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Erfahrungen JARDIANCE?
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am 07.01.2023 18:23:22 | IP (Hash): 1102039449
Wenn kein vermehrter Wasserumsatz, liegt die Vermutung nahe, dass das Mittel bei Dir in der gegenwärtigen Dosierung nicht macht, was es soll, den BZ in den Spitzen flacher und im Verlauf insgesamt niedriger halten.
Wenn flachere Spitzen und niedrigerer Verlauf Dein Ziel sind, frage ich mit Hape, warum Du dafür extra noch ein weiteres Mittel und nicht schlicht mehr Insulin nimmst?
Nachtrag:
Urin-Teststreifen für Glukose sind deutlich günstiger, als BZ-Teststreifen. Wenn ich's die Pille schon bekäme, würde mich die Neugier plagen im Morgenurin zu schauen, ob ich damit denn wirklich mehr als ohne auspinkeln würde?
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. Auf gutes Gelingen in 23!
Bearbeitet von User am 07.01.2023 19:53:14. Grund: Nachtrag -
am 07.01.2023 19:49:00 | IP (Hash): 1805299773
Eine jetzt erst einmal gleichbleibende Insulinmenge läßt mir für die nächsten Monate und Jahre vielleicht auch etwas mehr Luft nach oben?.
Andererseits wurde Jardiance auch als Nieren- und Herzschutz, sowie als Abnehminitiator für mich angedacht...
Warum soll ich mir ungezügelt das Wachstumshormon und Fettverbrennungsbremse Insulin reinhauen, wenn das angestrebte Ziel auch mit anderen Mitteln ergänzend erreicht werden kann?
+Niereninsuffizienzschutz, +Herzinsuffizienzschutz, +Blutdrucksenker, +steigende Abnehmdynamik...
Ach ja, vielleicht hab' doch einwenig mehr Wasserumsatz, heul' aber nicht rum... ;)
Beschäftigt euch mal mit der Geschichte dieses Präparates! Welche erstaunliche Geschichte über eine größere Lebenserwartung von einer bestimmten Diabetesgruppe da vorausgegangen ist...
Also für mich in Summe weitmehr Nutzen als Risiko.
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LADA Typ I... Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 07.01.2023 19:53:13. Grund: Ergänzung -
am 07.01.2023 19:51:03 | IP (Hash): 2005353849
ThomaS1968 schrieb:
Und gegen eventuelle Pilzinfektion, wegen der "Nährlösung" die nun aus mir rauskommt, soll ich mit bissel Babyöl am "Austrittsbereich" gegensteuern... :)
Jetzt wird es etwas seltsam:
Ich könnte mir vorstellen, dass nach dem Wasserlassen ein Abtrocknen des "letzten Tropfens" von der Harnröhrenöffnung mit einem Blatt Toilettenpapier die Menge an "Pilz-Nährlösung" reduziert.
Und jetzt ein ganz seltsamer Tipp:
Den Pilz (Candida), der oftmals für Genitalinfektionen verantwortlich ist, tragen mehr als die Hälfte aller Menschen (ohne Krankheitswert) im Mund und im Speichel. Also Speichel (eigener oder der vom (Sexual)partner/in), dazu die Nährlösung Glucose, - und ein Infekt ist vorprogrammiert.
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am 07.01.2023 19:54:13 | IP (Hash): 1805299773
@Hape... Genauso mache ich das schon seit Jahrzehnten. ;)
Schützt auch die Unterhosen vor unangenehmen Gerüchen...
