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Testen, testen, testen oder Abnehmen bei Prädiabetes, was ist besser?
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am 19.04.2024 08:52:48 | IP (Hash): 1614954724
Liebe Sylvie,
Sehr gerne!! - dafür ist ja das Forum da- wunderbar, dass Du hier einiges für Dich gefunden hast.
Von der New Castle Diät hätte ich mir persönlich nicht den durchschlagenden Erfolg erhofft, zumal kalorienreduzierte Diäten den größeren Effekt bei Menschen mit höherem BMI haben.
Aber– natürlich sollte man ja nichts unversucht lassen, so wie Du es gemacht hast.
Ich hatte das auch mal für mich durchgerechnet. Ich bin 165 cm groß und wiege derzeit 58 Kilo. Mit New Castle hätte ich geplant 10% meines Gewichts reduzieren müssen, also knappe 6 Kilo weniger.
Das wären dann 52 Kilo und ein BMI von 19,1 und das in meinem Alter ?- never ever.
Die Ernährungsberatung in meiner Diabetespraxis hat mir bestätigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Mein Nüchternblut-Insulin befindet sich zwar noch im Normbereich, aber an der unteren Grenze, daher auch die gelegentlichen Nüchternwerte über 100 bis max. 110.
Ich bewege mich gerne (Garten/Haushalt, Spaziergänge usw.), ich mache allerdings keine nervigen Workouts, keine schweißtreibenden Sessions mehr auf dem Crosstrainer 4x die Woche.
Ich habe gemerkt, dass mich das eher stresst und mich in einen ungesunden Selbstoptimierungswahn drängt.
Ich habe einen Fitnesstracker von Garmin, der Vitalparameter aufzeichnet (Herzfrequenz, Schritte, Kalorien, Schlafqualität, Intensitätsminuten) und der reicht mir, um zu wissen, dass ich mit meinem Alter ganz fit unterwegs bin. Ziel 10Tsd Schritte am Tag schaffe ich eigentlich immer.
Bisserl Kraftraining mache ich noch – aber das wars dann auch.
Ach ja- die Schlafqualität ist sehr wichtig. Wenn ich gut geschlafen habe (was mir der Tracker dann bestätigt), dann ist mein BZ auch meistens im grünen Bereich.
Schönes Wochenende!
Myriel
Weibl., 1972er JG, seit 2001 Prädiabetes, Gestationsdiabetes, Lowcarberin, BMI 21, sportlich aktiv, keine Medikamente, kein Insulin, gelegentlich Libre 3 Userin :-)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.04.2024 10:14:28 | IP (Hash): 1531759180
Myriel schrieb:
Mein Nüchternblut-Insulin befindet sich zwar noch im Normbereich, aber an der unteren Grenze
Der typische Typ 2 zeichnet sich im Werden und über lange Zeiten der Vollentwicklung und Behandlung durch Hyperinsulinämie aus, also durch sehr viel mehr Insulin im Kreislauf, als ohne T2D bei gleichem BZ gemessen wird. Daher kommt ja die Idee der Insulinresistenz.
Wo das Insulin an der Untergrenze gemessen wird, kann kein typischer T2D vorliegen, und da wäre es ein echtes Wunder, wenn sich die diabetische Entwicklung mit dem Taylor Rezept ausschalten ließe.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.04.2024 21:22:09 | IP (Hash): 1672666619
Guten Abend!
Ja, ich habe hier im Forum viel gelernt und dafür herzlichen Dank an alle! Ich hätte die New Castle Diet auch gerne für eine Woche durchgehalten, aber diese 600 Kalorien-Diät hat mir dann doch zu schaffen gemacht. Mir war immer wieder schwindelig und ich war furchtbar müde. Ich hätte mir auch einen anderen Zeitpunkt aussuchen sollen, einen, an dem ich sieben Tage am Stück frei habe. Auch an Sport und Bewegung war gar nicht zu denken und ich hatte Angst deswegen Muskeln abzubauen.
Zwei solche Fastentage pro Woche kann ich mir aber gut für die Zukunft vorstellen. Oder auch Intervallfasten. Ich bin immer noch bereit vielleicht zwei oder drei Kilogramm abzunehmen, aber nicht so schnell.
Aber ich habe auch festgestellt, dass die Prädiabetes mich dazu bringt, mich noch bewusster zu ernähren und mich noch mehr zu bewegen! Warum sie dann überhaupt loswerden wollen? Ich habe ja ein doch eher geringeres Risiko an Diabetes zu erkranken - wenn ich weiter so gesund esse.
