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Diagnose Typ 2! Was an Erst-Info?
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am 20.12.2022 19:34:55 | IP (Hash): 315168165
Was sollte schon der Hausarzt zusammen mit der Diagnose Diabetes Typ 2 an Erst-Info liefern? Was würdet Ihr erwarten? Womit würde man sich zunächst wenigstens basismäßig ausreichend informiert fühlen?
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 20.12.2022 19:55:21 | IP (Hash): 659586970
Bei mir war es Null Information vom Hausarzt.
5 Minuten bevor er in Urlaub ging wurde ich angerufen und sollte sofort vorbei kommen.
Info: Blutzucker viel zu hoch. Bekam ein Messgerät und den Tipp viel zu trinken.
HbA1c - keine Ahnung. Soll Termin beim Diabetologen machen.
Erster Messwert Zuhause 480. Internet konsultiert - uiuiui - viel zu hoch.
Aha - Kohlenhydrate massiv verringern. Kein Süßes mehr.
Anzeichen für Diabetes: Duuuuurst - hab ich. Taubheitsgefühl in den Gliedern - hab ich.
Keine Kraft - hab ich. Müdigkeit - hab ich. Bin manchmal rumgelaufen wie besoffen.
Nach dem Urlaub wurde ich angerufen - ich soll ohne Termin vorbeikommen.
Dann erst Beratung - oberflächlich. Metformin verschriebenen bekommen mit Plan zum Einschleichen.
Was hätte ich erwartet?
HbA1c-Wert (war übrigens 13,9). Erste Tipps - so wie ich sie im Internet gefunden hatte. Beruhigende Worte wie zB: Wert sind sehr hoch aber nicht lebensbedrohend. In 10 Tagen sehen wir uns und besprechen alles aber bis dahin KH reduzieren und viel Wasser/Tee usw ohne Zucker trinken. Kopf hoch, das wird schon.
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Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 6,0; NW: 104,5 (Stand 10/22)
Bearbeitet von User am 20.12.2022 21:26:35. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 20.12.2022 20:14:17 | IP (Hash): 575526727
Ich mag mich meinem Vorredner anschließen. Bei mir war es ja auch so. Termin zur Auswertung der Blutuntersuchung im Rahmen des Check Ups. Alle Werte durchgegangen. Alles soweit ok, aber der Zuckerwert zu hoch, bei 7,2, sie haben Diabetes. Bämm. Äh ok. Ich geb ihnen eine Überweisung, suchen sie sich einen Diabetologen und sie müssen ein Medikament nehmen. Schrieb die Überweisung und das Rezept und fertig.
Also ich hätte mir schon gewünscht, dass man mal etwas mehr darüber informiert worden wäre. Wieso hab ich auf einmal Diabetes (denn vor drei Jahren beim letzten Check Up war ich genauso dick und hatte auch keine anderen Essgewohnheiten) vielleicht hätte er bisschen zum Thema Ernährung und Bewegung sagen können, vielleicht auch bisschen zu dem Medikament. Was macht es, wie wirkt es, ist es überhaupt gut verträglich …. Sowas halt. -
am 22.12.2022 21:07:31 | IP (Hash): 892339614
Ich fände toll, wenn die Hausärzte wenigstens den Patienten, die sie mit Prediabetes diagnostizieren, diese Info präsentieren würden,
https://ddz.de/praediabetes-gefaehrlicher-als-angenommen/#:~:text=%E2%80%9EDie%20Ergebnisse%20zeigen%2C%20dass%20der,mit%20einer%20h%C3%B6heren%20Sterblichkeitsrate%20zusammenh%C3%A4n
und wenn sie vor dem Hintergrund die Wahl zwischen Abwarten bis zur Typ 2 Diagnosereife oder der Anleitung zur Umkehr in den völlig gesunden Bereich bieten würden :)
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 22.12.2022 22:02:23 | IP (Hash): 344558702
Hallo. Ich kann das nicht so bestätigen. Ich hatte 2012 und 13 viel mit Abszesse zu tun. Mein damaliger Hausarzt ist auch Diabetologe und hatte den Verdacht bei mir. Also Glucosetoleranztest. Seitdem alle 3 Monate Blutkontrolle. Damals noch 5,5 meine ich. Hab dann irgendwann den Hausarzt gewechselt. Aber auch da alle 3 Monate Kontrolle. Bei 7,3 sagte er, ich solle Metformin nehmen und mir einen Termin beim Facharzt holen. Zum Hausarzt geh ich zusätzlich noch trotzdem alle 3 Monate -
am 22.12.2022 22:46:24 | IP (Hash): 892339614
DocCheck:
"Der HbA1c-Wert lässt Rückschlüsse auf den durchschnittlichen Blutzuckerwert der letzten 3 Monate zu. Er misst den Anteil des glykierten Hämoglobins im Blut. Der Referenzwert liegt unter 5,7 %. Ein HbA1c-Wert zwischen 5,7 und 6,4 spricht für einen Prädiabetes. Bei einem Wert von mehr als 6,5 % bei zwei unabhängigen Messungen liegt mit großer Wahrscheinlichkeit ein manifester Diabetes vor."
