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Starke Gewichtszunahme

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    am 10.05.2024 18:22:13 | IP (Hash): 1933042098
    Hallo an alle,
    Seit Nov.spritze ich zum Toujeo auch Mahlzeitinsulin Humalog 100. Ich kann quasi zuschauen wie ich immer dicker werde. Hilfe...Ich platze aus allen Nähten, wo soll dasnoch hinführen, mir wird Angst....
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    am 10.05.2024 18:42:38 | IP (Hash): 1188740904
    Ich gehe mal davon aus, dass Du Typ 2-Diabetiker bist. Dann ist die Gewichtszunahme nicht erstaunlich. Letztlich ist Insulin ein anaboles Hormon.

    Die Zunahme ist dann völlig kontraproduktiv.

    Du wirst nicht umher kommen, Dir Gedanken um Deinen Umsatz zu machen. Die Sache ist ganz einfach: Nimmst Du mehr als Deinen Gesamtumsatz zu Dir, dann nimmst Du zu. Bleibst Du mit der Nahrungszufuhr unter dem Gesamtumsatz, nimmst Du ab. Allerdings solltest Du nicht unter den Grundumsatz kommen.
    Und dann ist auch Bewegung unumgänglich.

    Viele Grüße
    Thomas
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    am 10.05.2024 19:05:37 | IP (Hash): 55422824
    Insulin senkt den BZ, indem es für die Umwandlung von Glukose in Triglyzeride sorgt, also in Fett. Und was davon in 24 Stunden mehr anfällt, als verbraucht wird, wird gespeichert.

    Bei dem BZ viele von 24 Stunden über 180 mg/dl pflegen wir einige Gramm Glukose pro Tag ins Klo zu entsorgen. Wenn der BZ dann mit Insulin für die meisten von 24 Stunden am Tag unter 180 gesenkt wird, geht weniger bis keine Glukose mehr ins Klo, sondern als Fett in die Schwimmhilfen.

    Was da gespeichert wird, ist Energie, die wir nicht verbrauchen. Energie wird allgemein in kcal gemessen. Also hilft in solchen Fällen praktisch nur, die kcal entsprechend dem Gewicht zu reduzieren, das gehalten oder erreicht werden will/soll.

    Daumendrück für gutes Gelingen!

    ----------------------------------------------
    Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
    Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
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    am 11.05.2024 06:41:56 | IP (Hash): 1933042098
    Danke an Euch. Umsatz? ...Du meinst meinen Insulinverbrauch? Naja es ist verschieden. Und, ich weiß überhaupt nicht ob das viel ist was ich ins igesamt spritze. Beim Toujeo habe ich inzwischen 40 i.E. Beim Humalog 100 zwischen 30 und 40 i.E. Insgesamt täglich, je nach dem was ich esse. Mich belastet das alles sehr. Früh wenn ich aufstehe steigt der BZ rasant an, spritze ich 2-3 i.E. zur Korrektur, tut sich erst nach ca.3 Std was....dann spritze ich meist 10 i.E. weil ich dann was esse. Zum essen sind es meistens 8-12 i.E. Ist das viel? Beim Bürojob habe ich natürlich so gut wie keine Bewegung. Muss gucken, dass ich danach was tue.
    Manchmal Insgesamt 6x am Tag spritzen, dann Kämpfe ich um den Erhalt meines GdB 50. Diesen hatte ich wg.Krebs. Bei mindestens 4x Insulin steht mir das doch zu, oder? Lt. SGB IX Pkt.15.1 dort steht das, aber das Amt will mir nur 30 geben...
    So, wäre noch nett wenn mir jemand sagt, wie und wo ich hier im Forum direkt jemand ansprechen kann und vor allem, wie öffne ich meine Nachrichten???? Das Forum ist echt kompliziert....
    Danke schonmal und liebe Grüße Amy

    Bearbeitet von User am 11.05.2024 06:44:07. Grund: Verschrieben
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    am 11.05.2024 07:26:51 | IP (Hash): 2010868821
    Hallo Amy,

    bei Deinem Status weiß ich nicht, ob ich Dir helfen kann.
    Ich versuche es trotzdem.
    Mir ging es ähnlich.
    Jeden Apfel hätte ich direkt auf meinen Bauch kleben können.

    Ich habe nach Diagnose DM2 sehr konsequent Kohlenhydrate vermieden.
    Brot war und ist bis heute tabu.

    Mein Körper verträgt so ca. 80 KH am Tag.
    Ich glaube, dafür gibt es keine Messmethode.

    Aktuell: Meine KH kommen fast ausschließlich von Milchzucker und von Beeren.

