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    am 09.09.2023 18:15:01 | IP (Hash): 1654253562
    Hallo!

    Hier meine bisherige Story:

    Diabetes 2 wurde 2021 diagnostiziert. Behandelt wurde zunächst nicht.
    HbA1c-Wert und Gewicht nahmen zu.

    Ich hatte im Januar 2023 einen HbA1c-Wert von 9,7 und wog 146 kg bei 187 cm Körpergröße.
    Andere Werte sind mir nicht bekannt.

    Mein Hausarzt gab mir einen winzigen Hoffnungsschimmer.
    Ernährungsumstellung durch Verzicht bzw. Reduzierung der Kohlehydrate.

    Er nannte mir Lebensmittel, die mir helfen:
    Beeren, Nüsse, Kerne (etc.), Quark (20%, da weniger Zucker als Magerstufe), Buttermilch, Harzer Käse, Salat, (v.a. grünes) Gemüse, Pilze, in Maßen Fisch, Meeresfrüchte und Fleisch.

    Zu Fleisch: eigentlich esse ich nur Schweinebraten aus dem Supermarkt. Die Werte (Fettanteil, gesättigte Fettsäuren, Kohlehydrate, Zuckeranteil) scheinen okay. Maximal verzehre ich davon 200 Gramm pro Woche.

    Wo es passt ergänze ich mit qualitativ hochwertigem Olivenöl.

    Und natürlich mit (frischen) Kräutern, Zwiebeln, (seltener) Knoblauch, wenig (hochwertigem) Salz, Weinessig (keine zuckerhaltigen Essige wie Balsamico) , Pfeffer & Co.

    Zwischendurch esse ich beispielsweise Gurken, Radieschen oder frische Beeren, die ich neuerdings vorher in den Gefrierschrank gebe.

    Man rät mir auch zu Leinöl, das mag ich aber nicht.

    Südfrüchte (Ausnahme Zitronen) esse ich sehr selten.

    Bin ich im beruflich im Hotel gibt es i.d.R. ein oder zwei Eier (gekocht oder als Spiegel- oder Rührei).
    Das war es dort dann meist, sofern es keine Beeren gibt.
    Quark, Buttermilch und Olivenöl bringe ich mit und verzehre das vorher oder hinterher.

    Als Getränke gibt es möglichst dreimal täglich Tee, viel Kaffee und noch mehr Wasser pur oder mit Zitrone, Ingwer o.ä.

    Mit wenigen Ausnahmen kommt nichts mehr aus der Dose. Eigentlich nur gelegentlich Thunfisch.

    Ich habe das Glück, dass mir die selbst auferlegten Lebensmittel und (selbst) zubereiteten Gerichte schmecken. Die Schwierigkeit liegt manchmal eher bei der Organisation.

    Als kleine Belohnung gönne ich mir mehrmals im Monat ein halbes Dutzend Austern. Roh natürlich mit ein wenig Zitrone.

    Ich solle aufhören, kcal zu zählen, sagt mein Hausarzt. Mache ich trotzdem. Pi mal Daumen komme ich seit Januar auf 1.500 bis 2.000 kcal pro Tag.

    Zudem erhalte ich regelmäßige Drainage (Physiotherapie).

    Meine Haut ist am Bauch aufgrund der raschen Gewichtsabnahme natürlich Problemzone.
    Vor allem deshalb aber auch zum Muskelwiederaufbau betreibe ich seit einigen Wochen und erstmals seit Jahren Seit „Sport“ (mehrmals am Tag Plank).

    Alle vier bis sechs Wochen habe ich (leider) Aussetzer. Dann gibt es beispielsweise französischen Weichkäse größer 50% Fett und eine Flasche Rotwein oder mal am Wochenende zwei oder sogar drei Weizenbier.

    Seit Januar habe ich aber nur exakt einen Bissen (Weiß-) Brot gegessen. Den zweiten Bissen habe ich ausgespuckt, den Rest des Brotes weggeworfen. Pasta, Kartoffeln oder Reis habe ich seitdem überhaupt nicht angerührt. Auch keine Süßigkeiten, kein Joghurt, keine Wurstwaren.

    Mein HbA1c-Wert liegt nun bei 5,1. Ich wiege (morgens) nun ca. 94 kg.
    Bearbeitet von User am 09.09.2023 18:16:51. Grund: Eingabefehler behoben
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    am 09.09.2023 18:45:06 | IP (Hash): 1223179978
    Buttermilch_14 schrieb:

    Diabetes 2 wurde 2021 diagnostiziert. Behandelt wurde zunächst nicht.
    HbA1c-Wert und Gewicht nahmen zu.
    Ich hatte im Januar 2023 einen HbA1c-Wert von 9,7 und wog 146 kg bei 187 cm Körpergröße.
    Andere Werte sind mir nicht bekannt.
    Mein HbA1c-Wert liegt nun bei 5,1. Ich wiege (morgens) nun ca. 94 kg.



    Du hast in 9 Monaten 52 Kg abgenommen?

