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Quasi-Newcastle Diät bei Prädiabetes
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am 29.06.2024 21:23:23 | IP (Hash): 2021822300
Das Drama nimmt weiter seinen Lauf....
Zunächst einmal: ich habe noch ein wenig Gewicht verloren (heute Morgen 68,9).
Heute Abend dann ein schockierendes Ergebnis nach einem leichten Abendessen, das mich vor einem Jahr im verfetteten Zustand niemals so abgeschossen hätte:
Vorher: 91 mg/dl
Dann: zwei Tomaten mit Mozzarella, Olivenöl und Balsamico
Danach: das Öl und den Essig mit einer Scheibe Vollkorntoast aufgenommen.
Danach: Ein Apfel, zwei Weinbergpfirsiche
1 Stunde danach: 143
2 Stunden danach: 153
Wie auch vorher schon: Ich weiß, was ich weglassen müsste, ich kenne natürlich die KH Quellen in diesem Abendessen.
Der Punkt ist: Kein Gesunder würde so reagieren. Und ich selbst habe auch vor gar nicht so langer Zeit besser reagiert. -
am 29.06.2024 22:10:48 | IP (Hash): 2077185740
Für uns mit T2D oder T2D im Werden ist unerheblich, wie der BZ bei jemandem ohne T2D-Erbschaft auf unsere Einverleibungen reagieren würde. Für uns kann nur wichtig sein, dass wir die so auswählen, dass unser BZ in dem Rahmen verläuft, in dem wir ihn haben wollen :)
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :) -
am 29.06.2024 22:31:20 | IP (Hash): 707061055
hjt_Jürgen schrieb:
Für uns mit T2D oder T2D im Werden ist unerheblich, wie der BZ bei jemandem ohne T2D-Erbschaft auf unsere Einverleibungen reagieren würde. Für uns kann nur wichtig sein, dass wir die so auswählen, dass unser BZ in dem Rahmen verläuft, in dem wir ihn haben wollen :)
So isses...
Hier noch das Ende der Geschichte:
Nach 2:40h: 127
Zügiger Spaziergang
Nach 3:20h: 98 -
am 29.06.2024 22:53:45 | IP (Hash): 1600124445
Ja, messen ist schon wichtig, jetzt weißt du es, es waren zuviele KH, die dir eine unliebsame Spitze bereitet haben. Drei Stücke Obst sind zuviel, muss man nicht haben, bringen dich aber auch nicht um.
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DM2 in Remission ohne Medikamente -
am 30.06.2024 00:13:38 | IP (Hash): 78610474
Henrie schrieb:
Ja, messen ist schon wichtig, jetzt weißt du es, es waren zuviele KH, die dir eine unliebsame Spitze bereitet haben. Drei Stücke Obst sind zuviel, muss man nicht haben, bringen dich aber auch nicht um.
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DM2 in Remission ohne Medikamente
Das stimmt. Mir geht es ja aber um die noch etwas speziellere Frage, was bei einem nicht besonders übergewichtigen Prädiabetiker (nämlich mir) passiert, wenn er die Newcastle-Diät anwendet.
Und wie es momentan aussieht: Es gibt keine Verbesserung, eher tendenziell weitere Verschlechterung - natürlich bei mir. Wie es anderen ergehen würde, kann man daraus nicht ableiten.
Und dass Newcastle bei eher dicken Diabetikern verbessernd wirkt, das wissen wir ja auch schon aus wissenschaftlichen Studien.
Bearbeitet von User am 30.06.2024 00:15:08. Grund: Konkretisierung -
am 30.06.2024 03:13:51 | IP (Hash): 812322421
Paertl.Wassily schrieb:
Was tun? Ich wäre geneigt, Metformin einzuwerfen. Die Hausärztin findet das aber nicht sinnvoll.
Weiter abnehmen? Bis 65 kg wäre es noch kein Untergewicht. Aber ich bin schon ziemlich hager. Und ob sich da noch etwas tun wird?
Ich fürchte zudem, dass ich bei Diabetologen kein Gehör mit dieser Problematik finde. Der OGTT wurde bei einem solchen gemacht, aber der wollte nicht mit mir darüber nachdenken, was denn genau bei mir los ist.
Hi,
1. such dir einen Diabetologen der dich ernst nimmt.
2. hast du mal probiert nur Kohlehydrate zu zählen, also nicht mehr als (mein Arzt meinte 100g pro Tag)
und dabei vielleicht auch die letzte Mahlzeit des Tages fast Kohlehydratfrei zu gestalten?
