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600/800 kcal/Tag - wozu?
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am 15.07.2024 16:20:44 | IP (Hash): 1270600458
Wir mit T2D haben Grenzen in der Fettspeicherung geerbt. Wird die Grenze in der Leber überschritten, gibt die zunehmend mehr Glukose in den Kreislauf, als verbraucht wird. Wird die Grenze in den Beta-Zellen überschritten, geben die immer verspäteter Insulin aus und stellen die Produktion schließlich komplett ein. Damit ist der T2D eingeschaltet.
Wer keine solchen Grenzen geerbt hat, kann sich ohne diabetisch ansteigenden Blutzucker so rund fressen, dass er nicht mehr durch ne Tür passt. Wer sehr niedrige Grenzen geerbt hat, sieht seinen Blutzucker schon im völlig gesunden Gewichtsbereich deutlich unter BMI 25 ansteigen. Wer sehr hohe Grenzen geerbt hat, sieht so einen Anstieg erst nach dem Überschreiten von BMI 30 oder 40.
3 x 200 kcal zu den Mahlzeiten plus über den Tag verteilt 200 kcal in Form von KH-armem Gemüse/Salat, das ist das Rezept zum Ausschalten des Typ 2 Diabetes. Nach einer Woche in der Spur mit dem beständigen großen Energie-Defizit hat die Leber die Menge an gespeichertem Fett aufgebraucht, die sie an der Ausgabe von Glukose im gesunden Blutzucker-Rahmen hindert. Nach weiteren um 10 Wochen in der Spur ist auch das Fett aufgebraucht, das die Beta-Zellen an der spontanen Insulinausgabe hindert. Damit ist der Typ 2 ausgeschaltet.
Tatsächlich lässt sich nur am Nüchtern-BZ im völlig gesunden Rahmen ohne Medis und am Einhalten des gesunden Rahmens nach dem Einverleiben von moderaten KH-Mengen ohne Medis sehen, ob ein Typ 2 Diabetes ausgeschaltet ist. Das Gewicht ist in dem Zusammenhang nur ein recht dürftiges Surrogat, das die neuen Erkenntnisse zum T2D mit der alten Fachologen-Sicht versöhnen soll, dass Menschen mit Diabetes ohne Insulinbehandlung keinen Nutzen davon haben, wenn sie ihren BZ messen und sich danach richten.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :)
Bearbeitet von User am 15.07.2024 16:24:12. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.07.2024 12:29:54 | IP (Hash): 72970431
hjt_Jürgen schrieb:
Wir mit T2D haben Grenzen in der Fettspeicherung geerbt. Wird die Grenze in der Leber überschritten, gibt die zunehmend mehr Glukose in den Kreislauf, als verbraucht wird. Wird die Grenze in den Beta-Zellen überschritten, geben die immer verspäteter Insulin aus und stellen die Produktion schließlich komplett ein. Damit ist der T2D eingeschaltet.
Wer keine solchen Grenzen geerbt hat, kann sich ohne diabetisch ansteigenden Blutzucker so rund fressen, dass er nicht mehr durch ne Tür passt. Wer sehr niedrige Grenzen geerbt hat, sieht seinen Blutzucker schon im völlig gesunden Gewichtsbereich deutlich unter BMI 25 ansteigen. Wer sehr hohe Grenzen geerbt hat, sieht so einen Anstieg erst nach dem Überschreiten von BMI 30 oder 40.
3 x 200 kcal zu den Mahlzeiten plus über den Tag verteilt 200 kcal in Form von KH-armem Gemüse/Salat, das ist das Rezept zum Ausschalten des Typ 2 Diabetes. Nach einer Woche in der Spur mit dem beständigen großen Energie-Defizit hat die Leber die Menge an gespeichertem Fett aufgebraucht, die sie an der Ausgabe von Glukose im gesunden Blutzucker-Rahmen hindert. Nach weiteren um 10 Wochen in der Spur ist auch das Fett aufgebraucht, das die Beta-Zellen an der spontanen Insulinausgabe hindert. Damit ist der Typ 2 ausgeschaltet.
