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Testen, testen, testen oder Abnehmen bei Prädiabetes, was ist besser?

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    am 15.04.2024 09:51:25 | IP (Hash): 1075685853
    Ich bin sehr gespannt! Und eine Woche werde ich es durchhalten, nur diese 600Kalorien täglich zu mir zu nehmen.

    Blutzucker heute Morgen nüchtern 101, schaun wir mal...

    (Im Januar hatte ich beim Checkup noch 113, seitdem nutze ich den Crosstrainer fast täglich und esse weniger rotes Fleisch, weniger Käse und nutze ein paar Glukosetricks.)
    Bearbeitet von User am 15.04.2024 09:52:03. Grund: Wort doppelt
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    am 15.04.2024 09:58:07 | IP (Hash): 972031585
    Sylvie3 schrieb:
    Ich bin gerne bereit sieben bis acht Tage die New Castle Diät zu wagen. Das wäre für mich vorstellbar!
    Ich schaue einmal, was ich dafür brauche und dann fange ich morgen oder übermorgen damit an.

    Hallo Sylvie,

    ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Versuch. Ich bleibe aber skeptisch. ob du das gleiche Ergebnis wie hjt_Juergen erreichen kannst. wenn nicht, dann lass dir auf keine Fall einreden, dass du nur zu dumm dazu bist und etwas falsch gemacht hast.

    Das BZ-Messgerät kannst du zwar bereit halten, aber es wird dir in der einen Woche noch nicht viel nützen. Dass der BZ und insbesondere auch die Nüchternwerte in der Diätphase niedriger verlaufen, ist so gut wie sicher. Interessant wird es erst danach, ob die Nüchternwerte dauerhaft besser bleiben oder ob sie langsam wieder beim alten Stand ankommen. Daran kannst du dann entscheiden, ob nichtalkoholische Fettleber (bzw. falsch in eingelagertes Leberfett) bei deinem Prädiabetes als Ursache mitspielt oder nicht. Ich bin gespannt - berichte bitte weiter.

    Alles Gute, Rainer


    P.S.: Hier ist mal ein Bericht über die ReTUNE-Studie von Prof. Taylor:
    https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4910431?form=fpf#vp_1
    Hier kannst du dir vielleicht Hinweise zur Durchführung abholen. Aber auch die Erfolgsquote (Remission lediglich bei 8 von 12 und keinesfalls bei 100%) wird beschrieben. Normalgewichtig bedeutete in dieser Studie immer noch einen durchschnittlichen BMI von 24,3. Die Erfolgsaussicht bei dir als schlanke Frau kann noch erheblich darunter liegen.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.

    Bearbeitet von User am 15.04.2024 10:45:03. Grund: BBCodes
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    am 15.04.2024 10:18:38 | IP (Hash): 1277877175
    Rainer schrieb:
    ... ob nichtalkoholische Fettleber bei deinem Prädiabetes als Ursache mitspielt oder nicht. Ich bin gespannt - berichte bitte weiter.


    Gespannt bin ich auch, aber nicht, ob Fettleber, denn die ist ja wohl längst ärztlich ausgeschlossen.


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    Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
    Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
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    am 15.04.2024 10:29:15 | IP (Hash): 1614954724

    Hallo Sylvie,

    Ja- das Thema beschäftigt mich schon ziemlich lange J, Einen HBA1c von 6,0 hatte ich tatsächlich schon mit etwa 30 Jahren als Zufallsbefund.
    Damals hatte aber der Arzt keinen Alarm geschlagen, weil ich sonst „gesund“ erschien. Ich war damals sogar leicht untergewichtig mit 49 Kilo.

    Ich hatte früher keinerlei Kenntnis über Prädiabetes, und in den 90er Jahren war man ja erst ab 6,5 m/dl ein Diabetiker. Da ich zu dieser Zeit dem hiesigen Figurwahn hinterhergeeifert habe, war ich ständig auf Diät.
    Nie mehr als 1500 Kalorien und extrem viel Sport. Dabei habe ich leider zuviel Fokus auf fettarme Ernährung gelegt, ohne den Einfluss von Kohlenhydraten zu beachten. Der Klassiker zum Frühstück waren Reiswaffeln oder Knäckebrot mit Quark. Tagsüber 0,1er Joghurt mit Obst, Salate ohne Öl- dazu literweise Zerogetränke. Ich glaube, dass der Hund hier begraben sein könnte. Inzwischen ist auch erwiesen, dass Zero und Lightgetränke, sowie alle synthetischen Süßstoffe das Mikrobiom schädigen können, was wiederum einen negativen Effekt auf die Bauchspeicheldrüse hat.

