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Werte steigen ca. 3-4 Stunden nach dem Essen unkontrolliert an.
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am 06.02.2023 18:41:17 | IP (Hash): 2020894847
Hallo,
ich hab mich hier mal angemeldet, weil ich aktuell etwas ratlos bin und mein nächster Kontrolltermin beim Arzt noch eine Weile hin ist.
Bin Ende letzten Jahres mit einer Ketoazidose im Krankenhaus gelandet und darf mich nun mit Typ-1 Diabetes herumschlagen, dass ganze lief dort auch ganz ordentlich und ich wurde mit einem FreeStyle Libre 3 Sensor im Arm nach Hause entlassen, wo sich zunächst die Werte auch einigermaßen normal verhielten, wenngleich ich mit den doch sehr hohen Blutzuckerspitzen (bis zu 340mg/dL) nach manchen Mahlzeiten recht unzufrieden war - ich weiß allerdings auch nicht so genau was da für einen Diabetiker als normal angesehen wird.
Da sich Abbott und meine Krankenkasse ordentlich Zeit damit gelassen haben mir neue Sensoren zuzuschicken, musste ich dann erst einmal zwei Wochen manuell messen, was natürlich nur punktuelle Daten brachte, die aber trotz erheblicher Reduktion der Insulinmenge (da ich während dieser Zeit wieder angefangen habe zu arbeiten und bei den hohen Mengen aus dem Krankenhaus nach 4-5 Stunden eine Unterzuckerung drohte, bzw. man nach 6 Stunden oft schon Werte um die 50-60mg/dL hatte), an den gemessenen Zeitpunkten i.O. waren.
Nun habe ich seit gut zwei Wochen wieder einen FreeStyle Libre 3 Sensor und kann das ganze etwas genauer verfolgen. Die überarbeiteten Faktoren (4 | 2 | 2,5) passen soweit meiner Meinung nach. Mein aktueller Durchschnitt liegt bei 154mg/dL auf 7 Tage, bzw. 163mg/dL auf 14 Tage. Der GMI entsprechend bei 7,0%, bzw. 7,2%. Ich komme in den Spitzen selten über 240mg/dL, allerdings steigt mein Blutzucker nach dem Essen zuverlässig um mindestens 100mg/dL an, was mich zugegebenermaßen etwas stört, zumal mein Diabetologe auf Nachfrage einen deutlich geringeren Anstieg als "normal" nannte. Spritze ich mehr droht allerdings der unweigerliche Absturz in die Unterzuckerung. 70% der Zeit bin ich zwischen 70-180mg/dL, 29% darüber.
Die Problematik, dass mein Blutzucker bis zur Frühstückspause auf Arbeit unkontrolliert steigert, kann ich mittlerweile recht zuverlässig mit dem Spritzen von 6IE direkt nach dem Aufstehen unterbinden.
Was allerdings aktuell recht seltsam ist, mein Blutzucker steigt ab ca. 21Uhr so unkontrolliert an wie morgens und lässt sich nur mit einer ähnlichen Menge (6-8IE) bändigen. Ich spritze mein Basalinsulin um ca. 23Uhr und mein Abendessen ist normalerweise zwischen 18-19Uhr, dementsprechend ist die Blutzuckerspitze schon vorüber und der Wert eigentlich bereits wieder im normalen Bereich. Das wäre jetzt nicht zu tragisch, aber nun habe ich aktuell etwas Urlaub - da dieser letztes Jahr aus oben genanntem Grund ins Wasser gefallen ist, und anstatt nach 4-5 Stunden noch eine leichte Senkung des Blutzuckers zu sehen, steigt dieser nach 3-4 Stunden schlicht wieder an.
