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Eure Erfahrung
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am 27.08.2024 19:10:58 | IP (Hash): 1894007293
Auf der Suche nach mentaler Unterstützung und Erfahrung von Betroffenen bin ich auf das Forum gestoßen.
Ich möchte euch nicht mit der ganzen Vorgeschichte langweilen, deshalb die Kurzfassung:
Der heiße Sommer mach mir zu schaffen. Seit Wochen schwitze ich im Gesicht, am Kopf und Schweiß rinnt förmlich in Strömen. Ich fühlte mich immer schlapper, war kaum noch belastbar und war überhaupt zu nichts mehr gebrauchen. Hinzu kam verschwommenes Sehen. Ich habs auf die Wärme, den Kreislauf und die Wechseljahre geschoben.
Letzte Woche der Schlag: mein Diabetologe (bisher dürftiger HBA1C von ca 8, viele Medikamente durchprobiert, vieles nicht vertragen) stellte einen Wert von mehr als 23 mmol fest. Mir gings an dem Punkt absolut unterirdisch.
Seit einer Woche nehme ich Suliqua, vertrage es auch gut. Der Nüchternzucker liegt jetzt schon bei ca. 7,5 und wird jeden Tag besser.
Mir gehts immer noch nicht gut. Ich fühl mich zeitweise wie benebelt, bin müde und schlapp.
Hat jemand Erfahrungen, die meinen ähnlich sind? Ist das normal, dass es länger dauert, bis man wieder richtig 'rund läuft'?
Vielen Dank fürs lesen ;-) -
am 27.08.2024 19:50:59 | IP (Hash): 1347607423
Wenn du um ne Stunde nach einer Mahlzeit die 7,5 mmol/l misst, bist du wieder in der gesunden Spur. Das geht am schnellsten mit weniger bis keinen KHs=Glukose. Daumendrück!
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 28.08.2024 14:11:22 | IP (Hash): 760291206
Hallo,
ja ich bin auch neu hier und nehme seit einer knappen Woche Medikation inkl Insulin um meinen entgleisten BZ Wert wieder in den Normalbereich zu bekommen.
Bei mir lag der Wert bei 9,1 und ich habe die gleichen Symptome wie Du.
Jetzt kämpfe ich noch mit der Müdigkeit dass das Insulin verursacht, also bin ich momentan zu nichts zu gebrauchen. Aber es braucht einfach etwas Zeit um den Schock zu verdauen und auch um das Essen entsprechend umzustellen.
Bei mir kommt gerade das Problem hinzu, dass ich sobald mein Blutzucker um die 8,3 bzw. 150 liegt die Unterzuckerungssymptome hochploppen. Mein Arzt hatte ich mich zum Glück darauf hingewiesen, dass ich geduldig sein darf und auf gar keinen Fall gleich einen normalen BZ pushen soll. Denn wäre ich bei 80-100 würde ich in meinem jetzigen Zustand nur noch zitternd in der Ecke liegen. Da hatter leider Recht und somit pendel ich mich erst einmal um die Gegend ein und steuere dagegen wenn ich merke dass mein Körper zu stark reagiert.
Geduld & Achtsamkeit sind mein Mantra.
Wir schaffen das und Du bist nicht allein!
Ganz liebe Grüße,
CoCo -
am 28.08.2024 21:07:33 | IP (Hash): 1894007293
Hallo Coco, vielen Dank für deinen Beitrag.
Vor einer Wiche lag mein BZ noch bei mind 23 mmol, jetzt hab ich einen Nüchternwert von 6,5. Rasant gings nach unten und das bei einer Miniminidosis Suliqua oliv.
Dieses Unterzuckerungsgefühl kenne ich auch und dachte, ich bilde mir das ein.
Ich war wochenlang hundemüde, abgeschlagen mit vernebeltem Kopf. Aus diesem Tief muss ich doch mal wieder rauskommen! Mein Arzt sagt, das wäre normal und dauert. Ich mache mir natürlich Gedanken, dass ich mir sämtliche Organe zerschossen habe.
Dass es dir auch so geht, beruhigt mich.
Meine hypochondrische Angst stresst mich und ist bestimmt nicht hilfreich.
Üben wir uns also in Ruhe und Gelassenheit ;-).
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.08.2024 21:09:57 | IP (Hash): 1894007293
Hallo Jürgen, vielen Dank für deine Nachricht.
