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Ab wann ist ein Wert zu hoch?
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lacrima
Rang: Gastam 03.06.2008 23:58:39
Meistens gibts zum Frühstück ne Scheibe Vollkornbrot mit Frischkäse. Mein Stiefvater hat Diabetes Typ 1 und mir geraten miene Ernährung umzustellen. (Haben vor ein paar Jahren durch Zufall mal einen Wert von 16,7 bei mir gemessen. halt mich auch eigentlich ganz gut daran. deswegen versteh ich ja net warum die Werte überhaupt noch so hoch sind. Mein Nüchtern BZ ist auf jedenfall normal (4,7 -5,3) Hab halt nach dem Essen manchmal Spitzen von 10. Heute hatte ich komischerweise nach 1,5 h nach dem Mittag (kl.Salat mit Schafskäse, hab auch gut gefrühstückt) einen Wert von 3,1. Das macht mir irgendwie Angst. Warum erst hoch und dann so niedrig? von lacrima -
thomas2002
Rang: Gastam 04.06.2008 02:44:19
also scheibe brot mit frischkäse sind 1-2 be. und ernährungsumstellung ist neben insulin die einzige möglichkeit, den blutzucker herunterzubekommen.
nüchternwert um die 5,0 sind ok, die 3,1 grenzwertig niedrig, sollten sich durch ein etwas nervosität bemerkbar machen. eine halbe scheibe brot hätte da warscheinlich wunder gewirkt. so niedrig ist der wert warscheinlich wegen der gerinngeren resistenz am mittag - hormonmischung ist günstiger- und wg fehlender kh's. kh's reduzieren ist nicht mit vermeiden gleichzusetzen. halt über den ganzen tag immer etwas.
womit du vieleicht etwas spielen kannst, ist die glykämische last, also das strecken der kh's und ihre wirkung über eine längere zeit. von thomas2002 -
Rainer
Rang: Gastam 04.06.2008 11:25:04
Hallo Lacrima,
Wert 3,1 ist so niedrig, weil der BZ vorher sehr hoch war. Phase 1 der Insulinausschüttung ist defekt, Phase 2 reagiert verspätet und dadurch überschießend. Nach zu hohem BZ-Spiegel baut sich deshalb ein zu hoher Insulinspiegel auf, der dann niedrige BZ-Werte erzeugt.
Wenn du deinen BZ unter 7,8 bzw. 140 hältst, dann schafft es die körpereigene Regelung bei dir wahrscheinlich noch spielend, den BZ trotz der defekten Phase 1 in seinen normalen Grenzen zu regulieren. Das musst du dein Leben lang beachten, dadurch bleibt dir aber auch die Diagnose Diabetes mit allen seinen Folgeerkrankungen erspart.
Einmalige hohe Werte solltest du übrigens ganz vergessen. Wahrscheinlich war die Messung falsch, dafür gibt es viele mögliche Fehlerursachen.
Rainer
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Rainer.
Rang: Gastam 04.06.2008 12:01:55
Nochmal hallo,
du musst nicht wenig essen, das wäre auch Quatsch bei deiner Statur. Schlag dir ruhig den Bauch voll, solange es dein Gewicht zulässt. Du musst nur wenig KH essen.
Das ganze nennt sich Low-Carb und ist in den USA nach jahrzehntelangem Kampf von der ADA endlich als eine mögliche Diabetestherapie anerkannt worden. In 10 ... 15 Jahren kommt das dann bei uns an. Solange musst du aber nicht warten, die Ernährung ist auch heute schon gesund und bestens geeignet, Diabetes zu verhindern.
Rainer
von Rainer. -
Jürgen
Rang: Gastam 04.06.2008 16:10:12
Moin Rainer,
Diabetes verhindern halte ich für einen deutlich zu vollen Mund, denn
1. Typ2 ist ein sich selbst verstärkender immer krankmachenderer Prozess, der erst nach mehr oder weniger vielen Jahren mit Überschreiten ursprünglich willkürlich gesetzter Diagnoseschwellen in einem weit fortgeschrittenen Stadium eben offiziell Typ2 genannt wird.
