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Wie reagiert das Umfeld?

  • Ojima

    Rang: Gast
    am 16.05.2008 12:57:47
    Hi, möchtest Du wirklich darauf eine Antwort
    lesen;-)....?
    Ich schreib Dir meine ;-).....DM ist für beide "Gattungen" Murks.....T1 hat den vermeintlichen Vorteil gleich mit Insulin arbeiten zu dürfen.....T2 wird doch eine zeitlang mit Bewegung, Ernährung und Tabletten genervt......und mit Tabletten hast Du nun mal nicht die genialen Möglichkeiten Deinen BZ zu korrigieren. Also wirst Do wohl oder übel Deinen BZ mit gezielter Ernährung (manchmal auch Verzicht) und Bewegung steuern müssen.
    Ich bin zwar auch T1/LADA, habe aber dank meines Hausdoc (:-( ) die Tabletten kennengelernt.....nur das die bei mir kaum eine Wirkung zeigten und ich fast ausschließlich mit Ernährung und Bewegung gearbeitet habe. Bis es nicht mehr ging.....aber das ist eine andere Geschichte. Also, ärgere Dich nicht....so sind se`halt die "lupenreinen T1" ;-)....
    Liebe Grüße Ojima
  • Tom

    Rang: Gast
    am 16.05.2008 14:10:38
    Hi Kiwi,

    Zitat: Bei Typ 2 wäre ich ganz klar zu einem hohen Anteil selber "schuld", Zitatende.
    Ich denke, das ist Blödsinn. Übergewicht bedeutet nicht gleich= Diabetiker.
    Ich habe erst zugenommen, seitdem ich Insulin spritzen muss.

    Glaub mir, deine Mutter spürt deine Panik, aber was würde es nützen, wenn sie mir dir "mitpanikt"...nix. Und auch das weiß sie.
    Hab ein wenig Nachsicht und Geduld mit deiner mum....:-)

    Du hast vorm Insulin spritzen Angst? Also mit Insulin kann man aber sich besser auf die Mahlzeiten einrichten als mit Tabletten. Und viele Hausärzte doktern leider oft zu lange mit Tabletten an ihren Patienten, die eigentlich lange Insulin bekommen müssten. von Tom
  • Thomas

    Rang: Gast
    am 16.05.2008 16:30:35
    Hallo Kiwi,

    [Zitat]
    Ja, eben, die liebe Ernährungsumstellung und der tolle Sport! Wenns soooo einfach ginge, wäre ich schon lange eine schlanke Dauerjoggerin! Mich erfreuen halt Pizza, Pasta, Süssigkeiten, Kultur, Gespräche und Kinderlachen viel mehr, als den Hintern wund auf dem Fahrrad treten und Knäckebrot mit Hüttenkäse!
    [/Zitat]

    was genau ist denn jetzt Deine Frage? Ob du mit Diagnose Diabetes (vermutlich T2) weiterhin faul auf der Couch liegen und Unmengen an Essen in dich hineinstopfen kannst? Natürlich kannst Du das! Ist doch dein Leben. Wer sollte dir das verbieten? Deine Mutter, der Arzt, nö ist alleine deine Entscheidung.

    Noch kannst du viel mit Sport und Gewichtsreduktion erreichen. Wenn du ein Typ2 bist hast du noch eine Eigenproduktion, die gilt es zu schonen und so lange wie möglich am Leben zu erhalten. Sie erleichtert dir das DM-Management erheblich und verzeiht so manchen Fehler. Egal ob mit Tabletten oder/und Insulin. Auch während einer Insulintherapie ist Sport und ein Normnahes Gewicht wichtig um nicht irgendwann Unmengen an Insulin zu spritzen.

    Sorry, wenn ich dir das so an den Kopf knalle. Aber mit dem DM haste eine noch relative harmlose Störung, die richtig miesen Sachen kommen in ein paar Jahren wenn so was ignoriert wird. Seh' es als Chane, deine Mutter hat gar nicht so unrecht.

