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Haferkleie oder doch besser -flocken?

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    am 19.11.2023 14:28:34 | IP (Hash): 1207959626
    Ich habe bisher sehr gerne Haferflocken gegessen.
    Nun sind die ja sehr reich an Kohlenhydraten, zwar komplexe Kohlenhydrate, aber scheinbar vertrage ich sie trotzdem nicht.
    Interessant wären sie für mich, weil sie a) sehr reichhaltig an Vitaminen, Mineralien usw. sind,
    und b) so oft gerade für Diabetiker empfohlen werden,
    eben aufgrund der Beta-Glucane, die ja den Blutzuckerspiegel senken indem sie die Insulinsensitivität der Zellen steigern.

    Ich habe jetzt in verschiedenen Foren schon gelesen, dass sie wohl nicht immer vertragen werden, der Blutzuckerspiegel trotzdem steigt, und wurde auf Haferkleie verwiesen, quasi als Ersatz, weil die noch reichhaltiger sind.
    Wie sind denn Eure Erfahrungen mit Haferflocken/Kleie? Besonders der BZ - steigt der an?

    Sonntagsgrüße
    Nada
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    am 19.11.2023 15:44:04 | IP (Hash): 511101796
    Einfache Antworten auf deine Frage:
    Alles, was in unseren Nährwertangaben als KHs ausgewiesen wird, ist beim Eintreffen im ersten Teil des Darms, dem Dünndarm, reine Glukose.
    Wie was konkret bei dir wirkt, kannst du nicht im Netz finden, sondern nur auf deinem Blutzucker-Messgerät. Wenn du die Ergebnisse dann mit anderen vergleichst, wirst du feststellen, dass z.B. 10 vergleichbare(!) Betroffene mit der gleichen Menge vom gleichen Essen 10 zum Teil seeehr verschiedene Spitzenwerte messen.

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    Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
    Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.
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    am 19.11.2023 15:52:44 | IP (Hash): 1893807364
    Anstatt die empfohlenen drei Hafertage von Zeit zu Zeit zu machen, mache ich statt dessen jeden morgen ein Haferflockenfrühstück (60g Haferflocken = 4 KE plus 0,5 ltr Wasser, 40g Karotte, 40g Porree und 15g Brühe). Das bekommt mir bisher sehr gut.
    Das gute daran ist, dass der Blutzucker so schnell wie er gestiegen ist auch wieder abfällt und nach 1 bis 2 Stunden nach dem Frühstück wieder da ist wo er sein soll und vor dem Mittagessen dann immer am Zielwert ist.
    Allerdings spritze ich Insulin. Wie die Auswirkung bei NichtINSULINER ist, ist mir nicht bekannt.
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    am 19.11.2023 16:02:42 | IP (Hash): 2112195232
    Bei mir (ohne Insulin) gehen Haferflocken hoch ins Blut, kommt aber auch relativ schnell wieder runter. Ebenso 1 bis 2h.
    Kleie gehen nicht ganz so hoch, dauern aber länger mit dem normalisieren.

    Portionen eher klein, vielleicht 30g.

    Ich kan auch nicht ganz nachvollziehen warum Haferflocken überall als besonders Diabetesfreundlich und BZ tauglich angepriesen werden, die mögen ja gesund sein aber für den BZ verhalten sie sich (bei mir jedenfalls) nicht viel anders als jedes andere Getreide. Normaler, weisser, Reis z.b. verhält sich ganz ähnlich.


    Bearbeitet von User am 19.11.2023 16:03:20. Grund: Ergänzung
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    am 19.11.2023 18:48:42 | IP (Hash): 1740085097
    Nada schrieb:
    Ich habe bisher sehr gerne Haferflocken gegessen.
    Nun sind die ja sehr reich an Kohlenhydraten, zwar komplexe Kohlenhydrate, aber scheinbar vertrage ich sie trotzdem nicht.
    Interessant wären sie für mich, weil sie a) sehr reichhaltig an Vitaminen, Mineralien usw. sind,
    und b) so oft gerade für Diabetiker empfohlen werden,
    eben aufgrund der Beta-Glucane, die ja den Blutzuckerspiegel senken indem sie die Insulinsensitivität der Zellen steigern.

    Ich habe jetzt in verschiedenen Foren schon gelesen, dass sie wohl nicht immer vertragen werden, der Blutzuckerspiegel trotzdem steigt, und wurde auf Haferkleie verwiesen, quasi als Ersatz, weil die noch reichhaltiger sind.
    Wie sind denn Eure Erfahrungen mit Haferflocken/Kleie? Besonders der BZ - steigt der an?

    Sonntagsgrüße
    Nada



    Meinung: Ich halte Haferkuren für ein historisches Therapieprinzip aus einer Zeit, als therapeutische Möglichkeiten bei Diabetes noch kaum vorhanden waren. Wenn Beta-Glucane die Insulinresistenz günstig beeinflussen sollten, und nur sie werden als therapeutische Substanz von Hafer genannt, könnte man sie auch als Präparat einnehmen, und bräuchte sich nicht unnötig mit sonstigen Kohlenhydraten von Hafer belasten.
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    am 20.11.2023 11:16:20 | IP (Hash): 1893807364
    Hape, sei glücklich dass du noch nicht Diabetes Insulinpflichtig erkrankt bist, sonst würdest du nicht derartige Ratschläge über Haferflocken hier erteilen!