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LADA Typ I... Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 07.01.2023 19:55:19. Grund: Ergänzung -
am 07.01.2023 20:27:49 | IP (Hash): 1102039449
1. Den größten Beitrag zum möglichst langen Erhalt Deiner restlichen Betazellen kannst Du nur und ausschließlich mit Deinem BZ-Verlauf im völlig gesunden Rahmen leisten. Denn ab etwa 100 mg/dl aufwärts haben die keine Möglichkeit mehr, Insulin für größere Ausgaben wie mit dem Essen zu speichern. Und ab 140 aufwärts kannst Du davon ausgehen, dass sie im dauernden Ausgabe-Stress immer mehr Produktionsmoleküle nicht mehr normal in Insulin und C-Peptid teilen, sondern als intaktes (verrückte Bezeichnung) Proinsulin ausgeben. Dieses Proinsulin hat nur 10-20% der Blutzuckerwirkung von ordentlich geteiltem Insulin (soviel zu intakt), aber die volle Fettwirkung (vielleicht ist ja auch eher das mit intakt gemeint)!
2. Wenn Du nicht nur die Reklame zur Auspinkel-Pille liest, sondern auch die Studien dahinter, wird Dir auffallen, dass sie weit überwiegend aus der Typ 2 Welt stammen. Darin sind bei gleichem BZ wenigstens doppelt so große Glukose- und Insulinumsätze die Norm, wie bei Typ 1 und LADA.
Und die untere Schwelle bei all diesen Studien liegt bei HbA1c 7-8 und die Menge ist nach oben recht weit offen. Das führt dann zu solchen Aussagen, dass eine BZ-/HbA1c-Wirkung zwar nicht mehr messbar war, aber unter den Usern trotzdem weniger Herzkreislauf- und sonstige negative Ereignisse zu beklagen waren.
Klar macht in der Gruppe Glukose in der Menge ins Klo, mit der Du mit Deinem vergleichsweise leicht erhöhten BZ-Verlauf den ganzen Tag auskommst, einen deutlichen Unterschied zur Vergleichsgruppe ohne die Auspinkelmöglichkeit.
Sorry, dass ich Dir hier den Placebo-Effekt der tollen Reklame zerschreibe :(
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. Auf gutes Gelingen in 23! -
am 07.01.2023 21:43:40 | IP (Hash): 6867230
ThomaS1968 schrieb:
Nach zwar spärlichen 2 Tagen der Einnahme (verordnete Dosis 1/2 Tablette = 12,5 mg) kann ich aber dennoch bereits sagen, dass ich bislang keine übermäßige Vielzahl von Toilettengängen absolvieren musste.
So irgendwie bislang eine normale Anzahl, wie immer, auch nachts keine übermäßigen "Störungen". Und gegen eventuelle Pilzinfektion, wegen der "Nährlösung" die nun aus mir rauskommt, soll ich mit bissel Babyöl am "Austrittsbereich" gegensteuern... :)
Die von euch beschriebenen Nebenwirkungen wurden mir auch so bereits von meinem Arzt benannt, allerdings meine ich, dass die Vorteile einfach überwiegen und dieses Mittel eine gute Ergänzung zu meiner Langzeitinsulintherapie zu sein scheint?
Hallo Thomas,
es klingt schon mal gut, dass die Nebenwirkungen von Jardiance bei dir schwach und erträglich sind. Dass du wie Zuckerle nachts sehr häufig raus musst, war sowieso nicht zu erwatten, weil du deinen BZ über die Nacht mit dem Basalinsulin im Normalbereich hältst.
Jetzt musst du nur noch eine positive Wirkung erkennen. Die Chancen dafür stehen aus meiner Sicht recht gut. Jardiance wird sehr wahrscheinlich den BZ nach den Mahlzeiten ein Stück weit glätten und die Spitzen abmildern. Das dürfte deinem Ziel, noch möglichst lange ohne Mahlzeitinsulin auszukommen, sehr entgegenkommen. Auf deine Mahlzeiten musst du allerdings weiterhin achten wie bisher, aber das willst du bestimmt auch.
Alles Gute und viel Erfolg, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 15.04.2024 15:43:29. Grund: BBCodes -
am 07.01.2023 22:36:59 | IP (Hash): 1805299773
@Rainer... Auf alle Fälle werde ich mich weiterhin kohlehydratarm und weitestgehend zuckerfrei ernähren. Das ist ja die Basis für einen Diabetiker...
