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    am 08.04.2023 10:34:53 | IP (Hash): 273549059
    Guten Morgen allerseits,
    Gestern Abend hatte ich einen ziemlich heftigen Unterzucker. Libre 3 zeigte mir 53 mg an. Die blutige Gegenprobe lag vom Wert her ziemlich gleich. Die Wirkung des Unterzuckers spürte ich deutlich. Dann warf ich schnell mal drei Stückchen Traubenzucker ein. Nach 10 Minuten immer noch einen Wert von 53 mg. Danach trank ich, was ich sonst überhaupt nicht tue, ein halbes Glas Cola. 10 Minuten später lag der Wert noch immer bei 53 mg. Da meine körperl. Beschwerden weiterhin vorhanden waren, schob ich nochmals ein halbes Glas Cola nach. 10 Minuten später lag der Wert bei 54 mg. Jetzt bekam ich echt Panik. Meine Frau und ich sofort raus aus dem Schlafanzug und rein in die Jeans. Danach sofort ins Auto und Richtung Krankenhaus. Auf der Fahrt stieg der Wert dann gaaaanz langsam auf 57 mg und erreichte ca. 15 Minuten dann die 70 mg-Grenze. Wenige Minuten vom Krankenhaus kehrten wir wieder um und fuhren nach Hause. Dort angekommen lag mein Wert dann bereits bei 93 mg. Wie ich aus der Zeitmarke von Libre erkennen konnte, hatte ich dann heute Nacht so gegen 2:00 Uhr einen Wert von knapp 300!
    Also so etwas habe ich, seit ich Insulin spritze, noch nicht erlebt. Was glaubt ihr war die Ursache dafür, dass trotz Traubenzucker und Cola der niedrige Wert von 53mg über eine Stunde anhielt? Dass in der Nacht dann der Wert dann bei knapp 300 mg landete, war mir natürlich logisch bei Cola und Traubenzucker.
    Danke für eure Ratschläge/Hilfe.
    Frohe Ostern wünscht euch der ratlose Staufer
    Bearbeitet von User am 08.04.2023 10:38:47. Grund: Schreibfehler
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    am 08.04.2023 12:37:53 | IP (Hash): 1053708866
    Du hattest wahrscheinlich ausreichend Insulin für weniger als 53 mg/dl gespritzt. Aus "seit ich Insulin spritze" schließe ich auf Typ 2?

    Von der Futterluke bis zum Beginn(!!!) der Wirkung braucht Dextro eher 20-30 Minuten, Cola eher 15-20. Vorher lässt sich davon(!) keine Wirkung messen. Und die Libre-Anzeige läuft grundsätzlich um wenigstens 15-20 Minuten hinter der Pieks-Anzeige her - sowohl bei sinkendem wie auch bei ansteigendem BZ.
    Als das Libre dir auf dem Weg zum kranken Haus so laaangsam 70 angezeigt hat, war dein Pieks-BZ mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon bei 90-100 oder auch darüber. Dabei kann dein Gefühl immer noch mies gewesen sein, aber das kann ne gute Stunde und mehr nachlaufen, nachdem der Normal-BZ erreicht wurde.

    Als du das zweite Glas Cola eingefüllt hast, hatte die Pieks-Anzeige die erste Chance, einen kleinen Anstieg anzuzeigen. Die Libre-Anzeige war davon noch 15-20 Minuten entfernt. Und zusammen hast du da in deiner Hektik halt so viel eingefüllt, dass es für in der Spitze an 300 gereicht hat.

    Daraus von mir 3 Fragen:
    1. Was hast du bei der Nacht normal für ne Verlaufshöhe?
    2. Was hast du dir gestern dafür geleistet, dass die da mal bis auf 53 abgesunken ist?
    3. Warum die Hektik bei den 53 mg/dl?

    Nachtrag:
    Frohe Feiertage :)

    ----------------------------------------------
    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
    Bearbeitet von User am 08.04.2023 17:41:09. Grund: Nachtrag
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    am 08.04.2023 18:46:44 | IP (Hash): 348257142
    Hallo Staufer,

    ich kann gut verstehen, dass dich die Unterzuckerung verunsichert hast. Das ist ja auch kein Wunder.

    Gab es denn im Vorfeld irgendetwas ungewöhnliches? Ordentlich Bewegung/Sport, Alkohol, fettreiche Mahlzeit, Diät die letzten Tage, Magen-Darm-Probleme?

    Das alles können nämlich mögliche Ursachen für so eine Unterzuckerung sein. Und je nach Ursache brauchst du dann entweder viele KH oder die KH kommen auch erst deutlich später im Blut an, bspw. wenn der Magen-Darm-Trakt noch mit einer fettreichen Mahlzeit beschäftigt ist.

    Zumal du ja auch nicht übelst viele KH zu dir genommen hast.
    3 Traubenzucker 15gr KH (1,5 KE)
    1/2 Glas Cola 10gr KH (1,0 KE) 2×

    Macht insg. 35 gr KE (3,5 KE).

