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Ballaststofftage (Hafertage)

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    am 28.01.2024 23:20:40 | IP (Hash): 1904521947
    Hey,
    man muss sie nicht unbedingt kochen. Einweichen hat den folgenden Vorteil:

    Was bringt das Einweichen von Haferflocken?

    Haferflocken enthalten Phytinsäure. Diese Säure bindet die in Haferflocken enthaltenen Mineralstoffe und SpurenElemente wie Eisen, Kalzium, Magnesium und Zink. Dadurch kann der Körper diese Stoffe nur schwer aufnehmen. Weichen Sie die Haferflocken vor dem Verzehr jedoch für mindestens 30 Minuten ein, spaltet sich die Phytinsäure und ihr Gehalt in den Haferflocken verringert sich. So können die Nährstoffe besser vom Körper aufgenommen werden. Auch die Bekömmlichkeit wird durch das Einweichen gesteigert.

    » Mehr erfahren auf: https://www.edeka.de/ernaehrung/expertenwissen/1000-fragen-1000-antworten/sollte-man-haferflocken-einweichen-oder-nicht.jsp

    LG
    Nada

    Typ 2 - 2x1000mg Metformin
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    am 29.01.2024 00:23:15 | IP (Hash): 180001734
    HeikeOV schrieb:
    Zuckermann schrieb:
    Ja bitte, aber ich muss dieses "schleimige Pampe" von zeit zu Zeit essen, da ich Diabetiker bin..



    Muss???
    Das meinten Ärzte und Pflegepersonal anno 1979 auch. ICH war da anderer Meinung und habe gewonnen ;)

    _______________________________________________________
    juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6


    @HeikeOV
    Hallo HeikeOV,
    ich muss KE Haferflocken deshalb zum Frühstück essen, weil ich das Dawn-Phänomen habe. Mein Messwert würde sonst morgens nach dem Aufstehen vom nächtlich gehaltenen Zielwert von ca. 100 sofort bis auf über 200 ansteigen und ich würde meine Zielwerte zum Mittagessen und Abendessen nicht mehr erreichen und müsste mich mit Korrekturinsulin "Vollpumpen".

    Also spritze ich sofort nach dem Aufstehen die Menge IE = KE * KE-Faktor ± IE Korrekturschritt , die ich sonst erst zu Beginn des Frühstücks spritzen würde (ähnlich Morgengupf mit vorgezogene Spritzung).

    Nun kommen die Haferflocken ins Spiel. Die verzehre ich erst nach dem der Messwert durch die Vorgezogene Spritzung, nach leichtem Anstieg wieder zum Zielwert (100 mg/dl) abgefallen ist. Nun esse ich meine 3 KE Haferflocken mit Wasser Brühe und Gemüse. Die Wartezeit vom Aufstehen bis zum Frühstück beträgt dann ca. 45 bis 60 Minuten, währenddessen ich mein Haferfrühstück vorbereite und die Zeitung hole. Die 50 g Haferflocken sättigen mich alle Mal bis zum Mittagessen.

    Aber es kommt noch besser. Mein Messwert steigt ab dem Frühstück nicht mehr so stark an und bleibt innerhalb einer Stunde im Zielbereich von 100 bis 160 mg/dl, so dass ich ohne Korrekturspritzung schon nach zwei Stunden dann zum Mittagessen meinem Zielwert von 100 mg/dl fast immer erreiche.

    Daher habe ich nach eigenem experimentieren mich für diese Methode entschieden und möchte sie auch nicht mehr missen. Mein Diabetologe konnte mir keine bessere Methode nennen. Ich ärgere mich immer wieder, wenn Haferflocken hier verteufelt werden, besonders von Nicht Insulinpflichtigen.
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    Bearbeitet von User am 29.01.2024 08:59:02. Grund: .
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    am 29.01.2024 06:45:06 | IP (Hash): 1532091295
    Zuckermann schrieb:
    Ich ärgere mich immer wieder, wenn Haferflocken hier verteufelt werden, besonders von Nicht Insulinpflichtigen.



    Nun, der "Nicht Insulinpflichtige" hat halt nicht die Möglichkeit, den nach Haferflockenkonsum zu erwartendem hohen BZ-Wert wegzuspritzen.
    Also muss er den Anstieg und somit die Haferflocken vermeiden. Kein Grund dich darüber zu ärgern.

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    am 29.01.2024 07:54:45 | IP (Hash): 229843331
    Henrie schrieb:
    Zuckermann schrieb:
    Ich ärgere mich immer wieder, wenn Haferflocken hier verteufelt werden, besonders von Nicht Insulinpflichtigen.



    Nun, der "Nicht Insulinpflichtige" hat halt nicht die Möglichkeit, den nach Haferflockenkonsum zu erwartendem hohen BZ-Wert wegzuspritzen.
    Also muss er den Anstieg und somit die Haferflocken vermeiden. Kein Grund dich darüber zu ärgern.



