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Finanzielle Absicherung

  • kabe72

    Rang: Gast
    am 26.05.2008 22:26:22
    Hallo zusammen,

    vor 2 Jahren ist mein Vater an Krebs erkrankt und kurz nach seinem 55. Geburtstag auch daran gestorben. Glücklicherweise hatten bzw. meine Mutter hat, eine Sterbegeldversicherung.

    Diese wollte ich mir dann auch zulegen, bin aber mit 35 dafür noch zu jung. Also wollte ich eine Risiko-LV abschließen. Habe es aber vor mir hergeschoben. Kurz nach meinem 35. Geburtstag habe ich dann meine 1. Vorsorgeuntersuchung gemacht. Der Schock war hoch als mich der Arzt anrief und mit mir meine Blutwerte persönlich besprechen wollte. Die Diagnose war ernüchternd: Kein Krebs, aber Diabetes Typ 1.

    Mittlerweile habe ich dann versucht eine Risiko LV abzuschließen. Bei den Gesundheitsfragen mußte ich den Diabetes angeben. Der Arzt bekam einen Fragebogen und ich einen Hinweis das ich meinen Arzt zum zügigen Bearbeiten animieren soll.
    Danach habe ich nie wieder etwas von der Versicherung gehört.

    Seit einiger Zeit überlegen meine Frau und ich uns ein Haus zu kaufen. Wie schaut es denn da mit der Absicherung aus?
    Bisher konnte ich keine aktuellen Infos im Internet finden. Vielleicht habt Ihr ja einige Erfahrungen und Tipps parat.

    Schöne Grüße

    Klaus


    von kabe72
  • Tom

    Rang: Gast
    am 27.05.2008 08:52:55
    Hallo Klaus,

    also. Ich wweiß zwar jetzt nicht genau, was du genau absichern willst. Zu Punkt 1. Du bist mit 35 nicht zu jung für eine Absicherung nach dem Tod. Am Besten, du schreibst/mailst ein paar Versicherungsgesellschaften an und bittest sie um ein schriftliches Angebot und auch darum, dass sie von einem persönlichen Termin absehen möchten. Sonste rennen sie dir gleich die Bude ein. Ich bin Mitte 40 und habe vor 2 Jahren einen Vertrag abgeschlossen, der sich ausschließlich auf die Bestattungsvorsorge bezieht. Das "Lustige" daran war, dass der mit meiner KFZ-Versicherung gekoppelt war, also es sank mein Beitrag für die KFZ um ein paar Euro monatlich (unter 5 Euro) und die zahle ich jetzt in eine Bestattungsvorsorge. Die wird natürlich nur im Todesfall wirksam und deckt dann eine bestimmte Summe ab. Es gibt keine Gewinnauszahlung im Erlebensfall.
    Du brauchst dafür keine langen Risikolebensversicherungen.
    Schreib den Versicherungen, du bist soundso alt, DM 1 und möchtest im Todesfall für deine Hinterbliebenen die exakte Summe von xxx ¤ haben, dass deine Angelegenheiten ordentlich geklärt werden können. Und dann suchst du zu Hause IN RUHE aus.

    2. Die Geschichte mit dem Hauskauf.
    Was genau willst du denn hier absichern?Zahlungsfähigkeit, falls du nicht mehr kannst? Ich glaube, Hauskauf ist keine zwingende Angelegenheit und wenn ihr die Raten nicht mehr zahlen könnt, kommt das Haus unter den Hammer. Sorry, aber so brutal ist das. Und im Todesfall werden deine Kinder das weiter zahlen müssen oder eben das Haus verkaufen. von Tom
  • kabe72

    Rang: Gast
    am 28.05.2008 21:22:37
    Hallo Tom,

    vielen Dank für die ausführliche Antwort.

    Zu Punkt 1.
    Ich plane eine Risiko LV abzuschließen, so wie Du sie auch beschrieben hast. Sie soll nicht meine Hinterbliebenen reich machen, sondern dafür sorgen, dass die Beerdigungskosten problemlos beglichen werden können. All dieses ohne jegliche Hintergedanken zu DM. Schließlich kann ich morgen aus dem Haus gehen und tot umfallen.
    In einigen DM-magazinen und auch im Internet findet man viele Beiträge, aus denen hervorgeht, dass die Versicherungen einen Risikozuschlag bei DM erheben, bzw. gänzlich verweigern.

    Zu Punkt 2:
    Eine Finanzierung für einen Hauskauf wird in der Regel durch eine LV abgesichert. Im klassischen Stil erfolgt dieses auch per Risiko LV. Die Todesfallsumme ist hierbei gleich hoch oder minimal höher als der noch offene Betrag für das Haus. Klar, wenn man aus irgendeinem Grund die Raten nicht mehr zahlt ist das Haus futsch. Ich habe auch schon im Bekanntenkreis und bei einigen Ex-Nachbarn erlebt, dass die Banken Finanzierungen aufstellen, bei denen der Zwangsverkauf einkalkuliert wurde. Nach Ablauf der öffentlichen Förderungen konnten die nicht mehr zahlen. Die Bank hat das Haus zwangsvollstreckt, und beim neuen Käufer die neue Finanzierung ermöglicht. Ein Haus- drei mal verdient.

    Kurz und knapp:
    Wie kann ich als Diabetiker meinen endgültigen Abgang absichern?
    Macht es Sinn als Diabetiker sich nach einer Finanzierung für einen Hauskauf zu bemühen?
    von kabe72
  • Hugo

    Rang: Gast
    am 29.05.2008 17:44:05
    Hallo Tom,

    so eine Versicherung ist doch praktisch. Wenn Du mit Deinem Auto an einen Baum fährst. dann bekommen Deine Hinterbliebenen ein neues Auto und die Beerdigungskosten.

    Gruß
    Hugo
    (wirklich nur im Spass gemeint !!!)
  • Tom

    Rang: Gast
    am 30.05.2008 09:06:43
    Nene, die Versicherungen sind leistungsmäßig nicht gekoppelt.
    Nochmal @kabe.

    Also wie gesagt, ich habe von LV keine Ahnung. Aber vielleicht hilft dir die Überlegung, die reine Bestattungsvorsorge bei den Gesellschaften wirklich ganz seperat zu erfragen. Und die Hausgeschichte extra. Es ist ja nicht gesagt, dass das am Ende teuer zusammen wird.
    Und ich würde auch keinen Betreuer fragen, der steht unter Provisionsdruck, sondern direkt an die Hauptniederlassung. von Tom
  • kabe72

    Rang: Gast
    am 05.06.2008 21:46:52
    Hallo Tom,

    ich werde schon beides seperat anfragen. Das mit dem Hauskauf eilt auch nicht wirklich, das andere schon eher.

    Das die einzelnen Vetreter als erstes ihre Provisionen im Kopf haben ist auch irgendwie verständlich. Ist doch in jeder Branche so.

    Werde meine Ergebnisse dann hier preisgeben. Schönen Dank nochmals für Deine Meinung.


    Schöne Grüße


    Klaus von kabe72