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Rotwein zum Abendessen

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    am 04.10.2023 14:15:57 | IP (Hash): 1517651034
    Hallo,

    ich habe ein paar Fragen zum Einfluss des Alkohol auf den BZ, da ist mit einiges noch nicht ganz verständlich. Damit meine ich NICHT die Auswirkungen irgendwelcher Exzesse , sondern mehr das Achtel Wein.
    Alkohol beschäftigt ja die Leber, die die Priorität auf die Entsorgung des Alkohols legt und "keine Zeit" hat um Zucker ins Blut abzugeben.
    Im Grunde ist doch der Effekt eigentlich ähnlich wie bei Metformin, das hemmt ja auch die Glukoseausgabe der Leber, nur auf einem anderen Weg.

    Könnte man postprandiale Spitzen dämpfen oder den allgemeinen BZ Spiegel senken wenn man z.b. regelmässig ein Glas Rotwein abends trinkt oder einen (zuckerarmen) Aperitiv vor dem Mittag oder einen Grappa danach?

    Ich trinke nur selten und wenig Alkohol und hab nichts dergleichen je getestet, aber wenn ich so meine Met-dosis senken könnte und dafür täglich ein Achtel Rotwein konsumieren müsste wäre das duchaus eine Überlegung wert

    Im Internet findet man eigentlich jede Menge positive Empfehlungen, gerade das Gläschen Rotwein soll ja für den Stoffwechsel, Herz, Blutfette, Gefässe und vieles mehr gut und nützlich sein.
    Gibt sogar Studien dazu (z.b. Ben Gurion Uni) - aber ich hab hier nie eine diesbezügliche Empfehlung gelesen und vermutlich wird auch kein Arzt dem sein Ruf etwas bedeutet so etwas jemandem direkt empfehlen.

    Dshalb frage ich mich, wo ist der Haken bei der Geschichte?
    Funktioniert das überhaupt so wie ich mit das vorstelle?
    Gibt es irgendwelche unerwünschten Nebenwirkungen (ausserhalb der "üblichen" wie Suchtgefahr, Alkoholismus und Alkoholische Fettleber) ?

    Und was passiert eigentlich mit dem Zucker bzw. den KHs, die gerade verdaut werden und über den Dünndarm ins Blut kommen aber die Leber gerade mit dem Alkohol beschäftigt ist und dafür keine Zeit hat? Eigentlich müsste doch der BZ dann deutlich steigen , da der Zucker von der Leber nicht gespeichert werden kann und nicht sinken (wie meistens beschrieben) ?

    grüße,
    Gunter

    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
  • Rinakos

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    am 04.10.2023 15:19:54 | IP (Hash): 586187316
    Hallo Gunter,
    nicht umsonst heißt es das Diabetiker die Finger möglichst vom Alkohol lassen sollten. Das kann fatale Auswirkungen haben. Und kann zu extremen Zuckerabsturz führen und dich umkippen lassen.
    Schon mal mit Bittertropfen versucht? Mir hat es immer sehr gut geholfen. Auch Iberogastropfen machen bei mir den Zucker niedriger. In beiden Tropfen Sorten sind allerdings auch Allohol, deshalb verdünne ich die 20 Tropfen stark mit Wasser und nehme es nur im Notbedarf und nicht täglich! Oder nur viel Wasser trinken senkt auch den Zucker spiegel.
    Das Gläschen Alkohol kann jedenfalls nicht die Lösung sein.
    Liebe Grüße

    Ich liebe Menschen die lächeln wenn es regnet.
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    am 04.10.2023 17:18:53 | IP (Hash): 315442409
    Rinakos schrieb:
    Hallo Gunter, nicht umsonst heißt es das Diabetiker die Finger möglichst vom Alkohol lassen sollten. Das kann fatale Auswirkungen haben. Und kann zu extremen Zuckerabsturz führen und dich umkippen lassen.

    Das kann aber nur passieren, wenn man Diabetesmedikamente nimmt, die den BZ aktiv senken, also bei Insulin oder bei Sulfonylharnstoff. Bei allen anderen braucht man so etwas nicht zu befürchten.

    Ich denke aber, dass man auch als INSULINER gut lernen kann, mit normalen Mengen Alkohol, wie z.B. mit einem Glas Rotwein, umzugehen.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 04.10.2023 17:28:19. Grund: BBCodes
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    am 04.10.2023 18:11:50 | IP (Hash): 34289242
    Rinakos schrieb:
    Oder nur viel Wasser trinken senkt auch den Zucker spiegel.


    Halte ich fürn Gerücht. Hatte über Jahre einen Flüssigkeitsumsatz von um 15 Litern pro Tag und dabei morgens nüchtern über 400 mg/dl bei einem HbA1c über 15.
    Am einfachsten lässt sich das Gerücht mit dem Pipizuckertest füttern. Denn dieselbe Menge Zucker sieht natürlich am Urinstreifen nach deutlich weniger aus, wenn die auf mehr Liter praktisch verdünnt ist.

