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Mounjaro und Unterzucker

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 10.09.2024
    am 14.09.2024 19:56:46 | IP (Hash): 1099119604
    Hallo Forumcommunity

    Ich wollte mal fragen ob noch andere Leute hier das Problem haben das sie mit Mounjaro nachts in den Unterzucker rutschen.

    Ich hatte vor Mounjaro über 70 Einheiten Insulin benötigt am Tag und dazu noch verschiedene Tabletten und seit ich das nehme (3th Monat) konnte ich das Insulin absetzen und habe nur noch ein Kombipräperat mit Metformin und einem SGLT-2 hemmer mit der Tagesdosis 2000mg/10mg auf 2 Tabletten.

    Leider rutsche ich damit ab späten Nachmittag trotz normaler Nahrungsaufnahme und geringer körperlicher Aktivität auf 90mg/dl ab und wenn ich mich mit diesen Wert schlafen lege dauert es keine Stunde bis mein FreeStyle Libre 3 Messgerät einen Wert kleiner 70 anzeigt meist mit einem kerzengraden Pfeil nach unten zeigend. Habe mit Blutzucker Teststreifen mehrfach nachgemessen und leider ist das kein Anzeigefehler. Meist reicht es einfach nur wach zu sein um den Zuckerspiegel wieder ansteigen zu lassen aber das Ding reisst mich bis zu 3 mal in der Nacht aus den Schlaf und wenn ich etwas esse dauert es fast 40 Minuten bis überhaupt etwas passiert um dann nach 2 Stunden in den Keller zu krachen.

    Ich lasse jetzt seit 6 tagen die Tabletten weg. Frühs und Mittags sind meine Werte nun höher und abends sind sie trozdem noch niedrig und ich falle im Schlaf immer noch in den Unterzucker. Ich dachte eigentlich das so etwas bei Mounjaro allein nur sehr selten vorkommt. Leider erreiche ich die nächste ganze Woche meine Praxis nicht weil die ihre Software umstellen bzw meine Ärztin im Urlaub ist daher wollte ich wissen ob andere das gleiche Problem haben und mir evtl neben Vollkornbrot noch einen Tipp geben könnten was man abends essen kann was einen gut durch die Nacht bringt. Ich hatte bisher nie Unterzucker und immer mit einem viel zu hohen Zucker zu kämpfen daher ist das Neuland für mich und nachdem ich letztens zitternd aufgewacht bin und es grade so noch geschafft habe mir ein Täfelchen Traubenzucker zu geben kann ich nicht mehr wirklich beruhigt schlafen. Ich kann auch keine Tonnen an Lebensmitteln mehr essen weil ich dann Blähungen, Durchfall und massive Magenprobleme mit sauren Aufstoßen bekomme.

    Ich würde trozdem nur ungern auf Mounjaro verzichten weil es extrem gut wirkt und meine Werte vorher schlecht waren. Ich suche immer noch irgendwas das abends im Schlaf meinen Blutzucker konstant hält. Sorry für den Wall of Text und wer bis hierher gelesen hat danke dafür.

    Edit:
    Die Mounjaro Dosierung liegt bei 5mg.

    Bearbeitet von User am 14.09.2024 20:01:44. Grund: Nachtrag
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    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 14.09.2024 20:45:19 | IP (Hash): 1982793655
    Mounjaro & Co wirken dadurch direkt auf den Blutzucker, dass sie für ab etwa 30 Minuten nach dem Essen von Kohlenhydraten für bis zu 2-3 Stunden die eigene Insulinausgabe verstärken.
    Und ein mieses Unterzuckergefühl bleibt meistens auch noch lange erhalten, nachdem der BZ längst wieder über 90 mg/dl oder noch höher angestiegen ist.

    Die nächste Mounjaro-Dosis würde ich also kleiner wählen und bis dahin schauen, ob mir deutlich weniger Carbs am Nachmittag und vor allem am Abend und vor dem Schlafengehen weniger tiefe BZ-Täler machen. Daumendrück!


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    Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
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    Mitglied seit: 16.10.2023
    am 15.09.2024 11:49:02 | IP (Hash): 1631685337
    Dieser Beitrag und die Antwort darauf „Mounjaround und Unterzucker“, soll eine soll eine Warnung an alle diejenigen sein, die infolge der in diesem Forum immer wieder veröffentlichten Empfehlungen einiger „selbst ernannter Experten“, die immer wieder Ratschläge erteilen oder mit besonders niedrigen HbA1C-Werten hier herumprotzen, wie gut sie sich als insulinpflichtige oder nicht insulinpflichtige entgegen ärztliche Ratschläge eingestellt haben.
    Ferner ist dieser Beitrag als „Warnbeitrag“ für alle Neulinge zu sehen, die hier Beratung suchen!
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