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Nüchternblutzucker immer bei 100mg/dl

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    am 12.01.2024 21:48:14 | IP (Hash): 1284547058
    Lqd schrieb:
    Haha danke :)
    Dachte immer nach 1 Stunde wäre der höchste Peak erreicht :) da lag ich wohl verkehrt ?



    oh, das kann sehr verschieden sein, das mit der "1 stunde" ist ein Kompromiss, wo oft der peak erreicht ist. Aber nicht immer.
    Sehr abhängig von der Nahrung, je leichter verdaulicher das ist um so schneller ist es im Blut. Wenn es schwerer verdaulicher ist, langkettigere KWs, Proteine usw. dann dauert das länger.
    Hast du die feinen , weissen Haferflocken oder die gröberen Vollkornflocken?

    Übrigens gibt es "üble" Nahrungskombinationen aus schnellen KWs, Proteinen und Fetten. Zum Beipiel Pizza, auch diverse Gratines oder auch ein Rundumschlag am Mittasgbuffet beim Chinesen.
    Bei solchen Speisen gibt es unter Umständen meherer Spitzen, die sich quasi überlappen und verstärken. Die dann dafür sorgen das der Zucker stundenlang nicht wirklich sinkt und aussergewöhnlich hoch steigen kann.
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    am 12.01.2024 23:38:41 | IP (Hash): 538044002
    Haferflocken geben ihre Kohlenhydrate langsam frei.
    Daher keine so hohen Spitzen und langanhaltende KH-Versorgung.
    Das enthaltene Beta-Glucan soll dabei helfen.

    Es gibt Berichte von Typ 2ern, die da total unterschiedlich reagieren. Manche mit extremen Ausschlägen in der BZ-Kurve. Bei mir und vermutlich bei dir mit einem langandauernden Sättigungsgefühl bei moderatem Glukosedargebot im Blut.

    Das nun auch in der Spitze abzurufen, genau dann moderate Bewegung einzuplanen, die berühmten 1000 Schritte nach dem Essen, schützen dauerhaft vor einem übermäßigen hba1c und in der Folge geht der NBZ noch ein Stück nach unten.

    Das was du mit Output = Bewegung erreichen kannst ist total wichtig, hilft die Aufnahmefähigkeit der körperzellen für Glukose zu verbessern und macht 10...20% Anteil am Erfolg , was du mit Input = Ernährung steuern kannst trägt zu 80...90% bei.

    ______________________
    ehemaliger Diabetiker
    Bearbeitet von User am 12.01.2024 23:48:41. Grund: Ergänzung
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    am 13.01.2024 09:01:35 | IP (Hash): 1984529427
    Bei solchen BZ-Verdachtsmomenten, die sich im Erwachsenenalter einstellen, empfehle ich jedem, bei seinem Arzt einen Test auf T1-LADA machen zu lassen, um das mal gleich auszuschließen oder zu bestätigen!
    Aus schmerzlicher eigener Erfahrung habe ich nahezu 2 Jahre mit Sport, Abnehmen usw. einen Typ2-Diabetes bekämpfen wollen, der auch nach einem Gewichtsverlust von 23 kg nicht verschwinden wollte. Die Werte blieben hoch, es war zum Verzweifeln...
    Bis ein einfacher Antikörper-Bluttest das Ergebnis Typ1-LADA erbrachte und ich sofort Insulin bekam. Ab da gings wieder aufwärts...


    ______________________________________________________________________________________________________________
    LADA Typ I...
    (Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance +16 IE Toujeo, abends 12,5 mg Jardiance + 16 IE Toujeo)
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu schädigen?!
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    am 13.01.2024 10:20:19 | IP (Hash): 1709666234
    Hallo,
    ja das habe ich auch gemerkt das man dass anscheinend nicht pauschalisieren kann.

    Es ist halt ein sehr komplexes Thema.

    Zu meinem Nüchternblutzucker heute, er liegt bei 108mg/dl.
    Wie ihr euch sicherlich denken könnt haltet sich meine Begeisterung in Grenzen :)
    Hatte mir mit der Kur was ganz anderes erhofft. Naja irgendetwas wird es wohl bringen :)

    Ich weis nicht genau ob ich Typ 1 habe denn bei mir in der Familie sind sehr viele an Typ 2 erkrankt, sprich früher oder später hätte es mich ohnehin getroffen.
    Die h1b1c werte aus der Vergangenheit hatten das auch schon so in die Richtung prophezeit.

    Allerdings dachte ich mir immer das kriege ich eh ab 50 und dann hätte ich mich mit Medikamenten anfreunden können. So habe ich munter weiter Schokolade Chips und alles was es noch so gutes aus der Industrie gibt reingehauen und mir über Sport nachgedacht :D

    Es ist anscheinend wie so oft, was man sich über die Jahre angegessen hat, kriegt man dann auch nicht in 9 Monaten wieder weg.

