Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Diagnose Typ 2! Was an Erst-Info?

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 85
    Mitglied seit: 20.12.2022
    am 23.12.2022 13:03:19 | IP (Hash): 1163204984
    hjt_Jürgen schrieb:
    Du bist zu schnell: Die Hunde-Oma bekam standardmäßig gesund nach DGE und DDG von Essen-auf-Rädern. Da ging nix dran zu verändern.
    UND gerade bei Patienten, die in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind, sind die Ärzte aus meiner Sicht zur konkreten Anleitung in Bezug auf Essen gefragt. Hat Dein Arzt Dir z.B. ganz konkret geraten, nach Möglichkeit Blutzuckerspitzen über 140 mg/dl nach dem Essen zu vermeiden?

    ----------------------------------------------
    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.



    Nein. Hat er nicht. Ich habe bisher auch nie selbst gemessen. Das Gerät habe ich jetzt erhalten, weil ich wahrscheinlich Cortisonspritzen bekomme und die schon damals meine Diabetes ausgelöst haben. Ich teste jetzt mal 1 Woche und dann werde ich es auch nur sporadisch mal machen.
    Selbst die Diabetologen sagen, dass man bei Typ 2 mit Metformin/Siofor nicht regelmäßig testen muss.
    Mein Arzt hat mir gesagt, worauf ich bei der Ernährung achten soll. Ich habe mich da nicht großartig drum gekümmert. Ich finde aber auch, wenn man eine Diagnose bekommt, liegt es nicht immer nur am Arzt. Selbst sich schlau und ist auch sehr wichtig, was ich bei meinen anderen Krankheiten auch getan habe
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 23.12.2022 16:14:45 | IP (Hash): 53046139
    Wir spielen hier mit 2 Behandlungskonzepten.
    Das traditionelle kommt mit Typ 1 und fragt: Wie weit kann der Blutzucker gesenkt werden, ohne unerträglich viele schwere Unterzuckerungen zu provozieren? Die fachoffizielle Antwort: den HbA1c Wert zwischen 6,5 und 7,5 halten.
    Die normale Typ 2 Behandlung ist daran ausgerichtet, und mit der braucht man mit Typ 2 meistens immer mehr und stärkere Medikation, um den BZ in diesem Bereich zu halten. Und man braucht lange nicht selbst zu messen.
    Der Behandlungsbereich umfasst in seinem unteren Teil den prädiabetischen, für den der Link in meinem zweiten Beitrag unerwartet hohe Folgekrankheiten ausweist.

    Das alternative Behandlungskonzept kommt mit Typ 2 und fragt: Was kann man tun, damit der Blutzucker nach Möglichkeit ohne Medis 24/7 im völlig gesunden Rahmen verläuft? Der liegt unterhalb von HbA1c 5,7 und unterhalb von 140 mg/dl in den Spitzen nach Mahlzeiten und Snacks. Dahin kommt niemand ohne systematisches Austesten von den individuell passenden Mengen der verschiedenen KHs und KH-Kombinationen. Das geht praktisch nur nach diesem Rezept https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf

    ----------------------------------------------
    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 85
    Mitglied seit: 20.12.2022
    am 23.12.2022 17:04:23 | IP (Hash): 1163204984
    hjt_Jürgen schrieb:
    Wir spielen hier mit 2 Behandlungskonzepten.
    Das traditionelle kommt mit Typ 1 und fragt: Wie weit kann der Blutzucker gesenkt werden, ohne unerträglich viele schwere Unterzuckerungen zu provozieren? Die fachoffizielle Antwort: den HbA1c Wert zwischen 6,5 und 7,5 halten.
    Die normale Typ 2 Behandlung ist daran ausgerichtet, und mit der braucht man mit Typ 2 meistens immer mehr und stärkere Medikation, um den BZ in diesem Bereich zu halten. Und man braucht lange nicht selbst zu messen.
    Der Behandlungsbereich umfasst in seinem unteren Teil den prädiabetischen, für den der Link in meinem zweiten Beitrag unerwartet hohe Folgekrankheiten ausweist.