Also nur Fleisch/Fisch/Ei/Käse und Gemüse mit wenig oder Pilze -
am 29.07.2024 09:47:10 | IP (Hash): 929088244
Henrie schrieb:
Ja, messen ist schon wichtig, jetzt weißt du es, es waren zuviele KH, die dir eine unliebsame Spitze bereitet haben. Drei Stücke Obst sind zuviel, muss man nicht haben, bringen dich aber auch nicht um.
Ich bin mittlerweile froh, dass ich nicht sehr auf Obst stehe. Gemüse ja, Obst ist nicht so mein Ding. Allerdings hat hier bei der Spitze vielleicht noch mehr der Vollkorntoast mitgeholfen. Der hat nämlich einen sehr hohen glykämischen Index. So etwas würde ich generell weglassen. -
am 03.11.2024 09:26:35 | IP (Hash): 727148961
Hallo zusammen,
nach ein paar Monaten mache ich mal eine Wasserstandsmeldung. Was ist seitdem geschehen?
1. Ich habe mein Gewicht gehalten. Ich bin dauerhaft unter 70 Kg bei 1,79 m Körpergröße, meist so zwischen 68,5 und 69,5.
2. Meine Energieaufnahme hat sich natürlich erhöht, weil ich nicht mehr 800 kcal esse, sondern so viel, dass ich mein Gewicht halte. Mit Sport (ca. 4 X Woche 60 Minuten lockeres Rudern) habe ich einen Energiebedarf von 2.200 kcal sagt meine Smartwatch. Kommt ungefähr hin.
3. Ich neige noch immer zu Experimenten und schaue nach, ob sich "mittlerweile etwas verbessert hat". Daher kann ich über gelegentlich wilde BZ Exkursionen (bis zu 200 nach fast carbs, also weißer Reis, Pizza, Weißbrot) berichten.
4. Insgesamt esse ich aber nach wie vor low carb, Pi mal Daumen in der Regel deutlich unter 100 g KH pro Tag, oft unter 70.
5. Mein Wissen darüber, was ich "vertrage", auch in welchen Mengen, und was nicht, hat sich noch deutlich verbessert. D.h., ich weiß genau, wie ich unter 140 bleibe, wenn ich das will.
6. Es gibt doch einige KH-Quellen, die ich im "gesunden" Korridor verarbeiten kann. Dazu zählen Hülsenfrüchte und - zu meinem großen Glück - auch kleine Portionen gut gefetteter und al dente gekochter Pasta. Vollkommen bizarr: Ein Big Mac mit kleinen Fritten geht auch. Bitte nicht schimpfen, ich weiß, dass das auf vielen Dimensionen nicht gut ist. Das sind halt meine Experimente und sicher auch eine Portion "ich will nicht verzichten".
7. Auch ohne "Essensexperimente" ist mein selbst gemessener Morgenblutzucker fast nie mehr unter 100 aber immer unter 110. Die einzigen Gelegenheiten mit Blutzucker unter 100 sind Messungen unmittelbar nach einer Rudereinheit auf relativ leeren Magen. Danach steigt der Wert wieder von allein an. Meine Leber kann es einfach nicht lassen.
Kürzlich habe ich auch noch einmal einen Besuch beim Diabetologen unternommen, eigentlich, um meine gut dokumentierten BZ Spitzen zu besprechen und ggf. Metformin einzunehmen um meine Beta-Zellen zu schützen.
In der Praxis wurde ad hoc ein BZ von 85 und ein HbA1c von 5,0% ermittelt. Die 85 waren 5 Stunden nach einem 200 kcal Frühstück. Das ist insofern schockierend, als dass ich - wie gesagt - selbst fast nie unter 100 messe und in den für den HbA1c kritischen Zeitraum auch reichlich "Experimente" fallen (ich hatte z.B. zwei Wochen vor dem Arztbesuch einfach "normal" mit der Familie mitgegessen, um dem Arzt zu zeigen, wie ich auf normales Essen reagiere, zudem hatte ich längere Zeit keinen Sport gemacht, weil ich dauererkältet war). Verrückt ist auch, dass der HbA1c niedriger ist, als nach meinen zwei Newcastle-Monaten mit nur 800 kcal. Angesichts der 85 und 5,0 wollte der Arzt keine weiteren Maßnahmen mit mir besprechen.