    Mal schauen wo die Reise noch hingeht, vorallem wie lange es dauert das ich weg von den Prädieabetes Werten komme, wenn ich so weiter mache wie bisher.
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    am 13.01.2024 11:04:20 | IP (Hash): 810328624
    Lqd schrieb:
    Zu meinem Nüchternblutzucker heute, er liegt bei 108mg/dl.
    Wie ihr euch sicherlich denken könnt haltet sich meine Begeisterung in Grenzen

    Das kommt auf die Perspektive an. Ich bin im Moment ganz glücklich, wenn ich so einen Wert sehe. Ich arbeite eher darauf hin. Aber ich verstehe, was Du meinst.


    Lqd schrieb:
    Ich weis nicht genau ob ich Typ 1 habe denn bei mir in der Familie sind sehr viele an Typ 2 erkrankt, sprich früher oder später hätte es mich ohnehin getroffen.

    Denkst Du wirklich? Oder hatte es nicht eher mit dem hier zu tun?
    Lqd schrieb:
    So habe ich munter weiter Schokolade Chips und alles was es noch so gutes aus der Industrie gibt reingehauen und nie über Sport nachgedacht


    Lqd schrieb:
    Es ist anscheinend wie so oft, was man sich über die Jahre angegessen hat, kriegt man dann auch nicht in 9 Monaten wieder weg.

    Das versteht sich von selbst. Schon rein physiologisch. Aber man kriegt es weg. Ich bin ja auch gerade dran. Dauert halt ein bisschen. Was mich auch stört, aber daran kann man nunmal nichts ändern. Ich versuche dranzubleiben, und steter Tropfen höhlt den Stein.
    Bearbeitet von User am 13.01.2024 11:06:58. Grund: Korrektur
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    am 13.01.2024 11:34:35 | IP (Hash): 1709666234
    Lqd schrieb:
    Ich weis nicht genau ob ich Typ 1 habe denn bei mir in der Familie sind sehr viele an Typ 2 erkrankt, sprich früher oder später hätte es mich ohnehin getroffen.

    Denkst Du wirklich? Oder hatte es nicht eher mit dem hier zu tun?
    Lqd schrieb:
    So habe ich munter weiter Schokolade Chips und alles was es noch so gutes aus der Industrie gibt reingehauen und nie über Sport nachgedacht



    Habe mich eventuell nicht richtig ausgedrückt.
    Also natürlich hat es damit zu tun das ich jetzt solche schlechten Blutzucker Werte habe. Da bin ich einfach selbst schuld.

    Allerdings war es mir damals nicht so bewusst, das es dann doch so schnell geht. Wie gesagt das ich Typ 2 irgendwann bekommen hätte damit habe ich mich schon arrangiert gehabt.
    Aber definitiv nicht in meinem Alter.

    Wobei ich halt zu der Zeit kaum auf die Angaben geachtet habe. Wenn ich mir heute so eine Packung Schokolade anschaue mit 60-70g Zucker auf 100g, schüttele ich nur mit dem Kopf :)

    Früher habe ich wenn’s sein muss an einem Abend mehrere Packungen Schokolade gegessen.


    Ich drücke dir auch die Daumen das du es schaffst dran zu bleiben und die Motivation oben behältst.
    Ich weis genau wie mühselig das ist.
    Wie waren deine Werte denn?und wo sind sie jetzt? Was hast du alles geändert?

    Übrigens wollte ich mich mal bedanken bei euch, echt tolles Forum und tolle Leute hier.

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    am 13.01.2024 13:22:25 | IP (Hash): 538044002
    Lqd schrieb:
    ...denn bei mir in der Familie sind sehr viele an Typ 2 erkrankt, sprich früher oder später hätte es mich ohnehin getroffen.
    Die h1b1c werte aus der Vergangenheit hatten das auch schon so in die Richtung prophezeit.

    Allerdings dachte ich mir immer das kriege ich eh ab 50 und dann hätte ich mich mit Medikamenten anfreunden können. So habe ich munter weiter Schokolade Chips und alles was es noch so gutes aus der Industrie gibt reingehauen und mir über Sport nachgedacht :D

    Es ist anscheinend wie so oft, was man sich über die Jahre angegessen hat, kriegt man dann auch nicht in 9 Monaten wieder weg.

    Mal schauen wo die Reise noch hingeht, vorallem wie lange es dauert das ich weg von den Prädieabetes Werten komme, wenn ich so weiter mache wie bisher.



    Dass Diabetes Typ 2 familiär gehäuft auftritt, hat nicht allein damit zu tun, dass eine Neigung dazu genetisch festgelegt ist.

