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Schulungsangebot: welche Inhalte würde ich zeitgemäß erwarten?

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    am 04.09.2023 17:13:49 | IP (Hash): 1177615933
    Und zu guter Letzt ereilt mich nach 'zig Jahren braven Möhrchen kauens dann doch der Prostatakrebs, Schlaganfall oder Sonstwas...
    Auch so eine Art Lotto und der Einsatz ist einfach das stink normale Leben... ;)
    Für mich gilt HbA1c möglichst immer unter 6,5% und ansonsten kann mich mein Diabetes gerne mal am Arsche lecken! (Sorry, aber nur so kann man meiner Meinung nach diese chronische Geschichte ohne psychischen Schaden zu erleiden den Rest vom Leben aushalten...)
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    LADA Typ I... (Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance+15 IE Toujeo, abends 16 IE Toujeo)
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu schädigen?!
    Bearbeitet von User am 04.09.2023 17:19:45. Grund: .
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    am 04.09.2023 20:09:36 | IP (Hash): 2129830201
    Von irgendwas geht am Ende immer das Licht aus. Und die Spanne bis dahin wird völlig persönlich nach den verschiedensten Rezepten genutzt. Daran hab ich auch nix zu meckern.

    Mein Meckern setzt immer da ein, wo jemand sein Ding für allgemeingültig erklärt. Das gilt für Dr. Richard. K. Bernstein, Typ 1 und Autor von "Diabetes Solution" als ersten Verfechter strengen Low Carb Essens mit 30 g KH pro Tag genauso wie für Leute, die HbA1c 6,5 als völlig ausreichenden Standard für alle Menschen mit Diabetes verkaufen.

    Und dann muss ich auch immer da meckern, wo Profis nicht mal auf Nachfrage so ausreichend über alle jeweils seit vielen Jahren sach-bekannten Möglichkeiten informieren, dass betroffene Neulinge nicht wenigstens grob die Richtung ihrer Behandlung wählen können.

    Das bemeckere ich aktuell vor allem bei uns mit Typ 2. Denn tatsächlich können wenigstens 8 von 10 Neudiagnostizierte ihren Typ 2 auf völlig ohne Medis voll gesund zurückdrehen, wenn sie denn wollen.
    Und NEIN, die müssen dann nicht Zeit ihres restlichen Lebens Möhrchen knabbern, sondern können nach dem Zurückdrehen wenigstens im moderaten Low-Carb Rahmen völlig normal essen.

    https://www.diabetes-deutschland.de/martin.html ist der einzige Profi, von dem ich hier in D weiß, dass der auf Anfrage zur Remission anleitet.

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    Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)
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    am 04.09.2023 21:41:51 | IP (Hash): 1177615933
    Stimme völlig zu!

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    LADA Typ I... (Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance+15 IE Toujeo, abends 16 IE Toujeo)
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu schädigen?!
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    am 12.09.2023 11:12:39 | IP (Hash): 231992444
    Ich will hier keine Forderungsliste für Schulungsinhalte erstellen. Dafür fehlt mir das Wissen. Ich kann nur darüber berichten, wie das Ganze in der FIT-Schulung bei Kinga Howorka verläuft, was übrigens jeder auf diabetesfit.org nachlesen kann.

    Es beginnt mit einer mehrtägigen Basisschulung für Typ 1, die man schon sehr bald nach der Diagnose beginnen kann. Getrennt von dieser gibt es auch Basisschulungen für Typ 2er. Vernünftigerweise nach dem Ende der Remission folgt eine fünftägige FIT-Schulung, ein absolutes Vollzeitprogramm, in dem man mehrheitlich gut angeleitete und überwachte Selbsttests durchführt und die es einem ermöglicht, die Insulintherapie an die verschiedensten Lebenssituationen anzupassen. Für jedermann ist auch eine 3x3-stündige Blutdruckschulung und eine 2-tägige Lipidämieschulung vorgesehen. Darüber hinaus gibt es Spezialschulungen für Schwangerschaft, Hypoglykämie-Wahrnehmung, Pumpenverwendung, Gewichtsreduktion, etc. für all jene, die das brauchen. Jährlich gibt es ein zweitägiges FIT-Update (Vertiefung und neue Entwicklungen), getrennt für Typ1 und Typ2 (natürlich optional). Seit Corona ist auch die Teilnahme per Zoom möglich.

