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Welche Wette vor und nach dem Essen?
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am 29.06.2024 09:57:37 | IP (Hash): 1386085375
[quote=Emma Ka;129674]Hallo zusammen,
Welche Wette vor und nach dem Essen?
[/quote]
Da gibt es eine simple Antwort:
Wer an Diabetes erkrankt ist und mit Insulin behandelt wird bekommt vom Diabetologen einen Zielwert genannt. Diesen Zielwert sollte er bei jedem Messen vor dem Essen und zwei Stunden nach dem Essen und weiteren Messpunkten erreichen.
Aber Achtung! Dieser Zielwert wird vom Arzt genannt und nicht von hjt_Jürgen, denn der ist für jeden Menschen anders unter Berücksichtigung des Lebensalters, Vorerkrankungen, Körpergröße und Gewicht und noch vieles, vieles mehr.
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Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten.
Bearbeitet von User am 29.06.2024 11:42:51. Grund: m statt n1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.06.2024 14:00:06 | IP (Hash): 992382363
Danke für die Info. Gecheckt.
Nein. So weit bin ich hoffentlich noch nicht.
Ich habe gelesen das man nüchtern unter 100 sein sollte und zwei Stunden nach dem Essen unter 140.
Bisher klappt das. Außer nüchtern. Da bin ich knapp über 100 gewesen heute (102). Nach dem Essen ca 105 und vor den Mittagessen essen heute 92. Damit bin ich zufrieden.
Habe nun auch gecheckt das ich nur nüchtern und nach dem Essen messen soll. Nur die Spalten waren markiert. Aber ich war total durch den Wind nach gestern .
Ob jetzt Insulin noch dazu kommt. Ich hoffe nicht. Bin mit Metformin eingestellt. Hatte aber meine Ernährung während der präadiabetes nicht im Griff gehabt. Das war jetzt mein Arschtritt als beim OGTT der Wert nach einer Stunde bei 202 war.
Ich hoffe ich bekomme bald den Bericht....
LG -
am 29.06.2024 14:50:54 | IP (Hash): 1611627442
Zuckermann schrieb:
Da gibt es eine simple Antwort:
Wer an Diabetes erkrankt ist und mit Insulin behandelt wird bekommt vom Diabetologen einen Zielwert genannt.
Hallo Emma,
diese simple Antwort kannst du nur akzeptieren, wenn du mit deinem Arzt auf einer längst veralteten Ebene kommunizierst: der Arzt hat immer Recht. Das Problem dabei ist, dass jeder Arzt andere Erfahrungen hat und dir etwas anderes sagt. Welcher Arzt hat denn nun recht, den einen unfehlbaren Arzt gibt es nicht. Für manche Patienten ist das sehr bequem, sie müssen sich keine eigenen Gedanken machen und können, wenn es nicht gut läuft, immer dem Arzt Schuld geben. Dein Arzt hat dir übrigens bereits einen Zielwert vorgegeben, 180mg/dl in 2 Stunden nach der Mahlzeit. Da brauchst du eigentlich nichts mehr zu tun, das schaffst du mit links. Allerdings dürfte dein anderer Wunsch, nie zur Insulintherapie vorrücken zu wollen, mit diesem Zielwert kaum in Erfüllung gehen.
Heutzutage sieht ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis anders aus. Ihr beide müsst gemeinsam entscheiden und zusammen den am besten passenden Weg finden. Das nennt sich "partizipative Entscheidungsfindung" und wird in dern aktuellen Nationalen Versorgungsleitlinie NVL für Diabetes ganz stark in den Vordergrund gerückt.
Wenn du mit deinem Arzt über sinnvolle Zielwerte diskutieren willst, dann musst du dich natürlich vorher schlau machen. Das kannst du z.B. hier im Forum. Hier wirst du die unterschiedlichsten Empfehlungen bekommen, beginnend von "super streng" a la hjt_Jürgen bis hin zu "mach dir keine eigenen Gedanke" a la Zuckermann. Du musst dir dann Gedanken machen, was du für sinnvoll hältst und das mit deinem Arzt besprechen. Du siehst, die Antwort ist für einen mitdenkenden Patienten wirklich nicht nur simpel. Der größte Teil der Verantwortung liegt bei dir und das ist gut so - es geht schließlich um deine Gesundheit.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 29.06.2024 16:45:27. Grund: BBCodes4 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.06.2024 16:39:25 | IP (Hash): 1600124445
Das hat der Rainer aber jetzt schön gesagt. Das möchte ich mal voll unterstreichen.