    Respekt, Unglaublich!
    (Irgendetwas mache ich falsch...)
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    am 09.09.2023 18:58:37 | IP (Hash): 1654253562
    Ich kann es auch kaum glauben.
    Ziel war v.a. Reduzierung des Index-Wertes.
    Gewichtsverlust war zwingend notwendig, war aber nur Nebeneffekt der Ernährungs-Umstellung.
    Allerdings hat mir alleine der Physiotherapeut lt. seiner Aussage etwa 20 kg wegmassiert.
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    am 09.09.2023 19:45:25 | IP (Hash): 1546974453
    Toll, was dir da gelungen ist und gelingt! Gratuliere :)

    ----------------------------------------------
    Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)
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    am 10.10.2023 17:02:27 | IP (Hash): 444785967
    So. Ich traue mich nicht mehr, in Torsten's Thread https://www.diabetes-forum.de/forum/topic/13277/torsten-neuzugang-mit-hba1c-von-106 zu schreiben, also hier:
    Mein aktueller Hba1c liegt nun bei 5.0.

    Verlauf von Januar 23 bis heute (gestern):
    9,7 - 5,8 - 5,1 - 5,2 - 5,0.

    Gewichtsverlust satte 57,2 kg! BMI von ca. 42 auf knapp 26.
    Genau das schafft neben einem auffälligen Blutwert (der hat wohl nix mit DM2 zu tun) Fragezeichen.
    Gerade der Gewichtsverlust innerhalb der letzten zwei, drei Wochen.
    Alle anderen diagnostizierten Werte sind top.

    Stuhlgang: i.d.R. regelmäßig und gesund.
    Blutdruck: weiterhin stabil und im gesunden Bereich.
    Schlaf: sofern ich vor 21:00 zu Bett gehe gut.

    Einer Strategieänderung zu doch mehr KH (Kartoffeln) hat mein Arzt nicht zugestimmt.
    Ehrlich gesagt zu meinem Gefallen. Denn das ließe sich das für mich weit weniger gut organisieren, wie die Umsetzung meines aktuellen "Speiseplans".

    In der letzten Messphase gab es keine einzigen Aussetzer. Keine Mehlspeisen, keine Süßigkeiten, keine Stärke, keine Sättigungsmittel wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln. Außer Zitrone als Würzmittel kein Obst (nur Beeren).
    Keine Butter oder Sahne, nur zum Braten Sonnenblumenöl, sonst Oliven- und mittlerweile auch Leinöl.
    Als Getränke nur Wasser, Kaffee und Tee. Und 1 x oder 2 x täglich 0,5 l Buttermilch. Keine alkoholischen Getränke, keine Säfte.
    Einzige Änderungen seit einigen Wochen:
    Erhöhung der Beerenration von 125 g auf fast täglich 300 g.
    Täglich mindestens 3 Walnüsse.

    Baustellen neben vorgenannten Punkten ganz oben:
    Etwas zu wenig Grün (v.a. Gemüse).
    Aktuell zu wenig Bewegung.

    - Typ DM2 ohne Medikation und Teststreifen.

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    am 10.10.2023 18:31:22 | IP (Hash): 1517651034
    Das ist phantastisch, gratuliere!
    Was genau stört dich? Der Gewichtsverlust? Geht dir das zu schnell ?

    Mit deinen 1500 bis 2000 kcal solltest du duchaus weiter abnehmen (normale Aktivität).
    Möglicherweise überschätzt du das was du isst und es sind tatsächlich viel weniger cal die du zu dir nimmst als du glaubst, das müsstest du dir vielleicht genau anschauen.
    Gerade wenn du auf Butter, viel Öl und KHs verzichtest - ist dann gar nicht so leicht auf 2000 kcal zu kommen.
    Mit Gemüse und Beeren alleine wird das schwierig, 1kg gekochtes Gemüse hat kaum mehr als 250 kcal....

    Wenn du da beunruhigt bist , würde ich das mal testen. Mal eine Woche das essen was du jetzt auch isst aber das alles mit mehr Olivenöl und mehr Nüssen anreichern.
    2 EL Olivenöl mehr pro Tag und eine handvoll extra Walnüsse sollten den Gewichtsverlust dämpfen.
    Musst dann laufend wiegen und beobachten.

    Eine App kann dabei auch gut unterstützen, Schrittzähler (z.b. googe fit) und eine app für die kalorien (z.b. loose it).

    Wenn du aber definitiv genaug isst , auch bei kalorien Erhöhung weiter verlierst, dann würde ich da noch mal mit dem Arzt sprechen, das wäre wohl ein guter Anlass für einen CheckUp.


    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
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    am 11.10.2023 09:17:29 | IP (Hash): 308498519
    Hallo Buttermilch,

    das klingt doch alles sehr gut - Glückwunsch. 😊

    Wenn du wirklich Angst davor hast, zu viel abzunehmen, dann brauchst du doch nur etwas mehr zu essen. Wenn du wegen dem BZ die KH weiter sehr gering halten willst, dann iss ein bisschen mehr Fett und/oder Eiweiß. Die beeinflussen den BZ viel weniger als die KH. Du könntest z.B. nicht nur Buttermilch trinken, sondern auch ein Glas Milch, allerdings nicht die fettreduzierte. Oder du nimmst wieder ein bisschen Butter in deinen Speiseplan auf, die ist gesund und schmackhaft. Oder, oder, oder ..., suche dir einfach etwas fettes oder eiweißhaltiges aus, was dir gut schmeckt. Es darf natürlich auch ein Löffel Olivenöl oder eine Walnuss sein, wenn du darauf stehst.

    Weiter alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 12.10.2023 07:45:31. Grund: BBCodes
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    am 11.10.2023 16:35:17 | IP (Hash): 444785967
    Hallo Gunter21 und Rainer,

    vielen Dank für Eure Kommentare.