Tatsächlich lässt sich nur am Nüchtern-BZ im völlig gesunden Rahmen ohne Medis und am Einhalten des gesunden Rahmens nach dem Einverleiben von moderaten KH-Mengen ohne Medis sehen, ob ein Typ 2 Diabetes ausgeschaltet ist. Das Gewicht ist in dem Zusammenhang nur ein recht dürftiges Surrogat, das die neuen Erkenntnisse zum T2D mit der alten Fachologen-Sicht versöhnen soll, dass Menschen mit Diabetes ohne Insulinbehandlung keinen Nutzen davon haben, wenn sie ihren BZ messen und sich danach richten.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :)
Warum sollten wir warten bis die Diagnose-Werte Typ 2 anzeigen und können nicht schon vorher durch z.B. durch regelmäßige, kurzlebige Fettverlust-Zyklen dafür sorgen, dass der persönliche Fat-Threshold erst gar nicht erreicht wird? Die von Mensch zu Mensch unterschiedlichen Grenzen sind in der Tat individuell und genetisch bedingt. Aber warum müssen wir - und JA! auch wir in Europa, nicht nur die USAner - dafür sorgen, dass wir ständig Kalorien und Nährstoffe nachtanken, wenn doch gar nicht der Bedarf da ist? In den vielen Jahren der menschlichen Existenz mussten wir immer wieder vom eigenen Speck leben und haben das - wie man sieht - auch sehr gut hinbekommen; z.B. in von Kriegen verursachten Hungersnotzeiten auch gesund!1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.07.2024 15:38:12 | IP (Hash): 992382363
Hallo zusammen,
Ich stehe ja Recht am Anfang.
Eine Diät mit 3*200 kcal und 1*200 kcal Gemüse Snack wäre also mehr oder weniger ein Heilmittel?
Und wie sollten die 3*200 kcal zusammen gesetzt sein? Shakes? Da sind die meisten von der Zutatenliste leider totaler Schrott. Gibt es da evtl Empfehlungen?
LG
Emma (36)
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mit PCOS, Morbus Crohn in Remission, Hashimoto
Frische Diabetes Diagnose. 06/2024
Hba1c 06/2024; 4,9%
Therapie schon länger: Metformin
500-0-1.000
Soll auf
500-0-500 (Durchfälle) -
am 16.07.2024 17:25:13 | IP (Hash): 422394011
Emma_Ka schrieb:
Und wie sollten die 3*200 kcal zusammen gesetzt sein? Shakes? Da sind die meisten von der Zutatenliste leider totaler Schrott. Gibt es da evtl Empfehlungen?
Optifast wurde in den meisten Studien genommen, aber da gehen praktisch auch alle übrigen. Der nach deiner Meinung Schrott enthält alle lebenswichtigen Nährstoffe und SpurenElemente und Vitamine, so dass man damit voll leistungsfähig Wochen und Monate super auskommen kann, während der Organismus zu seiner Energieversorgung vom gespeicherten Fett verbraucht. “Heilmittel” ist der beständig sehr große Fettverbrauch :)
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :) -
am 16.07.2024 18:36:08 | IP (Hash): 992382363
Leider sind halt auch oft diverse Süßungsmittel drin die mein Darm so gar nicht mag. Aber ich geb der Sache ne Chance und bestelle mal.
LG
Emma (36)
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am 16.07.2024 20:22:20 | IP (Hash): 1042714046
Hallo Emma,
wenn du die Zeit hast, etwas selber zusammenzustellen dann spar dir das Geld, vergiss Optifast und mach dein Diät menü selbst.
Eine gemüselastige Ernährung mit ein paar gesunden Fetten und Proteinen, KH extrem reduziert und Zuckerfrei tut es genau so.
Du musst lediglich (streng!) darauf achten das die Menge an Kcal den Anforderungen entspricht aber (das ist natürlich Geschmacks-und Ansichtssache), mir würde ein Salat da eher zusagen als ein Shake.
Die Kalorien kannst du sehr einfach berechnen, alle Werte sind im Internet zu finden. Blattsalat und viele andere Rohkost wie grüne Gurken haben nur ganz wenige Kcal. Keine Maiskörner (ist Getreide!). Tomaten und Karotten musst du nicht ganz verzichten aber sparsam seinsetzen (ein bisschen Zucker).
Die fehlenden kcal kannst du entsprechend z.b. über gekochte Eier, Hüttenkäse, Schafskäse, Quark, etc. oder aber auch über Olivenöl, Rapsöl und ähnliches zusetzen. Musst nur genau auf die Menge bzw. die kcal achten.
DM Typ 2 - 1x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 16.07.2024 21:50:03 | IP (Hash): 992382363
Hi Günter :)
Hast du das damals (am Anfang?) gemacht? Und wie waren deine Erfolge?
Ich liebäugel schon länger mit Shakes Rum. Aber ich kann mir nicht vorstellen alle Mahlzeiten zu ersetzen. 1-2 allerdings schon, vor allem morgens für s Büro , wenn ich Mal wieder nichts gutes vorbereitet habe. Da gab's jetzt oft Knäckebrot mit körnigen Frischkäse und einem ei und Gemüse. Aber wenn ich das und ggf mittags durch einen Shake ersetze und wie du sagst dann noch einen Salat dazu.... Ich muss es probieren.