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DM2 in Remission ohne Medikamente1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.06.2024 17:02:48 | IP (Hash): 1386085375
Hallo Rainer,
warum schreibst du "diese simple Antwort kannst du nur akzeptieren, wenn du mit deinem Arzt auf einer längst veralteten Ebene kommunizierst: der Arzt hat immer Recht."?
Wenn du an Diabetes erkrankt bist und Insulin spritzen musst, und nicht irgendwelchen Wunderheilern folgst, dann solltest du mal in die annerkannt beste Diabetische Fachklinik Deutschlands nach Bad Mergentheim fahren. Dort werden keine"Diabetiker in Remission" nach Wundermittel behandelt, sondern wirklich erkrankte Diabetiker Typ-1 und Typ-2, behandelt, die nur noch eine Lebenserwartung haben wenn sie mit Insulin behandelt werden.
Da du anscheinend nicht an Diabetes erkrankt bist, denn sonst würdest du so etwas nicht schreiben, solltest du jedoch wissen wenn du hier Ratschläge erteilst, dass in Bad Mergentheim ein Fach-Krankenhaus zur stationären Behandlung, Prävention und Heilung von Diabetes-Erkrankungen mit angeschlossenen Diabetischen Forschungseirichtungen sich befindet, das weltweit einen sehr guten Ruf hat und wo genau das, was ich oben geschrieben habe gelehrt wird.
Somit solltes du also vorsichtig sein, wenn du die dort gelehrten Methoden als auf einer Längst veraltete Ebene bezeichnest und somit deine Beiträge hier als nicht seriös zeichnest.
Um deine Empfehlungen auf den neuesten Stand zu bringen solltest du dich mal informieren:
https://www.diabetes-klinik-mergentheim.de/
Ich habe in dieser Klinik die verzweifelten Menschen gesehen, die diese Klinik als letzte Rettung aufgesucht haben bevor sie ihre Gliedmaßen verlieren. Ich hoffe für dich, dass du und alle die dir hier folgen, dieses diabetische Stadium niemals erreichst. Aber verteile hier bitte keine falschen Ratschläge oder Empfehlungen.
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Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten.
Bearbeitet von User am 29.06.2024 17:21:10. Grund: . -
am 29.06.2024 18:19:38 | IP (Hash): 1611627442
Du hast dich offensichtlich noch nicht sehr mit der NVL Diabetes und dem hohen Stellenwert, den die partizipative Entscheidungsfindung in dieser Leitlinie einnimmt, beschäftigt.
Hier die Empfehlung 2-1 der NVL, die mit hoher Inzidenz aufgenommen wurde:
"Menschen mit Typ-2-Diabetes und ihre Ärztin/ihr Arzt sollen initial und wiederholt im Erkrankungsverlauf gemeinsam individuelle Therapieziele vereinbaren und priorisieren"
und einem Zitat aus der Begründung:
"Den Nutzen der individuellen Zielvereinbarung sieht die Leitliniengruppe in der plausiblen Chance, durch eine an den individuellen Bedürfnissen ausgerichtete Therapie die Zufriedenheit mit der Behandlung und die Adhärenz zu erhöhen, das Vertrauensverhältnis zwischen Patient*in und Ärzt*in zu verbessern und die Vereinbarkeit der Therapie mit dem Alltag zu ermöglichen sowie die Belastung durch die Therapie („treatment burden“) für die Betroffenen möglichst gering zu halten. Daneben spricht auch das ethische Prinzip der Patient*innenautonomie für dieses Vorgehen."
(Quelle: NVL 2023 Diabetes, Langfassung, S. 20,
file:///home/rainer/Downloads/diabetes-veRS3-0-lang.pdf )
Das Wortmonster Patient*innenautonomie steht tatsächlich genau so in dem Papier.
