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Angst und Ratlosigkeit

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 25.11.2023
    am 28.12.2023 20:16:14 | IP (Hash): 1436247197
    Hallo liebes Forum,

    Ich bin neu hier und habe mich nun für meinen ersten Beitrag getraut.

    Kurz zu mir:
    - Diabetes Typ 2 diagnostiziert Anfang 20. Damals 78kg bei 174cm. Heute bei ca. 66 kg
    - 1c wert zwischen 6,4 und 8 über die letzten Jahre.
    - begann Therapie mit metformin 2000mg am Tag. Die letzten Jahre mal mehr mal weniger um den DM gekümmert.
    - seit dem vorletzten Mal mit 1c von 8 (jemals höchster) Umstieg auf Xiofor 750 und 100mg Sitagliptin. Bei Bedarf Apidra und zur Nacht Glargin
    - aktuell 6 IE glargin zur Nacht. NW zwischen 95 und 110

    Seit dem Insulin und dem engmaschigeren überwachen der Werte bin ich völlig verunsichert und der DM ist täglich omnipräsent.

    Meine Werte sind von gut bis schlecht, oft für mich schwer nachvollziehbar bzw kalkulierbar. Seit dem ersten UZ bei ca 50 habe ich panische Angst vor eben diesem. Zugleich auch panische Angst vor zu hohen Werten (Insulin verschätzt oder aus Angst nicht gespritzt). Wenn ich mal ordentlich schlecht esse ohne zu spritzen knallt der Zucker auf ca. 330 hoch (auch das bislang Höchstwert den ich bewusste gesehen habe). Spüren tu ich einen solchen Wert nicht. Auch bei so hohen Werten verfalle ich in Panik und beobachte den Libre minütlich. Wert fällt dann meist innerhalb 2-3 Stunden.

    Nun meine Frage wie gefährlich sind solche Werte und wie geht ihr damit um?

    Würde mich sehr über ein Feedback freuen.

    Gruß
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    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 28.12.2023 20:54:31 | IP (Hash): 103799373

    Meine Typ 2 Diagnose hatte ich Anfang 1991 mit HbA1c 15 und irgendwas und morgens nüchtern 400 und mg/dl. Damals habe ich täglich um 15 Liter Flüssigkeit umgesetzt, und ein Nephrologe hat bestätigt, dass ich das damals wohl schon über Jahre gemacht hatte. Dafür hatte meine Niere extra Fortsätze gebildet. Seit 1998 mache ich basal-bolus, also ICT, und habe mich vor 10 oder so Jahren auch zweimal mit weniger als 20 mg/dl vom Notarzt wecken lassen. Und wie du an meiner Schreibe sehen kannst, lebe ich noch recht munter. Also kein Grund zur Panik.

    Im Prinzip ist die BZ-Steuerung ganz einfach: KHs sind wie Gasgeben und Insulin-Einheiten wie Bremsen. Allerdings alles mit etwas Verzögerung.
    So brauchen KHs um 20-30 Minuten, bis der Anfang vom Ansteigen vom BZ am Fingerpieks messbar wird. Und für die entsprechende Anzeige am Libre dauert es dann noch einmal 15-20 Minuten.
    Und Apidra braucht bei mir zum Frühstück fast ne Stunde zu seiner nennenswerten Wirkung und für den Rest vom Tag um ne gute halbe bis dreiviertel.

    Wie was konkret bei dir wirkt, also welche Menge von welchem Essen welchen BZ-Anstieg bei dir macht und wieviel Apidra du zum passenden Ausgleich brauchst, kannst du nur systematisch austesten, und alle paar Tage ein bisschen treffsicherer umsetzen.
    Wenn dein BZ um 3-4 Stunden nach dem Essen etwa auf der Höhe von vor dem Essen nicht weiter sinkt, haben Apidra und Essen super gepasst. Wenn der BZ deutlich höher ist, war's zu wenig Apidra, wenn BZ deutlich drunter ist, war's zuviel.

    Klar ist das in den ersten Tagen und Wochen ein bisschen systematische Arbeit, aber die wird dann bald mit jedem Tag einfacher und geht mehr in Fleisch und Blut über. Also munter ans Werk !

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    Nur für Menschen mit T2D kurz auf den Punkt: Typ 2 Diabetes ist mit genetischen Speichergrenzen von Geburt an eingebaut. Unter diesen Grenzen ist er gesund ausgeschaltet und darüber diabetisch eingeschaltet. - Remission ist nach dem Abbau der Speicherinhalte unter diese individuellen(!) Grenzen und damit "wieder" der ausgeschaltete T2D.
    Bearbeitet von User am 28.12.2023 20:56:41. Grund: .
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    Mitglied seit: 05.10.2017
    am 06.01.2024 09:03:24 | IP (Hash): 932656643

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