@Jürgen... Sofern ich keine belastenden Nebenwirkungen bei mir spüre, werde ich diese Möglichkeit, überschüssigen Zucker aus mir rauszubekommen sicherlich weiter nutzen. Wenn dadurch noch die Nieren und das Herz in ihrerer Schwerstarbeit doch eher ent- als belastet werden, dann scheint das doch eine gute Sache zu sein?.
Du schreibst es ja zudem selbst: Das Wichtigste ist es, den BZ-Verlauf niedrig zu halten, um die Restfunktion zu erhalten und Spitzen zu kappen, um Folgekrankheiten zu vermeiden...
Negative Erfahrungsberichte hier im Netz sind zudem auch immer unter dem Aspekt zusehen, dass zumeist Menschen, bei denen etwas nicht wie erhofft funktioniert, ihrem Ärger öffentlich Luft machen. 98% derer ohne Kritik sitzen in ihrem stillen Kämmerlein und freuen sich, dass es funktioniert...
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LADA Typ I... Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 08.01.2023 09:23:29. Grund: Ergänzung -
am 08.01.2023 13:10:44 | IP (Hash): 458012709
Herz und Nieren müssen bei Dir wg Deines Blutzuckers keine Schwerstarbeit leisten, denn den hältst Du ja mit dem flachem Verlauf nahe dem gesunden Bereich um Welten weniger arbeitsintensiv, als die weitaus meisten Menschen mit Diabetes. Und von daher sind auch Deine Aussichten gut, in der Spur noch viele Jahre und vielleicht sogar für immer von irgendwelchen diabetischen Folgen verschont zu bleiben.
Auch wenn ich denke, dass die Auspinkelpille daran nichts verbessern kann, weil’s da bei Dir für sie nicht ausreichend auszupinkeln gibt, spricht nichts dagegen, dass Du sie nimmst. Und wenn Dein BZ damit nüchtern und in den Tälern zwischen den Mahlzeiten entgegen meiner Erwartung tatsächlich deutlich unter 100 mg/dl sinken würde auf so um 70-90, würde das Deinen restlichen Betas das Weiterleben und Weiterfunktionieren gewaltig erleichtern. Ich fände das ne tolle Zugabe.
UND damit würdest Du vielleicht als weitere Zugabe einen guten Teil vom gesunden Regelprozess wiederherstellen, mit dem die Leber fortlaufend immer nur so viel Glukose in den Kreislauf gibt, wie darin gerade verbraucht worden ist.
Damit kann man dann als INSULINER das Gefühl wie Diehler Candyman haben, dass das Insulin besondere Kräfte hat/entwickelt, weil nach einigen Tagen in diesem Bereich KH-Mengen wie von selbst deutlich unter um 140 mg/dl in der Spitze bleiben, (Nachtrag) die noch Wochen zuvor für deutlich höheren BZ gesorgt haben.
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Bearbeitet von User am 08.01.2023 17:37:30. Grund: Nachtrag -
am 08.01.2023 16:38:58 | IP (Hash): 480359719
Warum ist das Medikament schlecht bzw. warum ist es nicht gut, die Nierenschwelle zur vermehrten Zuckerausscheidung herabzusetzen?
Ich wäre Dir dankbar, das nochmal bissel genauer auszuführen.
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Ich habe mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt. Jardiance ist sicherlich eine weitere Meisterleistung der Pharmaindustrie und macht bestimmt auch was es soll. Ich hingegen empfinde
es jedoch als schlecht, weil es für mich inakzeptabel ist Glucose mit Hilfe der Nieren über die Harnröhre auszuscheiden. Für mich hat das was von dem Zustand mit dauerhaft erhöhtem Blutzucker, sprich HbA1c von 10 und höher, worauf der Körper dann entsprechend reagiert. Allein schon die Vorstellung ist für mich grauenhaft. Vor ein paar Jahren wollte mein damaliger Diabetologe mir Forxiga (ähnlich wie Jardiance) verschreiben und ich habe aber abgelehnt und darauf hin die Praxis gewechselt. Meiner neuen Diabetologin habe ich meine Bedenken dann geschildert und sie hat es Ernst genommen und gesagt, dass sie das gut verstehen kann.