Also alle 3 Monate zum Dok, und plötzlich aufeinmal von 5,5 au 7,3?
Da war doch nicht nur ab 5,7 Pre-/Prädiabetes, sondern ab 6,5 auch recht eindeutig Diabetes.
Und in der Zeit hat es bestimmt auch morgendliche Nüchternblutabnahmen gegeben.
Wieder DocCheck:
"Der Nüchternblutzucker wird morgens nach einer Nahrungskarenz von mindestens 8 Stunden bestimmt. Normalerweise liegt er unter 100 mg/dl (5,6 mmol/L). Bei einem Wert zwischen 100 und 125 mg/dl (5,6 bis 6,9 mmol/l) kann ein Prädiabetes angenommen werden. Man spricht auch von "abnormer Nüchternglukose", kurz IFG. Ein Nüchternbluzucker von mehr als 125 mg/dl weist auf einen Diabetes hin."
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 23.12.2022 09:11:46 | IP (Hash): 1163204984
hjt_Jürgen schrieb:
DocCheck:
"Der HbA1c-Wert lässt Rückschlüsse auf den durchschnittlichen Blutzuckerwert der letzten 3 Monate zu. Er misst den Anteil des glykierten Hämoglobins im Blut. Der Referenzwert liegt unter 5,7 %. Ein HbA1c-Wert zwischen 5,7 und 6,4 spricht für einen Prädiabetes. Bei einem Wert von mehr als 6,5 % bei zwei unabhängigen Messungen liegt mit großer Wahrscheinlichkeit ein manifester Diabetes vor."
Also alle 3 Monate zum Dok, und plötzlich aufeinmal von 5,5 au 7,3?
Da war doch nicht nur ab 5,7 Pre-/Prädiabetes, sondern ab 6,5 auch recht eindeutig Diabetes.
Und in der Zeit hat es bestimmt auch morgendliche Nüchternblutabnahmen gegeben.
Wieder DocCheck:
"Der Nüchternblutzucker wird morgens nach einer Nahrungskarenz von mindestens 8 Stunden bestimmt. Normalerweise liegt er unter 100 mg/dl (5,6 mmol/L). Bei einem Wert zwischen 100 und 125 mg/dl (5,6 bis 6,9 mmol/l) kann ein Prädiabetes angenommen werden. Man spricht auch von "abnormer Nüchternglukose", kurz IFG. Ein Nüchternbluzucker von mehr als 125 mg/dl weist auf einen Diabetes hin."
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
5,5 war 2013 bei Feststellung. 7,3 war er im August 21. Das ich da gelandet bin, ist ja kein Verschulden des Hausarztes, sondern meins. Und mein HA und auch Facharzt sagen, Medikamente ab 7,0. Bis dahin kann man eigentlich mit Ernährung und Bewegung was tun. Da ich mit der Bewegung aber seit einiger Zeit sehr eingeschränkt bin, nehme ich Siofor. Metformin habe ich nicht vertragen -
am 23.12.2022 11:15:09 | IP (Hash): 53046139
Die Hunde-Oma, von der ich hier schon oft berichtet habe, hatte mit dem selben Pensum an Bewegung medikationsreifen Diabetes, mit der sie anschließend 24/7 völlig gesunden Blutzucker hatte. Vorher Essen, Ruhen im Schaukelstuhl, Runde mit dem Hund. Anschließend Essen, Runde mit dem Hund, Ruhen im Schaukelstuhl.
Aufgabe des Arztes wäre aus meiner Sicht gewesen, auf diese Möglichkeit der deutlich verschiedenen Wirkung vom selben Bewegungspensum hinzuweisen UND die Anleitung und Möglichkeit zum Austesten zu liefern.
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 23.12.2022 11:56:26 | IP (Hash): 1163204984
hjt_Jürgen schrieb:
Die Hunde-Oma, von der ich hier schon oft berichtet habe, hatte mit dem selben Pensum an Bewegung medikationsreifen Diabetes, mit der sie anschließend 24/7 völlig gesunden Blutzucker hatte. Vorher Essen, Ruhen im Schaukelstuhl, Runde mit dem Hund. Anschließend Essen, Runde mit dem Hund, Ruhen im Schaukelstuhl.
Aufgabe des Arztes wäre aus meiner Sicht gewesen, auf diese Möglichkeit der deutlich verschiedenen Wirkung vom selben Bewegungspensum hinzuweisen UND die Anleitung und Möglichkeit zum Austesten zu liefern.
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Natürlich sagt ein Arzt: andere Ernährung. Entsprechende Bewegung. An Ernährung muss man sich halten und wenn man aber keine Runde wie die Dame schafft, hat man ein Problem -
am 23.12.2022 12:37:02 | IP (Hash): 53046139
Du bist zu schnell: Die Hunde-Oma bekam standardmäßig gesund nach DGE und DDG von Essen-auf-Rädern. Da ging nix dran zu verändern.
UND gerade bei Patienten, die in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind, sind die Ärzte aus meiner Sicht zur konkreten Anleitung in Bezug auf Essen gefragt. Hat Dein Arzt Dir z.B. ganz konkret geraten, nach Möglichkeit Blutzuckerspitzen über 140 mg/dl nach dem Essen zu vermeiden?
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.