Beispiel: Ich habe heute um 13:30Uhr Mittag gegessen, hatte ca. 100mg/dl und habe 3,5BE mit 7IE gespritzt, ca. 14:30Uhr die Spitze bei 220-230mg/dL, bis 15Uhr war man wieder auf ca. 100mg/dL runter, bis ca. 16:30Uhr lief der BZ stabil bei 90-100mg/dL, soweit so gut. Dann fing das Elend wieder an zu steigen, ich hab 6IE drauf gehauen und er ging trotzdem bis ca. 160mg/dL hoch und läuft jetzt seit gut einer Stunde stabil etwas unter diesem Wert und wird da Erfahrungsgemäß nun auch 1-2 weitere Stunden bleiben, aber nicht gravierend abfallen, bevor das ganze Elend wieder anfängt unkontrolliert zu steigen, bzw. ich Abendbrot essen - würde allerdings gerne zukünftig auch ein paar Mahlzeiten aussetzen, da ich seit der Entlassung aus dem Krankenhaus 5kg zugenommen habe und das Hungergefühl bei sehr stark reduzierten Mahlzeiten deutlich schlimmer ist, als wenn man einfach längere Zeit nichts isst.
Natürlich bin ich mir nicht sicher, inwieweit es möglich ist, dass man als Diabetiker einen stabilen Blutzuckerverlauf erreicht. Die Schulungen im Krankenhaus waren leider für den DAU - oder sollte ich DAD ("Dümmster anzunehmender Diabetiker") schreiben? Jedenfalls kam man sich schon minimal verarscht vor, wenn man 3BE x Faktor 3,5 vorrechnen sollte, und auch die Ernährungsberatung bezog sich auf Dinge über die man nach 5min googeln ausreichend informiert ist, bzw. die Empfehlung von fddb - was man auch schon kannt - wenn man die Nährwerte bestimmter Lebensmittel nicht kennt.
Sei es wie es sei, ich hoffe hier hat vllt. jemand eine Idee was man machen könnte um den Blutzucker stabiler zu halten. Vor allem die Anstiege Stunden nach dem Essen ärgern mich, da man sie anders als die morgens bzw. abends nicht präventiv abfedern kann.
Besten dank schon mal! -
am 06.02.2023 20:08:39 | IP (Hash): 1328349578
Was ich vor vielen Jahren von nem Arbeitskollegen mit Typ 1 gelernt hab:
Der Bolus hat gepasst, wenn der BZ nach der Spitze um 1 Stunde nach dem Essen zu sinken beginnt und um 2 Stunden weiter wieder auf der Höhe ausläuft, auf der ich vor dem Essen gespritzt habe. Wenn er dann ohne Essen wieder ansteigt, gehe ich von zu wenig Basal aus und erhöhe die Dosis.
Beispiel: Ich brauche aktuell morgens 6 und ne Stunde vor dem Schlafengehen 4 IE Lantus. Wenn ich abends wie Du einen deutlichen Anstieg beobachten würde, würde ich 7 statt der 6 IE spritzen und 2 Tage beobachten, und dann ggf. auf 8 erhöhen usw.
Was ich außerdem von dem Kollegen gelernt hab: KHs nicht einfach nach den allgemeinen Angaben rechnen, sondern immer selbst austesten!
Ne gute Gesamt-Info zu Typ 1 findest Du auf diabetesinfo.de
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. Auf gutes Gelingen in 23!1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 06.02.2023 20:12:52 | IP (Hash): 588276640
Sieht für mich nach einer unzureichenden Basalversorgung aus.
Dein Basal-Pen ist in Ordnung? Ist die Insulinmenge plausibel, wenn du testweise ein paar Einheiten abgibst?
Ist das Insulin in Ordnung? Ist der Pen/das Insulin eventuell mal eingefroren?
Ansonsten brauchst Du wahrscheinlich mehr Basalinsulin. Aber da Du noch nicht solange dabei bist, solltest Du das unbedingt mit deinem Arzt, der Dia-Beratung besprechen. Kannst Du die eventuell anrufen? -
am 06.02.2023 21:02:26 | IP (Hash): 78264840
Hallo pgx,
du könntest vielleicht mal einen Basalratentest machen. Ein gute Anleitung findes du z.B. hier:
https://www.diabetesinfo.de/fortgeschrittene/therapie/basalinsulin/basaltest.html
Wenn das Baslinsulin richtig passt, dann müsstest du theoretisch jede Mahlzeit weg lassen können, wenn dir so ist. Praktisch ergibt sich allerdings das Prüblem, dass der Basalbedarf nicht wirklich konstant ist, sondern je nach Uhrzeit unterschiedlich hoch ist. Mit einem über 24 Stunden relativ jonstan wirkendem Basalinsulin, was du wahrscheinlich spritzt, lässt sich das nur annäherhd darstellen. Der Baslratentest macht trotzdem Sinn.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 06.02.2023 21:03:09. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 06.02.2023 21:38:44 | IP (Hash): 2020894847
Erstmal danke für die Antworten.
