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Anfängerin benötigt Hilfe bei Aussage von Messwerten
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am 06.09.2023 22:37:22 | IP (Hash): 55982570
Kein einziger Wert in Sachen Nüchternblutzucker.
Kein Wert für HbA1c.
Kein Wort zu Art und Dosis der Tablettentherapie.
So kann man keinen Ratschlag geben. -
am 09.09.2023 11:35:16 | IP (Hash): 283199251
Hallo Zuckerle,
Danke für deinen Hinweis. Ich habe langsam das Gefühl, wie gemessen wird, ist die einzig ausführliche Info gewesen, die mein Mann bekommen hat. Er ist in dem Bereich eher ein 300%iger.
Wir haben bei unseren Tests die Mahlzeiten und ihre Zutaten akribisch genau abgewogen, da war es dann egal, auf wie viele Löffel verteilt er die Mahlzeit aß. War lustig, wenn man dann ein Schnippselchen davon oder noch weniger als einen Teelöffel davon nach dem Abwiegen von einer Zutat übrig hatte.
Wie schon geschrieben, Tagebuch führt er, aber sein Arzt interessiert sich nicht so viel dafür. Im Gegenteil, Aussagen wie kann gar nicht sein, hat er sich verschrieben, etc. musste er sich schon anhören.
Mein Mann kümmert sich schon selbst, aber er ich merke langsam, wie er verzweifelt, weil all seine Versuche, alles was er machen soll, ihn nicht weiterbringen und er eben auf seine Fragen keine Antworten bekommt.
Da er ITler ist und von Social Media gerade im Gesundheitsbereich nicht viel hält, frei nach dem Motto da steht so viel Mist, so viele Schlaumeier, schwierig auszusieben, was da valide Infos sind, das muss er sich nicht auch noch antun und nutzt die Zeit lieber anders. ;-)
Also bin ich mal aktiv geworden und habe geschaut, ob man vielleicht nicht doch eine geeignete Plattform findet, denn in anderen Bereichen, meinen Hobbies schätze ich das Schwarmwissen und so bin ich auch euch gefunden. -
am 09.09.2023 12:35:54 | IP (Hash): 847352652
sfsfsf schrieb:
Da er ITler ist und von Social Media gerade im Gesundheitsbereich nicht viel hält, frei nach dem Motto da steht so viel Mist, so viele Schlaumeier, schwierig auszusieben, was da valide Infos sind, das muss er sich nicht auch noch antun und nutzt die Zeit lieber anders. ;-)
Hallo Sybille,
das bringt ihn aber leider kein Stückchen weiter - vielleicht ist das doch keine gute Einstellung.
Ich konnte in Foren sehr viel erfahren. Mein Problem war, zu entscheiden, welche Info gut und richtig und welche weniger richtig war. Das ist in der Tat am Anfang sehr schwer, aber wenn man sich in die Materie reingefuchst hat, wird es immer einfacher.
Die Info, dass Stress den BZ erhöht, hätter er z.B. in diesem Forum und wahrscheinlich auch in anderen Diabetesforen sofort bekommen. Dass Metformin langsam eingeschlichen werden sollte und dann meistens besser vertragen wird, hätte er hier auch schnell erfahren können. Auch die Aussage, wie wertvoll Metformin ist und dass es bei hartnäckigen Fällen evtl. mit Metformin XR doch noch geht und und und ...
Wenn er seine Probleme mit den unterschiedlichen Reaktionen hier schildert, dann erhält er vielleicht Anregungen, auf was er noch achten könnte. Natürlich ist da manchmal auch Blödsinn dabei, aber das kann man ja mit gesundem Menschenvertand bewerten und gegebenenfalls beiseite schieben. Ich denke, er kann nur gewinnen, wenn er sich auf ein Forum oder andere Social Media Kanäle einlässt.
Alles Gute für dich und deinen Mann, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 09.09.2023 16:17:11. Grund: BBCodes -
am 09.09.2023 13:21:40 | IP (Hash): 155245415
Da wir immer noch nicht wissen, um welche "großen" Unterschiede ihr euch Gedanken macht, können wir leider nur wenig schreiben.
Allgemein:
- ohne Insulin wird bei T2 keine BZ Teststreifen verschrieben, deshalb messen die allerwenigsten und der Arzt (egal ob Hausarzt oDer Diabetologe) hat somit wenig Erfahrungen zu genau solchen BZ Werten
- du schreibst beim Eingangspost, dass bei der Darmspieglung der Höchstwert mit 189 gemessen wurde. Daraus schließe ich, die sonstigen Werte liegen deutlich besser. Und damit für die meisten Ärzte in einem super guten Bereich. Die wenigsten Diabetiker streben Werte von Gesunden an und dabei sind wieder die Ärzte überfordert. Stattdessen muss man hier selbst aktiv werden.
- Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung. Der Mensch ist keine Maschine und der Stoffwechsel bei jedem anders. Darum gibt es keine allgemeingültigen Regeln für alle Diabetiker. Beim einen erhöht xy den Blutzucker, beim nächsten nicht. Das muss man selbst herausfinden. Und nicht jeden Tag reagiert der BZ gleich!! Wichtig ist, was i.d.R. gut funktioniert: wenn ihr ein Gericht 10 Mal exakt gleich kocht und es dann 8x BZ technisch passt, dann ist es okay. Wenn es nur 2x klappt, dann besser weglassen.
- es gibt so viele Dinge, die den BZ beeinflussen können, deshalb kann es immer unerklärliche Abweichungen geben. Bspw. Nudeln aldente/weich gekocht, Obst/Gemüse reifer, Essen nochmal aufgewärmt (Resistente Stärke), ...
Schmerzen, aufkommender Infekt, Impfungen, schlecht geschlafen, mehr/weniger Bewegung, Stress, Angst, Aufregung, Wochenende/Urlaub/Arbeitstag, bei Frauen Zyklus, ...
BZ Verlauf des Tages, wie war Nacht/Nüchternwert, wann gab es vorher was zu essen, Fettreiche Mahlzeiten vorab, Tageszeit generell (ein Brot geht vllt abends gut, dafür das gleiche morgens nicht)... Verdauung (Verstopfung und Durchfall können jeweils andere BZ Verläufe machen)...
- jedes BZ Handmessgerät ist ein "Schätzgerät". Zugelassen sind BZ Messgeräte, wenn die Werte eine Abweichung von +-15% vom Laborwert aufweisen. Gute BZ Messgeräte haben wenig Abweichung. Billigere BZ Messgeräte können hingegen stärkere Abweichungen haben. Wenn ihr euch also darüber wundern, warum der BZ mal 140 und mal 120 ist, könnte es einfach nur an der Toleranz liegen.
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am 09.09.2023 13:34:08 | IP (Hash): 329569823
sfsfsf schrieb:
Wie schon geschrieben, Tagebuch führt er, aber sein Arzt interessiert sich nicht so viel dafür. Im Gegenteil, Aussagen wie kann gar nicht sein, hat er sich verschrieben, etc. musste er sich schon anhören.
Hallo Sybille...so ein Tagebuch schreibt man ja auch nicht für den Arzt, sondern ausschließlich nur für sich selbst. Wenn dein Mann ITler ist, dann kann er sich ja ein kleines Programm schreiben, in das er alles einbaut, wass z. B. July geschrieben hat...und am Ende dann für sich auswerten.
Es wird ihm nichts anderes übrig bleiben, als selbst tätig zu werden...