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Erfahrung zu Libre 3
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am 29.04.2023 10:07:28 | IP (Hash): 104928190
Ich war lange Zeit zufriedener Anwender von Libre 2. Nun mußte ich zu Libre 3 wechseln. Ich habe an dieser Stelle bereits einen Vergleich zwischen Libre 2 und 3 erstellt. Nun stelle ich weiterhin Unregelmäßigkeiten hinsichtlich der Messgenauigkeit von Libre 3 fest (Libre 3 Messwert 69, analoger Messwert 114). Diesbezüglich habe ich mich an Abbott gewandt. Nachstehend eine Mitteilung, die ich in diesem Zusammenhang erhalten habe. Ich gebe sie allen z. Kts., da sie mein Vertrauen in die Aussagefähig dieses Messsystems nunmehr erheblich eingeschränkt ist. Zum letzten Satz nachstehender Nachricht: Kennt jemand einen Arzt, der zusätzlich zum digitalen Messsystem auch noch ein analoges verschreibt?!
e-Mail von Abbott:
vielen Dank, dass Sie sich an den FreeStyle Libre Kundenservice gewendet haben.
Wir bitten Sie um Ihr Verständnis, dass wir hier für Sie ausschließlich die technische Funktionsfähigkeit des Sensors mittels der aktuell gültigen Standardanalyse überprüfen können. Unser System wird geliefert mit bestimmten Eigenschaften.
Es wurde entwickelt um Diabetespatienten das Fingerstechen zu ersparen und eine alternative verlässliche Messmethode zur Verfügung zu stellen, um den Alltag mit dieser Krankheit so unbeschwert wie möglich managen zu können. D.h. der Anspruch an das System ist nicht einen exakten Blutwert wiederzugeben. (Den werden Sie nach wie vor ausschließlich im Blut ermitteln können.) Unser FreeStyle Libre 3 System liefert Ihnen Glukosescanwerte auf deren Basis Sie ohne Blut einschätzen können, ob und in welcher Weise Sie sich behandeln sollten.
Eine zusätzliche Prüfung der Glukosewerte mittels eines Blutzucker-Messgeräts ist erforderlich bei sich schnell ändernden Glukosespiegeln da die Glukosewerte in der Gewebeflüssigkeit die Blutzuckerwerte eventuell nicht genau widerspiegeln, wenn das System eine Hypoglykämie, eine anstehende Hypoglykämie anzeigt oder wenn die Symptome nicht mit den Messwerten des Systems übereinstimmen.
Ich kann verstehen, dass Sie diese Abweichungen beunruhigen. Natürlich möchten wir, dass Sie Ihr Diabetesmanagemnet optimal und sicher gestalten können und würden daher den Sensor aus Kulanz austauschen
Wir arbeiten kontinuierlich an Verbesserungen unseres Systems, um Diabetespatienten bestmöglich zu unterstützen. Zu Abweichungen wie die, die Sie uns nannten, kann es jedoch immer mal wieder kommen. Deshalb empfehlen wir Ihnen bei anhaltender Unsicherheit oder sogar Angst einmal mit Ihrem Diabetologen Kontakt aufzunehmen.
Sobald Ihnen diese Werte vorliegen und weitere Fragen bestehen, melden Sie sich bitte unter der kostenfreien Rufnummer 0800 519 9 519. Aus dem Ausland erreichen Sie uns unter der Rufnummer +49 6122 582426.
Sollten Sie kein Blutzuckermessgerät besitzen, wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt, um ein entsprechendes Rezept zu erhalten.
Wer sich jetzt die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Abbott-Messsystems stellen sollte macht m.E. nichts falsch.
Bearbeitet von User am 12.06.2023 08:40:16. Grund: Schreibfehler1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.04.2023 12:59:22 | IP (Hash): 811792575
Hallo Nordseehase,
hast du schon mal das Dexcom G7 ausprobiert? Den kostenlosen Test für 10 Tage und noch mal weitere 10 kannst du dir hier bestellen:
https://www.dexcom.com/de-DE/g7-dtc-dexcom-sign-up-introduction
Den Sensor kannst man kalibrieren, was für mich bei meinem Test ein enormer Vorteil war. Ohne Kalibrierung lagen die Werte auch stark daneben, aber nach einmaliger Kalibrierung am Anfang konnte ich mich auf die Werte während der gesamten Laufzeit besser verlassen, als bei meinem Libre-Test. Zusätzliche Testreifen brauchst du dafür allerdings zur Kalibrierung und zur Überprüfung bei verdächtigen Werten auch.
Beste Grüße, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 01.05.2023 13:19:35. Grund: BBCodes2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 11.05.2023 17:58:03 | IP (Hash): 104928190
Danke für den Kommentar.
Nein, aber ich denke z. Zt. intensiv darüber nach zu wechseln. Das, was Abbott hier geschrieben hat, steht im eklatanten Widerspruch zu dem, was in der Werbung über Libre 3 gesagt wird. Es stellt sich für mich sogar die Frage, ob hier eine Vebrauchertäuschung vorliegt. Wenn die von Libre 3 gezeigten Werte derart interpretationsbedürftig sind, was macht deren Aussage dann für einen Sinn! Mit dem anderen System bin ich nicht vertraut, versuche aber schon seit längerem erfolglos, einen Test damit zu absolvieren. Gebe die Hoffnung nicht auf.
