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RICHTIGstellung zu meiner Ozempic-Darstellung

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    am 15.05.2024 22:18:51 | IP (Hash): 1152712047
    FALSCH hatte ich im anderen Thread an Pamina geschrieben:
    “Man kann praktisch weiter essen wie bisher. Das Mittel sorgt dafür, dass der Organismus einen guten Teil des Essens meistens schön beschwerdefrei praktisch ungenutzt ins Klo entsorgt.”

    RICHTIG ist:
    Man isst mit Ozempic & Co weniger, weil man sich mit Medis von dieser Sorte deutlich eher satt fühlt.

    Wie wichtig das Satt-Gefühl ist, zeigt das Zitat aus einem aktuellen Artikel zu Ozempic in der NYT:
    A Year on Ozempic Taught Me We’re Thinking About Obesity All Wrong https://www.nytimes.com/2024/05/07/opinion/ozempic-weight-loss-drugs.html?smid=nytcore-android-share
    Daraus:
    One scientific experiment — which I have nicknamed Cheesecake Park — seemed to me to crystallize this effect. Paul Kenny, a neuroscientist at Mount Sinai Hospital in New York, grew up in Ireland. After he moved in 2000 to the United States, when he was in his 20s, he gained 30 pounds in two years. He began to wonder if the American diet has some kind of strange effect on our brains and our cravings, so he designed an experiment to test it. He and his colleague Paul Johnson raised a group of rats in a cage and gave them an abundant supply of healthy, balanced rat chow made out of the kind of food rats had been eating for a very long time. The rats would eat it when they were hungry, and then they seemed to feel sated and stopped. They did not become fat.
    But then Dr. Kenny and his colleague exposed the rats to an American diet: fried bacon, Snickers bars, cheesecake and other treats. They went crazy for it. The rats would hurl themselves into the cheesecake, gorge themselves and emerge with their faces and whiskers totally slicked with it. They quickly lost almost all interest in the healthy food, and the restraint they used to show around healthy food disappeared. Within six weeks, their obesity rates soared.

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    Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
    Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
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    am 16.05.2024 00:23:01 | IP (Hash): 360323279
    hjt_Jürgen schrieb:
    RICHTIG ist:
    Man isst mit Ozempic & Co weniger, weil man sich mit Medis von dieser Sorte deutlich eher satt fühlt.



    Nein, das ist falsch.

    Man isst mit Ozempic & Co. weniger, weil einem ganztägig speiübel ist...
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    am 16.05.2024 08:28:40 | IP (Hash): 664043091
    Guten Morgen!

    Ich werde berichten, wie es mir mit dem Zeug geht. Starte aber erst ins gut sechs Wochen.Bis dahin schleiche ich Metformin ein. Die ersten zwei, halben Tabletten fühlten sich ohne Nebenwirkung an.
    Bin überaus froh, dieses Forum gefunden zu haben. Manches ist noch etwas unübersichtlich für mich und ich muss mich noch sortieren. Ansonsten versuche ich mit der neuen Situation umzugehen und mir meinen Schlachtplan für den“ Marathon“zurecht zu legen .
    Vielleicht, wenn jemand Zeit hat, könnte er mir noch eine Frage beantworten. Mein Endokrinologe meinte, ich müsse die Blutzuckerwerte nicht messen zu Hause. Allerdings habe ich das Gefühl, wenn ich hier durchlese, dass ihr sehr viel messt . Was ist sinnvoll und sind die Werte nicht durchs Metformin eh im grünen Bereich…hoffe ich .
    Macht euch einen großartigen Tag. Ich bin noch gut eine Woche im Lande und dann erst mal fünf Wochen unterwegs.

    Pamina
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    am 16.05.2024 09:51:03 | IP (Hash): 1881527406
    Pamina schrieb:
    Mein Endokrinologe meinte, ich müsse die Blutzuckerwerte nicht messen zu Hause. Allerdings habe ich das Gefühl, wenn ich hier durchlese, dass ihr sehr viel messt . Was ist sinnvoll und sind die Werte nicht durchs Metformin eh im grünen Bereich…hoffe ich.

    Hallo Pamina,

    selbst messen wäre sehr sinnvoll. Nur damit kannst du sehen, wo du aktuell stehst, was deinem BZ gut tuit und was nicht, kurz geagt, was bei dir sinnvoll ist und was weniger. Mit nur einem Wert aller 3 Monate kommst du nicht sehr weit.

    Die Ärzte berufen sich da auf Studien, die gezeigt haben, dass Blutzuckerselgbstkontrolle nicht viel nützt. Das ist auch bei vielen Diabetikern tatsächlich der Fall, weil ihnen keiner sagt, was sie mit den Werten anfangen können. Du kannst dir ja mal diese Anleitung ansehen:
    https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf
    (Quelle: https://www.bloodsugar101.com/download-the-lower-your-blood-sugar )

    Nur Metformin reicht sehr wahrscheinlich nicht aus. es ist eine Basistherapie, die gut unterstützt aber den BZ nur relativ wenig verbessert.

    Viel Erfolg, Rainer


    P.S.: Der User hjt_Jürgen ist ein genereller Gegner von allen Diabetesmedikamenten außer Insulin. Die Abneigung ist vollkommen unbegründet - höre einfach weg bei seinem Gequatsche. Wenn dun Ozempic gut verträgst und es deinen BZ in einen gesunden Verlauf bringt, dann ist das sehr gut. Das schließt nicht aus, dass du es später auch mal ohne Ozempic, aber unbedingt mit Blutzuckerselbstkontrolle probieren kannst.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.

    Bearbeitet von User am 16.05.2024 09:56:49. Grund: BBCodes
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 16.05.2024 11:05:30 | IP (Hash): 664043091
    Lieber Rainer!

    Herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich schau mir die Listen mit den Werten mal an und werde dann regelmäßig messen.

    Wie schon erwähnt, starte ich mit Ozempic erst in sechs Wochen. dann werden sich die Werte wahrscheinlich noch mal verändern. Außerdem bin ich bei Metformin ja auch erst bei 500 am Abend. Das macht wahrscheinlich auch noch nicht so viel.

    Ich kann die Argumente von Jürgen auch gut verstehen. Aber die Menschen sind verschieden und ich habe im Rahmen einer Studie die letzten 14 Monate wirklich jedes Fetzchen und Krümel von sämtlichen Dingen aufgeschrieben. habe sogar Gewürze und Salz ab gemessen und notiert. War mindestens vier mal die Woche zum Sport, Krafttraining und Cardio. Meist sogar fünf oder sechs mal. Großes Blut alle 30 Tage , Langzeit Zucker, nüchtern Zucker, und alle Werte, die man sich so vorstellen kann. Leber Ultraschall, alle zwei Monate. Ich esse sehr gesund, meist nicht über 1200 kcal, oft darunter. Einmal die Woche gibt es ein Wassereis.

    Meine Werte haben sich in den letzten anderthalb Jahren enorm verschlechtert. Auch die Leberverfettung ist vorangeschritten. Bei mir gibt es eine starke genetische Komponente.

    Ich habe auch keine Lust auf diese ganze Medizin. Wenn ich aber mein Leben zurückbekomme und es mir deutlich besser geht, ist es wohl mein Weg. Ziel 100 Jahre alt zu werden.
    Sorry, schon wieder ein halber Roman.

    Liebe Grüße an alle, bleibt gesund, genießt die Sonne und euch

    Pamina