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Was ist das schwerste am Essen mit Diabetes?
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am 30.12.2022 11:51:08 | IP (Hash): 1574789438
Wir sind Studenten der Universität Siegen und möchten verstehen wie Menschen mit Diabetes: Kochen mit einem vollen Alltag vereinen können. Ihre Erfahrungen mit der Krankheit im Alltag sind dabei besonders spannend für uns.
- Wie ist das Essen mit Diabetes für Sie?
- Was kochen Sie gerne und was fällt Ihnen schwer?
- Welche Essgewohnheiten haben Sie entwickelt um durch den Tag zu kommen?
- Auf welche Herausforderungen stoßen Sie jeden Tag wenn Sie Kochen und Essen möchten?
- Welche Unterstützung erhalten Sie von Ihren Ärzten, Ernährungsberatern und Familie?
Ihre Ideen und Erfahrungen helfen unserem Forschungsteam ein Programm für Diabetiker mit Familien zu entwickeln. Hierfür laden wir Sie gerne auf ein kurzes Online- oder Telefongespräch ein.
Bei Interesse schreiben Sie bitte kurz unter diesem Beitrag oder an die E-Mail Adresse: krzysztof.ukleja@student.uni-siegen.de
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am 30.12.2022 23:11:10 | IP (Hash): 489055082
Das schwerste am Essen mit Diabetes sind ja wohl die Kilos, die man sich damit ein- und anverleibt ;)
Die Idee, dass man wenigstens als INSULINER den Zucker einfach nur abspritzen könnte, geht in aller Regel voll nach hinten los. Denn Insulin hat halt als Hauptaufgabe das Umformen von Glukose in Fett mit gern munter zunehmenden Schwimmhilfen als Speicher. Unordentlich = Medisprech "ektop" bleibt’s gleich in der Leber.
Dass dabei auch weniger Glukose im Körperkreislauf schwimmt, ist praktisch ne willkommene Nebenwirkung - mit dem einen Haken, dass die Medizin sie seit Jahrzehnten auf breiter Front zur Hauptwirkung ernannt hat und uns Betroffene im Ärger mit der degradierten Hauptwirkung ziemlich alleine lässt: Wer nicht ab- oder gar zunimmt, frisst halt zuviel :(
Beim Essen funktioniert eigentlich alles im Rahmen von Low Carb bis No Carb recht problemlos. Und auch wenn No Cab gemeinhin als super Abnehmrezept gilt, kann ich damit beliebig zunehmen, wenn ich mein 24/7 Tagesbudget gern mal überschreite.
Als ich unter der Woche noch viel unterwegs war, war die Bratwurst am Straßenimbiss mein Ding, wenn’s schnell gehen musste, für größeren Hunger auch zwei. Mit mehr Zeit ist der große gemischte Salat mit Käse oder Fisch oder Fleisch oder … mein Favorit, und selbstverständlich alles ohne Brot oder andere KH-reiche Sättigungsbeilagen.
Von alledem und noch viel mehr hatte ich natürlich bei meiner Ernennung zum Typ 2 im Januar 91 keinen Schimmer. Ne Pfanne Bratkartoffeln hab ich damals mit großem Appetit zum Nachtisch verputzt und ne 200g Tafel Nussschokolade und … und klar gehörte Brot zum Frühstück! Und dazu um die 15 Liter Kaffee und Milch und Wasser pro Tag für einen HbA1c um 15und.
Wenn mir damals jemand erzählt hätte, dass ab um 2012 um 200 g geraspelte Möhren und um 60 g Käse aus der Hand mein Standardfrühstück sein würden, hätte ich den für wenigstens total verrückt gehalten. - Ok, so weit erst einmal für den Start? - N8 :)
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. Auf gutes Gelingen in 23! -
am 12.01.2023 23:16:18 | IP (Hash): 157156948
uklejak schrieb:
Wir sind Studenten der Universität Siegen und möchten verstehen wie Menschen mit Diabetes: Kochen mit einem vollen Alltag vereinen können. Ihre Erfahrungen mit der Krankheit im Alltag sind dabei besonders spannend für uns.
