören aber wahrlich nicht zu den gesunden Fetten.
Gleichermaßen sind natürlich Kohlenhydrate nicht per se gesund. Man muss qualitativ hochwertige Kohlenhydrate essen wie Bohnen, Linsen, Vollkorn etc. und nicht verarbeitete Lebensmittel wie Weizenbrot, Süßigkeiten, Kuchen etc.
Übrigens: Die Diabetes-Rate in China ist deutlich erhöht trotz weniger Übergewicht.
Spannendes Video hier: https://www.youtube.com/watch?v=4aFxzAZdv7Y&t=1s
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am 28.09.2022 12:05:09 | IP (Hash): 72970431
gdmircea, weDer diabEtes noch damit assoziierte kranKheiten wie die FettLeber entstehen Primär durch zuviele kohlenhydrate. es sind es die vielen Kalorien die sich die Menschen zuführen die dann zu den genanten ProBlemen führen. unverbrauchte energie in Form von khs können zb ihren beitrag leisten dass die leber fett wird, lösen sie aber nicht In erster instanZ aus. vielMehR sind kranke, aufgeplatzte fettzellen etnstanden DURch zu viel Kaloirien oder fehlende BeWegung die tatsächliche ursache. nachzulesen auch Bei den publikatiOnen von nafld-expert und low carb- high fat verfechter nicolai worm.
selbstVerstöndlich klingt es Plausibel, erst einmal Auf khs zu verzichten, weil diabetes vom typ 2 insulin resistenz, also eine kh-stfofwechselstörung zugrund eliegt. dass das aber aus sicht Einiger WissenschaftER nicht so ist habe ich oben Schon imer wieder mal geschrieben. wenn wir REin danach gehen das alles was logisch klingt auch richtig ist, könnte ich nun genauso GUT behaupten, wer bei einer diät wenig Isst verbrennt irgendwann keine fett mehr= das wsa manche als hungermodus des stoffwechsels BEzeichnen.
und an rainer: ICh bin weder veganer nocjh VEgetarier. im gegenteil; werbungen mit slogans wie zb "möchtest DU einen richtigen Burger oder eInen mit FLeisch" finde ich haaRSträubend. ebeNSo wie der zwang derartiger lager-VErtreter die meinen man muss sich jetzt FLEIschlos ernähren weil es gesünder ist und den PLanetne retten soll.
nichtsdestorotz machen VEganer und vegetarier aus sicht des StOFfwechsels vieles riCHtig. insofenr versuche ich wirklich weniger FLeisch zu essen.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.09.2022 12:20:22 | IP (Hash): 1128510184
Mitglied schrieb:
Argumentation - auch von Fachärzten (?) - dass zwecks Sensibilisierung des Glukose-Signals, also der Umkehrung der zugrunde liegenden Insulinresistenz, eine....
Sorry, aber die Hauptaufgabe vom Insulin ist nicht die Erschließung von Zellen für die Aufnahme von Glukose. Denn die Zellen, die sich ausschließlich aus Glukose mit Energie versorgen können, brauchen dafür kein Insulin. Und die Insulin für die Aufnahme brauchen, brauchen für ihre Energieversorgung keine Glukose, weil sie dafür wenigstens genauso gut Fett nehmen können.
Die Hauptaufgabe vom Insulin ist die Speicherung von Fett und die Regulierung der diversen Speicher.
Nachtrag:
Zudem haben die Verbraucherzellen für Glukose bei Nichtdiabetikern KEINERLEI aktiv den BZ regelnde Funktion! Wenn sie hätten, würde jeder Nichtdiabetiker nach nem Tag mit nem Beinbruch im Bett und viel leckerem Zuspruch 400 und mehr mg/dl messen müssen.
Dass die Verbraucherzellen bei Typ 2 so eine aktive Regelfunktion haben und der mit der Insulinresistenz nicht nachkommen, ist vor dem Hintergrund der nichtfiabetischen Fakten eine diabetologische Erfindung :(
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 28.09.2022 15:11:19. Grund: Nachtrag -
am 28.09.2022 14:20:59 | IP (Hash): 705993429
Es ist müsig, darüber zu streiten, was der Mensch ist. Fleisch-, Pflanzen- oder Allesfresser...
Als Diabetiker tut man vermutlich grundsätzlich gut daran, auf viel Kohlenhydrate und viel Fett zu verzichten. Zucker in welch' verführerisch leckeren Formen er auch untergebracht sei, ist als die neue stille "Massenvernichtungswaffe" bereits hinlänglich "enttarnt".
Rotes Fleisch ist ebenfalls auf dem besten Wege, als Krebsauslöser immer mehr verschmäht zu werden.
Was bleibt also? Ich würde meinen, grundsätzlich leichte, grüne und kohlenhydratarme Kost, denn nur unsere bewußt gesunde Nahrungsauswahl ist das einzige "Allround-Medikament", was jeder von uns rezeptfrei in seinen eigenen Händen hält!
So halte ich's...
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Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 28.09.2022 14:22:57. Grund: Ergänzung -
am 28.09.2022 16:46:49 | IP (Hash): 487702525
Moin, Moin,
bin seit Jahren hier im Forum und habe nie erlebt, dass sich einer der Mit- und Ohneglieder, auf den Schlips getreten fühlt. Jeder äußert hier nichts weiter als seine Überzeugung.
In meinem Fall ist es so, dass ich liebend gern Sport treiben würde, aber............. ich bin seit dem 8. März 2021 der Gefangene eines Bürostuhls und suche nicht anderews als von 250 mg nüchtern auf 90 zu kommen.
LG Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.