    Tatsächlich weiß ich nicht genau, wie viel kcal ich eigentlich zu mir nehme. Insbesondere bezüglich Öl. Das war bisher immer Pi mal Daumen. Habe mir gerade eine Lebensmittelwaage bestellt und gelobe Besserung.

    Habe vor zwei Monaten bedauerlicherweise wieder mit dem Rauchen begonnen. Auch das kostet enorm viel kcal am Tag. Wusste ich gar nicht. Ich dachte, die Gewichtszunahme ab Abstinenz kommt von Schokolade.

    Die eine relevante Abweichung eines Blutwertes hat sich übrigens gerade als Missverständnis herausgestellt. Der Hausarzt meinte KEINE Relevanz. Im Gegenteil, das Labor sähe sehr gut aus. Dass ich sowas mal zu hören bzw. lesen kriege. Na dann.

    Trotzdem werde ich weiter berichten. Ich hoffe dabei natürlich, ich bleibe auf dem offenbar guten Weg. Aktuell bin ich sehr stabil und habe diesbezüglich kaum Sorge. Selbst die Ernährung an den Weihnachtsfeiertagen ist bereits geplant.

    Weiß jemand zufälligerweise, wie viel g Fett und wie viel g Eiweiß man im Durchschnitt täglich zu sich nehmen sollte bei der lower carb Ernährungsvariante? Das mit der Gluconeogenese – an anderer Stelle von @Rainer erwähnt – habe ich wohl verstanden.

    Ich habe mich übrigens aus zwei Gründen in diesem Forum angemeldet.
    Um Informationen zu erhalten mit der Möglichkeit, Fragen zu stellen.

    Aber auch, um anderen Betroffenen mit DM Typ 2 ein wenig Mut zu machen.
    Soweit ich verstanden habe, gehöre ich noch zu der unbelehrbaren Urzeitgattung Mensch, dessen Körper nun mal nicht auf KH ausgelegt ist, sondern nur auf die Verarbeitung von Fett und Eiweiß. Erscheint mir also logisch, sich allein darauf zu fokussieren. Wenn ich nicht irre, habe ich das mit allen anderen Patienten mit DM Typ 2 gemein.

    Mein Doc hat mir also vor übrigens auf den Tag genau 10 Monaten die Pistole auf die Brust gesetzt: Entweder hörst Du auf Deinen Körper oder Du spitzt Dir Insulin mit allen Konsequenzen. Also mir fiel die Entscheidung relativ leicht und seit ich das umsetze, geht plötzlich alles besser.

    Mein Antrieb dabei war Motivation, nicht Disziplin.

    Letztere würde ich eher bei low carb Ernährung benötigen. Scheitern wäre vorprogrammiert. Es würde mich ganz sicher überfordern, dauerhaft eben nur eine halbe Kartoffel zu essen und nicht zwei. Nur ein Beispiel von vielen, mit denen ich zu kämpfen hätte.

    Ich weiß auch nicht, ob alle Betroffenen (DM Typ 2) diesen Weg – zumindest rein theoretisch - einschlagen KÖNNTEN. Ggf. lässt die künstliche Zufuhr an Insulin oder an Medikamenten keine Optionen mehr zu oder der Blutzuckerwert ist so hoch, dass ein Absetzen der Medikation viel zu hohe Risiken mit sich bringen würde.

    Hoffentlich klingt das nicht arrogant, wenn ich andere Betroffenen motivieren möchte.

    Abgesehen davon gibt es bei mir weiterhin genug Unsicherheiten und Irritationen. Siehe meinen gestrigen Beitrag zwei Posts weiter oben.

    Nichts für ungut.
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    am 11.10.2023 20:46:48 | IP (Hash): 1406912839
    Buttermilch_14 schrieb:
    Aber auch, um anderen Betroffenen mit DM Typ 2 ein wenig Mut zu machen.


    Jedes gelebte Beispiel von gesundem Gelingen mit T2D wird sicher den einen oder die andere zu ersten Schritten auf dem eigenen Weg anstoßen oder in weiteren bestärken, wenn man so eine vollständige Remission wie deine mitbekommt.

    Super finde ich an deinem Beispiel, wie du dich mit deinem T2D zu eurem möglichst reibungslos gesunden Zusammenleben eingerichtet hast und einrichtest. In meiner Erfahrung spart das im Vergleich zum Dagegen-Kämpfen nicht nur Kraft, sondern kann sogar kräftig anschieben. So habe ich das jedenfalls immer erlebt, wenn uns ein weiterer messbarer Schritt zum gesunden Miteinander-Auskommen gelungen war, meinem T2D und mir. Euch beiden also weiter gutes Gelingen!

    ----------------------------------------------
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    am 11.10.2023 21:12:06 | IP (Hash): 766282417
    Buttermilch_14 schrieb:
    Weiß jemand zufälligerweise, wie viel g Fett und wie viel g Eiweiß man im Durchschnitt täglich zu sich nehmen sollte bei der lower carb Ernährungsvariante? Das mit der Gluconeogenese – an anderer Stelle von @Rainer erwähnt – habe ich wohl verstanden.

    Hallo Buttermilch,

    von Eiweiß musst du tatsächlich genug essen, mit ungefähr 0,8g pro kg Körpergewicht bist du auf der sicheren Seite. Wenn man z.B. beim Fasten kein Eiweiß isst, dann baut der Körper für die Glukoneogenese sogar Muskeln ab, um den Bedarf zu decken. Nach oben gibt es bei Eiweiß außer bzgl. den Kalorien keine Grenze. Die früher häufig ausgesprochene Warnung, zu viel Eiweiß könnte die Nieren schädigen, hat sich als falsch heraus gestellt.

