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Werte steigen ca. 3-4 Stunden nach dem Essen unkontrolliert an.

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    am 08.02.2023 14:56:50 | IP (Hash): 2020894847
    Das mit der doppelten Dosis war natürlich nicht ernst gemeint ;)

    Ich werde das mit dem aufteilen jetzt natürlich bis Ende der Woche durchziehen und gucken ob das besser oder schlechter läuft, dass das alles nicht von heute auf morgen perfekt funktioniert ist mir halt auch klar.

    Was den Morgenanstieg angeht, ist es halt recht nervig weil es relativ zuverlässig beginnt ab ca. 5Uhr anzusteigen, wenn ich Frühschicht habe nicht das gravierende Problem sich gerade zu spritzen, aber abseits dessen - obwohl dann eigentlich auch nicht, aber was muss, dass muss - bin ich absolut nicht gewillt um diese Uhrzeit wach zu sein.

    Sei es wie es sei, einfach mal gucken wo der Spaß hinführt. Ich denke mit einem Durchschnitt von mittlerweile "nur" noch 148mg/dL und einem GMI von 6,9% (innerhalb der letzten 7 Tage) bin ich schon mal deutlich besser unterwegs als Weihnachten wo mein HbA1c bei über 13 war!
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    am 08.02.2023 18:54:50 | IP (Hash): 85429718
    👍
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    am 11.02.2023 23:22:32 | IP (Hash): 2020894847
    Kann es eigentlich sein, dass der Körper welcher in meinem Fall des unentdeckten Typ-1 Diabetes ja eine Weile praktisch auf Insulin-Entzug war, im Krankenhaus stärker darauf reagiert hat wieder welches zu bekommen und sich jetzt langsam eingependelt hat und dementsprechend deutlich mehr braucht?

    Vor allem nervt es mich furchtbar, dass ich diesen widerlichen BZ Anstieg am Abend einfach nicht weg bekomme und dass obwohl ich jetzt schon über 40% mehr Basalinsulin drauf haue, als die Einstellung mit der man mich aus dem Krankenhaus entlassen hat.

    Einzige Unterschiede soweit zur Ausgangsdosis, mein vermeintliches Dawn-Syndrom ist etwas abgeflacht und ich lande - ohne korrigierende Dosis Humalog - zwischen fünf und neun Uhr morgens nur noch bei ca. 150mg/dL statt ca. 180mg/dL (wenn man von ca. 100mg/dL als Ausgangswert ausgeht) und der unkontrollierte Anstieg am Abend, welcher heute einfach mal wild entschlossen war höher zu schießen als jede Mahlzeit, setzt jetzt eine gute Stunde später ein.

    Wobei man ggf. auch noch überlegen könnte, inwieweit sich die erhöhte Dosis auf meine BZ Spitzen bei den Mahlzeiten auswirken, aber das könnte auch besser geworden sein, seitdem ich generell ca. 15min SEA lasse - unabhängig davon ob ich korrigieren muss.

    Wäre aber auch zu einfach, wenn man sich stumpf nach der Einstellung durch Ärzte richten könnte, andererseits bin ich mit - durchschnittlich 135mg/dL und einem GMI von 6.5% innerhalb der letzten 7 Tage, meinem Pfusch denke ich auf einem ganz gutem Weg.
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    am 12.02.2023 14:34:24 | IP (Hash): 867332191
    pgx schrieb:
    Kann es eigentlich sein, dass der Körper welcher in meinem Fall des unentdeckten Typ-1 Diabetes ja eine Weile praktisch auf Insulin-Entzug war, im Krankenhaus stärker darauf reagiert hat wieder welches zu bekommen und sich jetzt langsam eingependelt hat und dementsprechend deutlich mehr braucht?


    Wenn die funktionierende Menge an Beta-Zellen etwa bei 20% ankommt, kann die normal KH-lastige Ernährung sie überfordern. Überfordert haben die Betas keine Zeit mehr, das produzierte Proinsulin in C-Peptid und Insulin zu teilen und schmeißen das ganz schnell einfach so raus. Ungeteilt hat das Proinsulin nur 10-20% der BZ-Wirkung vom ordentlich geteilten. Damit fehlt recht kurzfristig bis plötzlich praktisch sehr viel mehr Insulin, als mit dem nach und nach immer wenigeren bis dahin. Das Ergebnis ist die Ketoazidose.

