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Insulinresistenz ja oder nein ?
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am 16.11.2023 21:56:17 | IP (Hash): 754147031
Hallo Zusammen
Ich Gehöre wahrscheinlich nicht in dieses Forum, aber habe stark die Hoffnung, dass ihr mir ev. weiterhelfen könnt.
Ich hatte Anfang dieses Jahres aufgrund von Zyklusstörungen eine Blutentnahme. Dabei wurden leicht erhöhte Testosteronwerte und eher niedrige SHBG-Werte (aber im Normbereich) festgestellt. Ansonsten war alles gut. Mein Frauenarzt sagte damals zu mir, dass er denkt ich hätte eine Insulinresistenz. Testen wollte er dies jedoch nicht. Gibt es da einen so deutlichen Zusammenhang ?
Ich bin mittlerweile schwanger und habe den FA gewechselt. Diesen habe ich darauf angesprochen, da ich mir grosse Sorgen mache an SS Diabetes zu erkranken. Ich wollte wissen, ob man einen OGTT allenfalls früher durchführen lassen könnte oder zumindest die fragliche Insulinresistenz testen könnte. Er wollte davon nichts wissen. Ich fühle mich irgendwie von allen alleine gelassen und habe schon schlaflose Nächte, weil ich mir solche Sorgen mache.
Vielleicht gibt es hier ja Jemanden, der sich dabei etwas auskennt. Könnten die erhöhten Testosteronwerte nicht auch andere Ursachen haben ?
Ich finde es irgendwie nicht in Ordnung mir solche Angst zu machen, wenn gar nichts bestätigt wurde.
Liebe Grüsse
Amelia
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am 17.11.2023 09:07:57 | IP (Hash): 1815442054
Glückwunsch zum begonnenen Familienprojekt! Zu viel Testosteron ist häufig ein Hindernis für eine Schwangerschaft. Das Hindernis hast du glücklich überwunden.
Als nächstes hast du jetzt Angst vor einem Schwangerschafts-Diabetes. Bitte wenigstens als drängend sofort wieder vergessen!
Denn nichts, was an Schauergeschichten im Netz steht, kann mit beginnendem Schwangerschafts-Diabetes passieren. Sondern das passiert manchmal mit schon lange bestehendem Diabetes (meistens Typ 1) bei deutlich zu hohem Blutzucker.
Wenn du einen Schwangerschafts-Diabetes hast oder entwickelst, verläuft dein Blutzucker zunächst nur ein bisschen höher, als die blaue Linie in der Grafik oben auf dieser Seite https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar
Das kann Arzt oder Frau dann nicht abstellen, sondern da kann dann jede Frau nur immer wieder messen und ausprobieren, wie passend sie dafür essen kann, dass ihr Blutzucker weniger hoch ansteigt.
Und VOR ALLEM RUHE BEWAHREN! Je unruhiger die Mutter, desto beunruhigender und möglicherweise schädlicher für das Kind. Also tu euch RUHE an. Und weiter gutes Gelingen :)
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Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 17.11.2023 10:14:38 | IP (Hash): 823861175
Hallo Jürgen
Vielen Dank.:)
Ich danke Dir für Deine Antwort. Diese hat mich schon auch ein bisschen beruhigt. :)
Ich habe leider auch den Fehler gemacht, dass ich mit einem Blutzuckermessgerät einer Freundin ein paar Mal meinen Nüchternblutzucker gemessen habe, der da leicht über dem Grenzwert lag. Hauptsächlich deshalb mache ich mir grosse Sorgen und sehe den SS-Diabetes fast schon als bestätigt. Einen Vergleichswert aus dem Labor habe ich jedoch bis jetzt nicht. Könnte dieser dann trotzdem negativ ausfallen ?
Liebe Grüsse
Amelia -
am 17.11.2023 11:15:58 | IP (Hash): 1815442054
Diabetes ist eine Ernennungskrankheit. Wenn der blutzucker definierte Höhen überschreitet, dann wird der höhere blutzucker von da an zum Diabetes ernannt. Das ist auch beim Schwangerschaftsdiabetes so.