Das mit dem Basalinsulin habe ich bzgl. der Abends stattfindenden Steigerung auch schon vermutet, bzw. war so dreist die Dosis in Eigenregie langsam zu steigern. Hat bis jetzt noch nichts gerettet, aber ich werde einfach mal gucken wie sich das entwickelt wenn man nach und nach 1-2 Einheiten Abasaglar mehr spritzt. Bzw. bei den laut Dr. Google veranschlagten 0,6-1IE pro kg Körpergewicht, frage ich mich sowieso was das Krankenhaus da getrieben hat mir nur 38 Einheiten zu verpassen.
Was ich mir jetzt nicht erklären konnte, waren die Anstiege, welche ich die letzten Tage ein paar Stunden nach dem Mittag hatte. Wenn ich mir jetzt allerdings meine Verläufe unter dem Aspekt von zu wenig Basalinsulin nochmal angucke, kann es durchaus sein, dass mir dieses schon gegen 16-17Uhr ausgeht? Dies könnte dann aufgrund der Tatsache, dass ich bedingt durch meine Arbeitszeiten normalerweise später zu Mittag esse und dann mit der Wirkdauer des Humalog schon im Zeitfenster meines Abendessens bin, natürlich schlicht nicht aufgefallen sein. Bzw. hat es sich dann erst gegen 21Uhr geäußert.
So ganz perfekt läuft der Spaß noch nicht, aber wenn ich mich nicht versehentlich weg spritze, habe ich ja noch ein paar Jahrzehnte um es vernünftig hin zu bekommen! :)
Edit:
@Rainer: Dieser Basalratentest klingt nett, aber wenn ich an Tag 1 damit um 5Uhr morgens anfange, muss dann das Basalinsulin den morgendlichen Anstieg meines Blutzuckers verhindern? Also ich habe die letzten Tage immer mit einer Dosis Humalog nachjustiert, da sonst bis zum Frühstück um 9Uhr mein Blutzucker schon bei mindestens 180mg/dL bzw. teilweise über 200mg/dL lag. Was wäre da "normal" wenn die Basalrate passt?
Bearbeitet von User am 06.02.2023 21:51:26. Grund: Ergänzung -
am 06.02.2023 22:04:58 | IP (Hash): 1328349578
Bin mir sicher, dass Du noch viel wirst ausprobieren können ;)
Ich hab praktisch die selbe Menge Lantus (der selbe Wirkstoff) gespritzt, regelmäßig direkt mit dem Schlafengehen, und mir damit 2mal den Notarzt eingeladen. "lantus lows” findest Du dazu im Netz von Gretchen Becker, einer alten Typ-2-Bloggerin.
In der Selbsthilfe hab ich mal einen jungen Mann mit Typ 1 kennen gelernt, der die Lantus-Hyperfunktion damit auslösen konnte, dass er Basal und Bolus zu gleicher Zeit spritzte. Mit ner Stunde zwischen beiden Injektionen hatte er kein Problem.
Ach so, Glargin-Hyperfunktion: Dann wirkt das Zeugs wie schnelles Bolus-Insulin!
Ich hab meine Dosis dann von 1mal 40 auf 2mal 20 Einheiten morgens und abends aufgeteilt und spritze die abends um 1 Stunde vor dem Schlafengehen. Dann kann ich die 20 Einheiten noch auffressen, wenn sie hyperaktiv werden wollen ;)
D.h. seit meiner Leberentfettung nach Taylor brauche ich nur noch sehr wenig Insulin, aber das Basal-Beispiel hatte ich oben ja schon geschrieben. Ach ja, und danach hatte ich auch keinen Morgenanstieg mehr, den ich damals immer mit 4 IE Apidra ausgeglichen hatte.
Daumendrück für’s Ausprobieren!
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
Bearbeitet von User am 06.02.2023 22:16:30. Grund: . -
am 06.02.2023 23:54:40 | IP (Hash): 550989257
Was isst du denn morgens?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich morgens ein paar KE (ein Brötchen reicht) essen "muss", sonst kann ich mit dem Baluspen/Novo Rapid "manuelle Insulinpumpe" spielen wenn ich nicht will das er über 160+ steigt.
