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Wie gefährlich ist eine Unterzuckerung?
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am 10.11.2023 14:42:36 | IP (Hash): 19222069
ThomaS1968 schrieb:
Hallo zusammen.
Eigentlich bin ich bislang ganz gut darin, Zustände von beginnender Unterzuckerung bei mir in dem Maße frühzeitig zu erkennen, dass ich immer noch rechtzeitig und "eigenhändig" mit zuckerhaltigen Nahrungsmittel gegensteuern kann...
Dennoch würde mich interessieren, was passieren würde, wenn mich ein solcher Zustand einmal des nachts im Schlaf ereilt und auch welche Auswirkungen hiervon langfristig zu befürchten sein können?
Gibt es zum Beispiel Blutzuckerwerte, die vor dem Schlafengehen nicht unbedingt unterschritten werden sollten?
Mich interessieren auch gerne eigene, individuelle Erfahrungen zu bzw. mit diesem Thema...
Danke vorab.
Unterzuckerungen sind insb. dann gefährlich, wenn man sich infolge dessen verletzt. Stürzt, Auto Unfall baut, ...
Zudem sind Unterzuckerungen dann gefährlich, wenn vorher Alkohol getrunken wurde. Die Leber ist mit dem Alkoholabbau beschäftigt und kann keine Glukose bei Unterzuckerungen freisetzen.
Auch wenn die Zuckerspeicher leer sind, bspw. beim längeren Fasten, mehrere Hypos pro Tag, Magen-Darm-Grippe, ... kann es gefährlich werden.
Nächtliche Unterzuckerungen treten gerne auch nach Sport auf, sog. Muskelauffülleffekt.
Vor dem Autofahren sollte man bei min. 90mg/dl sein. Vor dem Schlafengehen lautet die offizielle Empfehlung ohne Sensor 120mg/dl. Bei nur Basalinsulin könnte man ggf. auch niedrigere Werte vor dem Schlafengehen anstreben.
Wichtig, nach viel Sport oder Alkoholkonsum wird empfohlen vor dem Schlafengehen mit höherem BZ ins Bett zu gehen bzw. zur Sicherheit vorher noch etwas zu essen.
Bei komplett leeren Zuckerspeichern muss man deutliche Vorsicht walten lassen! Egal zu welcher Tageszeit. Hier wirkt kein Glukagon-Notfallpräparat und auch mit 1-2 KE ist es hier meist nicht getan. Zum Glück sind diese Art Hypos selten. -
am 10.11.2023 14:57:43 | IP (Hash): 1893807364
July95 schrieb:
......... Vor dem Autofahren sollte man bei min. 90mg/dl sein..............
Meine Frage: Gewebe- oder Blutzucker? Mein Lesegerät meldet sich bei mir seit eh und je bei 70 mg/dl Gewebezucker. So wurde es von meinem Diabetologen eingestellt!
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Seit 2010 Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Bearbeitet von User am 10.11.2023 14:59:20. Grund: Wort Gewebezucker hinzugefügt -
am 10.11.2023 15:35:50 | IP (Hash): 715712027
Am besten beides...
Im Fall eines Unfalls kann es passieren, dass man von dir fordert, nachzuweisen, dass du deinen BLUTZUCKER vor Fahrantritt überprüft hast.
Einigen mussten sogar beim Diabetologen unterschreiben, dass sie wissen, dass vor Fahrantritt der BLUTZUCKER überprüft und das Ergebnis dokumentiert werden muss. Wobei diese Messung natürlich genauso falsch sein kann wie ein Sensorwert.
Ich messe im Allgemeinen einmal täglich dokumentiert blutig gegen und kalibriere ggf. Dadurch kann ich größere Abweichungen zwar nicht ausschließen, aber deutlich reduzieren. Plane ich mit dem Auto zu fahren, lege ich das kurz vor den Fahrantritt. Beim Libre geht Kalibrieren mit Bordmitteln leider nicht...
Wenn man um die Abweichungen weiß, muss man entsprechend handeln. Alles andere wäre wahrscheinlich fahrlässig oder sogar grob fahrlässig.
Aus der S3 Leitlinien Diabetes und Straßenverkehr:
"Menschen mit Diabetes, die ein Risiko für schwere Hypoglykämien haben, soll dazu geraten werden
- Vor Fahrtantritt eine Messung der Blutglukose durchzuführen und immer ein BG-Messgerät sowie geeignete Snacks zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegels griffbereit im Fahrzeug mit zu führen.
