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Süßer Harn bei Prädiabetes?

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    am 31.01.2024 22:24:04 | IP (Hash): 523369901
    Geri schrieb:

    Übrigens: auch Nicht-Diabetiker überschreiten oftmals die Nierenschwelle - beim anaeroben Sport - wieviel Harn sich in der Zeit des anaeroben Sports ansammelt hängt von der Dauer ab - viel wird es wohl nicht sein.

    LG Geri



    Das ist interessant, war mir neu.
    Wie verhält sich das eigentlich mit dem Zuckerspiegel bei Nicht-Diabetikern? Weisst du da vielleicht mehr darüber?
    Ich glaube nicht das jeder Nicht-Diabetiker nie die 140 nach dem Essen überschreitet, ganz im Gegenteil.
    Kann mir nicht vorstellen das - wenn ich mal als Beispiel das typische Dinner im Ristorante betrachte - eine grosse Pizza mit 2 oder 3 Cola, Tiramisu, und der Espresso mit 3 Löffeln Zucker an allen so spurlos vorrübergeht und das unter 140 bleibt.

    Meine Frau (die zum Glück kein Diabetiker und topfit ist) wollte es mal wissen und ich habe mal ihren BZ gemessen - der war kurz bei 130, sie hatte vorher eine Apfel und eine Mandarine gegessen, eigentlich auch nicht so viel sollte man denken.
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    am 01.02.2024 03:33:39 | IP (Hash): 319310392
    Gunter21 schrieb:
    Zuckerle schrieb:
    Der süße Harngeruch war das erste Anzeichen, das ich aber nicht als Diabetes gedeutet habe. Aber mir war klar, da stimmt was nicht...tja...so wars ja dann auch...



    So ähnlich wars bei mir auch, aber kann ja immer viele Ursachen haben, im Nachgang sieht man das natürlich anders.


    Der süßliche Geruch kann durch eine Harnwegsinfektion ausgelöst werden. Diese wird durch Glukose im Urin zumindest begünstigt.

    Ich wißt, wie Ärzte im Mittelalter Diabetes festgestellt haben? Einen Tropfen Urin des Patienten auf die eigene Zunge geträufelt. Schmeckte der Urin süß, sah es für den Patienten nicht gut aus. Auf diese Art der Diagnose ist man heute zum Glück nicht mehr angewiesen.
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    am 01.02.2024 17:42:16 | IP (Hash): 1499852602
    Thomas_Dt schrieb:
    Ich wißt, wie Ärzte im Mittelalter Diabetes festgestellt haben? Einen Tropfen Urin des Patienten auf die eigene Zunge geträufelt. Schmeckte der Urin süß, sah es für den Patienten nicht gut aus. Auf diese Art der Diagnose ist man heute zum Glück nicht mehr angewiesen.


    Die Ärzte haben damals garantiert nicht jeden Urin abgeschmeckt, sondern eher bei den Leuten, für die es schon ohne Abschmecken nicht mehr gut aussah und bei denen mächtig fürs Abschmecken gelöhnt wurde. Den honigsüßen Durchfluss, den man so auch von der Glukosemenge her schmecken kann, gibt es praktisch nur im fortgeschrittenen Stadium der Lipolyse in der Ketoazidose. Das war dann meistens recht kurz vor dem endgültigen Abgang.

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    Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
    Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
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    am 01.02.2024 18:47:41 | IP (Hash): 883752803
    Ich verstehe die langwierige Diskussion um Harngeruch bei Überschreiten der Nierenschwelle nicht. Das kann doch jeder adhoc selbst testen. Einfach die Nierenschwelle für einige Zeit überschreiten und dann riechen. Einen Selbsttest mit Ketoazidose würde ich eher nicht empfehlen. Aber das lernt man ja in jeder Diabetesschulung, dass Harn bei Ketoazidose süßlich riecht.

    Ad Sport: Es ist doch sicher bekannt, dass aerobe Bewegung den BZ eher absinken lässt, während anaerobe Bewegung ihn steigen lässt. Nur aerob ist eher Bewegungstherapie, nicht wirklich Sport. Die meisten Sportarten sind eine Mixtur von aerober und anaerober Bewegung, das heißt die anaerobe Bewegung dauert nicht allzu lange und wird von aeroben Phasen aufgefangen. In der anaeroben Phase messe ich immer wieder Werte von 180-200 bei Nichtdiabetikern. Da diese Phasen nicht lange dauern, wird das wohl wenig Einfluss auf den Harnzucker haben. Anders ist es bei Sportarten wie dem Höhenbergsteigen, wo man über mehrere Tage fast immer anaerob ist. Da steigen die BZ-Werte für Nicht-Diabetiker ebenso wie bei Diabetikern. So ist der Insulinbedarf im Everest-Basislager 3,5mal so hoch wie in normalen Höhen, für Diabetiker ebenso wie für Nicht-Diabetiker. Die Nicht-Diabetiker können diesen Bedarf aber mit der Zeit (nicht sofort) wieder durch gesteigerte Insulinproduktion wettmachen, allerdings steigt auch ihr HBA1c um etwa 0,8%.

    LG Geri
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.