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Quellen für GLP-1 als Selbstzahler (Mounjaro, Ozempic etc.)

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    am 16.09.2024 10:51:00 | IP (Hash): 1166588442
    Zuckerle schrieb:
    Letztendlich ist es doch die Entscheidung des Arztes. Wenn er es für sinnvoll hält, dir das Medikament zu rezeptieren, dann wird er es auf Kassenrezept aufschreiben. Wenn er meint, es ist nicht gut für dich, wirst du auch kein Privatrezept dafür bekommen.

    Du musst das Für und Wider mit ihm besprechen...alles andere ist Kaffeesatzleserei...



    Hm. Ja, es ist seine Entscheidung. Aber ich finde man hat ein Anrecht darauf, eine detaillierte Begründung zu erfahren. Wir sind lange raus aus den Zeiten, in denen Ärzte auf einem Podest standen und der Patient ein kleines, verschüchtertes Wesen war.

    Ich habe eine medizinische Vorbildung und kann mich durchaus auch in Studien und Richtlinien einlesen und verstehe den Großteil davon. Daher ärgert es mich sehr, wenn ich mit Strohmannargumenten abgespeist werde. (gilt in allen Lebensbereichen). Bei meinem aktuellen Arzt halte ich das Argument, "sie kriegen es nicht, weil es eh nicht verfügbar ist" für schlicht frech.
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    am 16.09.2024 10:52:51 | IP (Hash): 1166588442
    hjt_Jürgen schrieb:
    Hape schrieb:
    Ich meine, dass es auch Fälle gibt, wo Ärzte etwas auf Privatrezept verschreiben, weil es als Kassenleistung umstritten ist.


    Und zwar nicht, weil es nicht ausreichend wirkt, sondern weil die GKV es nicht bezahlt! Und davon werden wir in Zukunft deutlich mehr bekommen, weil der Finanzrahmen der GKV schrumpft.

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    Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)



    Die GKV hat nicht zu entscheiden, ob sie es zahlt. Wenn es medizinisch notwendig ist, hat sie es schlicht zu zahlen.

    Das wird nur über den Regress leider ausgehebelt und das ist für Menschen, die Dekaden eingezahlt haben, eine Frechheit.
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    am 16.09.2024 10:53:38 | IP (Hash): 1166588442
    Zuckerle schrieb:
    Hape schrieb:
    Ich meine, dass es auch Fälle gibt, wo Ärzte etwas auf Privatrezept verschreiben, weil es als Kassenleistung umstritten ist.



    Das ist wohl richtig...trotzdem wird er es nur tun, wenn er es für richtig hält und nicht nur, weil der Patient das so will...



    Ja, das ist so. Er muss es aber - meiner Meinung nach - auch valide begründen können.
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    am 16.09.2024 11:17:26 | IP (Hash): 591049779
    GrafZahl schrieb:
    Die GKV hat nicht zu entscheiden, ob sie es zahlt. Wenn es medizinisch notwendig ist, hat sie es schlicht zu zahlen.

    Das wird nur über den Regress leider ausgehebelt und das ist für Menschen, die Dekaden eingezahlt haben, eine Frechheit.


    Zuerst einmal gesetzlich geregelt. Und wenn du vergleichst, was Patienten in anderen Teilen der Welt für die Leistungen bezahlen müssen, die bei uns die Gesetzlichen noch tragen, wird dir schwindelig. Was die Ärzte zu Lasten der Gesetzlichen verschreiben dürfen, bestimmen IQWIG
    https://www.iqwig.de/ueber-uns/methoden/ergebnisse/gesundheitsinformationen/ und G-BA https://www.g-ba.de/

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    am 16.09.2024 11:26:57 | IP (Hash): 1325242092
    GrafZahl schrieb:


    Gib mir bitte die Adresse / Praxisnamen von deinem Arzt. Genau DEN Arzt suche ich nämlich, der die Ding so sieht. Dass Ärzte teilweise wieder (zwangsweise) absetzen finde ich verantwortungslos. Ich kenne keine Stimme aus der forschenden Fachwelt, die das empfiehlt. Alle sagen unisono: Lebenslange Einnahme.




    Wenn dein Blutzucke und dein Gewicht aber im Normalbereich liegt, was ja das Ziel der Behandlung wäre, gibt es keinen Grund, dir das zu verschreiben bzw zu bezahlen. Dummerweise ist der Erfolg nicht nachhaltig.
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    DM2 in Remission ohne Medikamente
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    am 16.09.2024 13:10:00 | IP (Hash): 1478703931


    Das ist genau das , was ich auch sehe bzw. befürchte. Und ich bin nicht gewillt das Zeug dauerhaft zu nehmen.

    Aber mit einer diagnostizierten "Essstörung" ist das für mich psychisch und folgedessen auch physisch ein absoluter Befreiungsschlag kurz- bis mittelfristig. Jetzt gilt es für mich meine erlernten Muster zu verändern bzw. ganz konsequent meiner Essstörung entgegen zu treten.

    Ich bin ja noch bei der Einstiegsdosis und bei der darf man lt. Arzt nicht bleiben. Es müssen immer 5mg, 10mg oder 15mg sein und ist abhängig davon wie man die Dosis verträgt. Das Konzept widerstrebt mir aber, da ich nicht unnötig eine hohe Dosis nehmen werde, wenn es auch mit weniger geht.