- Bei niedrig-normaler BG (z. B. 50mg/dl – 80mg/dl) sollen vor Fahrtantritt geeignete Mengen Kohlenhydrate zugeführt werden, um die Blutglukose anzuheben und um einen BG-Abfall während des Fahrens zu vermeiden."
In der Variante für Patienten:
"Maßnahmen zur Verhinderung von Hypoglykämien
Es gibt geeignete Maßnahmen, die das Risiko für eine Unterzuckerung während des Fahrens deutlich verringern.
• Vor Fahrtantritt soll man den Blutzucker messen. Der Wert soll möglichst nicht unter 90 mg/dl (5,0 mmol/l) liegen. Liegt der Blutzuckerwert darunter, dann soll er durch Zufuhr von Kohlenhydraten angehoben werden. (starke Empfehlung)
• Bei längeren Fahrten sollte man mindestens alle drei Stunden den Blutzucker messen (Empfehlung). Engmaschigere Messungen sind bei höherem Unterzuckerungsrisiko (z.B. Schwangerschaft, unsichere Hypoglykämiewahrnehmung, akute Erkrankungen wie Durchfallerkrankungen, stark schwankende Blutzuckerwerte) zu empfehlen.
• Kohlenhydrathaltige Lebensmittel („Hypo-BE/KE“) und das Blutzuckermesssystem sollen mitgeführt werden und im Fahrzeug leicht zugänglich sein (starke Empfehlung)
Die aktuell gemessenen Blutzuckerwerte und gegebenenfalls die Behandlungsmaßnahmen (z.B. Zufuhr von Kohlenhydraten um den Blutzucker zu erhöhen, Verringerung der Basalrate zur Vorbeugung einer Unterzuckerung) sollten z.B. im Diabetes-Tagebuch dokumentiert werden (Empfehlung)."
Wir schreddern mal wieder.... 'tschuldigung Thomas
Bearbeitet von User am 10.11.2023 16:19:39. Grund: Korrektur -
am 10.11.2023 16:55:20 | IP (Hash): 208575062
Ich seh da nix geschreddert. Denn mit dem Bolus-Insulin wird Thomas früher oder später direkt in den "Genuss" der "interessanten" Bestimmungen zum Straßenverkehr kommen. Am interessantesten die Mitschuld, die man als INSULINER zugerechnet bekommen kann, wenn man schuldlos in einen Unfall verwickelt ist und nicht einwandfrei dokumentiert nachweisen kann, dass man vor Antritt und ggf. während der Fahrt alle Bedingungen des Katalogs erfüllt hat, den du da zitiert hast.
Da ist nicht die Unterzuckerung gefährlich, sondern ihre praktisch vollautomatische Unterstellung, wenn man den Ausschluss nicht ausreichend belegen kann.
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Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 10.11.2023 17:15:34 | IP (Hash): 715712027
Auch deshalb kann ich das eigentlich immer belegen... mit Hilfe meiner Technik, aus der man mir allerdings auch nen Strick drehen könnte :( Aber dagegen weiß ich mich zu wehren (in dubio...)
Ich halte diese Unterstellungen selbstverständlich für absolut unangemessen! Jemand, der z.B. Blutdrucksenker nimmt, muss ja vor Fahrtantritt auch seinen Blutdruck nicht dokumentiert nachweisen.
Uns gibt diese Gängelung aber durchaus auch Sicherheit.
Wer möchte schon eine andere Person verletzen? MICH selbst würde es sehr belasten, wenn ich wüsste, dass ich das durch etwas mehr Sorgfalt hätte verhindern können. Und ein bisschen Zwang kann da durchaus hilfreich sein ;) Ich werde nie verstehen, wie sich Menschen unter Alkoholeinfluss ans Steuer setzen können - und die wissen, dass das gefährlich sein kann!
Die Regeln gelten im Zweifelsfall übrigens auch nur mit Basalinsulin...
Bearbeitet von User am 10.11.2023 18:03:50. Grund: Ergänzung -
am 11.11.2023 00:17:44 | IP (Hash): 1177615933
Vielen lieben Dank bis hierhin erstmal für die vielen hilfreichen Posts.