Ich bin auf einem guten Weg - hoffe ich.
Momentan lässt mich die Angst und das schlechte Befinden sehr diszipliniert sein ;-) -
am 29.08.2024 08:21:13 | IP (Hash): 2112195232
Guten Morgen,
der Körper muss sich erst mal wieder an normale Zuckerspiegel gewöhnen, da man daran gewöhnt ist mit ein paar hundert mg ganztägig zu leben fühlen sich die 150 (die ja eigentlich immer noch zu hoch sind) wie eine Unterzuckerung an.
Das wird alles wieder, aber dauert ein bisschen, so eine Umstellung merkt man überall und es gibt zahlreiche, komische und unangenehme Symptome.
gruß
Gunter -
am 29.08.2024 19:10:45 | IP (Hash): 1894007293
Hallo Gunter,
Vielen Dank für deine Nachricht und das Mutmachen.
Mir macht mein derzeitiger Zustand ab und zu Angst. Umso hilfreicher ist der Austausch mit euch.
Habt ihr Erfahrungen mit verschwommen Sehen? Geht das mit Normwerten wieder weg?
Haltet die Ohren steif! -
am 29.08.2024 19:40:20 | IP (Hash): 794572932
Hallo Stefca,
ich hab mir gerade fast ein Loch in den Bauch gefreut. Mein BZ war tatsächlich das erste mal auf 114 vor dem Abendessen. Das es innerhalb einer Woche von 240 auf 114 runtergeht hätte ich nicht gedacht. Die Motivation ist sehr hoch bei mir und ich esse sehr diszipliniert. Dennoch ist das irgendwie alles etwas viel mit den Nebenwirkungen (Durchfall und Müdigkeit). Aber das pendelt sich bestimmt auch bald ein.
Allerdings habe ich gefühlt, seitdem ich die Medikamente bekommen noch mehr Probleme mit meinen Augen bekommen. Am Donnerstag hab ich einen Termin beim Augenarzt und das stresst mich tatsächlich, da ich Angst vor dem Ergebnis habe. Aber hilft ja alles nichts.
Ich werde den Augenarzt mal löchern, wie es sich mit dem BZ Werten und verschwommenen Sehen verhält. Vielleicht weiß ich Ende nächster Woche schon mehr. Ich werde berichten!
Liebe Grüße,
CoCo
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am 29.08.2024 19:53:15 | IP (Hash): 32431531
als mein BZ damals in kurzer Zeit sehr viel besser wurde, hab ich zwar nicht verschwommen gesehen, sondern brauchte für die Zeitung immer längere Arme. Aber über ne neue Brille wollte der Optiker erst nach 2-3 Monaten mit dem neuen niedrigeren BZ reden. So lange könnte das brauchen. bis man weiß, ob da überhaupt noch was ausgeglichen werden muss, wenn die Augen sich erst einmal auf den neuen Zucker eingestellt haben.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.08.2024 21:27:42 | IP (Hash): 1847620668
Steffca schrieb:
Hallo Gunter,
Vielen Dank für deine Nachricht und das Mutmachen.
Mir macht mein derzeitiger Zustand ab und zu Angst. Umso hilfreicher ist der Austausch mit euch.
Habt ihr Erfahrungen mit verschwommen Sehen? Geht das mit Normwerten wieder weg?
Haltet die Ohren steif!
Aber ja, verschwommenes Sehen gehört auch zu den "komischen" Symptomen wo man durchaus Angst bekommen kann.
Ist aber auch ganz normal - die Linsen stellen sich ebenso wie alle Zellen auf den neuen Zuckergehalt ein, da ändert sich der Brechungsindex und man sieht plötzlich ganz schlecht. Und nicht mal gleichbleibend schlecht sondern von tag zu tag anders. Ich konnte ncht mal mehr die Preise im Supermarkt lesen und hatte damals eine ganze Sammlung Billigbrillen (diese Lesebrillen die es im Supermarkt zu kaufen gibt) mit verschiedenen dioptrien.
Gebraucht habe ich sie so ca. 3 bis 4 Monate lang, plötzlich war das wieder ok und ich sah wieder "normal"
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.08.2024 18:40:16 | IP (Hash): 1894007293
3 - 4 Monate klingen erschreckend. ...aber ich bin ja selbst schuld. Raubbau an der eigenen Gesundheit fordert eben irgendwann Tribut.
