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Typ 1 Gewichtszunahme

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    am 24.11.2022 09:57:32 | IP (Hash): 967144701
    July95 schrieb:
    Dir schreiben hier außer Heike und mir übrigens nur Typ2er. Wie hier bei dir merkt man aber, dass sich Typ1 und Typ2 in einigen Punkten deutlich unterscheiden. Brot ist bspw. bei Typ1 kein Problem. Bei Typ2 ist bei vielen hier im Forum eine LowCarb Ernährung die persönlich richtige Methode, um ihren Diabetes (ohne Medikamente) gut einstellen zu können. Bei Typ1 Diabetes hat LowCarb Ernährung einen anderen Stellenwert.


    Widerspruch, Euer Ehren:
    Der erste veröffentlichte LoCarber war Doc Bernstein, eindeutig mit Typ 1.

    LC macht weniger hohe postprandiale Spitzen. Die sind gut für alle Diabetestypen und auch für Nichtdiabetiker. Und LC macht weniger Insulinumsatz insgesamt, und auch das ist gut für alle mit und ohne Diabetes.
    Den anderen Stellenwert hat das LC nur, wenn Du ausschließlich auf den BZ schaust und den auch mit Brot u.ä. super steuern kannst.

    Dass Menschen mit Typ 2 damit wenigstens in den ersten Jahren mit ihrem Diabetes ohne Medis auskommen können, ist eine gern genommene Nebenwirkung.
    Und nicht vergessen, dass ich hier als Typ2-seit-1998-INSULINER mitspiele ;)

    Nachtrag: https://en.wikipedia.org/wiki/Richard_K._Bernstein
    ----------------------------------------------
    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 24.11.2022 10:02:58. Grund: Nachtrag
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    am 24.11.2022 10:04:36 | IP (Hash): 72970431
    Deine Energiebilanz ist ausschlaggebend, wie viel Du auf die Waage bringst. Das grundsätzlich auch unabhängig davon, ob das "Mehr" - allgemein gesprochen/geschrieben - auf Muskel- oder Fettzuwachs zurückzuführen ist. Offenbar ist Deine Energiebilanz in den letzten Monaten ins Ungleichgewicht geraten. Was den Jojo-Effekt angeht, so wird viel Unsinn darüber verbreitet. In der Regel sind weder die diversen, mitunter kuriosen und suboptimalen Diäten an der Wiederzunahme schuld - wie gerne als Halbwahrheit von Glossy-Magazinen zum besten gegeben wird - sondern insbesondere das ungesunde, persönlich altbekannte Verhalten danach. Vielleicht achtest zusätzlich zu den bisher abgegebenen Diabetes-spezifischen Tipps einfach zusätzlich wie viele Kalorien rein- und rausgehen. Kalorienzählen hat mir bei meiner Abnahme von doch immerhin 50 - 65 Kilo sehr geholfen.
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    am 24.11.2022 10:07:05 | IP (Hash): 72970431
    hjt_Jürgen schrieb:
    July95 schrieb:
    Dir schreiben hier außer Heike und mir übrigens nur Typ2er. Wie hier bei dir merkt man aber, dass sich Typ1 und Typ2 in einigen Punkten deutlich unterscheiden. Brot ist bspw. bei Typ1 kein Problem. Bei Typ2 ist bei vielen hier im Forum eine LowCarb Ernährung die persönlich richtige Methode, um ihren Diabetes (ohne Medikamente) gut einstellen zu können. Bei Typ1 Diabetes hat LowCarb Ernährung einen anderen Stellenwert.


    Widerspruch, Euer Ehren:
    Der erste veröffentlichte LoCarber war Doc Bernstein, eindeutig mit Typ 1.

    LC macht weniger hohe postprandiale Spitzen. Die sind gut für alle Diabetestypen und auch für Nichtdiabetiker. Und LC macht weniger Insulinumsatz insgesamt, und auch das ist gut für alle mit und ohne Diabetes.
    Den anderen Stellenwert hat das LC nur, wenn Du ausschließlich auf den BZ schaust und den auch mit Brot u.ä. super steuern kannst.