- Wie ist das Essen mit Diabetes für Sie?
- Was kochen Sie gerne und was fällt Ihnen schwer?
- Welche Essgewohnheiten haben Sie entwickelt um durch den Tag zu kommen?
- Auf welche Herausforderungen stoßen Sie jeden Tag wenn Sie Kochen und Essen möchten?
- Welche Unterstützung erhalten Sie von Ihren Ärzten, Ernährungsberatern und Familie?
Ihre Ideen und Erfahrungen helfen unserem Forschungsteam ein Programm für Diabetiker mit Familien zu entwickeln. Hierfür laden wir Sie gerne auf ein kurzes Online- oder Telefongespräch ein.
Bei Interesse schreiben Sie bitte kurz unter diesem Beitrag oder an die E-Mail Adresse: krzysztof.ukleja@student.uni-siegen.de
Essen kann man alles nur extrem wenig. Meine Devise heißt nur ein Teller voll und nur eine Scheibe Brot.
Im Krankenhaus bekommt man Nutella und Marmelade und die unwissenden Krankenschwestern spritzen dann das dosierte Insulin. Das halte ich für völlig falsch, weil das Maß sollte sein seinen Körper nie zu überfordern. Salz zum Beispiel. Fett sollte man nur ...40... Gramm am Tag essen. Butter aufs Brot, Chips essen und Lachs aufs Brot und schon ist man drüber. Ich habe Butter und Magarine völlig gestrichen und esse es nicht mehr.
Vieles kann man kalt essen. Blumekohl roh. Konserven kalt leer essen. Gut essen wird völlig unwichtig, die Mengen sind viel kleiner. Wenn kochen, dann Reste oder Protionen davon dann kalt essen. Nudeln oder Gullarsch.
Nur Pille - ohne Insulim
Nichtraucher -
am 12.01.2023 23:27:02 | IP (Hash): 157156948
hjt_Jürgen schrieb:
Von alledem und noch viel mehr hatte ich natürlich bei meiner Ernennung zum Typ 2 im Januar 91 keinen Schimmer. Ne Pfanne Bratkartoffeln hab ich damals mit großem Appetit zum Nachtisch verputzt und ne 200g Tafel Nussschokolade und … und klar gehörte Brot zum Frühstück!
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. Auf gutes Gelingen in 23!
Ich habe die Bratkartoffel aus der Tüte gegessen, kalt, nicht gebraten.
Und früher nach dem Auto tanken eine Ritter Sort Nougart und später Zwei hintereinander.
Vier Liter Milch hintereinander und nächsten Tag nochmal Vier Liter Milch. Ein Glas Nutella auf einmal ausgelöffelt - ohne Pause, ohne Brot.
Nur Pille - ohne Insulim
Nichtraucher -
am 10.09.2023 05:21:22 | IP (Hash): 1654253562
uklejak schrieb:
Wie ist das Essen mit Diabetes für Sie?
Gesünder als vorher.
uklejak schrieb:
Welche Essgewohnheiten haben Sie entwickelt um durch den Tag zu kommen?Welche Essgewohnheiten haben Sie entwickelt um durch den Tag zu kommen?
Meist esse ich mehr als fünfmal am Tag mit 90 bis 180 Minuten Unterbrechung.
uklejak schrieb:
Auf welche Herausforderungen stoßen Sie jeden Tag wenn Sie Kochen und Essen möchten?
Für mich teilweise ein zeitliches und organisatorisches Problem. Auf Reisen muss ich improvisieren bzw. habe einen Plan "B". Zudem kommen erhöhte Kosten.
uklejak schrieb:
Welche Unterstützung erhalten Sie von Ihren Ärzten, Ernährungsberatern und Familie?
Habe nur meinen Hausarzt: der fand die richtigen Worte für den ersten entscheidenden Impuls der Ernährungsumstellung und nannte mir "gute" und "schlechte" Lebensmittel.
Mit seinen Infos habe ich "meinen" Weg gefunden. Dieser Arzt begleitet mich weiterhin.
