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"kluge" Hausärzte
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diesel
Rang: Gastam 27.06.2008 09:28:28
Hallo,
meine Frau kam gestern ganz aufgeregt von ihrer Hausärztin. Dort war sie vor einer Woche zur Blutentnahme.
Meine Frau hätte verdächtig hohe Blutzuckerwerte, und wenn sie nicht ihren Verbrauch von Süßigkeiten drastisch einschränkt, der sich allerdings sehr in Grenzen hält, wird es ihr wohl wie mir ergehen (bin Typ I). Als ich dann laut loslachte, konnte meine Frau die Welt nicht mehr verstehen.
Ihre drastisch erhöhten Werte waren 6,2 mmol/l und der Grenzwert läge bei 6,0 mmol/l.
Ist es nicht traurig, das Medizin studierte Leutesolch einen Müll von sich geben?
Ich schreibe diesen Beitrag, um allen, die von ihren Hausärzten ähnliches schon einmal gehört haben, sich nicht beunruhigen lassen. Wenn ein wirklicher Verdacht da ist, lasst euch zum Diabetologen überweisen!
MfG
Gerd von diesel -
Jürgen
Rang: Gastam 27.06.2008 10:58:48
Moin Gerd,
gesunde Menschen wachen mit 3,3 bis 4,5 mmol/L auf und kommen zu keiner Zeit (auch nicht ne Stunde!) nach dem Essen auch von vielen BEs über 7,8. Der Nüchternzucker Deiner Frau reicht eindeutig in dem Bereich, der inzwischen zunehmend in der Welt als Prä-Diabetes bezeichnet wird, aus dem immerhin in den jeweils folgenden 5 Jahren 50% der Betroffenen auf Diagnose Diabetes vorrücken dürfen.
Die Idee mit dem Verzicht auf Süßigkeiten liegt in dem Zusammenhang natürlich immer am nächsten, und Du kannst auch unter Medizinern noch immer unverständliche Blicke und Protest ernten, wenn Du darauf hinweist, dass normal der meiste Zucker in der Form von Stärke gegessen wird und dass die Glukose daraus sich in keiner Weise von der aus Süßigkeiten unterscheidet.
Die einzige Art, die nach allen meinen Recherchen das Vorrücken auf Diagnose Diabetes weiter und vielleicht sogar für immer hinauszuschieben, ist so essen und ggf. direkt danach bewegen, dass der BZ nach dem Essen praktisch immer unter 7,8 bleibt und nach 2 bis spätestens 3 Stunden unter 5. Ansonsten wird die Prognose des "klugen" Hausarztes wohl in absehbarer Zeit eintreten :-(
Bisdann, Jürgen -
dipa
Rang: Gastam 02.07.2008 15:19:18
Hallo diesel,
ob die Hausäztin klug ist bezweifle ich. Aber sie ignoriert nicht die Grenzwerte und damit gehört sie für mich zu den besseren Ärzten.
Wenn sie in meiner Nähe wäre, würde ich zur ihr wechseln.
Dennoch sollte man Diabetes nur von Diabetologen behandeln lassen!
Die Überschreitung des Grenzwertes deutet daraufhin, dass bei deiner Frau wahrscheinlich ein unerkannter Diabetes vorliegt.
Also sollte deine Frau einen Diabetologen aufsuchen.
mfg dipa
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diesel
Rang: Gastam 02.07.2008 21:31:42
Hallo Dipa,
in meinen Betrag meinte ich nicht unbedingt die Werte meiner Frau, sondern die Aussage der Ärztin, wenn sie nicht den Konsum der Süßigkeiten einschränkt, würde es ihr so gehen wie mir.
Es ist mir aber völlig neu, das man von Süßigkeiten Diabetes, noch dazu einen Typ I bekommen kann.
MfG
Gerd von diesel -
dipa
Rang: Gastam 02.07.2008 22:21:24
Hallo diesel,
wie du sagtest, Typ I kriegt man nicht durch Süßigkeiten.
Aber ich vermute, sie meinte allgemein Diabetes.
In den Broschüren für Neudiabetiker steht das Verbot: Keine Schokolade und kein Kuchen.
Sie wird dieses Vorurteil wie viele andere Ärzte ungefragt übernommen haben.
Also für klug halte ich sie nicht, sie ist aber nicht so ignorant wie andere Ärzte.
mfg dipa
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diesel
Rang: Gastam 03.07.2008 08:51:59
Hallo Dipa,
"wie du sagtest, Typ I kriegt man nicht durch Süßigkeiten.
Aber ich vermute, sie meinte allgemein Diabetes"
Soll dieses Zitat von dir heißen Typ I bekommt man nicht von Süßigkeiten, wohl aber Typ II?
Das ist aber genau so ein Unsinn!
MfG
Gerd von diesel -
dipa
Rang: Gastam 03.07.2008 14:49:59
Hallo diesel,
auch Typ II kriegt man nicht durch Süßigkeiten.
Das kann ich dir bestätigen.
Ich bin diagnostizierter Diabetiker, meine Werte sind unterhalb der Diagnoseschwelle ohne Insulin oder Medis und in meinen Kühlschrank befinden sich ca. 20 Tafeln Schokoladen.
Andererseits weiss ich, dass in Bücher zu Diabetes drinsteht Diabetes kriegt man durch das Essen.
Und es gibt auch bestimmt Exemplare wo die Schuld auf Süßigkeiten geschoben wird. Erscheinungsdatum natürlich anno dazumal.
Auch in Unis gibt es Bücher, die längst ausgemustert gehören. Und solche Bücher werden von Ärzten kritiklos akzeptiert.
mfg dipa