Und wenn der Blutzucker dann im gesunden Rahmen gehalten wird, dann ist man halt gesund mit Diabetes. Das heißt, Diabetes selber macht nichts, sondern das macht immer der höher als gesunde Blutzucker.
Zum Steuern deines Blutzuckers mit dem Essen hast du hier eine super Anleitung https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf
Bis zum Einzug der Selbstmessung in den Schwangerschaftsdiabetes galt der als gut eingestellt, wenn Urinteststreifen (billiger) zuckerfrei blieben. Damit war der Blutzucker die meisten von 24 Stunden unter 160-180 mg/dl.
Mit dem Einzug der Selbstmessung hat man die Grenze(n) erheblich niedriger gesetzt, aber damit nichts deutlich nachweisbar verbessert. Nur die werdenden Mütter gewaltig unter Druck gesetzt, und den sieht man inzwischen durchaus als sehr verbreitet mieser, als die eine oder andere seltene miese Folge, die vielleicht(!) mit der strengeren Einhaltung niedrigerer Grenzwerte verhindert werden könnte. Aber fachoffiziell wagt niemand einen Schritt zurück.
Unser Enkel ist jetzt 14 Jahre, dessen Mutter damals mit fortschreitender Schwangerschaft von ihren Ärzten mental geschlagen worden ist, weil sie in den Spitzen nach ihrem Essen bis 180 mg/dl zugelassen hat und zwischendurch auch über 100. Weit über 5 Kilos hatten sie an ihren Sono-Bildschirmen vermessen. Rausgekommen ist dann tatsächlich ein zwar langes, aber spindeldürres Würstchen mit nicht mal 4 kg. Ist heute natürlich längst länger als Mutter ;)
Dir weiter Daumendrück für RUHIGES Gelingen :)
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Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 18.11.2023 18:19:48 | IP (Hash): 823861175
Wäre es denn überhaupt möglich, wenn ich mit einem Handmessgerät einen Nüchternzucker von 91-99 messe, dass der OGTT negativ ausfällt ?
Ich kenne mich einfach zu wenig aus damit.
Bearbeitet von User am 18.11.2023 18:55:29. Grund: Falscher Zuckerwert angegeben -
am 18.11.2023 19:06:57 | IP (Hash): 1815476558
Wenn du lange genug dabei bleibst oder weit genug zurück liest, wirst du sehen, dass praktisch nichts unmöglich ist. Allerdings in Fällen wie deinem schon recht unwahrscheinlich.
Bleibt die Frage, was du dir von nem oGGT versprichst?
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Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 18.11.2023 19:43:20 | IP (Hash): 823861175
Ich verspreche mir nichts. Der ogtt gehört heute einfach zur SS-Vorsorge dazu und man kann ihn ja schlecht ablehnen. -
am 18.11.2023 20:11:42 | IP (Hash): 1422246773
Amelia schrieb:
Ich verspreche mir nichts. Der ogtt gehört heute einfach zur SS-Vorsorge dazu und man kann ihn ja schlecht ablehnen.
Doch, du kannst ihn ablehnen. Bei mir wurde in der dritten Schwangerschaft sogar von ärztlicher Seite aus keiner gemacht. Stattdessen sollte ich ein Mal in der Woche ein Tagesprofil erstellen. Das ist meiner Ansicht nach viel sinnvoller, weil alltagsrelevant. Den Stress für Mutter und Kind beim OGtt konnten wir uns damit ersparen. -
am 18.11.2023 20:12:22 | IP (Hash): 1815476558
Sorry, hab nicht direkt mitgedacht. Für die Schwangerschaft können schon nüchtern mehr als 90 mg/dl als Diabetes gelten. Da wirst du dich halt nach deinen Gyn-Vorgaben richten müssen. Aber lass dich bitte nicht total verrückt machen. Daumendrück :)
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Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 18.11.2023 20:25:54 | IP (Hash): 823861178
Kein Problem. :)
Ich habe nur schon von einigen gelesen, wie auch von einer Freundin gehört, dass die Zuckerwerte bei der Kapillarmessung auffällig waren und beim venösen OGTT dann in der Norm.