2. Wer's noch ausreichende Pankreaskapazität hat, kann seinen BZ mit entsprechender Futterauswahl und Bewegungsunterstützung deutlich unter die viel zu hohen alten Diagnoseschwellen drücken und damit auch seine Folgekrankheitenrisiken mindern. - Aber davon bleibt oder geht der Diabetes nicht wirklich weg, denn dann
a) müsste das eigene Insulin wieder vollständig getrennt als Insulin und C-Peeptid ausgegeben werden und nicht zu einem großen Teil noch zusammenhängend und so Arteriosklerose und Adipositas fördernd als Proinsulin!
b) müsste die Phase1 der gesund 2phasigen Insulinantwort der Inselzellen wiederhergestellt werden!
c) müsste die Leber wieder aufhören, besonders viel Glykogen gerade dann auszugeben, wenn mit Brot und Kartoffeln und Reis neue Glukose gegessen wird.
d) müsste die Inselzellmasse wieder auf die Größe eines Gesunden wachsen.
Noch einmal deutlich: Die Defekte von a-d sind Voraussetzungen für das, was als Typ2 definiert ist. Ohne diese Defekte wird Mensch mit zu wenig Bewegung und zu viel Essen einfach nur fett.
Wer die krankmachenden Auswirkungen dieser Defekte minimieren will, tut gut daran, den eigenen BZ möglichst gesund zu steuern. Low-Carb ist dabei mit Sicherheit hilfreich, aber wenn nötig, auch mit Medis.
Bisdann, Jürgen -
Rainer
Rang: Gastam 04.06.2008 17:13:03
Hallo Jürgen,
völlig d’accord - die Krankheit besteht und lässt sich nicht zurückdrehen.
Lacrima hat mit seinen Werten vielleicht ein Chance, unter der festgelegten Diagnoseschwelle zu bleiben. In Bezug auf mögliche Folgeerkrankungen hätte er damit auf jeden Fall schon viel erreicht.
Außerdem gilt er für seinen Hausarzt dann weiter als gesund, was ihm allerdings herzlich wenig nützt.
Rainer
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Barbara
Rang: Gastam 04.06.2008 21:58:05
@Jürgen u.@Hanno,
es sind leider immer wieder die Unbelehrbaren ,
wie oft haben wir Älteren da gesagt, daß wir den Diabetes nicht vom Fressen und den ganzen Tag auf der Couch liegendbekommen haben. Es ist doch auch genetisch bedingt. Als ich den Diabetes vor 30 Jahren bekam war ich noch völlig schlank , im Grunde mein ganzes Leben lang. Mit Tabletten ging es auch noch,aber seit ich Insulin spritze habe ich enorm an gewicht zugenommen und esse am Tag nur 10 BE fettarm 3 Mahlzeiten und an Abnehmen ist nicht zu denken,ich bin froh,daß ich das gewicht halte.
Ärzte bescheinigten mir auch,daß ich für meine Größe ( 174 ) eigentlich zu wenig esse. Nun Kommt
ihr Laien und wollt uns weiß machen,daß wir vom Fressen das bekommen haben. Es wird heute auch schon von der Ärzteschaft bestätigt,daß es vom Insulin kommt es ist eben ein Hormon,von Hormonen wird man leider dick. Es ist leider auch bewiesen,daß die Typ 2 fast unter einer Insulinresistenz leiden und die Ärzte einem im Grunde auch nicht helfen könen oder wollen.
Glaubt man für die betroffenen ist es ein großer leidensdruck.
Ich hoffe ,daß die thema endlich aufgearbeitet ist
Euch allen ein schönen Feierabend
Barbara
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lacrima
Rang: Gastam 05.06.2008 00:12:45
Ab wann ist den ein Wert zu niedrig? Ab wann muss ich mir da Gedanken machen und mit KH Zufuhr reagieren?
Meine Werte sind übrigens nicht nur einmal über der Grenze. Ich ernähre mich wie gesagt ziemlich bewusst und ereiche täglich immer 1h nach dem Essen Werte über 8 (meistens 9 bis 10)
Ach und noch kurz zur Info: Bin ein Mädel ;-) von lacrima -
Jürgen
Rang: Gastam 05.06.2008 00:46:19
also doch Träne ;-)
völlig gesunde wachen morgens mit 3,4-4,4 auf, messen ne Stunde nach viel Glukose (Brot, Kartoffeln, Reis, Zucker) um 6,6, aber praktisch nie mehr als 7,8 und sind nach 2 Stunden schon wieder zurück zwischen 3,4 und 4,4.
Proaktive Diabetiker versuchen, dem so nah wie ihnen möglich zu kommen, indem sie ihren Blutzucker gezielt mit Bewegungs- und Essverhalten und ggf. Medis so steuern, dass er 1/2/3 Stunden nach jedem Essen unter 7,8/6,6/5,6 bleibt :-) von Jürgen -
thomas2002
Rang: Gastam 05.06.2008 02:56:57
latürnilch ist insulin ein hormon, welches ein zuviel an kh verfettet. von thomas2002