Dann folgte eine Umstellung auf Insulin deglutec (Tresiba200) in Kombination mit Metformin, was die Ausschüttung von Glucose aus der Leber vermindert. Ihrer Aussage nach ist das die beste Behandlung von TYP 1LADA und ich kann das nur bestätigen. Zudem werden in meiner Praxis, dem größten Diabeteszentrum Europas, alle Typ 1 LADA Patienten so behandelt.
Es bleibt natürlich dir überlassen was du jetzt machst, aber was in diesem Forum von immer wieder den gleichen Personen zu allem und jedem Tipps gegeben und gesagt wird ist vielleicht gut gemeint aber letztendlich nicht mehr als gefährliches Halbwissen bis hin zur falschen Information.
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am 08.01.2023 18:06:16 | IP (Hash): 458012709
@Candyman: klar muss ich Dir dazu auch was schreiben. Und im Interesse der Forengemeinschaft will ich Dich gern bitten, hier jeweils sofort darauf hinzuweisen, natürlich sachlich entsprechend begründet, wenn Du mich beim Verbreiten von gefährlichem Halbwissen erwischst!
Zur Sache mit den Auspinkelpillen:
Das erste Drittel meiner bisherigen diagnostizierten T2 Karriere hab ich mit Ärzten und Fachärzten zu kämpfen gehabt, die mir KHs=Glukose als unbedingt lebensnotwendig vorrangig einzuverleiben mehr als nahegelegt haben. Mit LC machte ich da was grundsätzlich falsch.
UND plötzlich kam mit Forxiga die erste dieser Auspinkelpillen auf den Markt: Plötzlich ließ sich die Glukose, die ich unbedingt essen sollte, unverrichteter Dinge und sogar mit großem Nutzen für den Organismus ins Klo entsorgen!
Die DDG hat diesen grundsätzlichen Widerspruch in ihren Aussagen bis heute übrigens noch mit keiner Silbe öffentlich thematisiert und aufgelöst.
Ok, die Nieren können den Pillen sogar dankbar sein, denn sie haben damit weniger Arbeit. Konkret filtern sie fortlaufend um 180 der vielen tausend Liter Blut, die im erwachsenen Kreislauf in 24 Stunden bewegt werden. Die 180 Liter Plasma werden praktisch ausgeschieden und deswegen Harn genannt, genauer Primärharn. Denn von dieser Harnseite machen die Nieren ihre Arbeit. Da filtern sie nun alles zurück in den Kreislauf, was der Organismus noch gebrauchen kann. Allem voran das Wasser bis auf um 2 Liter, die als Urin alles ins Klo mitnehmen, was normal so ausgeschieden wird. Normal keine Glukose, denn die ist Treibstoff!
Diesen Treibstoff aus dem Primärharn zurück zu filtern in den Kreislauf, ist nach dem Wasser ein wesentlicher Teil der Arbeit der Nieren. Dieses Zurückfiltern der Glukose geht bis zur BZ-Höhe von 160-180 mg/dl und nach einigen Beobachtungen auch manchmal mehr oder weniger weit darüber hinaus.
Und was sich da nicht zurückfiltern lässt, macht dann auch keine Arbeit, sondern bleibt draußen und geht ab in die Blase usw. Mit den tollen Pillen - Bonanza für die Farmas - geht halt schon ab um 140 mg/dl nix mehr zurückzufiltern und kann einfach so ohne besonderen Arbeitsaufwand entsorgt werden.
In dem Maße, in dem die Pille wirkt, müsste der BZ vor allem in den Spitzen weniger werden und in der Folge dann auch insgesamt sichtbar absinken. Wenn das das Ziel wäre und ich beim Insulin nur mit Basal auskommen wollte, würde ich wie Du Metformin vorziehen, denn damit geht schlicht von vornherein weniger Glukose in den Kreislauf.
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. Auf gutes Gelingen in 23!