    Fett muss man auch ein bisschen essen, damit die fettlöslichen Vitamine aufgenommen werden können. Da aber selbst bei extrem fettarmen Dieten damit keine großen Probleme bekannt sind, wird dazu wahrscheinlich sehr wenig ausreichen. Zu viel Fett, abgesehen von der Kaloriengrenze, gibt es nicht.

    KH braucht man theoretisch gar keine zu essen, allerdings macht No Carb nicht viel Sinn. Selbst bei extrem KH-armer Ernährung sind 50g ohne weiteres möglich.

    Beste Grüße, Rainer

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    Bearbeitet von User am 12.10.2023 07:42:42. Grund: BBCodes
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    am 12.10.2023 08:52:06 | IP (Hash): 72970431
    Rainer schrieb:


    Nach oben gibt es bei Eiweiß außer bzgl. den Kalorien keine Grenze. Die früher häufig ausgesprochene Warnung, zu viel Eiweiß könnte die Nieren schädigen, hat sich als falsch heraus gestellt.




    Beziehungsweise als "Halbwahr". Eiweiß kann zu einer Verschlechterung der Nierengesundheit führen, WENN die Nieren in ihrer Funktion, in ihrer Leistungsfähigkeit, bereits eingeschränkt sind. Die Dosis macht das Gift, wie man so schön sagt. Aber auch bei Gesunden ist davon auszugehen, dass eine chronisch extrem (!) hohe Proteinzufuhr zu Problemen der Nieren führen kann, denn irgendwann machen die Nieren da nicht mehr. Ansonsten spricht gegen deutlich mehr Protein als grundsätzlich (im Sinne einer Mindestmenge) empfohlen definitiv nichts.
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    am 12.10.2023 09:13:53 | IP (Hash): 1499124447
    @Leia Cake, genau das ist die überholte Auffassung, die durch Studien nicht verifiziert werden konnte.

    Selbst die zuvor empfohlene Reduktion der Eiweißzufuhr bei bereits geschädigten Nieren wurde aktuell aufgehoben. Nachlesen kannst du das z.B. in diesem Artikel über die neuesten Ernährungsempfehlungen der DDG für Typ2-Diabetiker:
    "... auch die Maßgabe, bei eingeschränkter Nierenfunktion weniger Eiweiß zu essen, ist überholt."
    (Quelle: https://www.diabetologie-online.de/a/typ-diabetes-neue-empfehlungen-welche-ernaehrung-ist-die-richtige-2397485 )

    Vermutlich werden sich die alten Empfehlungen zum Eiweiß noch sehr lange halten. Man braucht sich sich aber nicht mehr danach zu richten, wenn man über die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse Bescheid weiß.

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    Bearbeitet von User am 12.10.2023 09:17:05. Grund: BBCodes
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    am 12.10.2023 11:40:45 | IP (Hash): 1764724891
    Danke, Rainer. Mir war nicht bekannt, dass es aktuelle Studien gibt, welche die alten Ergebnisse entkräften.
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    am 12.10.2023 14:58:44 | IP (Hash): 338523838
    Ich finde dieses Posting informativ, zumal der Erfolg von Buttermilch eigentlich geradezu ein Musterbeispiel für Erfolg durch Ernährungsumstellung ist, sozusagen ein BestCase. Kann man sich prima selbst daran messen.

    Ernährung ist bei DMT2 bei vielen vermutlich die wichtigste Therapieform, das sollte man öfters diskutieren. Für viele sehr wichtig, für manche sogar das entscheidende und zentrale Thema im Umgang mit dem DM und dem ganzen metabolischen Syndrom.

    Ich habe zu meinem DM eine Art Hassliebe entwickelt. Ohne die Diagnose hätte ich gar nichts geändert, es wäre so weitergelaufen.
    Ohne den DM mit seinen Konsequenzen, dann wäre früher oder später die Rechnung des Körpers noch viel schlimmer gekommen. Die Diagnose des DM war ein Warnschuss, das war für mich selbst irgendwie ein Glücksfall und das Zeichen nun dringend etwas zu ändern.



    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
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    am 13.10.2023 04:25:12 | IP (Hash): 444785967
    Mir kommen bei Euren Antworten und Kommentaren sehr viele Gedanken. Vielen Dank für Eure Teilnahme hier im Thread.

    Soweit bin ich noch nicht, dass ich zu DM eine Hassliebe entwickelt hätte. 😊
    Trotzdem weiß ich, was gemeint. Bei mir lief es bisher ja letztlich ähnlich.

    --

    Hatte in der Vergangenheit die täglich verzehrten Mengen an KH, Fett und Eiweiß nicht wirklich ermittelt. Bisher hatte ich nur kcal summiert und v.a. bei Öl, Rohkost und Gemüse fanden sicher nicht immer die tatsächlichen Werte Verwendung. Trotzdem denke ich, dass meine durchschnittlichen Abweichungen zur Realität vielleicht bei ca. 5% lagen, also nur 50 bis maximal 150 kcal daneben.

    Gestern habe ich zum ersten Mal neben kcal auch detailliert KH-, Fett- und Eiweiß-Werte addiert.
    Mit dem Eiweiß hatte ich es gestern für meinen Geschmack etwas übertrieben. 2 x Quark (= 500 g) plus Handkäse (200 g) plus Buttermilch (500 ml) waren ein Tick zu viel.