Klar ist, das die partizipative Entscheidungsfindung neben dem Wollen und Können des Arztes auch den Willen zur Mitentscheidung beim Patienten voraussetzt. Ein Patient kann genauso gut sagen, dass er nicht mitentscheiden will oder nicht mitentscheiden kann und dass er lieber den für ihn simplen Weg, so wie du ihn leidenschaftlich empfiehlst, wählen will. So schätze ich Emma allerdings nicht ein.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 29.06.2024 19:13:16. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.06.2024 19:34:00 | IP (Hash): 1386085375
@Rainer
Auf deine Leitlinie gehe ich hier nicht ein, denn mit meiner ICT-Therapie bin ich optimal eingestellt.
Ich bestimme meinen Insulinbedarf völlig selbstständig nach denen mir seinerzeit vermittelten Kenntnissen der ICT mit dem Ziel, minimalen Insulinbedarf zu benötigen, um meine Messwerte im Zielbereich zu halten und vor den Mahlzeiten und zwei Stunden nach den Mahlzeiten jeweils in der Nähe meines persönlichen Zielwertes mit meinen Messungen zu landen um so wenig wie möglich Korrekturinsulin zu und nach den Mahlzeiten spritzen zu müssen. Dann spritze ich zu den Mahlzeiten entsprechend den KE die ich esse die entsprechend berechnete Menge an Insulineinheiten.
Das ist Stand der Dinge! Aber darum geht es ja überhaupt nicht, denn du hast ja meinen Beitrag den ich geschrieben habe (Messwerte vor den Mahlzeiten und Messwerte 2 Stunden nach den Mahlzeiten) als Kommunikation auf einer längst veralteten Ebene bezeichnet und das mit der Begründung, dass der Arzt immer Recht hat. Wenn du das bei meiner Therapie behauptest, stelle ich dich in die Ecke der Scharlatane!
Meinen Diabetologe suche ich alle 3 Monate im Rahmen meines DMP-Programmes auf. Der Bewertet meinen HbA1C-Wert und schaut sich meine Kurven auf den Libre3 Daten in der Cloud an um zu sehen, ob ich über- oder Unterzuckerungen infolge meiner gespritzten Insulineinheiten hatte. Dann bestätigt er, dass ich optimal bei minimalen Insulinbedarf und HbA1C-Wert eingestellt bin! Ansonsten bin ich bei meinem Arzt nur, um mein Quartalsrezept für meine Medikamente für die nächsten drei Monate abzuholen und ggf. mal eine Antwort auf eine Frage einzuholen.
Du glaubst doch wohl nicht, dass du mich mit irgendwelchen dubiosen Leitlinien überzeugen kannst um meine Behandlung nach deinen Vorstellungen umzustellen wobei ich dir eben mit ein paar Sätzen die ICT-Therapie erläutert habe.
Also abschließend wieder Zurück zum Thema. Die Frage der fragenden medizinisch zu beantworten wäre nur möglich, wenn alle Voraussetzungen vorliegen. Und hier liegt überhaupt nichts vor.
Also trete hier nicht als Schlaumeier auf und Schreibe nichts zu Dingen von denen du keine Ahnung hast wie in diesem Fall geschehen und gebe Anfängern keine falschen Ratschläge für die nur der Arzt zuständig ist!
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Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten. -
am 29.06.2024 20:54:13 | IP (Hash): 992382363
Also..ich habe hier einfach nach Starthilfe fragen müssen (!) weil ich nach dem OGTT einfach nicht Mal mit dem Arzt reden konnte sondern von der MFA und Diabetes Beraterin (Ernährungsberaterin?) eigentlich nur diese doofe Tabelle bekam vonwegen
Nüchtern: 80-100-120
Zwei Stunden nach dem Essen: 120-180
Ich meine ich messe seit gestern Mittag. Meine Werte waren zwei Stunden nach einer Mahlzeit nie auch nur in der Nähe von 120 oder gar mehr. Das hat dazu geführt das ich dachte "oh Gott! Ist das Unterzucker?" Usw. Nun habe ich durch euch gelernt das bei gesunden
Nüchtern kleiner 100
Vor dem essen kleiner 100
Zwei Stunden nach dem Essen unter 140.
