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Messwerte, Fragen, Zusammenhang mit HBAC1 Werte

  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 40
    Mitglied seit: 01.09.2023
    am 20.01.2024 15:51:15 | IP (Hash): 1293759469
    Liebes Forum,

    ich habe mir die Tage einige Male in den Finger gestochen und meinen Blutzucker gemessen. Morgens steht da meist 95. Nach einer knappen Stunde nach einer Mahlzeit habe ich ca. 106, nach knapp 2 Stunden so zwischen 98 und 103.

    Ich hatte mich gefreut, weil ich gelesen hatte, dass man nach 2 Stunden unter 140 sein soll, und ein Nüchternwert von unter 100 ja auch nicht wirklich schlecht ist. Wenn ich allerdings passend zu den Messwerten den Mittelwert abschätze, komme ich auf ca. 100. Das entspricht einem Langzeitwert von 5.6. Stimmt das so?

    Das würde bedeuten, meine Werte sind immer noch nicht besonders gut, richtig? Ich habe mit einem HBAC1 von 5.9 gestartet und esse seit ca. 10 Wochen stark KH-reduziert, und die KH die ich esse sind möglichst gute KH (Gemüse, v.a. Hülsenfrüchte, wenig Brot aus ganzen Körnern). Ich bin schlank und habe schon vor der Ernährungsumstellung viel Sport gemacht.

    Was sagt ihr zu meiner Einschätzung? Vielen lieben Dank, Ulla

  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 20.01.2024 16:27:55 | IP (Hash): 1962594409
    Hallo Ulla,

    ein HbA1c-wert von 5,6% wäre echt gut und deine Werte sind das auch - lass dich nicht verunsichern.

    Beste Grüße und weiter so, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 20.01.2024 16:29:01. Grund: BBCodes
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    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 20.01.2024 17:43:42 | IP (Hash): 735127229
    Ich hatte einen HbA1c Wert von 5,3 über Jahre, als mein Blutzucker morgens vor dem Frühstück noch mit dem Dawn-Phänomen bis 150, 160, 170 mg/dl anstieg, und ich habe einen hb1c Wert von 5,3, obwohl mein Blutzucker seit vielen Jahren morgens vor dem Frühstück meistens in der Gegend von 80 bis 90 mg/dl und nur noch alle paar Wochen einmal über 100 zu finden ist.

    Denn der HbA1c Wert ist kein Rechenwert, sondern er gibt den Prozentsatz der verzuckerten roten Blutkörperchen an, also der roten Blutkörperchen mit einem permanenten Glukoseanhänger. Permanent bekommen die roten Blutkörperchen den aber erst nach drei bis vier Stunden mit dementsprechend hohem Blutzucker. Mit zeitlich kürzeren Spitzen bleibt der Anhänger nicht, sondern fällt praktisch wieder ab.

    Rote Blutkörperchen werden alle 120 Tage erneuert, jedenfalls im Durchschnitt. Das heißt, wenn man mit einem hohen HbA1c Wert mit vielen verzuckerten roten Blutkörperchen in die Veränderung mit deutlich niedrigerem Verlauf startet, dann kann man recht sicher sein, dass von den vielen verzuckerten nach 120 Tagen keine mehr übrig sind und dass der neue HbA1c dann dem neuen blutzuckerverlauf entspricht.

    Alle Vergleichslisten und -rechnungen sind Schätzungen, die zutreffen und auch voll daneben liegen können. Deswegen sind in meinen Augen nachvollziehbar zusammenhängend protokollierte Messwerte sehr viel aussagekräftiger als HbA1c-Werte.

    Mit "weiter so" schließe ich mich Rainer gerne an :)

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    Typ 2 Diabetes, Lantus und Humalog/Apidra seit 1998, HbA1c unter 5,6 seit 2002 gegen Doktors Vorschrift (seit gut 8 Jahren 30-40 IE/Tag gesamt),
    bis 2002 HbA1c um 7 nach Doktors Vorschrift (130-160 IE/Tag Insulin gesamt), diagnostiziert Januar 1991 mit HbA1c über 15 und über 400 mg/dl morgens nüchtern und seit Jahren um 15 Liter/Tag Flüssigkeits-Umsatz, "eingeschaltet" wohl Anfang der 80er mit großzügigem Heuschnupfen-Cortison
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