    Ich persönlich trinke bei Werten unter 65mg/dl sofort erstmal 2KE Saft, bzw. wenn mein Dexcom mir den Bald Niedrig Alarm raushaut. Und je nach Situation, Verlauf etc. kommen dann nochmal 2 KE Saft hinterher.
    Solche Saftpäckerl gibt es in 0,2Liter ja als Tetrapaks überall zu kaufen.

    Das positive ggü. TZ man benötigt deutlich weniger Zeit diese 2 KE Saft zu sich zu nehmen, im Vergleich zu 4 Plättchen TZ. Zudem ist der Saft schon flüssig und das wird schneller aufgenommen im Magen-Darm-Trakt als fester TZ. Also doppelter Vorteil.

    Bei Hypos messe ich nach ca. 15min nochmal blutig nach, so lange braucht der Saft bis er im Blut ankommt. Dann kann ich entscheiden, ob ich nochmal etwas brauche oder ob ich erstmal abwarte.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 09.04.2023 08:00:17 | IP (Hash): 273549059
    Guten Morgen miteinander,
    Magen-Darm-Probleme sind eine Erklärung - diese hatte ich nämlich an diesem Tag. Daran hatte ich überhaupt nicht gedacht. Was mich an der Unterzuckerung so ängstigte war nicht die Sache an sich, sondern die sehr lange Dauer über eine Stunde. Da zudem meine Maßnahmen nichts brachten, kam ich doch in Panik. Meine Frau fing schon eine halbe Stunde früher an zu spinnen:-).
    Seit meinem Nierenversagen vor 2 1/2 Jahren bin ich INSULINER. Im Krankenhaus bekam ich zwar durch eine Diabetologin entsprechende Kurzschulungen, danach stand jedoch erst mal mein Nierenproblem im Vordergrund. Ich spritze nach einem Schema, das mir meine Nierenärztin, die zugleich Diabetologin ist, austüftelte. Abweichungen nach links oder rechts getraue ich mir nicht. So kann es natürlich vorkommen, dass ich das eine oder andere Mal mit der Insulinmenge daneben liege. Ich würde sehr gerne mal für zwei oder drei Wochen in die Diabetesklinik nach Bad Mergentheim. Mit einem Hba1c von 6,3 - 6,7 habe ich aber Null Chancen. Hin und wider kann ich mal an einer Diabetesschulung bei einem Arzt in der Nähe teilnehmen. Da kommen aber leider nur tablettenpflichtige Maßnahmen zur Diskussion. Danke für den Tipp mit den Saftpäckchen. Solche werde ich mir auf jeden Fall besorgen. Ich bemühe mich weiter, meinen Freund mit Namen Insulin noch besser und intensiver kennen zu lernen.
    Frohe Ostern wünscht euch allen der Staufer
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    am 09.04.2023 16:30:28 | IP (Hash): 1675176676
    Deine Vorgeschichte macht deine hektische Reaktion verständlich. Bei deinem vergleichsweise sehr guten Langzeitwert werden auch normale INSULINER Schulungen wenig bringen, denn deren Ziel ist ja bestenfalls dein Langzeitwert.

    Also mal ein kleiner Einstieg in das Leben mit Insulin.
    Wenn der BZ gut 3 und mehr Stunden nach dem Essen = postabsorptiv = wenn alles ausgewirkt hat, einigermaßen waagerecht verläuft, passt deine Basal=Langzeit-Dosis.
    Wenn der BZ um 3 Stunden nach dem Essen in etwa der Höhe in den waagerechten Auslauf geht, in der du vor dem Essen gespritzt hast, passt deine Bolus=Kurzzeit-Dosis.

    Wenn 10 Insuliner bei z.B. Start 100 mg/dl vor dem Essen der gleichen Scheibe Brot die gleiche Menge Insulin spritzen, werden sie im Wirkauslauf um 3 Stunden weiter 10 z.T. sehr deutlich voneinander abweichende Ergebnisse messen können. Aber das gilt eigentlich auch schon fürs Brot, denn mit den verschiedenen Höhen, auf die die eine Standardscheibe Brot ihre BZs schon völlig ohne Insulin antreibt, fängt die Verschiedenheit ja schon an.

    Mit dem Libre hast du ein super Beobachtungs-Instrument, wenn du dazu auch noch ein engmaschiges ausführliches Protokoll schreibst. Da kannst du schön beobachten, welches Essen welche Kurve macht.
    Für uns mit Niere (hab nur eine) ist wohl auch besonders wichtig, dass der BZ im Tagesverlauf möglichst kleine Schwankungen macht, dass also zwischen den Tälern irgendwann zwischen den Mahlzeiten und den Spitzen um so etwa 1,5 Stunden danach statt 100 und mehr mg/dl besser 60 und weniger liegen.
    Ist natürlich mit den Süßigkeiten und dem üppigen Essen in diesen Tagen ne besondere Herausforderung.
    Einfacher Trick: Ne Portion, die auf einmal gegessen ne zu hohe Spitze macht, auf zwei Portionen mit wenigstens ner halben Stunde Pause dazwischen aufteilen.

    Daumendrück :)

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    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.