    Deshalb zögere ich jetzt auch die letzte Dosis mit 2,5mg schon mal ein paar Tage hinaus und guck mal, was das mit mir macht.

    Was mich arg überrascht, dass das anscheinend hier im Forum noch nie jemand versucht hat?



    ------------------------------------------------------------------------------------------------:-)
    Mitte Aug 24 mit DT2 diagnostiziert und einem Wert von stolzen 9,4 mmol/l.
    Medikation.: Mounjaro, 2x850mg Metformin, Forxiga 10mg
    Meine persönlichen Medis: Vit D3, K2, Taurin, Sangokoralle, Ceylon Zimt

    Bearbeitet von User am 16.09.2024 13:11:04. Grund: !
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    am 17.09.2024 20:41:40 | IP (Hash): 1166588442
    Henrie schrieb:
    GrafZahl schrieb:


    Gib mir bitte die Adresse / Praxisnamen von deinem Arzt. Genau DEN Arzt suche ich nämlich, der die Ding so sieht. Dass Ärzte teilweise wieder (zwangsweise) absetzen finde ich verantwortungslos. Ich kenne keine Stimme aus der forschenden Fachwelt, die das empfiehlt. Alle sagen unisono: Lebenslange Einnahme.




    Wenn dein Blutzucke und dein Gewicht aber im Normalbereich liegt, was ja das Ziel der Behandlung wäre, gibt es keinen Grund, dir das zu verschreiben bzw zu bezahlen. Dummerweise ist der Erfolg nicht nachhaltig.
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    Ja, du sagst es ja selbst. Alle bisherigen Studien, die Absetzversuche beobachtet haben, zeigen klar, dass es nur den Wenigsten gelingt, das Gewicht zu stabilisieren.

    Lest mal das sehr gute Buch Buch "Fettlogik überwinden" (kein Ratgeber!), insbesondere die Kapitel, die schon früheste Formen von leichtem Übergewicht direkt mit erhöhtem Risiko für zig Erkrankungen aufzeigen. Danach willst du nicht mehr fett sein...
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    am 17.09.2024 22:39:10 | IP (Hash): 1325242092
    Und? Machst du eine 500 Kcal Diät?

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    am 18.09.2024 05:46:43 | IP (Hash): 1463900958
    Eine Begründung sollte der Arzt schon geben.

    Allerdings sollte beachtet werden, dass diese Medikamente primär für die Behandlung von Diabetes Typ 2 zugelassen wurden. Die Zulassung für die Behandlung von Adipositas wurde wohl nachgezogen.

    Die Gewichtsabnahme ist da praktisch eine Nebenwirkung. Es ist gut vorstellbar, dass die Krankenkassen eine Übernahme der Kosten ohne Diabetes-Diagnose ablehnen.

    Wenn diese Medikamente am Markt nur sehr begrenzt verfügbar sind, was bei Ozempic wohl der Fall ist, dann kann ich verstehen, dass Ärzte sehr zurückhaltend sind, dieses Medikament zur reinen Adipositas-Behandlung einzusetzen.

    Bei der Adipositas-Behandlung gilt zudem, dasss sehr genau zwischen Nutzen und Nebenwirkungen abgewogen werden muss. Außer bei ganz extremer Adipositas sollte in erster Linie eine Änderung des Essverhaltens und der Lebensweise des Patienten erfolgen. D.h. die Ernährung ist umzustellen und es ist auf mehr Bewegung zu achten. Dann stellt sich die Gewichtsreduzierung von selbst ein. Das kann durchaus Jahre dauern. Bei einem sehr hohen BMI kann die Behandlung mit Ozempic & Co. aber durchaus sinnvoll sein (vermutlich so ab 50)
    Die Alternative ist es, diese Medikamente dann lebenslang einzusetzen. Denn werden die Medikamente abgesetzt und ist es zu keiner Verhaltensänderung gekommen, so setzt die Gewichtszunahme wieder ein.
    Viele Grüße
    Thomas
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    am 18.09.2024 14:26:05 | IP (Hash): 1585125802
    Puhh, also mit solchen Aussagen wie: es kann durchaus sinnvoll sein ab BMI 50, habe ich tatsächlich meine Schwierigkeiten. Ich weiß ja nicht ob Du Dich mit Fettleibigkeit auskennst?

    Deshalb spiele ich jetzt mal den Erklärbär. Ab BMI 40 beginnt bereits die Stufe 3 bei Adipositas und das kostet Dich gut und gerne bis zu 10 Jahre Deiner Lebenserwartung. Das wollte ich nur mal nebenbei erwähnt haben. Von den Begleiterscheinungen, denen man mit diesem BMI ausgesetzt ist, will ich jetzt mal gar nicht anfangen.

    Und ja, ich stimme Dir voll und ganz zu. Die Spritze alleine, wird niemanden langfristig zum gewünschten Körpergewicht verhelfen. Aber ich hoffe, dass das auch nicht die Erwartungshaltung von Menschen ist, die sich freiwillig ein Medikament verabreichen, dass noch keine wirkliche Langzeiterfahrung/-forschung aufweisen kann. Es ist m.E. etwas wie pokern und die Entscheidung zwischen Pest & Cholera. Zumindestens, ist das bei mir der Fall, mit einem BMI von aktuell 44.

    Liebe Grüße,
    CoCo


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    Bearbeitet von User am 18.09.2024 14:50:52. Grund: .
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