Meine kcal die ich bisher so esse bewegen sich zwischen 1.100 und 1.500. Damit nehme ich nun endlich ab was mir vorher mega schwer gefallen ist. Aber, je weniger desto besser. Auch wenn mein Hausarzt das anders sieht.
LG
Emma (36)
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am 16.07.2024 23:07:53 | IP (Hash): 1042714046
Als ich "entdeckt" wurde gings mir schon ziemlich mies, konnte kaum noch gehen und stehen und HbA1c von 11,4 mit einem Nüchternzucker von 400 bis 500 (will gar nicht wissen was das nach dem Essen für Spitzen gab).
Die Ärzte wollten mich am liebsten sofort ins KKH bringen und um Insulin käme ich nicht herum wurde mir gesagt. Das war für mich aber eine Horrorvorstellung und ich wollte unbedingt das irgendwie anders eindämmen.
Ich hab mir noch eine Frist ausgehandelt, direkt voll mit Metformin/Sitagliptin ohne Enschleichen und sofort strenge Diät. Wenn keine Besserung nach 2 Wochen dann Überweisung ins KKH, so war der Deal.
Die Diät bestand aus bisschen mehr als nichts, etwas Gemüse und mal ein Ei, viel trinken um manchmal ein Gemüsesüppchen oder so etwas. Vermutlich anfangs deutlich unter 500 kcal pro Tag, dann ganz langsam hochgefahren bis ich nach ungefähr 6 Wochen bei vielleicht 1000 kcal lag. Weiter ohne KHs.
Pro Monat habe ich so kontinuierlich mehrere Kilo Gewicht verloren, nach 6 Monaten hatte ich ca. 30 Kilo verloren.
Seitdem esse ich wieder mehr , so 2000 bis 2200 kcal und halte das Gewicht damit sehr stabil.
Die Zuckerwerte hatten sich nach 14 Tagen Hungerkur von 400 bis 500 nüchtern auf 250 reduziert und dann weiter runter bis in den Normalbereich (unter 100). Hat ein paar Monate gedauert.
HbA1c ging von 11,4 runter auf 5,1 (nach 9 Monaten ungefähr). Jetzt aktuell 5,3.
Hat sich gelohnt, ich würde in dieser Situation genau das selber noch mal machen.
Einzige Änderung: vielleicht anfangs nicht ganz so wenig essen (zumindest nicht so lange so wenig), das dürfte etwas zu agressiv gewesen sein (ich wollte es schnell hinter mich bringen), es hat nicht nur das Bauchfett zum schmelzen gebracht sondern auch viel Muskelmasse gekostet.
Und ich weiss nicht ob man mit so einem Programm arbeitsfähig ist, ich brauchte jedenfalls eine Krankschreibung, hatte aber auch noch mit den Metforminnebenwirkungen zu kämpfen und den Zuckerentwöhnungserscheinungen.
DM Typ 2 - 1x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 16.07.2024 23:14:00 | IP (Hash): 422394011
Emma_Ka schrieb:
Meine kcal die ich bisher so esse bewegen sich zwischen 1.100 und 1.500. Damit nehme ich nun endlich ab was mir vorher mega schwer gefallen ist.
Mit der sehr kalorienarmen Diät geht es um das beständige große Energie-Defizit, mit dem z.B. die Leber in der ersten Woche all das Fett abbaut, das sie bei uns mit T2D an der gesund begrenzten Ausgabe von Glukose hindert. Nach bariatrischen OPs wird seit Jahrzehnten beobachtet, wie sich bei schwerstgewichtigen Patienten mit T2D der Nüchtern-Blutzucker nach 1 Woche ohne Medis normalisiert. Taylor, Newcastle, hat vor über 10 Jahren nachgewiesen, dass diese Normalisierung allein durch das große Energie-Defizit bewirkt wird und dass das auch genauso gut ohne Skalpell mit der Very Low Caloric Diet funktioniert, also mit diesen 600-800 kcal pro Tag in Form von 3 über den Tag verteilten Mahlzeiten.
Wer sich mehr Input gönnt, mag zwar auch weniger an zu hohem BZ sehen, aber eher kein Ausschalten der diabetischen Störung im Regelkreis der Leber.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :) -
am 17.07.2024 09:24:35 | IP (Hash): 314730014
Hallo Emma,
die bisherigen Ratschläge kann ich nur unterzeichnen.