    Die Werte waren in etwa wie folgt:
    ca. 135 g Eiweiß (sonst liege ich da meist weit drunter)
    ca. 55 g Fett
    ca. 80 g Kohlenhydrate
    ca. 1.550 kcal

    Kein Fleisch (inkl. Fisch), über den Tag verteilt ca. 250 bis 300 g Rohkost (Stückchen Gemüsezwiebel, Schnittlauch, Radieschen, rote Paprika). Dazu Walnüsse und das Vorgenannte oben. Insgesamt ca. 20 g Olivenöl. Beim verwendeten Essig steht bei 100 g 16 kcal, alle anderen Werte liegen bei 0.

    Irritierend waren die Nährwertangaben bei den tiefgefrorenen (nicht zusätzlich gezuckerten) Heidelbeeren. Da lagen die Werte auf der Packung gut 30% über dem, was ich über Google ermittelt hatte. Deshalb habe ich nur 200 g statt die ganze Packung von 300 g vernichtet. Ich greife besser zu Erdbeeren, die waren aber leider gerade in dem Discount ausverkauft, der in der Nähe war.

    --

    Von meiner Seite zunächst abschließend zum Thema Mindestwerte und Maximalgrenzen:
    Ich habe keine Ahnung, wie viel KH mein Körper eigenständig abbauen kann.
    Lässt sich das ermitteln?

    --

    Ich war sehr früh aufgestanden und hatte bereits – sehr unüblich - um 04:30 Uhr mein erstes Frühstück. Im Anschluss war ich beruflich unterwegs, saß mehrmals jeweils ca. 90 Minuten im Auto.
    Den ganzen Tag verspürte ich Hunger. Gefühlt ununterbrochen. Gefühlt habe ich auch ständig gegessen. De facto stimmt das aber beides nicht. In Wahrheit hatte ich über den Tag verteilt etwa neun Mahlzeiten, oft nur Snacks wie Walnüsse oder Radieschen. Und in bestimmten Phasen, insbesondere wenn ich abgelenkt war, verspürte ich natürlich keinen Hunger.

    Die letzte Mahlzeit gab es noch vor 18 Uhr. Komischerweise haben Paprikasalat und eine Tasse Tee das Hungergefühl des Tages eliminiert. Vielleicht lag das am „weinwürzigen“ Essig, den ich üblicherweise verwende?

    --

    Ich habe es bereits an anderer Stelle geschrieben: Die stundenlange Pausenregel zwischen den Mahlzeiten entfällt bei mir. Da ich eben keine oder kaum Stärke etc. zu mir nehme, sondern fast ausschließlich Lebensmittel, mit dem der Körper gut oder sehr gut arbeiten kann.

    --

    Meine Bedenken der zu zügigen Gewichtsabnahme haben sich auch Dank Eurer Antworten relativiert.
    1. Lt. BMI werde ich immer noch als leicht übergewichtig gehänselt.
    2. In anderen Klassifizierungen, die auch das Lebensalter berücksichtigen, gehöre ich zum Typ mittleren Normalgewichts. Also weit entfernt von Magersucht.
    3. Ich hatte vergessen, dass ich zuletzt zwar kcal-haltiger gegessen, aber auch deutlich weniger Flüssigkeit zu mir genommen hatte.
    4. Die Effekte zeigt die Waage meist erst zwei, drei Tage später.

    Heute früh sagte die Waage, mein aktuelles Gewicht läge bei 88,9 kg.

    --

    Fazit: Vor allem beim Eiweiß und bei den KH muss ich ans Feintuning. Das Thema kcal hat noch etwas Zeit.

    --

    Was ich an der Stelle ganz allgemein noch loswerden möchte:
    Nach der Hiobsbotschaft und der Aufklärung durch meinen Hausarzt hatte ich mir nur den angebrochenen Tag Karenz gegeben. Aber natürlich unverzüglich mit Recherchen begonnen.
    Was ich (ich muss gestehen, nur auf die Schnelle) fand, hatte mich nicht überzeugt.
    Da ging es zwar um Diäten, um Rezepte und Gerichte, mit weniger Zucker und Kohlenhydraten, um das Senken des BZ, damit zu hohe Spitzen vermieden werden können. Etc. Aber bildlich lagen da immer Insulinspritze, Teststreifen und sonstige Präparate neben dem gedeckten Tisch.
    Meiner Meinung ist das der völlig falsche Ansatz.

    Deswegen - nur gestützt durch ein paar Stichworte meines Hausarztes - bin ich meinen Weg anfangs völlig allein gegangen.
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    Buttermilch_14 schrieb:
    Ich habe keine Ahnung, wie viel KH mein Körper eigenständig abbauen kann.
    Lässt sich das ermitteln?

    Hallo Buttermilch,

    wenn deine BZ-Werte stimmen, was sie ja bei deinen guten HbA1c-Werten bestimmt der Fall ist, dann hat dein Körper die KH auch abgebaut. Abbauen bedeutet: direkt als Energie verbraucht, kurzzeitig in die Glykogenspeicher der Leber und der Muskelzellen eingespeichert und dann die überschüssigen KH in Fett umgewandelt und langfristig als solches eingelagert.