    Dass Menschen mit Typ 2 damit wenigstens in den ersten Jahren mit ihrem Diabetes ohne Medis auskommen können, ist eine gern genommene Nebenwirkung.
    Und nicht vergessen, dass ich hier als Typ2-seit-1998-INSULINER mitspiele ;)

    Nachtrag: https://en.wikipedia.org/wiki/Richard_K._Bernstein
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    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.



    ...was aber nicht bedeutet das es sinn macht, dass sich jeder bis ans ende der zeit nur low carb zu ernähren. warum haben ich und evidenzb. enrährung ja schon öfter geschrieben.

    jürgen, nur für dich, herr kollege: https://edubily.de/blogs/ratgeber/blutzucker-und-insulin-senken

    Zitat: "Das grundsätzliche Credo der Low- to No-Carb-Ernährung lautet in etwa: Wir essen keinen Zucker, der Blutzuckerspiegel bleibt flach – und wir können den Zucker im Blut besonders niedrig halten, und beim Sport sogar noch weiter senken.

    Da haben wir sie mal wieder, die vermeintliche Wunderlösung. Die Pille für alle unsere Probleme.

    Hier liegt der Fokus auf dem Kohlenhydratstoffwechsel. Der Gedanke ist: Lege ich dem lahm, indem ich keine Glukose esse, muss der Blutzuckerspiegel besonders niedrig sein – und mein Insulin entsprechend auch....

    Das ist wie so oft leider nur die halbe Wahrheit – oder besser gesagt: die verkehrte Wahrheit."

    weitere ausführungen im artikel.
    Bearbeitet von User am 24.11.2022 10:10:13. Grund: ausgebessert
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    am 24.11.2022 12:23:23 | IP (Hash): 967144701
    Leia_Cake schrieb:
    jürgen, nur für dich, herr kollege: https://edubily.de/blogs/ratgeber/blutzucker-und-insulin-senken....


    Klar, jeder nimmt an Belegen für seine Darstellungen, was er passend an als wissenschaftlich geltenden Aussagen findet.
    Mir passt in dem Link als erstes schon die Aussage nicht, dass der Glycogenspeicher in der Leber morgens vor dem Frühstück leer sein soll. Denn die Glukoneogenese ist ein 24/7 Prozess, in dem in Leber und Nieren Glukose vorwiegend aus Protein hergestellt wird. Aus 2 Teilen Protein 1 Teil Glukose und 1 Teil Wärme - super zuverlässig fortlaufender Beitrag zu unserer Körperwärme. Davon ist bei Herrn Randle nicht mit einem Wort die Schreibe.

    Dass mit weniger Stärke-KHs=Low Carb nichts lebenswichtiges fehlen kann, belegt schon die noch immer recht gute Gesundheit von Doc Bernstein, immerhin Baujahr 34, seit 46 mit Typ 1 und seit Mitte der 70er Jahre eben LC. Und das beim BZ im unteren nichtdiabetischen Bereich mit mehr als 100% TIR und HbA1c unter 5,0!

    Die Idee, den KH-Stoffwechsel lahm zu legen, finde ich besonders sinnbefreit. Denn die roten Blutkörperchen und einige Hirnzellen brauchen unbedingt Glukose, weil sie sich ausschließlich aus Glukose mit Energie versorgen können. Lahmlegen geht mithin gar nicht.
    Viel sinnhafter ist wenigstens aus meiner Sicht doch, dass unser Stoffwechsel sowohl mit Fett, wie auch mit KHs und Protein als Energiequellen gut zurechtkommt. Und dass er dafür keine festen Verhältnisse der Nahrungsanteile zueinander braucht, sondern gleich gut mit allen Kombinationsmöglichkeiten leben kann. Denn das war vor der Zeit der Supermärkte die Grundvoraussetzung für die Möglichkeit zu leben und diese Möglichkeit weiterzugeben :)

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    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 24.11.2022 13:57:28 | IP (Hash): 527468602
    hjt_Jürgen schrieb:

    Dass mit weniger Stärke-KHs=Low Carb nichts lebenswichtiges fehlen kann, belegt schon die noch immer recht gute Gesundheit von Doc Bernstein, immerhin Baujahr 34, seit 46 mit Typ 1 und seit Mitte der 70er Jahre eben LC.