    Das alternative Behandlungskonzept kommt mit Typ 2 und fragt: Was kann man tun, damit der Blutzucker nach Möglichkeit ohne Medis 24/7 im völlig gesunden Rahmen verläuft? Der liegt unterhalb von HbA1c 5,7 und unterhalb von 140 mg/dl in den Spitzen nach Mahlzeiten und Snacks. Dahin kommt niemand ohne systematisches Austesten von den individuell passenden Mengen der verschiedenen KHs und KH-Kombinationen. Das geht praktisch nur nach diesem Rezept https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf

    ----------------------------------------------
    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.



    Ich messe jetzt seit 3 Tagen. Mein höchster Wert war jetzt 151 bei 2 Std. nach dem Essen. Nach 2,5 Stunden war er bei 138. Ich weiß jetzt, dass es vom Dinkelmehl kam. Dinkelvollkorn vertrage ich besser. Heute hatte ich Spätzle zum Mittag. Auch hier nach 2 Stunden 130. Vorgestern nach Kartoffeln 124. Ich weiß somit, dass es nicht an Kartoffeln & Co liegt. Das A und O ist einfach die Süßigkeit. Im Sommer ging mal das Stück Kuchen, wegen der vielen Bewegung mit dem EBike. 40-50 km je Tour und Lzw von 6,1. Aber jetzt, ohne ausreichend Bewegung, nicht gut. Meine selbstgebackene Kekse z.B. mit Xucker, gehen hingegen gut.

    Ich denke, sporadisch zu messen, reicht echt aus.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 273
    Mitglied seit: 14.01.2018
    am 24.12.2022 05:43:31 | IP (Hash): 1569391836
    meine ärztin hatte mich zum hba1c zitiert, nachdem beim digitalisieren alter krankenhausdaten ein BZ von 208 auftauchte.

    gab mir den wert 10,6, erklärte mich zum diabetiker und sagte, dass wir jetzt regelmäßig messen und binnen 1 jahr kleiner/gleich 6,5 anstreben.
    als weg dorthin, weniger kohlenhydrate (zu mittag 1/2 kartoffeln, tee ungesüßt) mehr bewegung im alltag und metformin.

    noch gefehlt hat mir etwas mehr aufklärung, was diabetes (typ2)
    bedeutet und der hinweis, dass eine langanhaltende remission/ ein zurückdrängen zu normalwerten ein machbares ziel ist.
    diese these ist mir erst, und dort auf zweifelhaften seiten und stark kritisiert, im netz begegnet.

    schon jahre vorher wollt mich meine ärztin wegen meiner extremen leberwerte zur seite nehmen. ich erwiderte nur, ich wisse bescheid.
    der facharzt, der die fettleber diagnostizierte, sagte weniger fettes fleisch und alkohol, und wiederholte den rat ganz eindringlich, als ich erklärte, vegetarisch+alkoholfrei zu leben.
    damit war ich mit der leber auf einem falschen dampfer und ging von den nebenwirkungen meiner colitis-medikamente aus, auch bzgl. colitis ulzerosa als zivilisationskankheit war ich auf falschem dampfer, nicht so aufgefasst, dass zivilisationkrankheit sowas wie lebensstilunduzierte erkrankung meint. hatte da eher solche theorien wie zoonose oder erfindung des kühlschranks, unentdeckter erreger darunter verstanden.

    heute meine ich, dass viele meiner erkrankungen eine folge schlechter ernährung sind. früher meinte ich dass es mir trotz so vieler krankheiten nur wegen meiner guten ernährung noch verhältnismäßig gut ginge.


    ______________________
    ehemaliger Diabetiker
    Bearbeitet von User am 24.12.2022 06:18:35. Grund: rechtschreipunk
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 273
    Mitglied seit: 14.01.2018
    am 24.12.2022 07:08:18 | IP (Hash): 1569391836
    ich hatte damals meiner ärztin geraten, menschen, bei denen sich was anbahnt, zu befragen: ob sie wirklich wirklich wissen, wie man sich gesund ernährt.

    sie meinte wohl, dass leute, die sich fehlernähren, aller ihrer "vergehen" bewusst sind.