    Ich halte 80 ... 100g KH für einen guten Wert. Da bleibt nicht viel übrig, was in Fett umgewandelt und als solches eingelagert werden kann. Da du neben der Menge auch noch auf die Qualität der KH achtest, klingt das gut und passend.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 13.10.2023 08:55:31. Grund: BBCodes
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    Die 1500 Kalorien sind definitiv zu wenig, das wirst du auf Dauer leider nicht halten können, v.a. bei deiner Körpergröße (weiß jetzt nicht ob du das Olivenöl reingerechnet hast, das wären nochmal ca. 180 Kalorien). Am ehesten wirst du noch den Fettanteil in Zukunft steigern können. Kohlenhydrate sind im richtigen Bereich. Bei Nährwertangaben würde ich eher dem trauen was auf der Packung steht, Google nimmt irgendwelche Durchschnittswerte oder die KI sucht nur auf bestimmte Websiten (in einem anderen Forumsbeitrag wurde z.B. Baklava mit 34 Gramm KH gelistet, wenn man danach googelt stimmt das auch, finde ich aber utopisch, das besteht ja nur aus Blätterteig und Zucker). Mit dem BMI ist das so eine Sache - er ist nicht wirklich aussagekräftig wenn du viele Muskeln hast, Fettanteil ist auch wichtig. Da ist es also wichtig nochmal zu differenzieren.
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    am 13.10.2023 18:43:06 | IP (Hash): 444785967
    Hallo @Rainer, mir sind nur die HbA1c-Werte bekannt. Aber ich denke auch, dass es beim BZ passt.
    80 bis max. 100 g KH ist ein Bereich, den auch ich geschätzt hätte.

    --

    Hallo @gdmircea, guter Hinweis mit Google. Ich greife jetzt auf die Seite von USDA, bei denen die Rohkostwertdaten (Food Search) denen der mir von der Industrie bekannten übereinstimmen. Wurde hier bestimmt schon tausendmal verlinkt.
    https://fdc.nal.usda.gov/fdc-app.html#/

    Mein Ölverbrauch wurde gestern bei den 1.550 kcal berücksichtigt.

    --

    Es ist wirklich nicht leicht, die 2.000er Marke zu knacken bei meiner Art der Ernährung. War in den letzten Monaten auch nur selten der Fall, selbst wenn ich gröbere Rechenfehler begangen haben sollte. Die Fragezeichen bestanden eher bei Rohkost, die sich im Tagessaldo nur relativ geringfügig auswirken. Vielleicht habe ich mich beim Öl um wenige Gramm verschätzt und dann wohl noch bei Heidelbeeren. Da ging es aber beispielsweise um KH, die ich erst seit gestern in den Fokus nehme. Auf die Höhe kcal hatte die bisher falsche Veranschlagung der Heidelbeeren kaum Auswirkungen.

    Korrigiert mich, wenn ich falsch liege: die kcal sind nur ein Indexwert, eine grobe Orientierung. So habe ich auch meinen Hausarzt verstanden.

    Meine Werte von heute halte ich für sehr genau:
    128 g Eiweiß
    62 g Fett
    62 g KH
    1.400 kcal (leicht aufgerundet).

    Spürte heute Mittag aber tatsächlich Probleme, weil ich offenbar bis dahin zu wenig aß.
    Auch im Verhältnis zu meinen Aktivitäten (50 Liegestützen, einstündiger Fußmarsch, einstündige Massage passiv und rund sechs Stunden konzentrierte Office-Arbeiten).

    Da lagen meine Werte bereits bei 98 g Eiweiß – 28 g Fett – 38 g KH bei nur 840 kcal.

    Ich kam auch auf die Idee, aber halte es nicht für sinnvoll jetzt Löffelweise Öl zu trinken, nur um die kcal hochzutreiben. Erhöht den Fettanteil Elementar und sättigt kaum. Stattdessen habe ich mir einen Quark gemacht, auf den ich heute eigentlich verzichten wollte. Allerdings tatsächlich mit 15 g Olivenöl (anstelle ca. 10 g wie sonst).

    Zuvor gab es noch Paprikasalat mit Schnittlauch und Radieschen und einem mittleren Champignon (frisch, geputzt, roh), viel Essig (10 kcal, sonst nix), dafür wenig Öl (max. 5 g).

    Ich hoffe, Euch damit nicht zu langweilen. Vielleicht kann ja ein oder andere Schlüsse für seine eigene Ernährung ziehen oder andere User bringen Einwände, Ideen oder geben Impulse.

    Danke, schönes WE!

    - DM Typ 2 ohne Medikation
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    am 14.10.2023 06:34:16 | IP (Hash): 1904609956
    Du langweilst in keinster Weise-:)
    Bei deinen aktivitäten sind die 1500 deutlich zu wenig, vermutlich selbst 2000 noch zu wenig.
    Vielleicht geht noch was über Hülsenfrüchte, Eier oder Käse.
    Das alles erhöht dem Proteinanteil, ist ja nicht verkehrt. Hülsenfrüchte enthalten zwar KH aber gut abbaubar. Käse gibt verschiede Möglichkeiten bezüglich Fett und Protein abhängig von der Sorte.
    Mal was mit Mozzarella überbacken oder Parmesan auf den Salat.


    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
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    am 14.10.2023 10:39:26 | IP (Hash): 444785967
    Schön!

    Ich versuche eben gerade, einen guten Weg zu finden.
    Dass die kcal zu wenig sind, ist mir schon klar.

    Es scheint gar nicht möglich, auf sagen wir mal 2.000 kcal am Tag zu kommen, ohne dabei (selbst) gesetzte Grenzwerte* (siehe ganz unten) bei Eiweiß, Fett und KH zu überschreiten. Über Ballaststoffe haben wir uns noch gar nicht gekümmert, aber ich denke mal, mit der ganzen Rohkost, den Beeren und Walnüssen, ab und an Pilzen sowie Kürbiskernen muss ich mir wenigsten hier keine größeren Gedanken machen.