    Wenn die dann mit Insulin von außen gestoppt ist und der BZ in gesündere Regionen sinkt, können die restlichen Betas auch wieder ordentlich teilen und damit BZ-wirksames Insulin ausgeben. Diese Zeit nutzen manche gezielt, indem sie ihren BZ im völlig gesunden Bereich halten und auf KHs und damit die Notwendigkeit von Insulinspitzen weitgehend verzichten. Das Ergebnis sind dann Tage und manchmal Wochen mit völlig normalem BZ ohne Insulin aus dem Pen.

    In den meisten Fällen wird beobachtet, dass der Typ 1 nach dem Spritzanfang zunächst weniger und dann nach und nach oder auch in deutlichen Schritten zunehmend mehr Insulin aus dem Pen braucht, ganz einfach, weil immer weniger Betas.

    Also weiter mit immer besser persönlich angepasstem Pfusch ;)

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    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
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    am 14.02.2023 12:17:39 | IP (Hash): 884625057
    Die unschönen Überraschungen wollen noch nicht aufhören, seit heute schleicht sich so langsam ein stechenden Schmerz in den Oberarm - wo ich den Libre 3 drin habe, wenn ich diesen bspw. über Schulterhöhe anhebe. Da ich den Sensor bereits eine Woche trage, vermute ich die Einstichstelle wird sich trotz desinfektion entzündet haben? Bisher scheint es zumindest keinen negativen Einfluss auf die Messgenauigkeit zu haben, aber es ist recht unangenehm. Einfach raus reißen und einen anderen Sensor nutzen empfinde ich im anbetracht der recht limitierten Menge die man bekommt als keine Option. Jemand ggf. Erfahrung bzw. ein ähnliches Problem gehabt und kann da einen nützlichen Tipp geben? Bin ehrlich gesagt versucht den Sensor in Desinfektionsmittel zu ertränken, aber zweifle doch sehr daran, dass dies helfen würde. 😅
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    am 14.02.2023 12:38:41 | IP (Hash): 294175596
    Den Libre 2 hatte ich am Arm und vom 2. Tag an zunehmende Schmerzen. Nach 3 Tagen hat er dann angefangen, genauso mies anzuzeigen, wie das Jahr zuvor der 1. Nach 4 Tagen hab ich ihn abgerissen und sehen können, das nicht wie beim 1 bei mir die Klebestelle entzündet war, sondern der Kanal ums Filament. Die Hotline hat mir erzählt, dass das Unsinn sei, denn man hätte gegenüber dem 1 zwar den Kleber geändert, aber nicht das Filament.

    Seitdem verzichte ich auf diesen Fortschritt.

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    am 14.02.2023 14:38:32 | IP (Hash): 2020894847
    Klingt ja berauschend. Wenn die Werte gravierend von Gegenmessungen abweichen sollten, werde ich wohl eine Woche meine Finger zerstechen müssen, aber dieser Fortschritt hilft meiner Meinung nach schon enorm das ganze im Auge zu behalten, die Werte zu senken und was mir persönlich dabei ja am wichtigsten ist, es warnt wenn ich zu niedrig komme - was ich allein an Symptomen nun da meine Werte sich auf relativ gesund wirkende 119mg/dL und einen GMI von 6,2% innerhalb der letzten sieben Tage reduziert haben, erst bei um die 50mg/dL bemerke. Dass der Spaß sich entzünden kann und man generell keinen Sensor mehr als Spielraum bekommt, finde ich allerdings schon MINIMAL unschön.

    Edit: Raus mit dem Ding und neuer Sensor in den anderen Arm... dieser Schmerz bei jeder Bewegung war nicht mehr nett, sieht - soweit ich das beurteilen kann - auch entzündet aus, aber vor allem merkt man das immer noch, also kann es ja nicht sein, dass ich mir das Teil in einen Muskel getackert habe. Zum Glück aber nicht mehr so als würde man mir ein Messer in den Arm stechen. Wird jetzt Richtung Q3 nur etwas knapp mit den Sensoren, lol.
    Bearbeitet von User am 14.02.2023 22:44:30. Grund: .
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    am 18.02.2023 07:48:48 | IP (Hash): 2020894847
    Wenn man hier Audios einbinden könnte, würde ich dass jetzt mal mit einem lang gezogenem und sehr frustriert klingendem Seufzer starten.

    Habe mein Basal Insulin jetzt auf 60 (!) Einheiten hoch titriert und es will mich einfach nicht retten. Nachts und ab Mittag knallt das Zeug nun allerdings zu heftig - also werde ich wieder 4IE weniger spritzen. Den morgendlichen Anstieg juckt es hingegen herzlich wenig was ich mit meinem Basalinsulin treibe und Abends lässt die Wirkung trotzdem noch zu früh nach, auch wenn der BZ nun nicht mehr vollkommen entfesselt davon läuft, bevor die nächste Spritze ihre Wirkung entfaltet.