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    Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)
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    am 05.10.2023 06:19:48 | IP (Hash): 281725946
    Moin Jürgen,

    um 15 Liter schrebst Du. Wkie macht man so etwas. Ich rinke schon viel mit 3 Liter Flüssigkeit............


    Liebe Grüße
    Rolf




    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
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    am 05.10.2023 09:16:49 | IP (Hash): 1752789940
    Gunter21 schrieb:
    Im Internet findet man eigentlich jede Menge positive Empfehlungen, gerade das Gläschen Rotwein soll ja für den Stoffwechsel, Herz, Blutfette, Gefässe und vieles mehr gut und nützlich sein.

    Hallo Gunther,

    darüber sind die Fachleute vollkommen uneins. Es gibt die unterschiedlichen Meinungen:
    a) auch kleine Mengen Alkohol sind bereits schädlich,
    b) kleine Mengen Alkohol schaden nichts und
    c) kleine Mengen Alkohol sind nützlich für Herz, Blutfette, Gefäße, ...

    Für jede Meinung gibt es auch passende Studien, die das beweisen. Allerdings sind das alles nur Beobachtungsstudien mit begrenzter Aussagekraft, wie es bei Ernährungsfragen meist nicht anders möglich ist. Also kannst du dir aussuchen, welcher Aussage du folgst. Unstrittig ist natürlich, dass größere Mengen Alkohol viel Schaden anrichten können.

    ____
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    Bearbeitet von User am 05.10.2023 09:17:24. Grund: BBCodes
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    am 05.10.2023 11:14:45 | IP (Hash): 205438424
    Lighthouse schrieb:
    um 15 Liter schrebst Du. Wkie macht man so etwas. Ich rinke schon viel mit 3 Liter Flüssigkeit............


    5 Liter halte ich heute fast schon für normal, wo die Leute alle mit Trinkflaschen rumlaufen und wo meine Teeny-Enkel keine Stunde in der Schule ohne selbstverständlich zwischendurch mal eben Trinken und Pinkeln gehen sitzen können.

    Und die 15 Liter sind ja nicht auf einmal fällig geworden oder im Rahmen von wenigen Tagen, wie bei ner Ketoazidose mit Typ 1. In Fällen wie meinem wächst sowas über Jahre, und mit dem Wachsen vom Umsatz wächst auch die Gewöhnung. Und auch die Niere(n), wie mir der Nephrologe am Beispiel von meiner damals erklärt hat.

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    am 05.10.2023 12:02:52 | IP (Hash): 444785967
    Gunter21 schrieb:
    Könnte man postprandiale Spitzen dämpfen oder den allgemeinen BZ Spiegel senken wenn man z.b. regelmässig ein Glas Rotwein abends trinkt oder einen (zuckerarmen) Aperitiv vor dem Mittag oder einen Grappa danach?

    Meinen Menschenverstand halte ich meistens für relativ gesund. Der sagt: klares Nein.
    Trotzdem könntest du Dein Gläschen Rotwein trinken.
    Aber extra wg. Diabetes therapeutisch eher sinnlos oder gar kontraproduktiv.
    Abgesehen davon rate ich von tatsächlich regelmäßig (täglichem) Genuss ab.
    Nichts für ungut!

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    am 05.10.2023 17:34:31 | IP (Hash): 1517651034
    Ihr müsst keine Sorge haben, ich habe nicht vor meine NAFLD (die gerade am regenerieren ist) durch eine AFLD zu ersetzen.....das wäre irgendwie wirklich blöd-:)

    Bin da mehr an der Theorie, an den Stoffwechselabläufen mit Alkoholeinfluss und auch den praktischen Erfahrungen anderer interessiert, für mich selber ist das aber eher nichts.

    Gibt es eventuell hier welche die aus Winzergebieten stammen , wo der Wein irgendwie immer dazugehört oder die Weinliebhaber sind und da ihre Erfahrungen oder Beobachtungen beisteuern können?



    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
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    am 05.10.2023 20:01:19 | IP (Hash): 1752789940
    Gunter21 schrieb:
    Gibt es eventuell hier welche die aus Winzergebieten stammen , wo der Wein irgendwie immer dazugehört oder die Weinliebhaber sind und da ihre Erfahrungen oder Beobachtungen beisteuern können?

    Von solchen Leuten wirst du wohl keine Erfahrungen bekommen können - die müssten ja erst mal eine Weile ohne ihren Wein leben, um Unterschiede feststellen zu können.

    Warum machst du nicht einfach ein paar eigene Tests? Von 2...3 Gläschen Wein wirst du wohl kaum AFLD bekommen.

    Ich glaube kaum, dass du damit Erfolg hast. Die Wirkung ist vermutlich zu kurz, Metformin wirkt dagegen ständig. Außerdem wird der Alkohol aus dem Glas Wein wahrscheinlich nicht genügend Wirkung entfalten. Spannend wäre so ein Experiment auf jeden Fall - teste es mal aus und berichte das Ergebnis.

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    Bearbeitet von User am 05.10.2023 20:02:18. Grund: BBCodes