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Machen Tomaten wirklich dick?

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    am 08.01.2024 07:54:07 | IP (Hash): 72970431
    Nada schrieb:
    "Was die Milch betrifft - die ist ja eigentlich ein spezielles Nahrungsmittel von der Natur gedacht für den Nachwuchs bei Mensch und Säugetieren. "

    Ebend - Milch, also Kuhmilch usw. ist für den Nachwuchs.
    Und jedes hat die eigene Milch für den eigenen Nachwuchs...



    Das ist zwar faktisch richtig, bedeutet aber nicht, dass Milch per se ungesund ist, denn sie enthält - wie Robert bereits schrieb - wichtige Nährstoffe wie z.B. Protein, Calcium und B-Vitamine. Über die ethischen Aspekte bei der Herstellung, die ja gerade in Zeiten von polarisierendem Veganismus immer mehr Aufmerksamkeit erlangen, kann man natürlich diskutieren.

    "Der Mythos, der heute um die ach so böse Milch verbreitet wird, hat vielmehr mit Philosophie (oder auch Wahn) als mit Wissenschaft zu tun" - Dr. Nicolai Worm

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    am 08.01.2024 08:20:46 | IP (Hash): 72970431
    @Gunter21: Richtig! Aus Milch lassen sich einige wertvolle Lebensmittel herstellen. Was die Kalorienanzahl angeht, so kommt es natürlich auch immer darauf an, wie hoch der Fettgehalt ausfällt. Allerdings ist der vergleichsweise geringe Kalorienunterschied der fetthaltigeren Vollmilchprodukte (3,5 %, 64 Kalorien pro 100 ml) gegenüber den "leichteren" (1,5 % Fett, 47 Kalorien pro 100 ml) Milchsorten nun wirklich vernachlässigbar. Erst in größeren Mengen zugeführt, hättest Du im Vergleich einen deutlicheren Unterschied.

    Allerdings kann der Milchkonsum zu einem recht starken Anstieg des BZ mit entsprechender Insulinsekretion führen. Deswegen meinen manche immer noch, dass es dadurch schwer möglich ist, überhaupt abzunehmen. Das ist aber Unsinn.
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    am 08.01.2024 16:58:07 | IP (Hash): 137017543
    hjt_Jürgen schrieb:

    Das kann so einfach pauschal(!) auch nicht stimmen, denn ein großer Teil der Teilnehmer an der UKPDS hatten völlig normales Gewicht mit BMI unter 25.

    Sorry, aber mit welchem Gewicht wir unsere parsönlichen Speicherschwellen zur Aktivierung unseres T2D überschreiten, richtet sich nicht nach allgemeinen Klassifizierungen. Das kann bei der einen unter BMI 25 sein und bei dem anderen über BMI 35.

    .



    Das habe ich damit auch nicht gesagt. Übergewicht ist schließlich, unabhängig vom Fazit des BMI-Rechners, auch nicht gleich Übergewicht. Durch meine jahrelange Erfahrung mit Kraft- und Ausdauersport wiege ich zB ca. 100 kg bei einem Körperfettanteil von 10 - 15 Prozent. Dem Ergebnis des BMI-Rechners zufolge befände ich mich also auf dem Weg zur Adipositas, doch davon ist bei mir definitiv nix zu sehen. Umgekehrt heißt Normalgewicht nicht automatisch, dass alles im grünen Bereich ist, denn wenig Muskelmasse macht auch weniger Gewicht. Ich glaube, hier mal einen Link gefunden zu haben, in dem auf den persönlicher „Fat-Threshold“ kurz eingegangen wird. Trotzdem darf man ganz grundsätzlich behaupten, dass eine zunehmende Größe der Fettzellen zu einem zunehmenden Spill-Over derselben führt, sprich immer mehr Fett im Blutkreislauf schwimmt.
    Bearbeitet von User am 08.01.2024 17:15:03. Grund: Edit
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    am 08.01.2024 17:14:18 | IP (Hash): 137017543
    hjt_Jürgen schrieb:

    Aus meiner Sicht gibt es einen großen Unterschied zwischen
    1. Übergewicht und Inaktivität machen=verursachen Krankheiten und
    2. Übergewicht und Inaktivität erhöhen die Chancen auf Krankheiten.
    Man kann schon mit normal gesundem Gewicht und normal ausreichend gesunder Bewegung welche haben, aber jedes Kilo mehr und jede Stunde weniger Bewegung pro Tag erhöhen die Chancen.

    1. ist nicht meins, denn dann dürfte T2D mit BMI unter 25 nicht vorkommen, und “die Fettlöserin” müsste tierisch krank sein.
    2. unterschreibe ich sofort.
    Sorry, wenn der Unterschied in dem Beitrag, für dich unverständlich ist, für den du mich so freundlich rüffelst.
    .



    Zu viel Körperfett und fehlende Bewegung können (müssen aber nicht) zu Stoffwechselerkrankungen führen. Die Wissenschaft ist sich aber weitgehend einig, dass derlei gesundheitlich suboptimale Lebensstile entscheidende Triebfedern für die Entwicklung chronischer Erkrankungen ist. Also „machen“ zu viel Körperfett (wichtigster Punkt) und andere Faktoren wie die Ernährung auch den Diabetes. Nicht zwangsläufig, aber doch auffällig oft. Natürlich gibt es aber auch schlanke Menschen mit Typ 2, doch die meisten (nochmal: nicht alle!) entsprechen dem üblichen Schema des inaktiven Fettleibigen, der sich ungesund ernährt. Achja, und wo wir schon beim Erbsenzählen sind: Mehr Kilos heißt nicht automatisch mehr Fett! 😉
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    am 08.01.2024 18:23:38 | IP (Hash): 911660537
    Robert2007 schrieb:
    Umgekehrt heißt Normalgewicht nicht automatisch, dass alles im grünen Bereich ist, denn wenig Muskelmasse macht auch weniger Gewicht. Ich glaube, hier mal einen Link gefunden zu haben, in dem auf den persönlicher „Fat-Threshold“ kurz eingegangen wird. Trotzdem darf man ganz grundsätzlich behaupten, dass eine zunehmende Größe der Fettzellen zu einem zunehmenden Spill-Over derselben führt, sprich immer mehr Fett im Blutkreislauf schwimmt.