Bearbeitet von User am 06.02.2023 23:57:53. Grund: . -
am 07.02.2023 01:40:46 | IP (Hash): 2020894847
Bis zum Notarzt hab ich es glücklicherweise dieses Jahr noch nicht geschafft, obwohl ich es schon vollbracht habe mich unter 40mg/dL zu spritzen... nicht so witzig.
Einen Blutzuckerabfall in der Nacht hatte ich zwar auch schon, aber ich gehe einfach mal davon aus, dass ich da zu viel Humalog gespritzt habe, da die Multiplikatoren schlicht zu hoch waren nachdem man dann doch wieder etwas mehr Bewegung bekam als im Krankenhaus.
@martin Ich esse i.d.R. erstmal nichts, also stehe um ca. 5Uhr auf und Frühstücke dann um 9, während mein Blutzucker fröhlich auf über 180mg/dL klettert, wenn ich nichts spritze. Würde gerne auf die Spritze verzichten, welche den Anstieg dämpft. In der Hinsicht spielt es dann aber keine wirkliche Rolle, ob ich etwas esse oder nicht. Wenngleich die 6IE ohne Nahrungszufuhr natürlich einen deutlich flacheren Verlauf ermöglichen, als wenn ich jetzt etwas essen würde. -
am 07.02.2023 08:32:17 | IP (Hash): 1462021659
pgx schrieb:
Hallo,
ich hab mich hier mal angemeldet, weil ich aktuell etwas ratlos bin und mein nächster Kontrolltermin beim Arzt noch eine Weile hin ist.
Bin Ende letzten Jahres mit einer Ketoazidose im Krankenhaus gelandet und darf mich nun mit Typ-1 Diabetes herumschlagen, dass ganze lief dort auch ganz ordentlich und ich wurde mit einem FreeStyle Libre 3 Sensor im Arm nach Hause entlassen, wo sich zunächst die Werte auch einigermaßen normal verhielten, wenngleich ich mit den doch sehr hohen Blutzuckerspitzen (bis zu 340mg/dL) nach manchen Mahlzeiten recht unzufrieden war - ich weiß allerdings auch nicht so genau was da für einen Diabetiker als normal angesehen wird.
Da sich Abbott und meine Krankenkasse ordentlich Zeit damit gelassen haben mir neue Sensoren zuzuschicken, musste ich dann erst einmal zwei Wochen manuell messen, was natürlich nur punktuelle Daten brachte, die aber trotz erheblicher Reduktion der Insulinmenge (da ich während dieser Zeit wieder angefangen habe zu arbeiten und bei den hohen Mengen aus dem Krankenhaus nach 4-5 Stunden eine Unterzuckerung drohte, bzw. man nach 6 Stunden oft schon Werte um die 50-60mg/dL hatte), an den gemessenen Zeitpunkten i.O. waren.
Nun habe ich seit gut zwei Wochen wieder einen FreeStyle Libre 3 Sensor und kann das ganze etwas genauer verfolgen. Die überarbeiteten Faktoren (4 | 2 | 2,5) passen soweit meiner Meinung nach. Mein aktueller Durchschnitt liegt bei 154mg/dL auf 7 Tage, bzw. 163mg/dL auf 14 Tage. Der GMI entsprechend bei 7,0%, bzw. 7,2%. Ich komme in den Spitzen selten über 240mg/dL, allerdings steigt mein Blutzucker nach dem Essen zuverlässig um mindestens 100mg/dL an, was mich zugegebenermaßen etwas stört, zumal mein Diabetologe auf Nachfrage einen deutlich geringeren Anstieg als "normal" nannte. Spritze ich mehr droht allerdings der unweigerliche Absturz in die Unterzuckerung. 70% der Zeit bin ich zwischen 70-180mg/dL, 29% darüber.
Die Problematik, dass mein Blutzucker bis zur Frühstückspause auf Arbeit unkontrolliert steigert, kann ich mittlerweile recht zuverlässig mit dem Spritzen von 6IE direkt nach dem Aufstehen unterbinden.