    Sondern in erheblichem Maße mit familiär weitergegebenen Ernährungsgewohnheiten.

    Ich würde sogar soweit gehen, dass ich sage:
    Die Veranlagung allein macht in der übergroßen Mehrheit noch lange keinen DM T2,
    Da muss noch das ungünstige Ernährungsverhalten hinzukommen.

    ______________________
    ehemaliger Diabetiker
    Bearbeitet von User am 13.01.2024 13:24:14. Grund: rechtschreipunk
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    am 13.01.2024 14:02:31 | IP (Hash): 1284547058
    torsten1973 schrieb:
    Lqd schrieb:


    Dass Diabetes Typ 2 familiär gehäuft auftritt, hat nicht allein damit zu tun, dass eine Neigung dazu genetisch festgelegt ist.

    Sondern in erheblichem Maße mit familiär weitergegebenen Ernährungsgewohnheiten.



    Der Meinung bin ich auch. Die Veranlagung mag man genetisch mitbekommen haben aber es ist ja so, wenn der Vater Fan von vielen Nutellabroten, Pasta und Schokolade war dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch das der Sohn da ebenfalls Gefallen dran findet, das gleiche gilt für Sport, Bewegung und ähnliches.
    Und dann kommt wohl noch das genetische dazu, diese Theorie mit der persönlichen individuellen Toleranzschwelle die zum auslösen des DM reicht, das wird wohl genetisch sein.

    Aber alles auf die Ahnen zu schieben, das ist eigentlich zu einfach und "billig". Tatsächlich haben viele von uns (mich selber eingeschlossen) ihr möglichstes dazu beigetragen um den DM zu bekommen indem sie ihre Toleranzschwelle praktisch mit Gewalt ausgelöst haben als wenn es kein Morgen gäbe.
    In der Familie und Verwandschaft wird wohl jeder den einen oder anderen Diabetiker kennen, das ist ja nun nicht gerade eine Seltenheit sondern eine Massenkrankheit.

    Die Logik liegt dann auch nahe das man aus dem Schlamassel wieder rauskommt wenn man den umgekehrten Weg geht und genau das was so verhängnisvoll war als solches erkennt, meidet oder zumindest reduziert.




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    am 15.01.2024 11:30:55 | IP (Hash): 1960882582
    torsten1973 schrieb:
    Haferflocken geben ihre Kohlenhydrate langsam frei.
    Daher keine so hohen Spitzen und langanhaltende KH-Versorgung.
    Das enthaltene Beta-Glucan soll dabei helfen.


    Das konnte ich so nicht nachvollziehen. Ich hab die Hafermahlzeit vor kurzem probiert als ich nen Libre gesetzt hatte. Zu Mittag gestartet bei 111mg/dl 70gr grobe Haferflocken in 300ml Wasser aufgekocht, 50gr Himbeeren dazu.Sonst nix. Etwa 60 min nach der Mahlzeit war der Zuckerpeak auf 232mg/dl. Neben der "achso Diabetes freundlichen" Mahlzeit hab ich auch noch ein par andere "Diabetessünden" ausprorbiert, wie z.B. Laugenbrezel pur, eine ordentliche Portion Weihnachtsplätzchen, mein heißgelibtes Croissant mit Milchkaffe, all diese Sünden haben den Blutzucker auch hochschießen lassen, aber "nur" bis knapp über die 190er marke. Also für mich ist die Haferkur nix. (meine Medikation 2*100 Met, 10mg Forxiga)
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    am 15.01.2024 12:00:22 | IP (Hash): 1025045576
    torsten1973 schrieb:
    Die Veranlagung allein macht in der übergroßen Mehrheit noch lange keinen DM T2,
    Da muss noch das ungünstige Ernährungsverhalten hinzukommen.


    Seit den 80ger Jahren nimmt das Durchschnittsgewicht um 1 Pfund pro Jahr zu. Darin ist das Überschreiten von immer mehr T2D Speicherschwellen automatisch angelegt.
    Und ja, ich glaube, dass das Einverleiben von BZ-Spitzentreibmitteln das Überschreiten mit der jeweils damit ausgelösten Insulinspitze wesentlich fördert. Denn der erste Job vom Insulin ist das Umformen von Glukose in Fett in der Leber.

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    Nur für Menschen mit T2D kurz auf den Punkt: Typ 2 Diabetes ist mit genetischen Speichergrenzen von Geburt an eingebaut. Unter diesen Grenzen ist er gesund ausgeschaltet und darüber diabetisch eingeschaltet. - Remission ist nach dem Abbau der Speicherinhalte unter diese individuellen(!) Grenzen und damit "wieder" der ausgeschaltete T2D.