Mittlerweile zweifle ich die Genauigkeit meine eigenen Messungen an. Es ist aber ein rel. neues Gerät (AccuCheck Guide) und ich weiß auch, wie man messen muss. Mein Messgerät spuckt einen geschätzten HbA1c von 6,0% aus. Das ist schon eine recht erstaunliche Diskrepanz, oder?
Momentan denke ich, dass ich erst einmal so weitersegle. Ich werde weiter berichten...
Bearbeitet von User am 03.11.2024 09:29:56. Grund: Rechtschreibung -
am 03.11.2024 10:47:20 | IP (Hash): 1775035078
Glückwunsch zum bisherigen Segel-Gelingen :)
Deine Leber ist übrigens nicht allein für deinen BZ verantwortlich. Dafür müssen auch die Betas passend Insulin liefern. Das muss zuerst die Glukoneogenese ausschalten, die 10g Glukose pro Stunde Eigenproduktion in der Leber. Deine Spitzen nach mehr KHs deuten darauf hin, dass da halt nicht mehr ausreichend Betas ausreichend spontan liefern.
Die HbA1c-Funktion von deinem BZ-Messer ist auf die Messungen vor dem Essen geeicht, nicht auf die wann auch immer nach dem Essen. Wenn du also damit einen Anteil an Spitzen nach dem Essen gemessen hast, waren die natürlich höher als die entsprechenden Werte von vor dem Essen und müssen so selbstverständlich zu einer praktisch falsch höheren HbA1c Angabe führen.
Spitzen, die weniger als 3-4 Stunden anhalten, führen zu keiner dauerhaften zusätzlichen Verzuckerung der roten Blutkörperchen, denn die lösen sich mit weniger BZ wieder auf/ab. Das mag erklären, warum deine Experimente die Laborbestimmung vom HbA1c nicht belastet haben.
Weil seine Messungen deine BZ in jeder Hinsicht als gesund ausweisen, sieht dein Dok keinen Handlungsbedarf. - Daumendrück für Weiterso :)
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 03.11.2024 11:05:24 | IP (Hash): 847353743
Hallo Wassily,
deine Wasserstandsmeldung zeigt auf keine Fall "Land unter" - ich denke, dass du deine BZ gut genug im Griff hast.
Wenn du mal Metformin probieren willst, dann brauchst du keinem Diabetologen die wertvolle Zeit zu stehlen. Du musst dir nur von deinem Hausarzt ein Rezept ausstellen lassen. Vermutlich bekommst du von ihm nur ein Selbstzahlerrezept. Das ist aber bei Metformin wirklich kein Problem, das kostet nicht viel mehr als die Zuzahlung.
Für deinen Bic Mac musst du dich bei keinem entschuldigen. Wenn der in deine BZ-Ziele einigermaßen rein passt, dann ist das in Ordnung. Du solltest nur auch mal nach 3 und 4 Stunden nachsehen, nicht dass der Anstieg nur stark verzögert ist. Allerdings wird deine BSD mit so einer Verzögerung wahrscheinlich sehr gut umgehen können und den BZ-Anstieg trotzdem in Grenzen halten. Bei deiner Pasta solltest du übrigens auch später noch mal nachsehen. Es gibt viele Berichte, dass Pasta, besonders al dente, erst viel später am BZ zu sehen ist.
Wenn du meistens Low Carb isst und dann eine Mahlzeit mit vielen KH dazwischen schiebst, dann ist ein starker BZ-Anstieg normal. Deine BZ-Regelung ist dann nicht auf die vielen KH eingestellt und reagiert nicht richtig. Dazu müsstest du dann erst mal ein paar Tage wieder viele KH essen.
So ein geschätzter HbA1c-Wert kann bei kontinuierlicher BZ-Messung eine gute Orientierung liefern, bei diskreter Messung ist er nicht viel Wert. Ob dein Messgerät neu ist oder ncht, spielt übrigens keine allzu große Rolle. Die Zeiten, wo dei nächste Generation der BZ-Messgeräte erheblich bessere Schätzwerte geliefert hat, sind vorbei. Große Qualitätsverbesserungen sind bei den Geräten kaum noch möglich.
Mach weiter so, bei dir läuft es recht gut - große Sorgen brauchst du dir aus meiner Sicht nicht zu machen.
Alles Gute bis zur nächsten Wasserstandsmeldung, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 03.11.2024 15:41:20. Grund: BBCode