    Gestern Abend hatte ich übrigens das exakt gleiche Gewicht wie am gleichen Morgen und heute früh zeigte die Waage wieder 1 kg weniger an: 87,9 kg. Natürlich bleibt nicht unberücksichtigt, dass es auch andere Ursachen für den krassen Gewichtsverlust geben kann. Entsprechende Check-up sind bereits angeleiert.

    --

    Deine Tipps, @Gunther21, führen wahrscheinlich genau auf den Weg, den ich zu gehen habe. Eigentlich wollte ich diejenigen Lebensmittel, die bei mir auf der roten Liste stehen, komplett oder wenigstens fast ausnahmslos von meinem Speiseplan verbannen. So muss ich mich wohl verstärkt dem Thema Hülsenfrüchte widmen. Die mag ich eigentlich nur „à la malsaine“ (auf ungesunde Art). Muss wohl jetzt Rezepte googlen.

    --

    Vielleicht muss ich tatsächlich mal eine Hochrechnung zum Tagesverbrauch machen, bevor ich anfange zu essen.

    Heute gab es:
    250 Quark mit 10 g Olivenöl ohne Rohkost,
    500 ml Buttermilch,
    2 Walnüsse und etwa 10 g Kürbiskerne,
    200 g mageren Schweinebraten,
    den größten Rest der Heidelbeeren von gestern, etwa 90-100 g.

    Das bringt folgendes Zwischenresultat:
    96 g Eiweiß,
    38 g Fett,
    45 g KH,
    960 kcal.

    --

    Wird heute wieder schwer, überhaupt die 1.500er Marke zu überschreiten. Muss wohl heute vorm Schlafengehen als Digestif doch noch ein kleines Gläschen Olivenöl zu mir nehmen …
    Lt. BMI wiege ich immer noch „etwas zu viel“ (25,3). Über Muskelschwund hätte ich mir bereits lange (= Jahre) VOR meiner Ernährungsumstellung Sorgen machen müssen. Aktuell wird wohl eher überschüssiges Fett abgebaut und hoffentlich nicht Knochen.

    --

    *Meine Grenzwerte sind von mir selbst gesetzt.
    Eiweiß: 90-130 g am Tag, im Mittel 100-110 g. Mein Mindestbedarf liegt bei 70-80 g am Tag. Auch wenn es lt. @Rainer keine Maximalgrenzen gibt, halte ich das Setzen einer Solchen beim eigenen Konsum für sinnvoll.
    Fett: 80 g als Maximum, im Mittel deutlich weniger.
    KH: 50-80 g, ähnlich wie beim Fett.
    kcal: tja, eigentlich mindestens 2.000 kcal am Tag.

    - DM Typ 2 ohne Medikation
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    am 14.10.2023 15:01:17 | IP (Hash): 1517651034
    Ich hab ja gesagt, 2000kcal mit dieser Ernährung (wie oben beschrieben) ist fast unmöglich.
    Ausser man mag 5 kilo Gemüse....

    Ich hab mir Eiweiss auf mind. 100 gesetzt.
    Fette würde ich nicht grundsätzlich verdammen, die sind der Schlüssel um auf 2000kcal zu kommen wenn kaum KH im spiel sind. Auch ein bisschen Butter oder Sahne zum kochen sind in kleineren Mengen ok.
    KH 80 ist ein gutes Ziel, ich bin da noch drüber aber arbeite dran.

    Knochen baut man kaum ab, Muskeln eigentlich nur bei Null-Diät mit Bewegungsmangel oder im Fall von Krankheit.

    Was auch immer du isst, es muss zu dir passen und dir schmecken. Sonst funktioniert das nicht auf Dauer.
    Und nicht über die Waage täglich wundern. Das wirkt immer ein paar tage zeitversetzt beim gewicht.....warum auch immer.




    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
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    am 14.10.2023 15:31:11 | IP (Hash): 1248229121
    Buttermilch_14 schrieb:
    *Meine Grenzwerte sind von mir selbst gesetzt.
    Eiweiß: 90-130 g am Tag, im Mittel 100-110 g.
    Fett: 80 g als Maximum, im Mittel deutlich weniger.

    Hallo Buttermilch,

    warum setzt du dir - außer bei den KH - solche Grenzen. Mit Fett und Eiweiß kannst du doch deine Kalorienzufuhr sehr gut steuern. Wenn du nach deinem Gefühl zuviel abnimmst, dann iss ein bisschen weniger davon. Wenn du zu wenig abnimmst oder sogar wieder zunimmst, dann reduziere Fett und/oder Eiweiß. Schau dabei nicht täglich auf die Waage, kontrolliere vielleicht wochenweise.

    Wenn du mehr Kalorien brauchst, dann mache z.B. Sahne in den Quark, Butter an das Gemüse, Kokosöl in den Kaffee und und und ... Übrigens ist sowohl das Milchfett als auch Kokosöl wegen des hohen Anteils an kurz- und mittelkettigen Fettsäuren leicht verdaulich. Deshalb verträgst du das evtl. besser als mehr Olivenöl. Probiere aus, was dir schmeckt und was zu deiner Ernährung passt und genieße dein Essen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 14.10.2023 15:31:26. Grund: BBCodes
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    am 15.10.2023 05:55:57 | IP (Hash): 444785967
    Hahaha, 5 kg Gemüse wären auch nicht gut, das wären ja mindestens 150 g KH.