Meine heutigen Messwerte waren der erste Tag nach dem OGTT
Nüchtern 101
2 Std nach den essen 100
Vor dem essen 92
1std danach 109
2 Std danach 100
Vor dem essen 106
1 Std danach 114
2 Std danach 100.
Das ich Präsiabetes habe ist mir klar. Das ich schon früher etwas hätte tun sollen außer die letzten 12 Wochen einmal die Woche CrossFit ist mir jetzt auch klar.
Ich habe sofort auf nur Vollkorn und möglichst wenig (er) Kohlenhydrate umgestellt. Heute waren es am Tag trotzdem 135 Gramm.
Das kann ich besser
Meine Werte sind außer nüchtern und abends vor dem Essen OK. D.h. hier habe ich mein Ziel. Da will ich optimieren.
Mir ist klar das ich die Werte wohl nur dank Metformin 500-0-1000 erreiche.
Aber! Ich hab noch gut 40 kg die ich abnehmen kann und werde. Ich habe nun so große Hoffnung das ich es nun schaffe. Und ich will es unbedingt. Wer weiß wie es nach 40 kg aussieht. Vielleicht ohne Metformin dann? Und hoffentlich ohne Diabetes.
Ich danke euch für die Diskussion und besonders Reiner für die Unterstützung.
Falls das totaler Bullshit ist sagt mir gerne Bescheid. Ich habe noch keine Ahnung.
Liebe Grüße
Emma -
am 29.06.2024 20:58:23 | IP (Hash): 2021822300
[quote=Emma Ka;129701]
Meine heutigen Messwerte waren der erste Tag nach dem OGTT
Nüchtern 101
2 Std nach den essen 100
Vor dem essen 92
1std danach 109
2 Std danach 100
Vor dem essen 106
1 Std danach 114
2 Std danach 100.
Emma[/quote]
Das sind doch großartige Werte! Wesentlich besser als meine. Und ich bin offiziell kein Diabetiker, weil ich noch nie in einer Arztpraxis die 200 gerissen habe.
Weiter so! Abnehmen! Körperliche Aktivität (150 Minuten pro Woche)! Zucker überwachen!
Das kann lange so exzellent bleiben.
Bearbeitet von User am 29.06.2024 20:59:11. Grund: Rechtschreibung -
am 29.06.2024 21:40:34 | IP (Hash): 2077185740
Zuckermann schrieb:
Ich bestimme meinen Insulinbedarf völlig selbstständig nach denen mir seinerzeit vermittelten Kenntnissen der ICT mit dem Ziel, minimalen Insulinbedarf zu benötigen, um meine Messwerte im Zielbereich zu halten und vor den Mahlzeiten und zwei Stunden nach den Mahlzeiten jeweils in der Nähe meines persönlichen Zielwertes mit meinen Messungen zu landen um so wenig wie möglich Korrekturinsulin zu und nach den Mahlzeiten spritzen zu müssen. Dann spritze ich zu den Mahlzeiten entsprechend den KE die ich esse die entsprechend berechnete Menge an Insulineinheiten.
Tatsächlich mache ich das praktisch genau so: aus meinem völlig gesunden Bereich vor dem Essen im Bereich von 70-90 mg/dl spritze ich Apidra so passend, dass ich nach dem Auswirken von Apidra und Essen etwa 2 bis 3 Stunden weiter wieder in meinem Zielbereich auskomme und daraus starten kann, wenn ich das nächste mal esse.
Zusätzlich will ich auch keine höheren Spitzen haben und bleibe deswegen meistens unter 140 mg/dl in den Spitzen nach den Mahlzeiten. Und ebenso verzichte ich auch auf Schluchten=Spitzen nach unten und bleibe deswegen meistens über 70 mg/dl.
Am vergangenen Donnerstag hatte ich eine Augenoperation mit Vollnarkose. Dafür hatte das Team mir nach dem letzten Essen und Insulin am Mittwoch um 18.00 Uhr zum nüchternen Start am Donnerstagmorgen mindestens 100 mg/dl als Vorgabe gesetzt. 107 habe ich geliefert.
Ich bin mir sehr sicher, dass weder dein Diabetologe noch eine Koryphäe in Bad Mergentheim meine “Zucker-Einstellung” als falsch und gefährlich verurteilen würde. Und mit den jederzeit nachweisbaren Ergebnissen schon gar nicht als Scharlatanerie oder Niedrigwertprotzerei.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :)