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Hafer pusht den BZ extrem hoch

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    Mitglied seit: 07.06.2023
    am 07.06.2023 10:50:36 | IP (Hash): 385587601
    Hallo liebe Forumsgemeinde,

    das ist meine erste Post. Ich bin 58 Jahre, Diabetes wurde bei mir vor 15 Jahren diagnostiziert. Die ersten Jahre hatte ich Hba1c ca. 6,2, später dann meistens 6,5, seit einigen Monaten ist er schon oft um die 6,9. Jetzt hatte ich das erste Mal über 7. Ich nehme morgens und abends jeweils 1x 1000mg Metformin. Kein Insulin. Ich bin relativ normalgewichtig, 91Kg bei 1,89. Generell ernähre ich mich mir viel frischen Gemüse, Fleisch, meistens Vollkornbrot und recht wenig Nudeln, Kartoffeln und Reis eigentlich garnicht. Klar leiste ich mir auch mal eine Süßigkeit und gern auch einen Rotwein am Abend.

    Nun habe ich gemäß Vorgabe der Ernährungs-Docs diese Haferkur angefangen. Esse auch sonst oft morgens Hafermüsli. Also wirklich nur Haferflocken mit Wasser (manchmal auch Naturjoghurt) und Tiefkühlbeeren dazu, schneide auch manchmal etwas Apfel rein. Hafer soll die Insulinwirkung langfristig deutlich verbessern heißt es. Das kann ja auch sein. Aber was nützt mir das wenn mein BZ dann 1 Stunde nach der Hafermalzeit auf 270 mg/dl hochschnellt und auch nach 1,5 Stunden noch immer bei 245 mg/dl liegt. Ich merke das dann auch ganz extrem, dass ich mich total platt fühle, könnte mich nach ca. einer Stunde einfach direkt ins Bett legen. Und das obwohl ich eine Tablette Metformin 1000mg direkt nach der Mahlzeit genommen habe. Habe meinen Hausarzt schon gefragt, der hat auch nur mit den Achseln gezuckt. Er meint man könne noch ein Medikament dazu geben. Im Gegensatz dazu wenn ich zum Frühstück einfach nur ein Vollkornbrot mit Käse, Schinken oder ein Spiegelei oder Humus esse. Da habe ich dann nach 1,5 Stunden einen BZ von ca. 190 mg/dl und fühle mich bei weitem nicht so Müde und erschöpft.

    Kann es sein, dass das mit dem Hafer eben nicht bei jeden funktioniert? Herr Riedl von den Ernährungsdocs erwähnt nicht ein einziges Mal, dass durch den hafer solche BZ Spitzen entstehen können, sondern redet immer nur davon, das der Blutzucker gesenkt wird.

    Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder hat jemand eine Idee was da falsch läuft?

    Beste Grüße
    Udo

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    am 07.06.2023 14:27:44 | IP (Hash): 2099588454
    Ich empfehle die Lektüre dieses Artikels:

    https://www.ddg.info/diabetes-zeitung/alles-nur-hokuspokus

    Außerdem gab es hier unlängst einen thread:
    https://www.diabetes-forum.de/forum/topic/16723/Haferkur

    Lg Hape
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    am 07.06.2023 20:23:56 | IP (Hash): 1507650756
    Hallo Udo

    Ja, ich war bei meiner ersten Haferkur auch erschrocken was da nach der Mahlzeit für Werte zu messen waren. Habe aber festgestellt das der Nüchternzucker am nächsten Tag bei so niedrigen Werten war wie ich sie schon lange nicht mehr gesehen hatte.

    Auch war bei der nächsten Quartalsmessung der HbA1c von 6,1 auf 5,8 gesunken obwohl ich sonst das Essen nicht geändert habe. Ich zähle die KH und kann das vergleichen.

    Nun
    In diesem Quartal habe ich 2x die Haferkur gemacht. Gerade erst Gestern mit der zweiten fertig geworden. Der Nüchternwert viel von vorher um die 110 auf 93, 90 und 88. Er wird zwar die nächsten Tage wieder steigen, aber aus Erfahrung der ersten Haferkur nicht mehr auf 110 sondern eher auf um die 102.

    In 7 Wochen, beim nächsten Termin, werde ich sehen ob ich den HbA1c mit 2 Haferkuren im Quartal noch weiter senken konnte.

    Gruß
    Peter
    ______________
    —————————————-
    Typ 2 (HbA1c bei Diagnose 6/2020 13,7) - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 5,8 - NW: 102,9 im Schnitt (Stand 4/23)
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    am 07.06.2023 21:20:03 | IP (Hash): 2099588454
    Hallo Udo,
    darf ich Dir eine Frage stellen?