    Gruss Thomas
  • Kiwi

    Rang: Gast
    am 16.05.2008 16:35:21
    Hallo Tom

    Ich gelobe Besserung :-)
    Ich weiss ja, dass Mum nichts sagt, um mich bewusst zu ärgern - es ist einfach derzeit so, dass ich mich echt schuldig fühle und zu spüren glaube: So, jetzt hast du's, jetzt MUSST du abnehmen!

    Ich habe nicht Angst vor dem Spritzen an sich, aber vor der Abhängikeit, vor der Regelmässigkeit, in die ich gezwungen werde, ein bisschen vor Hypos und: Dass ich mich mit der Ernährung abmühe und umstelle und "brav" bin - und TROTZDEM noch zunehme, eben, weil das Insulin den Stoffwechsel wieder ankurbelt und da ein paar Kilos MEHR vorprogrammiert sind. Bleibt das dann oder stellt der Körper wieder auf "Abnehmmodus" um, wenn sich die Werte erst stabilisiert haben?

    Mein HB1Ac-Wert lag übrigens bei 11.3... und die Messungen nach nun 10 Tagen Medikamenten liegen zwischen 13 und 19 mmol - also def. immer noch zu hoch und ich nehme an, der Dia-Doc wird mir beim nächsten Termin am nächsten Montag Insulin nahebringen. Uff...

    Aber aller Anfang ist schwer, ich habe keinen Krebs, Diabetes tut nicht weh und ich habe Verstand genug, um "es" zu lernen. Denn die Spätfolgen sind zu happig, um sie zu riskieren...

    Mich würde interessieren, ob ich überhaupt abnehmen kann, wenn ich mich nun viel bewege (3 mal 30 min die Woche) und "brav" esse - wenn ich Insulin nehmen muss?

    Danke für dein Mitlesen, tut gut, LG Kiwi
  • Maria N

    Rang: Gast
    am 16.05.2008 19:52:02
    Liebe Kiwi!
    Ich habe mit Insulin gleich mal 2kg abgenommen (von 58kg auf 56kg), weil ich manchmal darauf verzichtet habe, etwas zu essen, mit dem ich vorher nicht gerechnet habe, um nicht noch einmal spritzen zu müssen. Mein Gewicht halte ich konstant, ich sportle allerdings gerne (nicht verbissen). Dabei habe ich festgestellt, dass ich den Blutzucker am besten senke, wenn ich in einem eher niedrigen Herzfrequenzbereich unterwegs bin. Nordic walken z.B. beansprucht viele Muskelgruppen und, wenn du es gemeinsam mit einer Freundin betreibst und dabei plauderst, macht es sicher auch dir Spaß. Du brauchst also nicht davon auszugehen, dass
    Insulin immer Gewichtszunahme bedeutet.
    Alles Gute
    Maria N
  • Petra

    Rang: Gast
    am 17.05.2008 19:46:52
    Moin zusammen

    @ Tom
    ok, Tom ich hätte schreiben sollen für mich leichter. Für mich ist auch abends um 22:00 ne Pizza kein Problem, oder Spaghetti satt, ich muß es nur spritzen, und muß nicht dafür aufs Rad ( gehe trotzdem meistens *g* es steht bei mir im Wohnzimmer).
    @ Kiwi
    Ich wurde mit einem Hba1c von 15,0 gefunden also keine Bange. Ich bin (war?) Spritzenpanikerin, aber der pieks in den Finger tut mehr weh als der Insulinpen. Und zunehmen, tja esse ich abends meine Pizza und verbrauche die kalorien nicht habe ich sie schlagartig als Speck auf den Hüften, du nimmst schneller zu weil eben alles was nicht zeitnah verbraucht wird ins Fettdepot eingelagert wird, und als Diabetiker bekommst du es da schwer wieder raus.
    Und selber schuld bist du definitiv NICHT. Du mußt bestimmte Gene haben um überhaupt T2 werden zu können, hast du die nicht bekommst du das nicht, hast du die KANN es sein das du das bekommst alles noch ein bisschen unklar.
    Sag uns mal wie´s ausgegangen ist mit dem Doc.
    Tschööö
    Petra
  • Tom