    Habe 60 kg abgenommen und halte das Gewicht seit einem Jahr.


    -- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 -- Stand: 05/2024
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    am 11.05.2024 07:36:57 | IP (Hash): 486229307
    Nein, ich meine Deinen Energieumsatz. Die Idee, die dahinter steht: Dein Körper muss sich ja am Leben erhalten. Allein Dein Gehirn braucht pro Tag zwischen 120 und 140 g Glukose. Auch das Herz und die innenren Organe brauchen Energie in Form von Glukose oder auch Fett. Und natürlich auch die Muskulatur. Ein Maß für den Energieverbrauch ist die Kilokalorie kcal oder auch das Kilojoule (KJ). Wenn Du den ganzen Tag im Bett liegst und nicht ein Ohr am Kopf rührst, verbraucht der Körper gleichwohl Energie. Da ist das Gehirn. Dann aber auch das Herz. Und der Körper muss eine Körpertemperatur von 36,5° C aufrechterhalten. Der Energieverbrauch ist abhängig vom Geschlecht, dem Alter und der Größe. Diesen Energieverbrauch nennt man Grundumsatz. Dazu kommt der Energieverbrauch, den man durch Bewegung erzeugt, weil da die Muskeln arbeiten müssen. Den Grundumsatz kann man näherungsweise mit der Harris-Benedict-Formel errechnen. Für Männer geht das so: 66,47+(13,7*Körpergewicht in KG) + (5 * Körpergröße in cm) - (6,8 * Alter in Jahren). Für Frauen sieht die Formel anders aus: 655,1 +(9,6 * Körpergewicht in KG) + (1,8 * Körpergröße in cm) - (4,7 * Alter in Jahren). Bitte beachte noch, dass die Formeln aus dem Anfang des letzten Jahrunderts stammen und die Menschen da generell leichter und kleiner waren. Daher können sich schon Schwankunen bis zu 500 kcal pro Tag ergeben. Es ist eben nur eine Näherung.
    Bewegung verbraucht Energie, aber viel weniger, als wir denken. Bei mir liegt der Grundumsatz bei 1.900 kcal. Da ich im Büro arbeite und mich moderat bewege, gehe ich von einem Gesamtumsatz von etwa 2.400 kcal aus. Nehme ich mit der Nahrung weniger, als diese 2.400 kcal auf, so nehme ich ab, nehme ich mehr auf, nehme ich zu. Ein KG Körperfett hat etwa 7.500 kcal. Die muss man dem Körper weniger zuführen, als als er braucht. Dann nimmt man ab. Man muss etwas Geduld haben. Denn unter den Grundumsatz sollte man nicht kommen. Denn dannn besteht die Gefahr, dass der Körper den Stoffwechsel herunterfährt und damit den Grundumsatz dauerhaft senkt. Unser genetisches Programm kennt die Methode abnehmen eigentlich nicht.
    Mach Dir klar, dass regelmäßige Überschreitungen des Gesamtumsatzes zur Gewichtszunahme führt. Nehmen wir an, ich würde mit der Nahrung täglich genau die 2.400 kcal zuführen und mir jeden Abend als Belohnung zusätzlich einen Riegel Kinderschokolade gönnen: Der hat so um die 120 kcal. Das an 365 Tagen mach 43.800 kcal. Wenn ich die durch 7.500 (1 KG Körperfett hat einen Brennwert von 7.500 kcal) teile, dann stelle ich am Ende des Jahres fest, dass ich 5,8 KG mehr auf die Waage bringe.
    Noch zur Nahrung: Die besteht aus Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett. Eiweiß und Kohlenhydrate haben so etwa 4 kcal/je Gramm, Fett so etwa 9 kcal/je Gramm. Damit kann man so etwa berechnen, wieviel man zu sich nimmt. Es gibt auch Tabellen dafür.
    Wie gesagt: Dein Ziel muss es dauerhaft sein, maximal soviel Energie in Form von Nahrung zu Dir zu nehmen, wie Dein Körper verbraucht. Da Du zugelegt hast und ich davon ausgehe, dass Du die überschüssigen Pfunde wieder loswerden willst, sollte die Zuvor unter dem Verbrauch liegen.
    Gruß
    Thomas
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    am 11.05.2024 13:36:23 | IP (Hash): 1378588726
    Amy schrieb:
    Hallo an alle,
    Seit Nov.spritze ich zum Toujeo auch Mahlzeitinsulin Humalog 100. Ich kann quasi zuschauen wie ich immer dicker werde. Hilfe...Ich platze aus allen Nähten, wo soll dasnoch hinführen, mir wird Angst....