Coco, ich spritze Suliqua in einer sehr geringen Menge und mache ähnliche Erfahrungen in Sachen schneller Senkung des Blutzuckerwertes. Bin von voriger Woche Donnerstags mehr als 23 mmol auf jetzt 6.5 gekommen. Das freut mich riesig. Auf gesundes, klein portioniertes Essen muss ich auch diszipliniert achten.
Das Insulin vertrag ich bisher ganz ohne Nebenwirkungen. Nur in der ersten Nacht war mir schwindelig wie nach einer Karussellfahrt, Bauchschmerzen, Übelkeit, Schüttelfrost. Danach war aber alles bestens. Hoffentlich bleibts so.
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am 30.08.2024 18:43:37 | IP (Hash): 1894007293
Coco, wie ist es bei dir? Bist du arbeitsunfähig oder kannst du arbeiten?
Mir ist nach einer Woche immer noch so wackelig und ich werde am Montag wahrscheinlich nochmal zum Arzt müssen. Ich tu mich immer so schwer mit Krankschreibungen. -
am 30.08.2024 18:52:30 | IP (Hash): 1228082793
Ich bin tatsächlich aufgrund meiner PTBS schon berentet.
Auch hab ich deshalb wesentlich weniger Energie als ein gesunder Mensch.
Das Problem kenne ich mit dem krank schreiben dennoch. Aber bitte bitte hör auf Deinen Körper und lass Dich nicht irgendwie von Mustern, gesellschaftlichen Bedingungen etc. Druck machen. Das stresst unnötig und wäre mehr als kontraproduktiv.
Was machen Deine Ängste? Kommst Du einigermaßen klar damit?
Ich habe ja theoretisch zumindest, den ganzen Tag Zeit. Aber es kostet mich wirklich viel Zeit und Kraft zu verstehen was ich nun wie, wann und überhaupt Essen darf und soll. Mein Durchfall ist auch alles andere als gut und ich überlege nun wirklich eine Metformin zu reduzieren wenn es sich nicht bald bessert. Ohne Tabletten gegen den Durchfall komme ich überhaupt nicht mehr klar.
Aber die guten News - ich kann jetzt schon einen Wert von 130 bzw. 7.2 aushalten ohne komische Unterzuckerung Symptome zu bekommen. Der Körper ist wirklich faszinierend wie schnell er sich anpassen kann.
Fühl Dich ganz lieb gedrückt, wir schaffen das!!!!
Liebe Grüße,
CoCo
Bearbeitet von User am 30.08.2024 18:57:50. Grund: Schreibfehler im Titel -
am 30.08.2024 19:30:10 | IP (Hash): 1536009125
Coco...google dir mal die Morosche Karottensuppe...die soll bei Durchfall Wunder wirken...vielleicht kannst du damit deinen Verdauungstrackt beruhigen... -
am 30.08.2024 19:39:57 | IP (Hash): 1894007293
Hallo Zuckerle (genialer Name :-))
guter Tip. Den guck ich mir auch gleich an. -
am 30.08.2024 19:44:22 | IP (Hash): 1228082793
WOW!!!
Ich liebe solche Empfehlungen und habe tatsächlich noch nie davon gehört. Herzlichen Dank Zuckerle, ich freue mich und werde die Suppe auf jeden Fall ausprobieren. -
am 30.08.2024 19:46:55 | IP (Hash): 1894007293
Coco, Metformin musste ich auch wegdn der fiesen Nebenwirkungen abwählen.
Stattdessen nehme ich abends Siofor, was auch eine Metforminart ist. Viel besser verträglich und ich nehme es seit ca. einem Jahr ohne Komplikationen. Vielleicht ist das was für dich.
Ingwertee senkt den Blutzucker, mein Allheilmittel.
Außerdem habe ich mir aus Verzweiflung eine Teemischung nach Maria Treben für einen unverschämten Preis bestellt, den ich tassenweise über den Tag trinke.
Meine anfängliche Panik wegen des schlechten Befindess habe ich im Griff. Es war alles so neu und unbekannt: die hohen Werte, das sich seit Wochen immer schlimmer steigernde schlechte Befinden.
Mir geht's ein wenig besser, aber ich bin alles andere als Alltagstauglich.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.