    ______________________
    ehemaliger Diabetiker
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 85
    Mitglied seit: 20.12.2022
    am 24.12.2022 09:19:29 | IP (Hash): 818237449
    torsten1973 schrieb:
    meine ärztin hatte mich zum hba1c zitiert, nachdem beim digitalisieren alter krankenhausdaten ein BZ von 208 auftauchte.

    gab mir den wert 10,6, erklärte mich zum diabetiker und sagte, dass wir jetzt regelmäßig messen und binnen 1 jahr kleiner/gleich 6,5 anstreben.
    als weg dorthin, weniger kohlenhydrate (zu mittag 1/2 kartoffeln, tee ungesüßt) mehr bewegung im alltag und metformin.

    noch gefehlt hat mir etwas mehr aufklärung, was diabetes (typ2)
    bedeutet und der hinweis, dass eine langanhaltende remission/ ein zurückdrängen zu normalwerten ein machbares ziel ist.
    diese these ist mir erst, und dort auf zweifelhaften seiten und stark kritisiert, im netz begegnet.

    schon jahre vorher wollt mich meine ärztin wegen meiner extremen leberwerte zur seite nehmen. ich erwiderte nur, ich wisse bescheid.
    der facharzt, der die fettleber diagnostizierte, sagte weniger fettes fleisch und alkohol, und wiederholte den rat ganz eindringlich, als ich erklärte, vegetarisch+alkoholfrei zu leben.
    damit war ich mit der leber auf einem falschen dampfer und ging von den nebenwirkungen meiner colitis-medikamente aus, auch bzgl. colitis ulzerosa als zivilisationskankheit war ich auf falschem dampfer, nicht so aufgefasst, dass zivilisationkrankheit sowas wie lebensstilunduzierte erkrankung meint. hatte da eher solche theorien wie zoonose oder erfindung des kühlschranks, unentdeckter erreger darunter verstanden.

    heute meine ich, dass viele meiner erkrankungen eine folge schlechter ernährung sind. früher meinte ich dass es mir trotz so vieler krankheiten nur wegen meiner guten ernährung noch verhältnismäßig gut ginge.


    ______________________
    ehemaliger Diabetiker



    Ein Diabetiker bleibt man aber doch ein Leben lang 😉🎅
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 90
    Mitglied seit: 25.08.2022
    am 24.12.2022 23:42:04 | IP (Hash): 1266316196
    Ich hatte Anfang 2021 einen LZW von 6,0, anschließend oraler GTT mit den Werten 95-191-114. Meine Hausärztin, gleichzeitig Diabetologin, hat sinngemäß gesagt "Wert nach 1 Stunde etwas hoch, aber sonst passt alles". Mitte 22 dann die Diagnose Diabetes Typ 2, LZW 7,7, bei einem anderen Hausarzt. Aufklärung tendenziell richtig, aber viel zu kurz und oberflächlich: "Kohlenhydrate runter, dem Körper ist es egal ob Sie eine Orange oder eine Schokolade essen, probieren Sie es erstmal 3 Monate mit Ernährungsumstellung ("Sie können googeln") und Sport, wenn das nicht hilft kommt Metformin". Überwiesen an einen Diabetologen hat er mich nicht, ich musste mir einen suchen.

    Im Nachhinein - hätte mich meine erste Hausärztin drastischer über mein Prädiabetes aufgeklärt ("Es ist 5 vor 12, Sie müssen grundlegend was ändern"), hätte ich den Diabetes vlt. nicht bekommen. Es ist keine Ausrede a la "Die anderen sind Schuld", mir ist schon bewusst, dass ich vieles falsch gemacht habe, aber nach der Diabetes Diagnose habe ich den LZW von 7,7 auf 5,2 gesenkt, das hätte ich auch nach dem Prädiabetes geschafft.

