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    Mitglied seit: 17.07.2019
    am 09.12.2022 22:10:16 | IP (Hash): 1757275076
    Guten Abend zusammen,

    ich habe eine Frage an euch.
    Gibt es hier im Forum Leute, die aufgrund Verlust (plötzlichen Arbeitsplatzverlust, Trennung oder Tod einer nahe stehenden Person) und dem dadurch entstandenen Stress / Trauer, eine massive Erhöhung des Blutzuckers haben/hatten ?

    Meine Frau war viele Jahre krebskrank und ist vor drei Wochen verstorben, mit 48 Jahren. Sie wurde mit der Zeit immer pflegebedürftiger, und ich habe mich um alles gekümmert.
    Mein Hba1C war immer unter 6, also ok.
    In den letzten Tagen habe ich wieder mal gemessen. Die Ergebnisse waren mies. 280 nüchtern und ähnlich und das obwohl ich in den letzten Wochen sehr sehr wenig gegessen hatte.
    Meine Ärztin hat mich durchgecheckt und mir jetzt zum Metformin Januvia verschrieben . Auf meine emotionale Emotion ist sie kaum eingegangen.
    Darum hier meine Frage, ob hier das jemand so oder so ähnlich erlebt hat.
    Natürlich interessiert mich auch, ob der Zucker mit der Zeit wieder sinkt oder der Diabetes durch die Trauer einen "Schlag" bekommen hat.
    Viele Grüße
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    am 09.12.2022 23:16:44 | IP (Hash): 932228905
    An Deiner Stelle würde mich unendlich trösten, dass sie sich nun nicht mehr so schrecklich quälen muss. Und Du hast mit Deiner Vermutung Recht, dass solch tiefgreifend einschneidende Entwicklungen und Ereignisse auch für mieseren BZ sorgen.
    Dann sind natürlich Medis zum Ausgleichen angesagt, und es kann durchaus sein, dass der Bedarf mit dem zunehmenden zeitlichen und emotionalen Abstand auch wieder sinkt. Vielleicht allein schon deswegen, weil Du jetzt wieder die Zeit hast, darauf zu achten, und oder die einfach nimmst, nur um öfter mal auf andere Gedanken zu kommen. In jedem Fall Mitgefühl und Daumendrück.

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    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 10.12.2022 05:30:13 | IP (Hash): 834019307
    Moin Chris

    das kann ich in meinem Fall auch besätigen. Im Oktober ertastete ich den Krebs bei meiner Frau in der rechten Brust. Dann begann eine 4-jährige Leidenszeit mit Höhen und Tiefen, die wir durchlebten. Am 31.12.1996 starb Monika um 810 Uhr. Ein Teil von mir starb mit und daei ist es bis heute geblieben.

    Körperliche Vitalwerte veränderten sich ohne erkennbare Ursachen. Ich hörte auf zu arbeiten, verkaufte alles (die Kinder hatten ihre Studien bendet, abgeschlossen und waren im Beruf) Ich zog/reiste zehn Jahre durch die Welt und war dann immer wieder über Jahre in psychosomatischen Kliniken, was mir sehr geholfen hat.

    Übelege Dir Deine Situation sehr genau und handel

    LG Rolf





    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
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    am 10.12.2022 19:20:55 | IP (Hash): 7648106
    mein Beileid für eure verluste, Chris und Lighthouse. ja, Stress erhöht den bz. das im übrigen aber auch bei nicht diabetikern. in stresssituationen sind auch bei ihnen höhere werte also auch über normal (auch jenseits 130 mg dl) keine Seltenheit.
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    am 10.12.2022 19:24:30 | IP (Hash): 7648106
    Chris70 schrieb:
    Auf meine emotionale Emotion ist sie kaum eingegangen.



    das tun Menschen meiner erfahrung nach
    selten, auch wenn sie danach fragen ob es einem gut geht oder nicht. es interessiert sie leider oft nur formal :(

    mir hilft in solchen Zeiten nur die Zeit. die aber auch nicht immer alle Wunden heilt sondern nur verkrustet.
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