Nun mit Jardiance im Gepäck muss ich mich schon mal mit diesem Thema etwas intensiver beschäftigen...
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LADA Typ I...
(Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance +16 IE Toujeo, abends 12,5 mg Jardiance + 16 IE Toujeo)
Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu schädigen?! -
am 11.11.2023 09:11:39 | IP (Hash): 105091093
Jardiance ist kein BZ-Senker. Du wirst allein damit nie unter 100 mg/dl kommen, wahrscheinlich nicht mal unter 120. Aber zusammen mit Toujeo, wenn du das zu übermütig allein mit Blick auf Verlaufsspitzen dosieren würdest, die du nicht haben wolltest.
Das Wegdosieren der Verlaufsspitzen ist übrigens der Hauptgrund für Hypos mit Kurzzeitinsulin für Mahlzeiten und Essen generell. Sehr hilfreich habe ich dafür damals von dem Arbeitskollegen, der mich zu HbA1c 5,5 überredet hat, die Anleitung zum Orientieren an den Verlaufstälern bekommen. Also nach Auslauf der Essens- und Insulinwirkung nicht unter 70-90 mg/dl. Auf der Grundlage hatte ich außer den Lantus-Lows noch nie ne Hypo mit ernsthafter Beeinträchtigung.
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Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 11.11.2023 12:52:40 | IP (Hash): 624809818
Du kennst doch das Medikament überhaupt nicht und laberst wieder mal Mist.
Auszug aus dem Datenblatt;
Jardiance wird zur Behandlung des Typ-2-Diabettes bei erwachsenen Patienten ( ab 18 Jahren) angewendet wenn dieser mit Diät oder Bewegung nicht ausreichend eingestellt werden kann.
Jardiance hemmt das SGLT-2-Protein in den Nieren. Das führt dazu dass Glucose über den Urin ausgeschieden wird. Dadurch wird der Blutzuckerspiegel gesenkt.
Ich selbst nehme das Medikament auch und bin sehr zufrieden damit.
Im übrigen sehr ich es so das die Frage von Thomas überhaupt nicht beantwortet worden ist.
Stattdessen wird hier rumgelabert von Unfällen,
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am 11.11.2023 19:20:37 | IP (Hash): 105091093
@Helmuth
Ich unterscheide zwischen der Wirkung, die dafür sorgt, dass der BZ nicht so hoch ansteigt, und der, dass der BZ wirklich aktiv abgesenkt wird. Mit nicht so hoch ansteigen kann keine Unterzuckerung bewirkt werden, mit aktivem Absenken sehr wohl.
Die normale Nierenschwelle liegt bei etwa 180 mg/dl. Alle Glukose darüber geht ins Klo, weil die Nieren nur die darunter aus dem Primärharn wieder in den Kreislauf geben.
Jardiance senkt die Nierenschwelle Richtung 160-140. Vielleicht in einzelnen Fällen auch mal bis 120. Es wird also mehr Glukose als normal ins Klo ausgeschieden.
ABER die Nieren filtern in 24 Stunden nur knapp 200 Liter Blut, während die Leber in 24 Stunden wenigstens die 10 fache Menge, also 2.000 Liter, wieder voll mit Glukose versorgt.
Wenn mit Jardiance also 200 von den 2.000 Litern mit etwas weniger Glukose durch die Adern fließen, sorgt das nicht wirklich für ein aktives Absenken des gesamten Blutzuckers, sondern eher für etwas weniger Ansteigen. Daher lässt sich mit Jardiance allein mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht einmal eine leichte Unterzuckerung bewirken.
Insulin wirkt sich dagegen auf ALLE 2.000 Liter in der Leber aus und kann mit entsprechend hoher Dosierung den Blutzucker gewaltig senken. Denn die Leber ist die einzige Ausgabestelle von Glukose für den gesamten Kreislauf. Mit Insulin lässt sich also jeder Grad von Unterzuckerung bewirken.
Du bemeckerst zwar, dass hier niemand schreibt, wie gefährlich Unterzuckerungen sind. Aber in deinem Beitrag hier lese ich doch auch kein bisschen Antwort auf die Frage. Fällt dir eigentlich auf, dass du dich praktisch selbst bemeckerst?
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Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 11.11.2023 20:04:49 | IP (Hash): 624809818
Laber, Laber, Laber..,,,,
Kannst du nicht einfach mal deine Fresse halten.
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