    Die "Grenzwerte" sollen eher das Bewusstsein schärfen und sind nicht dogmatisch gesetzt. Werde bei Überschreitung nicht gleich die 112 anwählen.

    Wie ich es aber auch drehe und wende: Um auf 2.000 kcal zu kommen muss zwangsläufig ein "Grenzwert" deutlich überschritten werden. Ich finde das zumindest eine interessante Erkenntnis aus den letzten Tagen.

    Das Einzige auf meinem Speisezettel was ich nicht mag ist Leinöl. Vermixt im Salat schmeckt es dann nicht mehr ganz so morbid und penetrant.

    Ansonsten sehe ich es so wie ihr: es muss schmecken und glücklicherweise tut es das gewöhnlich. Ich achte auf Abwechslung, kann aber auch mal wochenlang das Gleiche essen. Spargel beispielsweise. Der Verzicht auf andere Lebensmittel und das Verlangen danach fallen damit weniger schwer ins Gewicht. Sonst würde ich das auf Dauer auch nicht hinbekommen. Jetzt bin ich bereits im zehnten Monat, fühle mich mental recht stark und stabil und somit sind die Prognosen recht gut, vom Weg nicht abzukommen. Alle drei Monate gönne ich mir – teilweise ganz bewusst – einen Ausreißer um festzustellen, dass diese Ausreißer nicht lohnen. Alleine das schlechte Gewissen und der damit verbundene negative Stress fressen die Glücksgefühle dieses einen kurzen Moments der Lust auf. Letztes Mal waren es auch leichte Kopfschmerzen und ein kleiner Kater. Scheinbar muss ich aber immer wieder neu in diese Lehre. So jedes Quartal einmal. Ich denke, das ist okay so.

    Da Zucker und Alkohol Glückshormone fördern, braucht es Ersatz. Den muss man sich auf andere Weise verdienen. Zum Teil geht das mehr oder weniger automatisch. Der Gewichtsverlust schafft neue oder wiedergewonnene Optionen. Statt die Zeit mit dümmlichen TV-Serien totzuschlagen gehe ich wieder viel mehr raus. Ich hatte ganz vergessen, dass es sich mit Damen, die Jahrzehnte jünger sind, auch außerhalb des Milieus (unverbindlich) flirten lässt. Zum Beispiel. 😊

    Derzeit bin ich immer noch mit dem Austausch meiner Garderobe beschäftigt. Die gerade erst angeschafften Hosen müssen schon wieder gewechselt werden. Oder ich muss mir Hosenträger kaufen. Das kostet zwar alles Investition, aber es macht auch Spaß (Shopping!). Schon was anderes, sich Kleidungsstücke anzuschaffen, die einem (und anderen) gefallen und nicht die eine Hose aus dem Übergrößengeschäft, bei der sich der Knopf mit Ach und Krach schließen lässt.
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    am 15.10.2023 20:31:09 | IP (Hash): 656586520
    Habe jetzt erst deinen Thread entdeckt. Finde ebenfalls die Gewichtsabnahme beindruckend, um nicht zu sagen krass. Wenn ich richtig gerechnet habe, dann nimmst du ca. 1,5kg in einer Woche ab. Das dauert bei mir drei Monate...

    Allerdings mit deiner Ernährung auch vollkommen einleuchtend. Was sagt der Arzt? Diabetes weg? Alles ok, auch alle anderen Blutwerte?
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    am 16.10.2023 10:38:53 | IP (Hash): 444785967
    Wenn man es so formulieren will, ist Diabetes weg.

    Mein Labor sagt:
    kein Diab. mellitus: unter 5,7 % (ich habe aktuell 5,0 %),
    Grenzbereich: 5,7 bis 6,4 %,
    Diab. mellitus: größer gleich 6,5 %.
    ---
    Zielwertkorridor für erwachsene Diabetiker: 6,5 bis 7,5 %.

    Ich bin nur dazu verdammt, den Weg weiterzugehen.

    Meine Blutwerte sehen aktuell sehr gut aus. Fast alle Ergebnisse zeigen mittlere Werte innerhalb des optimalen Bereichs.

    @Schwarzwaldjunge, Du hast richtig gerechnet. Wenn Du etwa 20 kg abziehst, die lt. Physiotherapeut durch regelmäßige Drainage verloren ging, sinkt die durchschnittliche Kilogrammquote von 1,5 kg auf etwa 1,0 kg pro Woche.

    Ich finde das trotzdem nicht nur krass, sondern fast schon beängstigend.

    Allerdings habe ich bereits zweimal erleben dürfen, dass bei mir allein der Verzicht auf Mehlspeisen und Sättigungsmittel wahre Wunder bewirkt. Diesmal bin ich zwangläufig noch konsequenter vorgegangen.

    Nachdem ich die letzte Woche die täglichen Rationen von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten ins Visier genommen hatte, kam heute die Idee, bei KH nur Frucht- und Milchzucker (sowie die wenigen KH aus Stärke oder Industriezucker) zu berücksichtigen und nicht die KH aus Rohkost, Gemüse & Co. Damit läge ich kaum über 50 KH täglich (als Spitzenwert). Alleine eine Zwiebel (150 g) hat schon ca. 15 KH.

    Wenn ich das so handhabe, bekomme ich auch ohne schlechtes Gewissen die 2.000 kcal hin.