    So mal grundsätzlich: Ein Beispiel ist ein Beispiel und belegt niemals eine Aussage!
    Lediglich ein Gegenbeispiel widerlegt sicher eine solche ;)


    hjt_Jürgen schrieb:

    mehr als 100% TIR


    Ernsthaft?!

    Wobei nach dieser Studie Low-Carb auch nicht so ganz gesund zu sein scheint (genauso wie High-Carb):
    https://www.thelancet.com/journals/lanpub/article/PIIS2468-2667(18)30135-X/fulltext#seccestitle10

    Hier geht es aber eigentlich nicht um LowCarb, sondern um Gewichtszunahme bei Typ1 nach der Diagnose/unter Behandlung, die erstmal völlig normal ist, wie July schon schrieb. Und wenn diese nicht erwünscht ist, muss die Kalorienmenge runter, egal woher die Kalorien kommen... dabei helfen auch weniger Kohlenhydrate.
    Bearbeitet von User am 24.11.2022 16:28:21. Grund: Korrektur
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    am 24.11.2022 20:37:30 | IP (Hash): 967144701
    HeikeOV schrieb:
    hjt_Jürgen schrieb:

    mehr als 100% TIR


    Ernsthaft?!


    Klar geht nicht mehr als 100% TIR ;)

    Aber TIR geht bis 170-180 mg/dl, und der alte Doc macht in den postprandialen Spitzen am liebsten unter 100 mg/dl Schluss. D.h. am liebsten hat er allenfalls einen flachen kleinen Hügel im Verlauf mit nicht mehr als 10 mg/dl an Erhebung. Also um Welten weniger BZ-Bewegung, als gemeinhin ohne Diabetes als normal angesehen wird.

    Dein Link ist von 2018, und die dafür verwendeten Studien sind z.T. noch erheblich älter. Auf der Basis neuerer Studien haben die Diabetologischen Fachgesellschaften LC inzwischen als gleichwertige Ernährungsmöglichkeit ohne megatiefe Folgen anerkannt.
    Ähnliches gilt meines Wissens auch für tierische und pflanzliche Fette u.ä.

    Soviel nur, wenn das Gewicht beim Themenstarter die Wunschmarke überschreiten will. Dann ist weniger Kalorien einverleiben angesagt und fällt mit LC generell leichter, als mit sogenannt ausgewogener Kost.

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    am 25.11.2022 13:26:36 | IP (Hash): 72970431
    hjt_Jürgen schrieb:


    Soviel nur, wenn das Gewicht beim Themenstarter die Wunschmarke überschreiten will. Dann ist weniger Kalorien einverleiben angesagt und fällt mit LC generell leichter, als mit sogenannt ausgewogener Kost.



    Das kommt auf den individuellen Fall, hier wie gesagt auch auf die persönliche gesundheitliche Situation und das Zurechtkommen mit der jeweiligen Ernährungsform, hier LC, an. Denn wenn ich eine nicht zu empfehlende niedrigkalorische Suppendiät absolvieren soll, mir dabei 2 - 3 Mal täglich Suppenvariationen aller Art zuführe, aber Suppe nicht leiden kann, ist das Vorhaben zum scheitern verurteilt.

    Grundsätzlich kann man aber sagen, das eine am LC-Prinzip orientierte Kost insgesamt eher weniger Kalorien als andere Ernährungsmethoden/Diäten bei einer guten Sättigung verspricht. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass sich das umkehren kann, wenn sich das Gewicht, genauer gesagt der Körperfettanteil, auf "Normal" einpendelt. Wie es dann mit dem Hungergefühl unter Berücksichtigung der individuellen diabetischen Situation (unter IR, Insulinmangel,...) aussieht, kann ich aber nicht beurteilen.