    Nach der Lesart, dass mehr Kilos mehr T2D machen, müssten die meisten Dicken über kurz oder lang T2D entwickeln. Tun sie aber offenbar nicht. Und auch die meisten von denen, die schließlich mit dem Kran durch ein großes Fenster aus ihrer Wohnung geholt werden müssen, haben keinen T2D.

    Dabei passt die “persönliche Fett-Schwelle” schon super, wie wir seit Taylor gelernt und von vielen Überprüfern in der Welt seitdem bestätigt bekommen haben:
    Wir mit T2D haben den genetisch in Fett-Schwellen in Leber und Pankreas angelegt. Die sind zwar völlig unabhängig vom BMI, aber der hilft der Vorstellung. Diese Schwellen können also bei den einen bei BMI 20 und bei den anderen bei BMI 40 und darüber liegen und bei dem großen Rest irgendwo dazwischen. Und vom Überschreiten dieser jeweiligen Schwelle an wird der T2D eingeschaltet, und die Leber gibt zunehmend immer mehr Glukose in den Kreislauf, als tatsächlich darin gebraucht wird.

    Natürlich nimmt so mit der Menge der Menschen mit mehr Gewicht auch die Menge derer zu, die ihre T2D Schwellen überschreiten. Wer daran wie auch immer ausreichend zurück dreht, schaltet seinen T2D wie du wieder aus :)

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    Nur für Menschen mit T2D kurz auf den Punkt: Typ 2 Diabetes ist mit genetischen Speichergrenzen von Geburt an eingebaut. Unter diesen Grenzen ist er gesund ausgeschaltet und darüber diabetisch eingeschaltet. - Remission ist nach dem Abbau der Speicherinhalte unter diese individuellen(!) Grenzen und damit "wieder" der ausgeschaltete T2D.
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    am 09.01.2024 08:09:32 | IP (Hash): 72970431
    Was Robert sagt, stimmt doch. Ein zu hoher KFA und andere ungünstige Lebensumstände wie eine "ungesunde" Ernährung und ein "sedentary Lifestyle" (wie man heute so schön dazu sagt) erhöhen das Risiko für den Typ 2 Diabetes, ohne dass dieser zwangsläufig die Folge wäre. Die Erhöhung des Risikos ist nicht gleichzusetzen mit einer definitiv zu erwartenden Folge. Das hat Robert aber auch nicht geschrieben. Ebenso werden auch "nur" 20 von 100 lebenslangen Rauchern tatsächlich irgendwann eine Lungenkrebs-Diagnose erhalten. Dennoch muss man nicht Raucher sein, damit der Arzt mal vielleicht ein Karzinom in der Lunge entdeckt, aber mehr noch als das wäre zu empfehlen, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen. Aber so oft wie insbesondere wir beide über Prophylaxe diskutieren, werden die meisten Leser ihren Blick hier ohnehin schon gelangweilt nach 'n paar Sätzen abwenden. Dennoch: Warum sollten wir das (mögliche) Schicksal absichtlich herausfordern? ;-)
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    am 09.01.2024 12:44:11 | IP (Hash): 1861551167
    Klar mögen wir beide gerne Korinthen produzieren ;)

    MIes finde ich hier, dass eigentlich nicht die Dicken mit Diabetes in diesem Zusammenhang die mieseren Karten haben sondern die Dünneren. Sie werden in aller Regel später diagnostiziert als dickere, und ihnen wird ja noch nicht einmal abzunehmen empfohlen, obwohl es natürlich auch bei ihnen zum Unterschreiten ihrer T2D Einschaltschwelle und damit zum Ausschalten des T2D führen würde.

    Das kann man übrigens schön in einigen Videos von den Ernährungs- Docs sehen: Da wird mit “Abnehmern” gestrunzt, die BMI 25 geschafft haben und keine diabetischen Medikamente mehr brauchen.
    Aber in aller Regel haben sie morgens noch auffällig hohen Nüchternblutzucker. Mit Unterschreiten ihrer T2D-Schwelle noch mit noch weniger Gewicht würde exakt diese Stelle auf komplett Normal geschaltet und damit auch ihr bis dahin weiter deutlich zu hoher Insulnumsatz.

    Aber das Ausschalten haben Riedl & Co. ja nicht auf dem Schirm, sondern nur dieses eingeschaltete Mehr oder Weniger in der Art, wie Du das hier auch lieber siehst ;)


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    Nur für Menschen mit T2D kurz auf den Punkt: Typ 2 Diabetes ist mit genetischen Speichergrenzen von Geburt an eingebaut. Unter diesen Grenzen ist er gesund ausgeschaltet und darüber diabetisch eingeschaltet. - Remission ist nach dem Abbau der Speicherinhalte unter diese individuellen(!) Grenzen und damit "wieder" der ausgeschaltete T2D.
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