    Nada, als einer, der Insulinpflichtig an Diabetes erkrankter kann ich dir meine Erfahrungen dazu schreiben:
    Ich quäle mich hier noch mit den Dawn-Phänomen herum, d.h. ich muss immer darauf achten, dass mein Messwert morgens an meinem Zielwert ist (100 mg/dl) ist. Das erreiche ich durch vorzezogenes spritzen unmittelbar nach dem Aufstehen vor dem frühstücken.
    Nun kommen die Haferflocken ins Spiel. Die bewirken nämlich, dass mein Messwert nach dem frühstücken sofort je nach Menge der KE ansteigt und entweder im Zielbereich bleibt(entsprechend dem Mahlzeiteninsulin) oder nach ein bis zwei Stunden wieder im Zielbereich nahe dem Zielwert ist! Somit ist die Ausgangsbasis, zum Mittagessen erreicht und ich erreiche meine Zielwerte auch zu jeder folgenden Mahlzeit, egal was ich zu Mittag oder abends esse, bleibt meine Messkurve im allgemeinen den ganzen Tag über im Zielbereich 100 bis 160 mg/dl.
    Daher beginne ich jeden Tag mit einem Haferfrühstück!

    Nada, du siehst, man kann hier auch ganz einfache praktische Ratschläge erteile, ohne wissenschaftliche Abhandlungen zu schreiben, wie man sehr gute Diabetische Einstellungen erreichen kann.
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    Bearbeitet von User am 20.11.2023 11:29:02. Grund: Tippfehler
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    am 20.11.2023 11:44:07 | IP (Hash): 1405621184
    Zuckermann schrieb:
    ... wie man sehr gute Diabetische Einstellungen erreichen kann.


    Bin seit über 20 Jahren insulinpflichtig und würde mit deinem Ratschlag auch so eine sehr gute Diabetische Einstellung erreichen.
    Allerdings ziehe ich der diabetischen Einstellung den 24/7 nach Möglichkeit völlig gesunden BZ-Verlauf vor. Der würde mir mit der hohen Spitze um eine Stunde nach den Haferflocken mit deinem Frühstück nicht gelingen.

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    am 20.11.2023 12:11:59 | IP (Hash): 1893807364
    hjt_Jürgen, was willst du denn schon wieder mit dieser Aussage sagen? Nur das du dich mal wieder schnell mal so einmischen musst. Denn suche doch nach Möglichkeiten, die bei deiner Situation hifreich sind oder frage deinen Freund Taylor.

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    Bearbeitet von User am 20.11.2023 12:13:52. Grund: Anrede hinzugefügt
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    am 20.11.2023 14:31:44 | IP (Hash): 1405621184
    Ich will damit wie Hape sagen, dass aus meiner Erfahrung Hanferflocken meinen Blutzucker sehr viel höher antreiben, als ich das haben will. Und dass auch ich daher denke, dass der Nutzen von Hafer ein Mythos aus Zeiten ist, in denen der BZ noch nicht selbst gemessen werden konnte.

    Nachtrag:
    Und bitte beim Lob auf den Hafer berücksichtigen, dass der BZ-Anstieg sich bei Nicht-Insulinen nicht so gezielt begrenzen lässt!

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    Bearbeitet von User am 20.11.2023 14:54:46. Grund: Nachtrag
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    am 20.11.2023 14:45:06 | IP (Hash): 2112195232
    Ich stimme Hape und Jürgen hier zu, falls jemand seinen BZ hochtreiben will um zuviel Insulin abzufangen gibt es noch mehr Möglichkeiten.

    Und ausserdem war das auch gar nicht das Thema, wenn ich mich recht erinnere dann stand hier nur die Frage ob Hafer den BZ hochtreibt. Die Antwort ist ja, vermutlich bei den allermeisten hier.

    Und was die Beta-Glucane betrifft, die ja angeblich BZ senkend wirken sollen.....ich hab da nichts gemerkt. Die Kapseln kann man kaufen, muss aber eine Menge davon nehmen um auf eine wirksame Dosis zu kommen.

    Ich vermute mal ganz stark, das was bei den "Haferkuren oder Hafertagen" eigentlich passiert ist doch eigentlich nichts anderes als eine stark kalorienreduzierte Ernähung für eine gewisse Zeit.
    Warum es positive Effekte gibt hat wohl eher nichts mit Hafer oder Betaglucanen zu tun sondern einzig und alleine mit einem Heilfasten-effekt. Im Grunde ist eine längere Haferkur doch strengenommen nur eine Art "Taylore light Version".
    Man könnte vielleicht auch statt 30g hafer auch 30g Dinkel ,m eine Handvoll Nüsse oder eine Dose Thunfisch mit Olivenöl futtern, würde mich kein bisschen wundern wenn das genau so funktioniert.....





    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
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