Nur bei den kcal bin ich etwas skeptisch, aber das muss wahrscheinlich jeder Einzelne selbst werten.
Ich hatte deutlich mehr, so etwa 1.200 (am Anfang).
Vielleicht ein Tipp, der Dir hilft.
Ich habe selbst mehr als 60 kg verloren.
So glaube ich, dass ich mitreden darf.
Etwa 20 kg steckten aber lt. Physiotherapeuten in den Beinen!
Ich habe mich nur an KH orientiert, nie an kcal.
Das Abnehmen habe ich natürlich begrüßt, aber mir ging es um den Zuckerwert.
Mein Tipp: ich habe mein verändertes Esseverhalten, die Ernährungsumstellung nie als Diät verstanden.
Ich weiß nicht, ob Ihr versteht, was ich meine.
Mein Kopf hat das besser mitgemacht.
Als Diät, was hier fast alle schreiben, habe ich das nie verstanden.
Eine Diät hätte bei mir nicht funktioniert.
Nur der Blick auf KH.
-- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 -- Stand: 05/20241 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.07.2024 09:37:29 | IP (Hash): 1199626910
Endlich mal jemand der es auf den Punkt bringt, dass für Diabetiker die KH der entscheidende Faktor ist und nicht die kcal, die allerdings für übergewichtige eine entscheidende Rolle spielen. Ich habe immer wieder den Eindruck, dass hier einige Wortführer sehr weit weg vom Wissen über Diabetes sind.
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Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten. -
am 17.07.2024 09:53:57 | IP (Hash): 2074459402
Buttermilch_14 schrieb:
Mein Tipp: ich habe mein verändertes Esseverhalten, die Ernährungsumstellung nie als Diät verstanden.
Wie ich das verstehe, und wie’s selbst bei meinem uralten T2D super funktioniert hat, ist die Newcastle Diät(!) mit den 600-800 kcal am Tag verteilt auf 3 Mahlzeiten das Ding zum Ausschalten des Typ 2 Diabetes.
Wenn der ausgeschaltet ist, folgt die normale Ernährung für das Gewicht das man schließlich erreichen und halten will und die dann eben normal ist und keine Diät.
Natürlich kann man mit der “ziel-normalen” Ernährung auch ohne die Newcastle Diät sofort anfangen und abnehmen und schließlich eben beim Zielgewicht ankommen und das halten. Aber damit wird der Diabetes wahrscheinlich eher eingeschaltet bleiben und der Blutzucker mit jedem etwas größeren KH-Anteil sofort wieder ansteigen.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :) -
am 17.07.2024 13:30:12 | IP (Hash): 1600124445
[quote=Emma Ka;129888]
Eine Diät mit 3*200 kcal und 1*200 kcal Gemüse Snack wäre also mehr oder weniger ein Heilmittel?
Und wie sollten die 3*200 kcal zusammen gesetzt sein? Shakes? Da sind die meisten von der Zutatenliste leider totaler Schrott. Gibt es da evtl Empfehlungen?
[/quote]
Ich hab mir das mal näher angeschaut, Newcastle-like Nährwerte :
~600 Kcal
20-40g Fett
60-70g Protein
Das sollte man wohl nicht unterschreiten.
Um ein möglichst vollständigste Aminosäurenprofil zuzuführen, sind zB Eier, Rindfleisch, Leber, Lachs zu empfehlen. Avocado passt auch sehr gut, hat gesundes Fett, Mineralien und Vitamine.
Die 200 Kcal Gemüse wurden für die Akzeptanz hinzugefügt, bringen weniger Nährstoffe. Aber mit zusätzlich Brokkoli, Blumenkohl, Chinakohl, Pak Choi oder Champignons ist gut kochen und sättigend essen und auch gut verdauen.
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DM2 in Remission ohne Medikamente
Bearbeitet von User am 17.07.2024 13:33:20. Grund: . -
am 17.07.2024 18:02:32 | IP (Hash): 992382363
Hi Henrie,
Ja das habe ich auch gesehen. Prinzipiell schau ich jetzt Mal wie weit ich runter komme. Bisher habe ich heute 350 kcal gegessen. Wenn ich jetzt noch einen Shake trinken würde wäre ich ja locker drin. Aber ob mir das jeden Tag gelingt?
Heute steht auch noch mein wöchentliches 60 min. Workout an, CrossFit, da geht's ordentlich zur Sache. Ob ich das mit immer nur 800 kcal schaffen würde?
Was mir aber toll gelingt ist die Kohlenhydrate immer weiter zu senken. Das ist schon Mal was.