    Sei es wie es sei, sich einen wirklich guten Verlauf zurecht spritzen scheint (bei) mir fast unmöglich und da ich auf Unterzuckerungen und dass durch die unheiligen Mengen Cola angesetzte zusätzliche Gewicht keine Lust habe, werde ich es jetzt einfach hinnehmen, wenn mein BZ meint mir mehrmals täglich weg rennen zu müssen. :)
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    am 18.02.2023 08:54:11 | IP (Hash): 699720267
    pgx schrieb:
    Sei es wie es sei, sich einen wirklich guten Verlauf zurecht spritzen scheint (bei) mir fast unmöglich ...

    Wenn du nur am Basalinsulin schraubst, hast du nicht viel Aussicht auf Erfolg.

    Fange erst mal an, mit dem Basalratentest systematisch den Basalbedarf zu ermiteln. Den Morgen kannst du dabei erst mal auslassen, weil du wahrscheinlich sowieso gegen das Dawn Phänomen einen extra Bolus benötigst. Wenn du die Basaldosis einigermaßen passend hast, dann und wirklich erst dann kannst du an den Faktoren rumschrauben, Nur mit mehr oder weniger Basalinsulin wirst du nie auf einen grünen Zweig kommen.

    Problematisch wird es, wenn der Basalbedarf zu den einzelnen Tages- und Nachtzeiten sehr stark schwankt. Dann wirst du dich von dem 24-Stunden Basalinsulin verabschieden müssen und kürzer wirkendes in unterschiedlicher Dosierung spritzen müssen. Aber auch dafür kannst du mit deinem Arzt zusammen bestimmt eine gute Lösung finden.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 18.02.2023 08:54:31. Grund: BBCodes
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    am 21.02.2023 11:56:12 | IP (Hash): 2020894847
    So langsam bin ich am verzweifeln. Ich bin mit meinen 50+ Einheiten Basalinsulin eine Weile gut gefahren, weshalb mich die heftige Reaktion auf 60IE schon sehr verwundert hat, aber genauso heftig hab ich dagegen gesteuert und das ganze jeden Tag um 10IE reduziert, da aktuell GAR NICHTS stabil läuft.

    Ich bin jetzt bei 30IE Basalinsulin und vllt. braucht mein Körper auch einfach noch etwas um sich daran zu gewöhnen, aber ich habe heute morgen um 5Uhr 6BE Traubenzucker gefressen um wieder aus der Unterzuckerrung raus zu kommen, das ganze ist bis gut 230mg/dL hoch geknallt um dann ohne Spritze oder sonstige Aktivität - ich hab mich wieder hingelegt, da ich die letzten Tage echt nicht viel erholsamen Schlaf bekommen habe (7 Stunden bei gut 50mg/dL habe ich zwar trotzdem durch gepennt... aber erholt war ich danach nicht) - bis 8Uhr wieder dermaßen zu fallen, dass ich nochmal 2BE nachlegen musste, die das ganze dann zwar wieder bis 200mg/dL hoch befördert haben, aber um ca. 10:30 war man dann wieder bei gut 100mg/dL... wie gesagt, alles ohne Spritzen. Jetzt gab es nach dem Aufstehen den üblichen Anstieg, aber der schaffte es nicht weit über die 150mg/dL hinaus und nun ist mein Wert bei 120mg/dL Tendenz weiter fallend. - jetzt schon wieder 103mg/dL

    Erschwerend kommt hinzu, ich habe KEINE Idee was ich zum Essen spritzen soll. Morgens ist 1IE pro BE nun schon fast zu viel, sonst musste ich mit Faktor 3,5 oder gar 4 gegen halten. Mittags ebenso 1IE pro BE, passt da ganz gut... dafür läuft um ca. 17Uhr der BZ weg, weil ich mich aktuell nicht traue mehr als 2IE pro BE zu spritzen, aber als ich gestern um 22:30 nach der Arbeit noch etwas gegessen habe, war 2IE pro BE wieder dermaßen zu viel, dass es direkt runter in die Unterzuckerung ging... und dies obwohl ich noch kein Basalinsulin gespritzt hatte.

    Was zur Hölle ist da los? Das kann doch nicht mehr am Basalinsulin liegen?