    Kein Wunder. Insulin macht dick. Deshalb wollte ich nie welches spritzen und habe es ohne Insulin versucht. Hat auch geklappt. Ich bin meinen Diabetes los.
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    am 11.05.2024 15:29:09 | IP (Hash): 55422824
    Kelly schrieb:
    Amy schrieb:
    Hallo an alle,
    Seit Nov.spritze ich zum Toujeo auch Mahlzeitinsulin Humalog 100. Ich kann quasi zuschauen wie ich immer dicker werde. Hilfe...Ich platze aus allen Nähten, wo soll dasnoch hinführen, mir wird Angst....



    Kein Wunder. Insulin macht dick. Deshalb wollte ich nie welches spritzen und habe es ohne Insulin versucht. Hat auch geklappt. Ich bin meinen Diabetes los.



    Wenn es wäre, wie du schreibst, hätte ich nie von 96 kg auf inzwischen 66 abschmelzen können, jeden Tag mit Insulin zu jedem Essen und Basal für die tägliche Grundversorgung.

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    am 11.05.2024 15:56:57 | IP (Hash): 486229307
    hjt_Jürgen schrieb:

    Wenn es wäre, wie du schreibst, hätte ich nie von 96 kg auf inzwischen 66 abschmelzen können, jeden Tag mit Insulin zu jedem Essen und Basal für die tägliche Grundversorgung.


    Ich sage mal Jain. Ich liegt beide nicht ganz richtig.

    In der Reinkultur ist ein Typ-2-Diabetiker dadurch gekennzeichnet, dass der Körper für das eigene Insulin nicht mehr hinreichend sensibel ist. Durch jahrelange falsche Ernährung sind die Zellen gegen das Insulin resistent geworden. Da der Körper aber auch keinen zu hohen Blutzuckerspiegel zulassen will, produziert die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin. Bis der Punkt erreicht ist, dass eine Ausweitung der Produktion nicht mehr möglich ist. Zudem erschöpfen die Inselzellen irgendwann.
    Steuert man durch richtige Ernährung und Bewegung rechtzeitig gegen, lässt sich der Typ-2-Diabetes tatsächlich heilen. Die Zellen werden wieder empfindlicher gegenüber dem eigenen Insulin und der Blutzucker nimmt wieder normale Werte an und es ist im Blut kein erhöhter Insulinspiegel mehr festzustellen. Das ist dann der Idealzustand.
    Leider ist die Welt nicht ideal. In vielen Fällen sind die Inselzellen so erschöpft, dass die körpereigene Insulinproduktion auch dann nicht ausreicht, wenn die Insulinresistenz überwunden wird. Dann muss mit Insulin, das gespritzt wird, nachgeholfen werden. Wie hoch der eigene Insulinspiegel ist, kann man nur sehr schlecht direkt messen. Es geht aber, indem der C-Peptid-Wert, der praktisch ein Spiegelbild des Insulinspiegels ist, gemessen wird. In Fällen wie hier geschildert, führt die Gabe von Insulin nicht zur Gewichtszunahme.
    Anders sieht das aus, wenn der Typ-2-Diabetiker nicht bereit ist, seine Ernährungsweise zu ändern. Dann will man den Blutzuckerspiegel durch zusätzliche Insulingaben senken. Und das notwendige Insulin kann man fast beliebig steigern. Die Folge ist dann allerdings eine erhebliche Gewichtszunahme. Und schon ist man in einem Teufelskreis, den man nicht mehr so leicht entkommen kann.
    Ich habe nach der Diagnose auch zunächst Insulin spritzen müssen. Mit meinem Diabetologen bestand allerdings Einigkeit, dass ich meine Ernährung vollständig umstelle und dass das Ziel sein muss, wieder von der Nadel wegzukommen. So kam es dann auch: Nach 4 Wochen konnte ich das Kurzzeitinsulin absetzen und nach 8 Wochen das Langzeitinsulin. Dafür habe ich Metformin eingeschlichen und kann damit inzwischen sehr gut leben.
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    am 11.05.2024 16:47:00 | IP (Hash): 55422824
    Tatsächlich ist die Geschichte doch ganz einfach:
    Ich nehme zu, wenn ich mehr ins Kuchenloch schiebe, als mein Organismus verbraucht. Wenn ich weniger reinschiebe, als mein Organismus verbraucht, nehme ich ab. Und ich halte mein Gewicht, wenn ich 24/7 immer nur so viel reinschiebe, wie mein Organismus in 24 Stunden verbraucht.

    Ergänzung:
    Dabei ist völlig egal, ob mit oder ohne Insulin!

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    Bearbeitet von User am 11.05.2024 16:49:14. Grund: Ergänzung