Die Tipps der Ernährungsberater sind für mich teilweise nicht nutz- bzw. durchführbar, nicht überzeugend, oft kostenintensiv. Trotz einiger Überschneidungen sagt jeder was anderes.
Die Familie, die mich zwar beglückwünscht, aber in der Praxis doch eher zu Dummheiten verführt, ist glücklicherweise weit weg.
Auf Mails oder Telefoninterviews habe ich keinen Bock, ist aber wahrscheinlich eh' zu spät.
Nix für Ungut! -
am 11.09.2023 22:40:00 | IP (Hash): 1855103390
- Wie ist das Essen mit Diabetes für Sie?
Sehr lecker und mit dem Gefühl verbunden, mir Gutes zu tun.
Dafür musste ich sehr grundlegende Annahmen über Ernährung revidieren und mir rneue Routinen aneignen.
- Was kochen Sie gerne und was fällt Ihnen schwer?
Schon immer hab ich gern gekocht und experimentiert.
Das macht jetzt noch mehr Spaß
- Welche Essgewohnheiten haben Sie entwickelt um durch den Tag zu kommen?
3 Mahlzeiten. Lange Pausen.
Durch die Nahrungsauswahl und -zusammenstellung hab ich keinen Hunger zwischendurch.
- Auf welche Herausforderungen stoßen Sie jeden Tag wenn Sie Kochen und Essen möchten?
Die Mitmenschen, die sich weniger gesund ernähren und soziale Situationen, in denen wir gemeinsam kochen und essen.
- Welche Unterstützung erhalten Sie von Ihren Ärzten, Ernährungsberatern und Familie?
Ärztin findet den "Wandel" bewundernswert, hatte aber früher nicht erkannt, dass ich ohne es zu wissen, ungünstige Ernährungsgewohnheiten pflegte.
Familie (in der ich so viel falsches gelernt habe) hat Sorge, dass ich micn unzureichend ernähre.
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ehemaliger Diabetiker
Bearbeitet von User am 11.09.2023 22:41:11. Grund: rechtschreipunk -
am 15.09.2023 22:34:28 | IP (Hash): 523369835
die Studie ist zwar schon längst gelaufen, aber kann man ja trotzdem aufschreiben...
- Wie ist das Essen mit Diabetes für Sie?
Interessant, abwechslungsreicher und gesünder in jeder Hinsicht. Es wird aber mehr geplant, weniger Spontanität.
- Was kochen Sie gerne und was fällt Ihnen schwer?
viel eperimentiert, viel probiert, viel Neues kennengelernt. Auf fertige Gewürzmischungen (fix) wird verzichtet, ich möchte gern genau wissen was im Essen ist wenn ich schon selber koche-:)
- Welche Essgewohnheiten haben Sie entwickelt um durch den Tag zu kommen?
16:8, Mittag gibts die Hauptmahlzeit oft mit kleinem Salat , Abends weniger, FS fällt an 5 bis 6 von 7 Tagen pro Woche aus.
Zwischenmahlzeiten gibts es kaum noch, bestenfalls mal etwas Obst zwischendurch am Wochenende.
- Auf welche Herausforderungen stoßen Sie jeden Tag wenn Sie Kochen und Essen möchten?
Oft fehlt die Zeit zu kochen.
Im Restaurant weiss man manchmal nicht genau was so tatsächlich in der Sauce, Dressing oder der Suppe ist. Manchmal entpuppte sich die Suppe tatsächlich das als zu süss. Ebenso lann ich die Mengen und Gewichte im Restaurant schlecht abschätzen, wievel g Kartoffeln, Nudeln, Reis das jetzt wirklich waren.
- Welche Unterstützung erhalten Sie von Ihren Ärzten, Ernährungsberatern und Familie?
Beste Unterstützung in jeder Hinsicht, meine Frau macht teilweise sogar freiwillig mit bei der Ernährungsumstellung obwohl sie keine Diabetes hat, kauft entsprechend ein und kocht auch diabetikerfreundliche Dinge. Fühle mich auch bei den Ärzten gut aufgehoben.
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50