    Erst mit dem SS-Diabestes habe ich mich damit umfassend beschäftigt, und das war auch gut so. Sonst wäre ich heute garantiert schon im D2 Club zu finden.
    Du hast ja auch schon viele Ratschläge bekommen von Mitstreitern, die alle sehr unterschiedlich Erfahrungen gemacht haben, vielleicht ist das ein oder andere wichtige für Dich dabei.

    Jürgen scheint ein Verfechter der Leberentfettung zu sein. Im Grunde steht dem ja nichts entgegen, der Zeitraum ist von etwa einer Woche ist auch überschaubar. Vieles muss man halt auch einfach ausprobieren.
    Manche schwören auf Bitterstoffe (Bittermelonenextrakt beispielsweise), andere auf den Essig auf nüchternen Magen.
    Ich komme gut damit klar, möglichst viele Ballaststoffe in den Tag einzubauen. Damit halte ich den BZ den gesamten Tag im guten Bereich (100-max 145 m/dl).
    Deshalb backe ich mir mein Brot aus Nuss und Samenmehlen seit vielen Jahren selber. Wenn mich der Appetit packt (was doch recht oft vorkommt), dann esse ich Nüsse (Mandeln und Walnüsse).

    Selbst, wenn ich mich trotz all der Disziplin künftig im unteren Grenzbereich (ich sag mal so bis max 6,0 HBA1c) bewege, akzeptiere ich das.
    Wusstest Du, das es beim Prädiabetes auch die sog 6 Subtypen gibt? Schau mal, was Du dazu im Internet findest.

    Wir beide dürften hier als Subtyp 2 gelten:
    Subtyp 2: niedriges Risiko
    Der Subtyp 2 unterscheidet sich vom Subtyp 1 durch den BMI, welcher beim Subtyp 2 im Normalbereich liegt (durchschnittlich 23,45 kg/m2). Dieser Subtyp zeichnet sich durch das besonders niedrige Risiko aus, an Diabetes und seinen Komplikationen zu erkranken.

    Altersbedingt sinkt bei Frauen der Östrogenspiegel in den Wechseljahren und insbesondere danach stark ab, was die Insulinsensitivität herabsetzt. Eine Erfahrung, die ich beim Tragen des Libre 3 und dem gleichzeitgien Kontrollieren des Hormonspiegels gut beobachten konnte.

    Hier im Forum sind viele Menschen unterwegs, die sich mit Ihrer Erkrankung befassen und auch etwas verändern möchten.
    In meiner Diabetologiepraxis kann ich leider genügend menschliche Beispiele sehen, wie man es besser nicht machen sollte (Ignorieren und den alten ungesunden Lebenstil nicht ändern wollen).

    Liebe Grüße
    Myriel

    Weibl., 1972er JG, seit 2001 Prädiabetes, Gestationsdiabetes, Lowcarberin, BMI 21, sportlich aktiv, keine Medikamente, kein Insulin, gelegentlich Libre 3 Userin :-)
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    am 15.04.2024 11:41:24 | IP (Hash): 1277877175
    Myriel schrieb:
    In meiner Diabetologiepraxis kann ich leider genügend menschliche Beispiele sehen, wie man es besser nicht machen sollte (Ignorieren und den alten ungesunden Lebenstil nicht ändern wollen).


    Sich aktiv um einen möglichst gesunden BZ-Verlauf mit möglichst engem Schwankungsrahmen kümmern, ist aus meiner Sicht die Hauptsache.

    Wenn sich dazu auch noch die T2D Fett-Schwellen in Leber und Beta-Zellen unterschreiten und unterschritten halten lassen, sehe ich das als Sahnehäubchen. Aber auch dieses Sahnehäubchen bleibt dann nicht automatisch, sondern lässt sich nur mit weiterhin aktivem drum Kümmern erhalten.


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    am 15.04.2024 12:26:40 | IP (Hash): 1545800735
    Liebe Sylvie, herzlich willkommen auch von meiner Seite! Auch ich bin schlank, sportlich mit guter Ernährung und trotzdem im Bereich des Prädiabetes (zumindest bei der letzten offiziellen Messung). Auch ich bin in den Wechseljahren. Davon gibt es hier eine ganze Reihe Mitstreiterinnen!

    Fachlich hast du schon viele Tipps bekommen. Den Geheimtipp gibt es für uns leider nicht. Wir müssen das akzeptieren lernen. Man kann mit der Optimierung der eigenen Ernährung schon etwas bewirken, das ist meine persönliche Erfahrung und die Erfahrung hier im Forum. Unsere Spielräume sind aber sehr begrenzt. Das ist leider so und ich z.b. brauche noch ein wenig um das anzunehmen. Aber es wird. Ich bin in meiner Ernährung wirklich sehr konsequent geworden und habe leider trotzdem keine Traumwerte.
    Alles Gute, Ulla
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    am 15.04.2024 14:20:44 | IP (Hash): 1075685853
    Danke schön euch allen für den Zuspruch und die guten Tipps!

