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Ballaststofftage (Hafertage)

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    am 04.02.2024 20:02:01 | IP (Hash): 1057708477
    Sorry Helmuth, aber ausschlaggebend dafür, dass sich eine diabetische PNP nicht weiter entwickelt, ist doch der möglichst gesunde Blutzucker. Und dafür ist doch in erster Linie wichtig, dass man ihn erreicht, oder ? Oder ist mit Insulin nach deiner Meinung besser, als ohne?

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    Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
    Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
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    am 04.02.2024 22:40:22 | IP (Hash): 180001734
    Die diabetische Neuropathie ist eine Beeinträchtigung bei Diabetes und ist über einen längeren Zeitpunkt bei erhöhten Blutzuckerwerten und anderen Störungen des Stoffwechsels entstanden und führte nach und nach zur Schädigung der Nerven.

    Typische Symptome sind Schmerzen, Missempfindungen und Taubheitsgefühle in den Füßen, oft auch in den Händen, Unterarmen und Unterschenkeln.
    Die Nervenschäden können auch Organe betreffen. Dann treten beispielweise Magen-Darm-Beschwerden oder Herz-Kreislauf-Probleme auf.

    Die diabetische Neuropathie ist ebenfalls wie Diabetes nicht heilbar. Bei der Entstehung von Nervenschäden spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Die Hauptursache ist jedoch ein über lange Zeit erhöhter Blutzuckerspiegel.

    Die Frage, ob die Diabetesbehandlung mit oder ohne Insulin besser ist erübrigt sich also somit, zumal dann schon die Produktion des Körpereigenen Insulin der Bauchspeicheldrüse erheblich nachgelassen hat.

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    Seit 2010 Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
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    am 05.02.2024 05:48:30 | IP (Hash): 1904521947
    "Die Frage, ob die Diabetesbehandlung mit oder ohne Insulin besser ist erübrigt sich also somit, zumal dann schon die Produktion des Körpereigenen Insulin der Bauchspeicheldrüse erheblich nachgelassen hat."

    Da sind die Ärzte aber anderer Meinung...

    LG
    Nada

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    am 05.02.2024 09:22:43 | IP (Hash): 1059000138
    Nada schrieb:
    "Die Frage, ob die Diabetesbehandlung mit oder ohne Insulin besser ist erübrigt sich also somit, zumal dann schon die Produktion des Körpereigenen Insulin der Bauchspeicheldrüse erheblich nachgelassen hat."

    Da sind die Ärzte aber anderer Meinung...


    Bei Typ 2 Diagnose mit hohem HbA1c wird häufig als erste Medikation Insulin empfohlen. Vor allem dann, wenn schon zusätzliche Beschwerden eingetreten sind. Denn mit Insulin lässt sich der Blutzucker am gezieltesten und schnellsten mit der ärztlichen Einstellung in den als ausreichend gesund geltenden Bereich absenken.
    Wenn der betroffene Mensch den oder sogar noch einen viel gesünderen Bereich dann mit der Auswahl vom Essen und dem Einsatz von Bewegung ohne Insulin erreichen und halten kann, ist das immer sehr viel gesünder, als mit Insulin, auch für eine beginnende PNP.

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    Bearbeitet von User am 05.02.2024 09:26:06. Grund: Ergänzung
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    am 05.02.2024 14:51:53 | IP (Hash): 1960882582
    Zuckermann schrieb:
    @Suggardosis
    Interessant zu wissen wäre, wie bei dir das Messergebnis bei einer Blutzucker-Kontrollmessung mit Libre 3 zu diesem Zeitpunkt gewesen wäre. Bei mir war es nach einer Stunde um die 200 Gewebemessung und Blut-Kontrollmessung bei 160 und nach einer weiteren Stunde Gewebemessung wieder im Zielbereich. Also gab es bei mir wohl keine Spitze innerhalb dieser zwei Stunden nach dem Frühstück. An diese gelegentlichen großen Schwankungen zwischen Gewebe- und Blutzuckermessungen habe ich mich gewöhnen müssen. Wesentlich gefährlicher sind diese Messabweichungen im unteren Bereich! Bei Libre2 gab es diese Abweichungen nicht!