Was allerdings aktuell recht seltsam ist, mein Blutzucker steigt ab ca. 21Uhr so unkontrolliert an wie morgens und lässt sich nur mit einer ähnlichen Menge (6-8IE) bändigen. Ich spritze mein Basalinsulin um ca. 23Uhr und mein Abendessen ist normalerweise zwischen 18-19Uhr, dementsprechend ist die Blutzuckerspitze schon vorüber und der Wert eigentlich bereits wieder im normalen Bereich. Das wäre jetzt nicht zu tragisch, aber nun habe ich aktuell etwas Urlaub - da dieser letztes Jahr aus oben genanntem Grund ins Wasser gefallen ist, und anstatt nach 4-5 Stunden noch eine leichte Senkung des Blutzuckers zu sehen, steigt dieser nach 3-4 Stunden schlicht wieder an.
Beispiel: Ich habe heute um 13:30Uhr Mittag gegessen, hatte ca. 100mg/dl und habe 3,5BE mit 7IE gespritzt, ca. 14:30Uhr die Spitze bei 220-230mg/dL, bis 15Uhr war man wieder auf ca. 100mg/dL runter, bis ca. 16:30Uhr lief der BZ stabil bei 90-100mg/dL, soweit so gut. Dann fing das Elend wieder an zu steigen, ich hab 6IE drauf gehauen und er ging trotzdem bis ca. 160mg/dL hoch und läuft jetzt seit gut einer Stunde stabil etwas unter diesem Wert und wird da Erfahrungsgemäß nun auch 1-2 weitere Stunden bleiben, aber nicht gravierend abfallen, bevor das ganze Elend wieder anfängt unkontrolliert zu steigen, bzw. ich Abendbrot essen - würde allerdings gerne zukünftig auch ein paar Mahlzeiten aussetzen, da ich seit der Entlassung aus dem Krankenhaus 5kg zugenommen habe und das Hungergefühl bei sehr stark reduzierten Mahlzeiten deutlich schlimmer ist, als wenn man einfach längere Zeit nichts isst.
Natürlich bin ich mir nicht sicher, inwieweit es möglich ist, dass man als Diabetiker einen stabilen Blutzuckerverlauf erreicht. Die Schulungen im Krankenhaus waren leider für den DAU - oder sollte ich DAD ("Dümmster anzunehmender Diabetiker") schreiben? Jedenfalls kam man sich schon minimal verarscht vor, wenn man 3BE x Faktor 3,5 vorrechnen sollte, und auch die Ernährungsberatung bezog sich auf Dinge über die man nach 5min googeln ausreichend informiert ist, bzw. die Empfehlung von fddb - was man auch schon kannt - wenn man die Nährwerte bestimmter Lebensmittel nicht kennt.
Sei es wie es sei, ich hoffe hier hat vllt. jemand eine Idee was man machen könnte um den Blutzucker stabiler zu halten. Vor allem die Anstiege Stunden nach dem Essen ärgern mich, da man sie anders als die morgens bzw. abends nicht präventiv abfedern kann.
Besten dank schon mal!
Informiere dich mal über Dawn- und Dusk-Phänomen. Es klingt stark danach, als würde das bei dir vorliegen.
Mit deinen hohen BZ Anstiegen, hälst du denn einen SEA ein? Wenn du nach ca. 3-4 Std (je nach Insulinmenge und -sorte) wieder am Ausgangswert angekommen bist, hat die Menge gepasst. Ist dazwischen aber ein starker Anstieg zu verzeichnen, liegt es meistens an einen fehlenden oder zu geringen SEA. Die KH kommen schneller im Blut an, als das Insulin wirkt. Spritzt du jetzt das Insulin etwas eher, dann kommt beides gleichzeitig an. Um wieviel genau du eher spritzen musst, kannst du leider nur ausprobieren. Ich habe bei 5min angefangen und dann immer um 5min verlängert, bis ich mit der Sensorkurve zufrieden war. Verschiedene Lebensmittel benötigen übrigens umterschiedliche SEA. Ich brauche ca. 10min bei Obst, 20min bei Nudeln, Karoffeln/Reis jedoch 30min. Fettreiches Essen zum Teil erst nach Essen (neg. SEA) -
am 07.02.2023 13:00:52 | IP (Hash): 2020894847
Meine bisherigen Verläufe sind leider echt zu unterschiedlich um da jetzt definitiv ein Dawn- bzw. Dusk-Phänomen fest zu machen. Ersteres wegen recht unterschiedlicher Schlafenszeiten während Krankenhausaufenthalt + Krankschreibung, Schichtarbeit und jetzt halt Urlaub. Letzteres weil ich meine Essenszeiten, gerade wenn man nicht durch Arbeits- und Pausenzeiten eingeschränkt wird, noch mehr durcheinander geworfen sind.