    Summa summarum - man muss sich schon selber viel informieren und aktiv werden, bei den Ärzten ist man wie am Fließband. Ich sage aber nicht, dass alle Ärzte so sind. Übrigens, meine jetzige Diabetologin: "5,2 ist viel zu niedrig, Diabetiker sollten eigentlich zwischen 6,5 und 7,5 sein." Da merkt man schon wie verkrustet und engstirnig man an der Sache rangeht.

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 307
    Mitglied seit: 19.10.2020
    am 25.12.2022 19:29:04 | IP (Hash): 1062351690
    Bei Deinen Glukose-Toleranz-Test-Messergebnissen wundert mich, dass sich OGTT-Fetischistin Tatjana noch gar nicht geäußert hat. Schließlich hat ihr Goldstandard auf halbem Wege versagt...

    Ansonsten, gratuliere ich Dir zum Fortschritt. 😀
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 25.12.2022 19:41:38 | IP (Hash): 1320755209
    Mone68 schrieb:
    Ein Diabetiker bleibt man aber doch ein Leben lang 😉🎅


    Nach über 30 Jahren damit sehe ich den Diabetes Typ 2 Anfang da, wo der Prozess der Nachfüll-Automatik für den Kreislauf in der Leber infolge individueller Überlastung kippt und zunehmend mehr nachzufüllen beginnt, als verbraucht wurde. Damit steigt der Blutzucker immer höher an, und wenn er die dafür definierten Grenzwerte übersteigt, heißt er Diabetes Typ 2.

    Zusammen mit dem immer höher als normal ansteigenden Blutzucker wird beim Typ 2 auch zunehmend mehr Insulin beobachtet. Unbehandelt verstärkt der Defekt sich meistens zunehmend selbst. Mit der fachoffiziell ordentlichen Behandlung wird diese Selbstverstärkung zwar verlangsamt, aber praktisch garantiert und mündet meistens nach um 10 Jahren in die Behandlung mit Insulin ähnlich Typ 1.

    Wenn wir mit Typ 2 unsere defekte Regelung im Zeitrahmen der ersten Jahre nach Diagnosereife mit der systematischen Leberentfettung nach Taylor den Kipppunkt unterschreiten, nimmt die Regelung ihre ordentliche Funktion völlig ohne Medikamente sofort wieder auf, und BZ und Insulin verlaufen wieder im völlig gesunden Bereich.
    Dieser Zustand wird Remission genannt und lässt sich manchmal auch mit alltäglich abnehmendem Essverhalten erreichen. Erhalten bleibt er dann offenbar so lange, wie man ihn nicht zu häufig mit viel zu großen KH-Portionen überfordert.

    In der Remission ist man also praktisch gesund mit Diabetes, hat also eine Art schlafenden Defekt. Da bleiben dann KH-Mengen in der Spitze wieder unter 140 mg/dl, die vorher mit dem BZ im diabetischen Bereich auch mit Medis immer deutlich über 200 ausgeflogen sind. Allerdings eben mit der Begrenzung, die eindeutig von einer Heilung unterscheidet, dass häufige viel zu große KH-Portionen diesen Defekt wieder aufwecken, und zwar meistens in stärkerer Ausprägung.

    ----------------------------------------------
    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 273
    Mitglied seit: 14.01.2018
    am 26.12.2022 00:05:04 | IP (Hash): 1569391836
    Mone68 schrieb:
    torsten1973 schrieb:


    ______________________
    ehemaliger Diabetiker



    Ein Diabetiker bleibt man aber doch ein Leben lang 😉🎅




    mit der frage möchte ich den vorliegenden thread nicht sprengen. gerne einen neuen oder "meinen" dafür nehmen.

    ob ich deine antwort gelten lassen möchte.
    wenn du die nächsten 70 jahre nicht meine zustimmung erhältst, dann isses wohl in meinem sinne ausgegangen...

    ______________________
    ehemaliger Diabetiker
    Bearbeitet von User am 26.12.2022 00:08:31. Grund: .