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    Bei dieser Mahlzeit mit den Haferflocken habe ich nicht nachgemessen. Aber ich habe Anfangs mit dem Libre mehrmals Vergleichsmessungen gemacht.
    Klar ist (und das schreibt Abott ja auch): wenn man während der schnell auf- bzw. absteigende Kurve misst, können die Abweichungen schon recht hoch sein. Der Zucker kommt bekanntlich im Gewebe langsamer an als im Blut.
    Beispiel 50 min nach ner Laugenbrezel: Gewebezucker 165 Blutzucker 195. Das ist schon ne hohe Abweichung. ABER: Knappe 10 Minuten später ging die LibreKurve dann über die 200er Marke und schwankte da ne weile drum herum und irgendwann so nach insg. 70 min gab es einen waagrechten Trendpfeil. Der Blutzuckervergleichswert war dann aber schon wieder bei 175. Erst weitere 15min später war auch die Libre Kurve auf diesem Wert (und hatte nen schrägen Abwärtspfeil).
    Die direkten Unterschiede sind schon krasse Abweichungen, aber die absoluten Spitzenwerte stimmen dann doch wieder gut überein - so jedenfalls meine Erfahrung.
    Aufgrund des Zeitversatzes sind die schneller reagierende Blutzuckerwerte für dich als INSULINER natürlich zur Behandlungsentscheidung wichtiger. Aber zu behaupten, dass es keine hohe Blutzuckerspitze gegeben hat, weil du sie bei genau einer Kontrollmessung nicht gemessen hast, halte ich dann doch für gewagt.
    Frage wäre also wie hoch war denn der Blutzucker nach ca.50 min, also etwa 10 min bevor der Gewebezucker die Spitze angezeigt hat?
    Andererseits ist das vielleicht auch alles nicht sooo wichtig, denn Spitzen die nur von sehr kurzer Dauer sind sollen ja auch nicht "so schlimm" sein. - Und vor Zeiten von Libre & co hätte man die gar nie gesehen, weil man ja frühestens nach 1,5h messen soll...
    Erstaunlich finde ich auch, dass du diesen Versatz beim Libre2 bei dir nicht feststellen konntest, denn dass der Zucker im Gewebe später als im Blut ankommt war ja beim Libre 2 auch schon eine Tatsache. Die biochemichen Reaktionen sind da offensichtlich auch sehr individuell.
    Dir alles gute!
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    am 05.02.2024 16:23:32 | IP (Hash): 180001734
    @Suggardosis,
    Danke, dass du dich nochmal gemeldet hast. Deine Feststellung habe ich auch schon erkannt. Daher habe ich in den letzten Monaten zu dieser Thematik immer wieder "Messverhalten" und nicht Falschmessungen geschrieben.
    Für mich als "INSULINER" war es zuerst ein großes Problem, da ich alle meine Einstellungen über einen längeren Zeitraum neu angepasst habe. Ich hatte zur Zeit der Umstellung der Messungen auch keine Erklärung dafür, als der Trendpfeil immer in der horizontalen Position blieb, obwohl die Werte innerhalb von nur einer Minute mehrmals bis zu 10 mg/dl abgefallen sind.

    Die Ursache habe ich dann erst erkannt, als ich mit noch vorhandenen Libre2 Sensoren Vergleichsmessungen am anderen Arm über eine längere Zeit durchgeführt habe und bei hohen und tiefen Messwerten Blut-Kontrollmessungen durchgeführt habe. Da bestätigte sich für mich, dass das Libre3-System ein völlig anderes Messverhalten hat als das Vorgänger Messystem Libre2. Die Blutkontrollmessungen waren annähern gleich dem zuvor benutzten Libre2-System.

    Zwischendurch geführte Gespräche mit der Abbot-Hotline waren alle vergebens, weil dort zu keinem Zeitpunkt auf die Thematik eingegangen wurde und alles diesbezügliche geblockt wurde.

    Da die hohen unterschiedlichen Messabweichungen ausserhalb meines Zielbereiches sind habe ich mich nun daran gewöhnt und achte besonders, dass ich mit den Messwerten im Zielbereich bleibe. Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe ich nun auch wieder einen guten HbA1c-Wert.

    Viele Grüße und bleib gesund, Zuckermann

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    am 05.02.2024 16:24:18 | IP (Hash): 1059000138
    Suggardosis schrieb:
    Und vor Zeiten von Libre & co hätte man die gar nie gesehen, weil man ja frühestens nach 1,5h messen soll...


    Ok, mit Libre & Co gibt es merh vom Verlauf zu sehen, von der BZ-Bewegung über den Tag, aber wer die mit dem Fingerpieks sehen will, piekst halt häufiger. Wieso frühestens nach 1,5 Stunden?

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    am 05.02.2024 17:54:46 | IP (Hash): 1904521947
    Danke, Jürgen. So ist das für mich verständlich, wie du es beschreibst.
    Ich wollte mit meiner Anmerkung "Da sind die Ärzte...." nur ausdrücken, dass diverse Ärzte meinten, ich hätte noch ausreichende Insulinproduktion.

    LG
    Nada

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    am 05.02.2024 18:12:32 | IP (Hash): 1532091295
    Suggardosis schrieb:

    Andererseits ist das vielleicht auch alles nicht sooo wichtig, denn Spitzen die nur von sehr kurzer Dauer sind sollen ja auch nicht "so schlimm" sein.


    Nicht schlimm für den HbA1c, der sieht und zeigt sie nicht. Jedoch gelten auch kurze postprandiale Blutzuckerwerte/spitzen ab 160mg/dl als schädlich für die Gefäße, so die offenbar einhellige Meinung der Fachleute dazu.
    Deshalb ist der HbA1c-Wert nur die halbe Wahrheit.
    Und deswegen auch ist man mit einem kleinen etwa 30mg/dl-Nachessensbuckel ziemlich auf der sicheren Seite.
    Und den haben wir ja selber im Griff.

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    am 05.02.2024 18:16:31 | IP (Hash): 1960882582
    hjt_Jürgen schrieb:
    Suggardosis schrieb:
    Und vor Zeiten von Libre & co hätte man die gar nie gesehen, weil man ja frühestens nach 1,5h messen soll...


    Ok, mit Libre & Co gibt es merh vom Verlauf zu sehen, von der BZ-Bewegung über den Tag, aber wer die mit dem Fingerpieks sehen will, piekst halt häufiger. Wieso frühestens nach 1,5 Stunden?

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    Naja weil halt geschult wird, dass man nach 1,5 bis 2h messen soll. Klar kann man öfters pieksen. Hab ich ja auch gemacht. Frage ist wie relevant für die Folgekrankheiten sind die kurzen hohen Spitzen vor diesen 1,5-2h...