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Wie bringe ich meinem Sohn bei ...
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Xin
Rang: Gastam 06.07.2008 14:14:04
Mein Sohn zeigt alle Symptome einer Diabetis melitus. Er geht nicht zum Arzt, obwohl er "totmüde" ist, Heißhunger hat, verstärkte Durstataken (halbe Kiste spezi an einem Abend), vermehrtes Wasserlassen und weil er ein süßer Sturrkopf ist.... Wie bringe ich ihm bei, dass er keinen Spezi trinken soll.
Weil er alleine lebt, ergibt sich daraus noch eine Frage: Kann ein Diabeteskoma zum Tod führen oder wird er irgendwann selbst wach? Weiss das jemand? -
klausdn
Rang: Gastam 06.07.2008 15:20:57
ob er dann noch spezi trinkt oder nicht macht den kohl auch nicht fett, wenn er einen t 2 hat kommt überhaupt kein koma.
wenn er t1 hat, kommt vor dem koma mit keto das große k......, und da geht es ihm so bescheiden daß er hilfe anfordert, dann erst kommt ohnmacht ohne hilfe mit der folge koma, und totaler stoffwechselentgleisung, im extremfall auch tod.
jedenfalls sind kinder sogar schon nach einlieferung trotz intensiv verstorben..
eigentlich haben mütter da so ganz bestimmte methoden ihre sprößlinge zu erreichen, es ist zeit alle register zu ziehen, und alle heißt wirklich alle,
ich hoffe du erreichst ihn. !
mfg. klaus
von klausdn -
Xin
Rang: Gastam 06.07.2008 19:27:39
Danke für deien Antwort:)
Das habe ich aber nicht so richtig verstanden; das eine könntest du ruhig ausschreiben;) ich kann ja nicht hellsehen.
Der Sprößling ist ein erwachsener Mann (38 J.); ich habe geschrieben, dass er alleine lebt/ d.h. wohnt. Wenn es ihm noch so elend geht, wird er keine Hilfe anfordern; er ist Freiberufler und nicht versichert. Die Frage ist daher noch offen, wenn er aus dem Koma wieder zu sich kommt oder stirbt er, wenn kein Mensch vorbei kommt?
lg
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klausdn
Rang: Gastam 06.07.2008 22:26:57
sorry aber weder ich noch die anderen hier sind hellseher - wir wissen nicht "welcher typ"
diabetes vorliegt , typ 1 oder typ 2..
und wenn er typ 1 hat und im koma liegt , nein dann wird er ohne hilfe(in form von insulin iv nicht wieder wach) -- bei tzyp 2 , kommt kein koma.
eigentlich ist das alter doch egal es ist dein kind,
und im notfall der hier vorliegt, sollte die mutter ruhig auch drastisch werden.
die gesetze sind in kraft daß auch nichtversicherte selbständige
"aufgenommen werden müssen".
in die kv.
wie oft hier schon geschriebn wurde , tue etwas je früher desto besser, ist kaum zu zählen.
denn auch wenn der t2 vernachlässig wird treten folgeschäden auf, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können, und die reichen bis blindheit ---amputation--- dialyse -- herzinfarkt.
je länger da gewartet wird destp näher rücken die.
daher mein wunsch daß er wach wird
mfg. klaus von klausdn -
Xin
Rang: Gastam 06.07.2008 23:16:49
Es geht mir wirklich besch******
Die Lage spitzt sich zu.
Wenn ich nur was von "Zucker" erwähne, geht er schon in die Luft und fordert mich auf, die Wohnung zu verlassen.
Egoistisch... aber das gereizte bis agressive Verhalten ist ja auch hier charakteristisch.
Trotz dem Verständnis tut das sehr weh.
Ohne einer Untersuchung kann man ja nicht sagen, welcher typ das ist.. Anscheinend doch der typ 1, da sich das sehr schnell entwickelt hat und in der Familie mir kein einziger Fall von Diabetes bekant ist. Er hatte jetzt in einer Woche 4 kg abgenommen und in zweiter noch 3 kg; Hyperosmolarität - er muss oft Wasserlassen und ist ständig müde und gereizt; wiegt ca 140 kg. An einem Abend hatte er selbst eingesehen, dass er fürchterliche Durst hatte, als er fast halbe Kiste Spezi ausgetrunken hat.
Wobei für den typ 2 sein Lebensstill, mangelnde Bewegung und Adipositas sprechen. Das ist ja schon länger ohne der typischen Symptomatik der Fall.