Beste Grüße -
am 11.05.2023 18:53:27 | IP (Hash): 1118005908
Also ich habe mich der ständigen Kontrolle eines Sensors, libre3, seit mittlerweile mehreren Monaten erfolgreich entledigt.
Der HbA1c stimmt soweit (6,0), aber die ständige Verfügbarkeit meiner Blutzuckerwerte hat mich eher kirre gemacht, als dass es mich von irgendwas entlastet hätte.
Auch übertrug mir die Benutzung eines Sensors den Diabetes derart stark in meinen Lebensfocus, dass mir die somit ständige Präsenz meiner Krankheit auf diese Art und Weise bereits leichte psychische Probleme bereitet hatte...
Jetzt ohne, fühle ich mich bedeutend besser, die Krankheit rückte etwas in den Lebenshintergrund und das ist gut so!
Ach ja, ich kontrolliere lieber 3-4x täglich jeweils nüchtern und z. T. vor den Mahlzeiten blutig, macht mir gar nix aus...
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LADA Typ I... (Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance+13 IE Toujeo, abends 14 IE Toujeo)
Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 11.05.2023 18:55:21. Grund: . -
am 17.05.2023 10:16:49 | IP (Hash): 514234633
Wenigstens unbefriedigend ist auch meine Erfahrung mit dem beständigen Hinterherlaufen hinter der BZ Anzeige.
Deswegen messe ich heute nur noch, wenn ich direkt eine BZ Maßnahme ergreife, wenn das Messergebnis nicht in meinen Zielrahmen passt. Regelmäßig nur noch abends gute 2 Stunden nach dem letzten Essen.
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. -
am 17.05.2023 14:02:01 | IP (Hash): 259667887
Meine 2 Cents: ich habe mit dem Libre 3 sogar noch genauere Werte, als mit Libre 2 und ich messe immer wieder blutig gegen. Letztens sogar beim Diabetologen Blut abgenommen und es war nahezu mit dem Libre Wert identisch. Ich habe ab und an zwar einen Sensor, der "spinnt" oder 1 Tag nach dem Setzen den Dienst quittiert, aber das ist mal 1 aus 10 und der wird immer ohne Murren ersetzt.
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LG, Ron (Diabetes Typ 1 (LADA) seit 7/2020, mit 39j) -
am 18.05.2023 12:55:49 | IP (Hash): 220529578
Nordseehase schrieb:
Kennt jemand einen Arzt, der zusätzlich zum digitalen Messsystem auch noch ein analoges verschreibt?!
Ich bekomme ohne Probleme oder Diskussionen 100 bis 150 Teststreifen im Quartal zusätzlich zu Dexcom G6. Und würde die genauso auch zusätzlich zu Libre bekommen.
Nordseehase schrieb:
Wenn die von Libre 3 gezeigten Werte derart interpretationsbedürftig sind, was macht deren Aussage dann für einen Sinn! Mit dem anderen System bin ich nicht vertraut, versuche aber schon seit längerem erfolglos, einen Test damit zu absolvieren. Gebe die Hoffnung nicht auf.
Ich verwende seit 2015 CGM-Systeme und alle hatten mal Aussetzer. Deshalb messe ich einmal täglich blutig. Wobei auch der blutige Wert "falsch" sein kann!
So schlecht wie von einzelnen dargestellt, kann der Libre3 allgemein auch gar nicht sein - er wird nämlich zum Loopen verwendet (DIY und kommerziell). Zu Dexcom, Medtronic oder Eversense gibt es auch negative/kritische Berichte.
Nicht jedes System passt zu jeder Person.
Bearbeitet von User am 18.05.2023 14:06:18. Grund: Korrektur -
am 19.05.2023 12:18:43 | IP (Hash): 1670147335
Nordseehase schrieb:
Kennt jemand einen Arzt, der zusätzlich zum digitalen Messsystem auch noch ein analoges verschreibt?!
Du brauchst immer auch ein analoges BZ Messgerät. Jeder Diabetes-Arzt sollte es dir auch verschreiben. Mit Sensoren, die nicht zwangs-kalibriert werden müssen wie Libre oder Dexcom stehen dir 50 TS pro Quartal zur Verfügung. Manche Ärzte verschreiben aber auch mehr.
Ich messe meinen Dexcom selten blutig gegen, weil die Werte passen. Aber es gibt viele Situationen, wo ich blutig messen muss. Bspw. in einer Hypo, wenn ich bereits KH zu mir genommen habe und nach 10-15min der Dexcom weiterhin sinkt um zu sehen, ob ich mehr KH benötige (15min Messverzögerung Sensor-Blut).
Oder wenn ich längere Zeit hoch bin und (erneut) korrigieren möchte, dann messe ich auch blutig gegen, ob vllt der Blutzucker am sinken ist.
Damit brauche ich ca. 20-30 TS pro Quartal.
Und wenn der Sensor mal (unterwegs) ausfällt, muss ich ja auch mit meinen analogen Messgerät überbrücken. Da sind es bei mir halt gleich mal ca. 10 Messungen/Tag, weil ich Hypos nicht merke.