    Meine Erfahrungen mit Haferflocken sind nicht so, dass der BZ-Wert deswegen hohe Werte annimmt. Ich wurde am 08.11.23 auf Grund eines Autounfalls hospitalisiert und hatte einen BZ-Wert von 440. Klar hatte es das eine oder andere Anzeichen, beispielsweise Durst, gegeben, was ich aber irgendwie verdrängt habe, obwohl ich es hätte besser wissen müssen. Egal. Zurück zum Thema: Ich habe nach der Entlassung aus dem Krankenhaus von meinem Diabetologen ein Anpassungssschema bekommen und musste dreimal täglich Apidra und einmal täglich Lantus spritzen. Ich habe dann auch nach Hafertagen gefragt, was begrüßt wurde. Es gab dabei folgende Regel: Liegt der BZ unter 200, kein Apidra spritzen, liegt er über 200 nur die Hälfte der angegebenen Einheiten.
    Ich war erst skeptisch. Und ja, der BZ ist angestiegen. Allerdings nur sehr moderat. Da er an den Hafertagen durchweg unter 200 lag, habe ich nur noch Lantus einmal täglich an diesen Tagen gespritzt. Andere Diabetika gab es zu der Zeit noch nicht. Nach den Hafertagen war der BZ-Wert durchgehend niedriger, als vor diesen Tagen. Anfang Dezember wurde ich dann auf Metformin einschleichend umgestellt. Die Werte waren inzwischen so gut, dass ich auf Apidra komplett verzichten konnte und Ende Dezember wurde Lantus abgesetzt.
    In der Woche esse ich jeden Morgen Haferflocken. Die setze ich am Abend vorher mit Hafermilch an. Mir bekommt das gut. Am Wochenende gibt es dann zum Frühstück Vollkornbrötchen, meistens mit Käse oder selbst zubereiteten veganen Aufstrich. Wurst darf dann auch mal dabei sein.
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    am 29.01.2024 07:57:33 | IP (Hash): 229843331
    Zuckerle schrieb:
    Ich liebe Haferflocken, kann sie aber nur roh und kalt essen. Die gekochte, schleimige Pampe kann ich einfach nicht essen...



    Respekt. Ich war vor zwei Wochen gezwungen, meine Haferflocken zum Frühstück trocken zu verspeisen, weil mir die Hafermilch ausgegangen war. Ich fand es sehr schwierig, die Flocken trocken herunterzubekommen. Das war definitiv nicht mein Ding.

    Was das Schleimige angeht: Das muss nicht so unbedingt sein. Stell einfach auf kernige Flocken um. Lass die aber lange genug einweichen. Die Flüssigkeit muss vollständig aufgesogen werden. Schmelzflocken werden etwas schleimiger.
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    am 29.01.2024 10:12:20 | IP (Hash): 1532091295
    Von trocken war nicht die Rede.
    Wer zwingt dich, trockene Haferflocken zu essen? Mit Wasser kann du sie auch einweichen oder Nussmilch oder verdünnte Sahne und mit einer handvoll Blaubeeren und ev. Süßungsmittel wird 'ne artgerechte Leckerei daraus.

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    am 29.01.2024 13:38:29 | IP (Hash): 190148729
    Ganz genau...danke für die Erklärung Henrie...

    Mir ist trotzdem noch immer nicht klar, warum müssen sie eingeweicht werden? Was genau bringt das? Ich esse sie nur mit kalter Flüssigkeit, Milch oder diverse Säfte und dann esse ich sie schnell, bevor sie weich werden, das mag ich einfach nicht....bei der Verdauung werden sie doch sowieso weich und wahrscheinlich auch schleimig.
    Bearbeitet von User am 29.01.2024 13:38:52. Grund: .
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    am 29.01.2024 14:44:46 | IP (Hash): 180001734
    Zuckerle schrieb:
    Ganz genau...danke für die Erklärung Henrie...

    Mir ist trotzdem noch immer nicht klar, warum müssen sie eingeweicht werden? Was genau bringt das? Ich esse sie nur mit kalter Flüssigkeit, Milch oder diverse Säfte und dann esse ich sie schnell, bevor sie weich werden, das mag ich einfach nicht....bei der Verdauung werden sie doch sowieso weich und wahrscheinlich auch schleimig.


    Ihr scheint alle Probleme mit der Zubereitung von Haferflocken zu haben. Nehmt 400 ml Wasser, darin einen Brühwürfel 10 g geben, 50 g Porree und 50 g Möhren ca. 15 min aufkochen damit das Gemüse weich wird. Dann das aufgekochte in eine Schüssel mit ca. 50 g extra zarte Haferflocken geben und kurz ziehen lassen. Da wird und schmeckt nichts "schleimig". Fertig ist eine herzhafte gemüsesuppe mit Haferflocken ca. 4 KE.
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    am 29.01.2024 22:10:48 | IP (Hash): 190148729
    Ach, ich glaub das könnte ich auch nicht essen. 100 g Gemüse in 400 ml Wasser 15 Minuten kochen...da bleibt doch weder Geschmack noch Vitamine übrig. Brühwürfel benutze ich nicht. Gemüse gare ich mit höchstens 2 Esslöffeln Wasser unter 100° C, da bleibt es knackig und behält seinen Eigengeschmack.

    Werde meine Haferflocken weiterhin im Rohzustand genießen...
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    am 01.02.2024 03:38:37 | IP (Hash): 319310392
    Dann ersetz doch einfach den Brühwürfel durch selbst gemachte Gemüsebrühe. Und wenn Du das Gemüse ganz klein schneidest, brauchst Du es auch nur ganz kurz in der heißen Brühe zu baden.