Aber die Beschwerden sind nur jetzt erst aufgetreten, und schnell erkannt, weil ich die Symptome kenne (er hätte dagegen immer noch behauptet, dass der Ventilator zu der Gewichtsabnahme beiträgt *oh Gott. )
Einsicht ist nur noch Erschwernis bei dem Nichtwahrhabenwollen:(
Ich habe jetzt schon den typ 5 :) deshalb werde ich nun nach Hause fahren und mir die ganze Zeit Sorgen machen...dann kommen noch die Vorwürde dazu, warum bin ich nicht geblieben.
Wie kann er nur sooooo egositisch sein.
Bis jetzt habe ich noch niergends gelesen und auch nicht gelernt, dass bei typ 2 nicht zu der Koma kommt. Woher hast du das Info?
Danke für Deine Mühe.
lg
von Xin -
klausdn
Rang: Gastam 07.07.2008 00:48:12
weil das koma eine folge der ketoascidose , und dadurch auch das gesamte elektrolytsystem durcheinander kommt,ist, und diese absolut nur bei insulinmangel auftritt,
und ein typ 2 hat keinen insulinmangel
mfg. klaus von klausdn -
Hajo Janse
Rang: Gastam 07.07.2008 00:50:23
@Klaus
Ein Keto und Koma kommen eigentlich fast nur beim T1, allerdings T2 ohne eigenproduktion können eine Keto auslösen.
Weiter gibt es beim T2 ein anderes Koma:
Hyperosmolares Koma
Das hyperosmolare Koma ist typisch für den Typ-2-Diabetes, tritt also beim relativen Insulinmangel auf. Es wird noch körpereigenes Insulin produziert, das ausreicht, um die überschießende Fettspaltung (Lipolyse) zu hemmen.
Hier sind die massiv erhöhten Blutzuckerwerte (BZ > 600 mg/dl) das Problem. Durch den hohen Blutzucker erhöht sich die Osmolarität des Blutes. Dies hat zur Folge, dass Flüssigkeit aus den Zellen zum Ausgleich ins Blut diffundiert, dies hat vor allem im Gehirn fatale Folgen. In weiterer Folge kommt es ebenfalls zu massiven Flüssigkeitsverlusten durch vermehrte Harnbildung (Polyurie), ebenfalls mit Austrocknung und Schockzeichen.
LG/
Hajo
von Hajo Janse -
Thomas
Rang: Gastam 07.07.2008 02:19:53
Hallo Xin,
Zitat Xin -----------
Egoistisch... aber das gereizte bis agressive Verhalten ist ja auch hier charakteristisch.
Zitat Xin -----------
das liegt da ran, dass wir uns den ganzen Tag in 'ner Dauer-Hypo befinden.
Weisst Du? Hier sind vernunftbegabte Mitteleuropäer auf der Suche nach Hilfe, nicht mitleiderregende Summen ihrer Defizite beim Trollen.
Gruss Thomas -
Ein erfahrener Diabetiker
Rang: Gastam 07.07.2008 14:05:50
Zunächst die Feststellung:
Hajohanses Erklärung ist vollkommen richtig.
Zur Ergänzung: Das hyperosmolare Koma
beim Typ2 kann auch zum Tod führen.
Es ist kaum zu glauben, was ein profilsüchtiger Dilettant und Laie
einer besorgt fragenden Mutter
so erzählt. So etwas sollte einfach nicht möglich sein in einem moderierten Diabetesforum.
von Ein erfahrener Diabetiker -
Jürgen
Rang: Gastam 07.07.2008 14:57:11
Selbstverständlich kann auch beim Typ2 ein höherer BZ mit Komplikationen zum Tode führen. Auf der anderen Seite werden Fälle berichtet, in denen über 1.000 mg/dl gemessen wurden, als die Betroffenen noch aus eigener Kraft und ohne besondere Auffälligkeiten im kranken Haus eingecheckt haben.
Sowohl bei Typ1 wie auch bei Typ2 tritt die lebensbedrohliche Situation bei Erwachsenen nicht blitzartig ein, sondern mit einem mehrtägigen Vorlauf, wobei die Betroffenen immer weniger Nahrung und Flüssigkeit bei sich behalten können.
Wenn der Sohn abends noch nicht rückwärts gegessen und getrunken hat, muss die Mutter also nicht befürchten, ihn am folgenden Tag nur noch abgelebt vorzufinden. Allenfalls so elend, dass er dann doch seiner Einweisung ins kranke Haus zustimmt. von Jürgen