    Am Anfang meiner Einschulung vor bald 35 Jahren stand die Frage „Wie soll ihr Leben verlaufen?“. Ich war total perplex über diese Frage und wusste nicht, was ich antworten soll. Ich war solche Fragen von Ärzten nicht gewohnt. Kinga Howorka präzisierte: „Wie sieht ihr Traumleben aus?“ Langsam taute ich auf, sagte, dass Sport und Reisen für mich wichtig sind und dass ich davon träume, an einer 7000er-Expedition teilzunehmen. Sie antwortete mir, dass sie keine Ahnung hat, wie das Leben dort oben auf 7000 Metern verläuft, aber dass wir gemeinsam eine Therapie dafür finden werden. Sie hat! So verlief die FIT-Schulung für jeden anders, entsprechend seinen Lebenszielen. Ich musste während der gesamten Schulung täglich 15 Kilometer laufen, und das in strammen Tempo, um eine Basisrealität herzustellen. Großer Vorteil für mich: ich hatte nie die Probleme mit Sport, wovon so viele andere Typ1er berichten (Hypo, Zusatz-BE).

    Bei der FIT-Therapie geht es nicht darum, einen Rekord-HBA1c zu erreichen, sondern um ein Leben ohne jede Einschränkung (das gilt für Typ1er, bei Typ2ern weiß ich das nicht). Ich könnte aufgrund meiner Schulung jederzeit einen 5,x-HBA1c erreichen, müsste aber Einschränkungen in Kauf nehmen. Daran bin ich nicht interessiert. So lebe ich seit Jahrzehnten mit einem 6,x-HBA1c und merke vom Diabetes nichts außer einigen täglichen Insulinspritzen und dem sporadischen Blick auf das Lesegerät.

    LG Geri
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    am 13.09.2023 11:08:13 | IP (Hash): 160582365
    "nach dem Ende der Remission" - Welche Remission? Was ist hiermit gemeint?
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    am 13.09.2023 15:44:48 | IP (Hash): 1229761980
    "Welche Remission? Was ist hiermit gemeint?"

    Die anfängliche Verbesserung, die bei Typ1-Diabetikern öfter auftritt, nachdem sie das erste Insulin gespritzt bekommen, wird als Remission oder auch als Honeymoonphase bezeichnet.
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    am 13.09.2023 16:14:50 | IP (Hash): 1177615933
    @Geri... Dein letzter Absatz gefällt mir sehr gut, beruhigt mich auch einwenig und bekräftigt auch meine Einschätzung, dass ein 6,xxx HbA1c nicht zwangsläufig Probleme machen muss...

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    am 13.09.2023 19:44:30 | IP (Hash): 369799287
    ThomaS1968 schrieb:
    @Geri... Dein letzter Absatz gefällt mir sehr gut, beruhigt mich auch einwenig und bekräftigt auch meine Einschätzung, dass ein 6,xxx HbA1c nicht zwangsläufig Probleme machen muss...


    Du scheinst da mit dem HbA1c noch immer was miss zu verstehen. Der ist nicht die Ursache von miesen Folgen, sondern benennt bei den Grad vom Risiko. Halt unsere Chance auf einen miesen Lotto Gewinn.

    Bei uns mit Typ 2 kommt allerdings zum generellen Risiko für alle mit Diabetes noch das der Progredienz: Um den jeweiligen Stand zu halten, brauchen schon ab wenig über gesund zunehmend ansteigenden BZ- und in der Folge HbA1c-Verläufen die meisten von uns mit den Jahren immer mehr Medikation.
    Mit dem HbA1c bis um 6 wird zahlenmäßig weniger Progredienz vermeldet. Ab um 7 ist sie die Norm.

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    am 13.09.2023 20:13:35 | IP (Hash): 369799287
    Geri schrieb:
    So lebe ich seit Jahrzehnten mit einem 6,x-HBA1c und merke vom Diabetes nichts außer einigen täglichen Insulinspritzen und dem sporadischen Blick auf das Lesegerät.


    Genau das sehe ich als Ziel einer sinnhaften Schulung:
    Der persönliche Zielbereich kann eigenverantwortlich gewählt und erhalten werden. Sporadische Mess-/Test-/Scan-Ergebnisse bestätigen den Weg oder weisen auf Veränderungspotenzial hin.

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