Werde das aber mal bei meinem Kontrolltermin ansprechen, sollte sich das anhand der Verläufe weiter so entwickeln. Wobei ich sagen muss, dass ich etwas verwundert bin, da sich die Kurve in der ersten Woche nach dem Krankenhausaufenthalt Nachts SOLANGE stabil gehalten hat, bis man morgens aufwachte - sobald ich aufstehe geht es aber unweigerlich nach oben und hört ohne Mahzeit (oder die aktuell von mir verwendeten 6IE nüchtern) auch nicht mehr auf zu steigen. Andererseits habe ich durchaus Tage, wo um ca. 3Uhr Nachts ein Tiefpunkt erreicht wird und es in den 1-2 Stunden danach wieder anzusteigen beginnt.
Heute bspw. - auch wenn der Verlauf wunderschön flach ist, begann es ab ca. 4-5 Uhr wieder leicht zu steigen und erreichte bis ich um 9Uhr aufstand schon 173mg/dL, also ca. 50mg/dL mehr als womit ich von 0 bis 4Uhr sehr stabil unterwegs war. Jetzt frage ich mich natürlich, ob es eine Rolle spielt, wenn man Nachts wach wird? Man schleift sich ab und an schon schlaftrunken mitten in der Nacht zum Klo, wer kennt den berüchtigten Blick auf den Wecker und die Erleichterung noch 1-2 Stunden schlafen zu können nicht. Wäre natürlich suboptimal sollte dieses nicht geplante "aufwachen", an welches man sich oft nicht einmal erinnern kann, den Blutzucker steigen lassen.
Was den SEA angeht bin ich aktuell auch noch etwas am herumprobieren. Im Krankenhaus hat man mir im Prinzip nur eine Tabelle mit Anweisungen für nötige Korrekturen hingeworfen, ergo 10min je 1IE um den Blutzucker um 40mg/dL vor dem Essen zu senken. Mittlerweile spritze ich aber generell mindestens 5-10min vor der Mahlzeit, was die Anstiege meistens auf unter 250mg/dL begrenzt. Gezielt auf bestimmte Lebensmittel abgestimmt ist das ganze aber natürlich (noch) nicht.
Das mal beiseite gelassen, da man oben eine ggf. zu geringe Dosis Basalinsulin ansprach.
Ich hab mich mal durch ein paar andere Themen hier gelesen, man ist ja Neugierig was es sonst noch so für lustige Probleme mit Diabetes gibt, und dabei das hier gelesen:
"Mit dem Aufteilen von Toujeo erreicht Thomas eine gleichmäßigeren Wirkverlauf als mit einer Injektion. Das Toujeo lässt nach 12 bis 18 Stunden schon deutlich nach, wenn man sich die Wirkkurve so ansieht. Das von dir bevorzugte Tresiba erreicht seine extrem gleichmäßige auf dem gleichen Weg, nur über einen längeren Zeitraum - wirkt bis zu 42 Stunden, wird aber etwa alle 24 Stunden gespritzt."
Ich verwende wie oben schon geschrieben Abasaglar, gibt es da einen ähnlichen Abfall nach 12-18 Stunden, bzw. kann man irgendwo die Wirkkurven verschiedener Insuline ansehen? Finde dazu gerade selber nichts, bzw. nur das es ein 24 Stunden-Insulin ist und was man da im Krankenhaus mitbekommen hat ist halt eher allgemein gehalten. Vielleicht würde ein wechsel bei mir bessere Ergebnisse erzielen, sollte sich das ganze nicht durch MEHR Basalinsulin in den Griff bekommen lassen?
Bearbeitet von User am 07.02.2023 13:05:14. Grund: Ergänzung