Perfood, von denen ich den FreeStyle Libre und die Ernährungsanalyse hatte, suchen übrigens Diabetiker mit einem BMI über 27, die noch keine Insulinbehandlung bekommen mit Bereitschaft ihren Lebensstil zu ändern, für eine Studie. Es gibt eine Aufwandsentschädigung, den FreeStyle Libre gratis, dazu Ernährungsberatung...
Ich will jetzt keine Werbung für Perfood machen, aber falls es jemandem hier helfen könnte.. Es gibt auch eine Aufwandsentschädigung.
https://perfood.de/wp-content/uploads/2021/10/Flyer_DINlang_Metabolic_20211029_2.pdf
Sollte das hier nicht erwünscht sein, werde ich es sofort entfernen.
Liebe Grüße
Sylvie
Bearbeitet von User am 20.04.2024 00:52:41. Grund: Flüchtigkeitsfehler1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.04.2024 23:23:11 | IP (Hash): 1187361874
Sylvie3 schrieb:
Aber ich habe auch festgestellt, dass die Prädiabetes mich dazu bringt, mich noch bewusster zu ernähren und mich noch mehr zu bewegen! Warum sie dann überhaupt loswerden wollen? Ich habe ja ein doch eher geringeres Risiko an Diabetes zu erkranken - wenn ich weiter so gesund esse.
Hallo Sylvie,
Glückwunsch zu deiner neu gewonnenen Einstellungen. Du nimmst die positiven Aspekte, bewusste Ernährung und kräftige Bewegung, mit und lässt dich trotzdem nicht dauerhaft verrückt machen.
Bleibe weiter achtsam und erfreue dich an deiner Gesundheit. Ich drück dir die Daumen, dass du nie einen schlimmen Diabetes entwickelst - deine Chancen dazu stehen sehr gut.
Weiter alles Gute, Rainer
P.S.: Den gleichen Glückwunsch möchte ich auch an Nosweets los werden. Sie hat sich offensichtlich auch eine gesunde und ausgewogene Einstellung zu ihrem Prädiabetes erarbeitet - auch dir alles Gute.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 19.04.2024 23:27:49. Grund: BBCodes2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 20.04.2024 11:51:44 | IP (Hash): 337053180
Da schließe ich mich Rainer gern an :)
Das Nutzen vom Diabetes hat veröffentlicht vor 12 Jahren mit Hans Lauber und seinem “Fit wie ein Diabetiker” angefangen. Allerdings fehlte da noch das Akzeptieren. Er hatte damals noch die Vorstellung, dass er seinem Diabetes weglaufen könnte.
Mit dem nicht mehr ganz so beständigen Messen & Laufen hat sein Diabetes ihn vor so um 2 Jahren dann halt an die doch wohl unauflösliche Lebenspartnerschaft erinnert.
Seitdem stellt der gute alte Hans die allgemeine Gesundheit in den Vordergrund, die er dem Lifestyle verdankt, zu dem ihn sein Diabetes mit dem ausreichend regelmäßigen Blick auf den BZ zuverlässig anhält.
Und ausreichend regelmäßig bedeutet eben so häufig, wie für das persönliche Halten der gesunden Spur notwendig ist. Das kann bei dem einen täglich bedeuten und bei der anderen wöchentlich oder monatlich oder vielleicht sogar noch seltener.
Und schließlich hilft es super, wenn man alltäglich locker damit zurechtkommt. Daumendrück fürs weitere gute Gelingen :)
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 20.04.2024 17:02:40 | IP (Hash): 187184338
Vielen lieben Dank euch beiden für die guten Wünschen! -
am 20.05.2024 12:28:24 | IP (Hash): 1618718920
Rainer schrieb:
P.S.: Den gleichen Glückwunsch möchte ich auch an Nosweets los werden. Sie hat sich offensichtlich auch eine gesunde und ausgewogene Einstellung zu ihrem Prädiabetes erarbeitet - auch dir alles Gute.
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Vielen Dank Rainer für deine Worte!
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am 20.05.2024 12:31:54 | IP (Hash): 1618718920
Sylvie3 schrieb:
Aber ich habe auch festgestellt, dass die Prädiabetes mich dazu bringt, mich noch bewusster zu ernähren und mich noch mehr zu bewegen! Warum sie dann überhaupt loswerden wollen? Ich habe ja ein doch eher geringeres Risiko an Diabetes zu erkranken - wenn ich weiter so gesund esse.
Genau solche Gedanken habe ich auch immer öfters. Ich merke dass ich bewusster mit meinem Körper bin. Der Weg dahin war zwar etwas anstrengend, aber mittlerweile stelle ich mich nicht mehr die Frage „Warum ich, weil ich bin doch schon schlank“ sondern sehe es als Ansporn den Lebensstil bei zu behalten.