    Ich möchte eben einfach nichts unversucht lassen, die Prädiabetes loszuwerden, daher jetzt mein Versuch mit Jürgens Erfolgsrezept nach Roy Taylor und Nikolai Worms. Es gab heute nur bisher nur Magerquark und ein Stück Salatgurke und etwas Magermilch für meinen Kaffee. Eiweißshakes habe ich mir auch besorgt.

    Als ich das bisher Gegessene bei Fddb eingab, um die Kalorien zu berechnen, kam schon einmal der Hinweis, dass ich schon jetzt ( eben für mein Alter) Untergewicht habe. Aber gut, ich will nichts unversucht lassen, auch wenn ich selber keine große Hoffnung habe, dass das meinen NBZ senkt. Diese eine Woche ist überschaubar.

    Ich habe schon Vieles versucht, auch Hafertage. Das war noch schlimmer als jetzt der Magerquark und brachte gar nichts!

    Walnüsse esse ich schon täglich. Entweder abends im Chicoréesalat mit Ziegenkäse oder einfach so zwischendurch. Ich mag es also gerne bitter und werde es auch mit anderen Bitterstoffen versuchen.

    Und ich halte euch auf dem Laufenden!

    Liebe Grüße
    Sylvie
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    am 15.04.2024 14:44:02 | IP (Hash): 432340374
    hjt_Jürgen schrieb:

    Sich aktiv um einen möglichst gesunden BZ-Verlauf mit möglichst engem Schwankungsrahmen kümmern, ist aus meiner Sicht die Hauptsache.




    Sehe ich auch so, lieber Jürgen, aber nicht immer und für alle. Die Schwierigkeit mit der sich in diesem Thread die schlanken, sportlichen Frauen konfrontiert sehen ist daher nicht nur die Diagnose sondern auch die quälende Frage ob sie selbst vielleicht doch wirklich genug getan hat um die Krankheit im Zaum zu halten.
    Die Hormone und die Genetik haben meiner Meinung nach einen viel größeren Einfluss bei mir als eine mögliche Fettschwelle. Diese Erkenntnis habe ich nach 2 Jahre voller inneren psychischen Druck für mich gewonnen und seitdem geht es mir sooooviel besser; bin ich soviel gelassener.
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    am 15.04.2024 15:44:56 | IP (Hash): 1277877175
    Nosweets schrieb:
    Sehe ich auch so, lieber Jürgen, aber nicht immer und für alle.


    Doch doch, und damit meine ich jetzt nicht verbissen jedes mg/dl zuviel jagen, sondern sich aktiv kümmern im Gegensatz zur weit überwiegenden Mehrheit derer, die ihre Gesundheit auf arztonom stellen, also morgens+mittags+abends Medis, und häufig werden die dann auch noch vergessen.


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    am 16.04.2024 15:53:29 | IP (Hash): 1719459703
    Hallo Myriel,

    ich hatte inzwischen Zeit mit mich mit den sechs Subtypen der Prädiabetes zu beschäftigen. Ich war zuerst verwirrt, weil ich bisher nur von 5 Subtypen der Diabetes gelesen hatte. Aber das ist wie mit Äpfeln und Birnen.

    Und du hast vollkommen recht, wir sind Subtyp 2, die Tübinger Studie sagt:
    'Der Subtyp 2 unterscheidet sich vom Subtyp 1 durch den BMI, welcher beim Subtyp 2 im Normalbereich liegt (durchschnittlich 23,45 kg/m2). Dieser Subtyp zeichnet sich durch das besonders niedrige Risiko aus, an Diabetes und seinen Komplikationen zu erkranken.'

    Das beruhigt mich doch einmal sehr. Danke dir für diesen Hinweis!

    Und jetzt an Alle:

    Heute morgen lag mein NBZ schon bei 96. Aber ihr habt mich ja gewarnt, auch wenn ich bald normale Werte habe, wird es nicht so bleiben.

    Andererseits: So eine Prädiabetes ist doch auch ganz praktisch, wenn nicht gar vorteilhaft. Ich habe eine wunderbare Ausrede, wenn ich Kuchen und Pizza ablehnen möchte. Und sie zwingt mich dazu, mich gesund zu ernähren und Sport zu treiben.

    Aber ich mache natürlich weiter mit der Newcastle Diet. Gestern war mir schwindelig und ich war sehr müde und bin schon früh schlafen gegangen. Heute geht es mir wieder richtig gut. Ich hätte nicht gedacht, dass ich auch mit 600 Kalorien auskomme.

    Ich werde euch weiterhin auf dem Laufenden halten

    Viele Grüße
    Sylvie