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Niedriger Nüchternblutzucker
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am 21.07.2023 15:13:29 | IP (Hash): 1050770394
Hallo zusammen,
vor einigen Wochen habe ich schon eine ähnliche Frage gestellt, aber ich muss nochmal nachhaken. Bei mir wurden wieder Hba1c und Nüchternzucker bestimmt und die Werte lagen bei 5,4 und 53 mg/dl. Bereits beim letzten Mal hatte ich so einen niedrigen Nüchternwert. Die Arzthelferin meinte, der Wert sei zu niedrig. Mehr hatte sie dazu aber nicht zu sagen. In allen Quellen lese ich, dass die Werte "normalerweise" nicht unter 70 fallen würden. Ich finde aber keine zutreffenden Gründe, warum es bei mir so ist. Ich nehme keine Medikamente, die dies verursachen könnten. Ich esse sehr kohlenhydratreduziert, so dass es auch keine überschießende Reaktion der Bauchspeicheldrüse sein kann. Aufgrund einer schlummernden Essstörung (atypische Magersucht) messe ich meine Werte momentan nicht selbst, weil schlechte Werte bei mir direkt zu einer zwanghaften Verschlechterung des Essens führen. Hat jemand eine Idee? -
am 21.07.2023 16:06:59 | IP (Hash): 1064388122
Ich habe noch gelernt, dass Unterzucker erst ab 50 sei, und auch da nicht unbedingt in Stein gemeißelt, denn dann wären die meisten der nichtdiabetischen Menschen mit nem noch eindeutig gesunden HbA1c um 4,5 viele von 24 Stunden unterzuckert.
Als die Unterzuckergrenze auf 70 mg/dl angehoben wurde, kam das in der ersten Zeit immer mit dem Hinweis, dass nur zusammen mit der Einnahme BZ-senkender Mittel. Und zwar dafür, dass man sich damit dann zum tatsächlichen Beginn des Unterzuckers nach Möglichkeit noch ein bisschen Luft ließ. Dann folgte der Unterzucker Hype, wo ich manchmal das Gefühl habe, dass erschreckend viele Menschen schon bei 80 oder 90 mg/dl die Gefahr von Unterzucker sehen.
Der Unterzucker Hype wird gerne mit einem Hirnschädigungs-Potenzial unterlegt, das ich allerdings bis jetzt nirgendwo belegt gefunden habe. Belegt gefunden habe ich allerdings die Unterzuckergrenze bei Neugeborenen mit 36 mg/dl. Und wo das Hirn der kleinen Kinder ihr bei weitem größter Energieverbraucher ist und damit gut zurecht kommt, lasse ich mir von niemandem mehr mit über 50 einen Unterzucker einreden.
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. -
am 21.07.2023 16:09:23 | IP (Hash): 1559310971
Hallo Finchen,
ich kann dir nichts dazu sagen, warum dein NBZ so niedrig ist, ich kann dich aber bestens beruhigen.
Der BZ ist erst dann zu niedrig, wenn das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Glukose versorgt wird. Das merkt man aber deutlich, mit einer ungefährlichen leichten Hypo, bei der einem ein bisschen schummrig ist oder mit einer schweren Hypo, bei der man sich dann sehr mies fühlt oder im Extremfall sogar wegtritt. Wenn das alles bei dir nicht passiert und du dich bei den 53mg/dl ganz normal fühlst, dann wird dein Gehirn auch bei diesem Wert noch vollkommen ausreichend versorgt - was willst du mehr.
Wenn du dich KH-reduziert ernährst, dann ist es übrigens normal, dass das Gehirn auch bei niedrigeren Werten noch gut versorgt ist. Es hat dann nämlich wieder gelernt, Ketonkörper als Energiequelle nutzen zu können. Damit ist die Energieversorgung von ca. 80% der Gehirnzellen bestens sicher gestellt, nur ca. 20% benötigen unbedingt Glukose. Bei den normal westlich ernährten KH-Essern kann das Gehirn nicht mehr mit Ketonkörpern umgehen und benötigt ausschließlich Glukose, also sehr viel mehr.
Alles Gute, Rainer
@hjt_Jürgen,
dein Säuglingsbeweis hinkt kräftig, so wie das übrigens bei deinen Beweisen öfter mal der Fall ist. Du kannst die Hyposchwelle von Leuten mit Ketolysefähigkeit nicht mit der von Leuten ohne diese gleich setzen. Säuglinge besitzen die Ketolysefähigkeit noch und haben deshalb eine sehr niedrige Hyposchwelle. Diesen Wert kann man nicht einfach auf Normalos übertragen, die die Ketolysefähigkeit meistens nicht mehr besitzen.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 22.07.2023 14:26:26. Grund: BBCodes -
am 21.07.2023 16:39:06 | IP (Hash): 1050770394
Danke für eure Einschätzungen.