Wie viele haben denn die new Castle Diät hier gemacht? Und wie sind die persönlichen Erfahrungen? Und haben alle die ganzen 12 Wochen geschafft?
LG
Emma (36)
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mit PCOS, Morbus Crohn in Remission, Hashimoto
Frische Diabetes Diagnose. 06/2024
Hba1c 06/2024; 4,9%
Therapie schon länger: Metformin
500-0-1.000
Soll auf
500-0-500 (Durchfälle) -
am 17.07.2024 18:29:11 | IP (Hash): 1480177997
Emma_Ka schrieb:
Und wie sind die persönlichen Erfahrungen?
Hier ist im Forum ein aktueller Erfahrungsbericht:
https://www.diabetes-forum.de/forum/topic/17699/Quasi-Newcastle-Diaet-bei-Praediabetes
Die Ausgangslage ist ähnlich wie bei dir, insofern kannst du daraus evtl. etwas lernen.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 17.07.2024 18:29:28. Grund: BBCodes -
am 17.07.2024 20:12:31 | IP (Hash): 2074459402
[quote=Emma Ka;129905]Wie viele haben denn die new Castle Diät hier gemacht? Und wie sind die persönlichen Erfahrungen? Und haben alle die ganzen 12 Wochen geschafft?[/quote]
Ich hatte vor um 8 Jahren mit meiner Newcastle Diät als langjähriger INSULINER den Vorteil des direkt messbaren Vergleichs.
1 Woche nach dem Start brauchte ich von 1 Tag auf den anderen statt bis dahin 40 Einheiten nur noch 10 Einheiten pro Tag vom Basal-Insulin. Basal ist das langwirkende, das unabhängig vom Essen gebraucht wird. Da ich in der Woche von meinem Startgewicht von 96 kg praktisch noch nicht wirklich nennenswert abgenommen hatte, hatte ich den geringeren Insulinbedarf praktisch direkt dem Fettverbrauch aus der Leber zu verdanken, und der ist bis heute nicht wieder angestiegen. Es ist mir also gelungen, den gesunden Regelkreis der Leber wieder herzustellen und bis heute so zu erhalten :)
Diese Bedarfsverringerung hat mich natürlich angespornt und die folgenden gut 10 Wochen in der Newcastle-Spur gehalten. Und in der Zeit habe ich auf 71 kg abgeschmolzen.
Ein bisschen enttäuscht war ich allerdings dann schon, als ich mit dem normaleren Essen praktisch keine Verringerung meines Bolus-Bedarfs beobachten konnte, also kein bisschen weniger Kurzzeit-Insulin pro KE. Und das, wo die Diabetologie doch drauf schwört, dass weniger Gewicht weniger Insulinbedarf macht. Aber der weit überwiegende Teil meiner alten Betas war wohl viel zu lange ausgeschaltet gewesen und schon zu Beginn meiner Entfettung längst abgestorben und entsorgt :(
So was wie nen schlappen Start habe ich nicht bewusst erlebt. Ich hatte damals 2 völlig appetitlose quasi Fastentage infolge eines Infektes direkt ins Leberfasten verlängert und dann auch sofort wieder meine üblichen 2 Stunden am Tag mit dem Rolli absolviert.
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am 29.07.2024 09:29:24 | IP (Hash): 929088244
Emma_Ka schrieb:
Wie viele haben denn die new Castle Diät hier gemacht?
Ich habe es auch gemacht. Allerdings habe ich keine Shakes verwendet, sondern von Anfang an selbst gekocht. Das habe ich dann noch mit Intervallfasten kombiniert, sprich das Abendessen weggelassen. Dadurch konnte ich die geringe Kalorienzahl leicht halten.
Allerdings habe ich auch von Anfang an auf die KH geachtet. Weil, wie hier schon richtig gesagt wurde, die Kalorien in unserem Fall eigentlich keine Rolle spielen, sondern die KH. Mein Ziel war, unter 100g KH zu bleiben. Am Anfang waren das so zwischen 50 und 80g KH am Tag. Viel Quark und Joghurt, Käse, Milch. Da ich Vegetarierin bin, musste ich schauen, dass ich darüber auf einigermaßen Protein komme. Viel Gemüse, um satt zu werden.
Es ist mir leichtgefallen. Allerdings habe ich auch keine Crossfit-Workouts gemacht. Ich glaube, das hätte ich zu dem Zeitpunkt nicht geschafft. Mit dem Sport habe ich erst nach der Newcastle-Sache wieder richtig angefangen.
Bearbeitet von User am 29.07.2024 09:30:05. Grund: .