    Ich habe dieselbe Medikation (2 x 1000mg) Metformin und auch einen HbA1c im Bereich knapp unter 7%.
    Und die Frage einer Zusatzmedikation steht im Raum und wird akut.
    Bei low-carb-Ernährung habe ich kaum mal Werte über 200mg/dl, aber oft sehr hohe BZ-Werte am Morgen (180mg/dl).

    Magst Du mitteilen , in welchem Bereich Dein Morgen-BZ in etwa liegt?

    Lg
    Hape

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    am 10.06.2023 17:27:42 | IP (Hash): 352729062
    Hallo Hape,
    ich hatte die letzten Wochen eine Schlechte Phase wo mein Nüchtern BZ leider oft zwischen 200 mg/dl und 220 mg/dl lag. Normal liegt er aber zwischen 160 und 180 mg/dl.
    Grüße
    Udo
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    am 10.06.2023 17:30:52 | IP (Hash): 352729062
    Hallo Peter,
    mir ist nun aufgefallen, dass mein BZ nun nach der Haferkur besser geworden ist. Besonders morgens nüchtern bin ich nun wieder deutlich unter 200 mg/dl.
    Grüße
    Udo
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 10.06.2023 17:37:51 | IP (Hash): 352729062
    Hugin66 schrieb:

    Ich zähle die KH und kann das vergleichen.


    eine Frage ... bedeutet du zählst KH aber machst keinen Unterschied zwischen Vollkorn oder Weißbrot?
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    am 10.06.2023 18:14:35 | IP (Hash): 881614737
    Bei euch beiden stellt sich mir die Frage, warum ihr’s nicht mal mit ner kompletten Remission versucht?

    Also völlig ohne Medis mit 600 (+ bis 200 Salat/Gemüse) kcal pro Tag für schon nach ner Woche von einem Tag auf den anderen morgens nüchtern deutlich unter 100 mg/dl? Und nach 6-8 Wochen weiter mit dann wieder normalem Low Carb Essen in gewichthaltenden Portionen zuverlässig unter 140?

    Insgesamt sehr viel weniger weite Schwankungen, und unter den 140 bleiben dann auch KH-Portionen, die ihr heute noch mit an 200 oder darüber quittiert messt. Wäre das kein lohnendes Ziel? Also gesunder BZ völlig ohne Medis?

    ----------------------------------------------
    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
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    am 10.06.2023 21:12:22 | IP (Hash): 1964936433
    Udo123 schrieb:

    eine Frage ... bedeutet du zählst KH aber machst keinen Unterschied zwischen Vollkorn oder Weißbrot?



    Ich habe mir eine Liste aus Exelbasis gemacht in der ALLES was ich kaufe eingetragen ist.
    War am Anfang eine Menge Arbeit.
    Da brauche ich bei einem Produkt dann nur die Gramm eintragen und bekomme ausgerechnet wieviel KH das dann sind.
    Da ich das jetzt gut 2 Jahre mache kann ich mir meinen Speiseplan so zurecht legen das ich eine selbstgerechte Grenze von max 100gKH pro Tag nicht überschreite. Meist ist es viel weniger.
    In diesem Quartal (läuft seit 8 Wochen) habe ich bisher im Schnitt 80gKH pro Tag zu mir genommen.

    Vollkorn oder Weißbrot esse ich normalerweise nicht. Zu viel KH. Eiweißbrot ist mein bevorzugtes Brot. Manchmal genehmige ich mir nach dem Einkauf an der warmen Theke ein Brötchen mit Fleischkäse. Das lasse ich beides getrennt wiegen und trage es in meine Liste. Dann gibt es aber zum Abendessen etwas mit sehr wenig KH.

    Ich leide keinen Hunger. Ich esse 3 Mahlzeiten am Tag. 1x davon warm. Meistens gibt es noch einen Nachtisch (selbstgemacht) und nochmal ein paar Nüsse zum knabbern.

    @Jürgen
    Auf Kalorien achte ich nicht. Wäre für mich Neuland wenn ich das mal versuchen würde.
    Muß ich mich mal schlau machen.

    Gruß
    Peter

    ______________
    —————————————-
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    am 11.06.2023 00:48:06 | IP (Hash): 2099588454
    Udo123 schrieb:
    Hallo Hape,
    ich hatte die letzten Wochen eine Schlechte Phase wo mein Nüchtern BZ leider oft zwischen 200 mg/dl und 220 mg/dl lag. Normal liegt er aber zwischen 160 und 180 mg/dl.
    Grüße
    Udo



    Diese Werte sind sicherlich zu hoch, auch wenn der Hba1c unter 7% ist.
    Welche Optionen gibt es?
    * GLP-1-Rezeptoragonisten (z.B. Ozempic oder Trulicity)
    * SGLT-2-Hemmer (z.B. Forxiga)
    * Langzeitinsulin