    Man darf auch nicht unterschätzen, dass Fett eine höhere Energiedichte (9 kcal/g) als die anderen beiden Makros KH und Protein hat (jeweils 4 kcal/g). Und die Kalorien sind und bleiben nun einmal der "Big Player" betreffend Ab- und Zunahme - das mal unabhängig von anderen wichtigen Faktoren wie oben angesprochener "Adherence", etc.
    Bearbeitet von User am 25.11.2022 13:37:23. Grund: .
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    am 25.11.2022 13:45:09 | IP (Hash): 72970431
    hjt_Jürgen schrieb:
    Und das beim BZ im unteren nichtdiabetischen Bereich mit mehr als 100% TIR und HbA1c unter 5,0!

    Die Idee, den KH-Stoffwechsel lahm zu legen, finde ich besonders sinnbefreit. Denn die roten Blutkörperchen und einige Hirnzellen brauchen unbedingt Glukose, weil sie sich ausschließlich aus Glukose mit Energie versorgen können. Lahmlegen geht mithin gar nicht.
    Viel sinnhafter ist wenigstens aus meiner Sicht doch, dass unser Stoffwechsel sowohl mit Fett, wie auch mit KHs und Protein als Energiequellen gut zurechtkommt. Und dass er dafür keine festen Verhältnisse der Nahrungsanteile zueinander braucht, sondern gleich gut mit allen Kombinationsmöglichkeiten leben kann. Denn das war vor der Zeit der Supermärkte die Grundvoraussetzung für die Möglichkeit zu leben und diese Möglichkeit weiterzugeben :)




    In diesem oder einem anderen Artikel dieses Blogs wird beschrieben, dass Low Carber häufig die gleichen oder schlechteren HbA1c-Werte aufweisen.

    Wie ich das sehe, bezog sich das "lahmlegen des KH-Stoffwechsels" auf eine Ernährung mit einer (sehr) hohen Fettzufuhr bei gleichzeitiger Vermeidung jeglicher Kohlenhydrate als Energiequelle, was sodann zur physiologischen, umkehrbaren Insulinresistenz führt.
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    am 25.11.2022 13:53:34 | IP (Hash): 72970431
    jürgen, es geht immer darum ob high fat oder high carb. beides zusammen ist machbar aber definitiv mehr schädlich als nützlich. ich wiederhole mich gern nochmals: high fat mit wenig khs macht sinn, wenn körperfett verbrannt werden soll, zum bleistift bei diäten. dann wird der kh- stofwechsel bewusst ausgeknipst und es werden fettsären statt kh verbrant. nach erschlankung bei normalem fettanteil werden khs besser vertragen und dann brauchen wir einen dominanten kh- verbrenungsmotor. der läuft dann wen wir viel kh und weniger fet zuführen. wenn wir das nicht tun brauchen wir uns über höhere nüchternwerrte nicht wundern..
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    am 25.11.2022 14:05:45 | IP (Hash): 72970431
    [quote=Leia Cake;120767]jürgen, es geht immer darum ob high fat oder high carb. beides zusammen ist machbar aber definitiv mehr schädlich als nützlich. ich wiederhole mich gern nochmals: high fat mit wenig khs macht sinn, wenn körperfett verbrannt werden soll, zum bleistift bei diäten. dann wird der kh- stofwechsel bewusst ausgeknipst und es werden fettsären statt kh verbrant. nach erschlankung bei normalem fettanteil werden khs besser vertragen und dann brauchen wir einen dominanten kh- verbrenungsmotor. der läuft dann wen wir viel kh und weniger fet zuführen. wenn wir das nicht tun brauchen wir uns über höhere nüchternwerrte nicht wundern..[/quote]

    Und was sagst DU dazu, dass Fetteinlagerungen in der Leber vor allem aus unverbrauchten KH stammt?