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Mein Freund (ich Diabetiker) kriegt seine Angst nicht in den Griff

  • mel

    Rang: Gast
    am 10.01.2009 22:11:51
    ja,ich finds auch schön zu lesen dass es noch anderen so geht. mein freund bemüht sich zum glück nach dem krampfanfall redlich,seine werte stabil zu halten. trotzdem weiß ich,dass nunmal irgendwann der tag kommt,an dem es wieder passiert. von den spätschäden ganz zu schweigen..manchmal wünsch ich mir so sehr,nicht jeden tag über diese krankheit nachdenken zu müssen:((
    das mit der psychotherapie hab ich auch schon mal durchdacht..vielleicht keine schlechte idee.
    wie ist es denn bei euch mit dem kinderwunsch? ich hab natürlich auch etwas angst,dass das wümchen evtl auch nen typ1 bekommen könnte-obwohl das risiko nich sooo hoch ist..aber ich glaub bei nem kind würde ich mich noch mehr verrückt machen als bei meinem freund..ohman....^^ von mel
  • kat

    Rang: Gast
    am 11.01.2009 15:22:20
    hey mel.

    den gedanken, was das risiko für das kind angeht, habe ich mir auch schon gemacht. ich glaube auch, dass mein freund ein problem damit hätte, zu wissen, dass sein kind jetzt ähnliches durchleben muss wie er als kind - denn er hat ein paar geschichten erzählt, die man so einem kleinen würmchen wirklich nicht wünscht und man als eltern, glaube ich, die kriese bekommen kann. andererseits ist dann von elternseite ein "experte" im haus und weiß genau, was zu tun ist... trotzdem macht es mich bei meinem freund schon wuschig genug - von meinem eigenen kleinen kind dann irgendwann mal ganz zu schweigen... :-/

    mit unserem kinderwunsch ist es zwar noch eine weile hin, denn wir wollen noch ein paar jahre zu zweit genießen, allerdings sind kinder auf längere sich definitiv eingeplant und es ist uns beiden ein großer wunsch. :-) nur ob das so ohne weiteres klappt ist die andere frage, denn wir wissen schon jetzt, dass es da eventuell ein paar probleme geben könnte.. aber wir lassen uns da erstmal nicht entmutigen und genießen die zeit so weit wir können. wie sieht es denn bei euch mit dem kinderwunsch aus?

    ich versuche, ihm dabei eine stütze zu sein, seine relativ starken zuckerschwankungen in den grifff zu bekommen. wenn jemand da ein paar heiße tips hat (was zum beispiel auch kochen angeht - ich versuche mich mal in der küche, das könnte spannend werden ^^), wäre ich für eure hilfe sehr dankbar.

    liebe grüße an euch alle,

    kat

  • anna

    Rang: Gast
    am 13.03.2009 17:02:08
    hallo..
    und danke für dieses forum!

    mein freund (24) ist seit 5 jahren typ 1 diabetiker. Sein BZ scheint ganz gut eingestellt zu sein..trotzdem treten hin und wieder paar schwankungen auf. er geht auch sehr gut mit dem diabetis um. ich dagegen, mache mir einfach nur sorgen. auch meine familie scheint nicht sehr begeistert zu sein, dass ich mit einem diabetiker zusammen bin.
    naja.. wo die liebe hinfällt!!!
    ich mache mir einfach sorgen um seine bzw unsere zukunft, um folgeschäden usw.

    Da ich sonst keine Diabetiker in meinem Bekanntenkreis kenne, habe ich gestern meinen hausarzt etwas über diabetis ausgefragt und ihm auch erzählt, dass mein freund diabetiker sei.
    was dann kam hat mir echt die sprache verschlagen und ich musste mit den tränen kämpfen.
    Er meinte, dass wenn es keine ernste beziehung sei, ich ihn am besten in den wind schießen sollte. Auch dass uns keine rosige zukunft erwarten wird und er früher oder später mit folgeschäden u.a. auch eine höhere wahrscheinlichkeit hat an einem schlaganfall etc zu erleiden.
    Demnach sei er auch kein idealer lebenspartner, wie er meinte.
    Und dass ich in ca 10-20jahren damit rechnen müsste, dass ihm nach und nach die zehen (glieder) amputiert werden..
    Ojeee.. ich konnte dazu einfach nichts mehr sagen und bin gegangen. Seitdem geht es mir sehr schlecht, bin total traurig und habe einfach nur noch mehr angst. Begründet?

    Ich hab danach erstmal rotz und wasser geheult.. aus Angst ihn zu verlieren!
    Ich hab Zukunftsängste.. liebe ihn über alles.. von anna
  • grt

    Rang: Gast
    am 18.03.2009 12:36:16
    Das mit der Zukunftsangst kannste dir sparen - wer hat die gegenwärtig nicht? Auch der Rest ist sehr emotional geprägt - es gibt genügend Diabetiker, die nach 20...30 Jahren DM "immer" noch alle Gliedmassen vollständig in Gebrauch haben. Und ausserdem weisst du auch bei einem "Gesunden" nicht, ob ihn nicht in 3-4 Jahren eine Dampfwalze überrollt. Die Arztaussage ist ja schon seit mindestens 20 Jahren überholt. Heutzutage KANN ein Diabetiker älter werden als ein Gesunder - er achtet nämlich mehr auf seine Gesundheit. Und um das Ganze abzukürzen - red mal mit deinem Freund darüber und lass dich "aufklären"!
    Einen hab ich noch: wenn dem so wäre, wie dieser Dorf-Doc erzählt wären ja wohl alle Diabetiker ledig...
  • Lisa Teply

    Rang: Gast
    am 28.09.2010 14:31:13
    wahnsinn. ich erkenn mich voi wieder. bin heute das erste mal in diesem forum weil die letzte woche voi schlimm war. 3 hypos. tut total gut zu hören, nicht allein zu sein.

    bin total verwirrt.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 07.10.2013 22:56:15
    hallo,
    ich bin neu hier und bin 48 jahre alt und männlich.
    vor 4 jahren lernte ich meine frau(44) kennen, die seit ihrem 13ten lebensjahr unter zucker leidet (Bauchspeicheldrüse will nicht mehr).
    ich muss sagen, dass ich mit der zuckerkrankheit am anfang sehr große probleme hatte (verlustängste). nicht mit der krankheit selber, sondern mit dem umgang damit. ich habe die ersten 2 jahre nicht vernünftig durchschlafen können, weil ich irgendwie immer den tod vor augen gehabt habe. ich muss dazu sagen, dass meine frau und ich von anfang an offen über alles gesprochen haben. ich denke das ist sehr wichtig. heute bin ich soweit, dass ich mit der situation "diabetis meiner partnerin" gut umgehen kann. es liegt sicher daran, wie souverän und selbstsicher(diszipliniert) sie damit umgeht. das kann ich natürlich erst heute , nach einiger zeit , beurteilen.
    für mich war es aufgrund der krankheit NIEMALS auch nur ein fetzen von gedankenspiel, meine frau zu verlassen!
    ich möchte nur allen leuten mut machen, sich mit dieser "krankheit" auseinander zu setzen.
    Es ist kein leichter Gang, aber es lohnt sich für einen selber. man lernt viel dazu und denkt das eine oder andere mal auch mal über sich selber nach.
    viele liebe grüße an alle....gruß hannes