    Rang: Gast
    am 19.05.2008 09:27:20
    Hi Kiwi,

    Zitat: es ist einfach derzeit so, dass ich mich echt schuldig fühle und zu spüren glaube: So, jetzt hast du's, jetzt MUSST du abnehmen!Zitatende

    Du sprichst hier im Forum frei von der Leber weg mit Menschen, die du nicht mal kennst. Das heißt, du kannst dich ganz exakt artikulieren und Dinge auf den Punkt bringen.(Nicht falsch verstehen, das kann nicht jeder in familiären Beziehungen). Aus meinem ganz persönlichen Gefühl heraus möchte ich dir einen Rat geben...
    Der erste Schritt für Dich ist glaube ich jetzt, mit Deiner Mutter mal ein ganz offenes Gespräch zu führen. Sag es ihr ganz genaus so, wie du es hier schreibst. Deine Bedenken, Deine Ängste. Zu verlieren hast du nichts, nur zu gewinnen. Darf ich dich fragen, wie alt du bist?

    Die 2. Wiese wird der Diabetes werden. Du schreibst, du hast Angst vor dem Zwang zur Regelmäßigkeit.
    Gewiss gehört eine Disziplinierung dazu. Aber wenn es dir gelingt, und davon gehe ich aus, dass dir das gelingt, eine Regelmäßigkeit für Messen und Spritzen zu erreichen, wie du sie auch für Duschen und Zähneputzen hast, passt das. Dich darf der DM auch zwischendurch mal so richtig ankotzen, aber eine Grunddisziplin ist notwendig. Du solltest auch mal daran denken, dass es ja nicht nur allein der Blutzuckerwert ist, der jetzt nicht mehr stimmt. Dein Organismus ist ein System mit vieln Komponenten und der BZ ist nur eine davon. Und gerät die aus dem Ruder, ziehen andere Komponenten nach wie z.B. der Blutdruck. Wie ist der eigentlich? Hoher Blutzucker geht oft mit hohem Blutdruck einher. Lass auch den überprüfen. Denn der zeigt, wie gut oder schlecht dein Herz (pumpt) arbeitet.

    Und kein Mensch weiß, wie lange Du schon eigentlich Diabetes hast. Sei froh, dass er jetzt endlich festgestellt wurde.

    Zum Sport: Du sollst nicht in die Muckibude oder Hochleistungssport machen. Aber e könnte etwas regelmäßiges sein wie z.B. Schwimmen gehen. 2 feste Tage in der Woche. Einen Anfang finden. Oder schwing dich auf einen Hometrainer, wenn du vor dem TV sitzt. (Sind alles nur Ideen...)

    Es werden die Pfunde nicht purzeln, nur, weil du Insulin spritzt. Weil du nach einem Abnehmeffekt fragtest.
    Das Insulinspritzen: Spritzen dürfte man eigentlich gar nicht sagen, denn der Piks in den Finger ist wirklich schmerzhafter als das Stechen mit dem Pen.

    Ich wollte noch mal was zur Ernährungsumstellung sagen. Fang gleich mal beim nächsten Einkauf damit an und lies mal, bevor du das Lebensmittel in de Korb legst, was da drin ist. Glaub mir, du wirst bei manchen Lebensmitteln einen Schreck bekommen und sie ins Regal zurück legen.
    Du bist am Anfang, und aller Anfang ist schwer, aber anfangen musst du. Dein Diabetologe wird dein Partner sein und hier im Forum kannst du alles fragen, was dir auf dem Herzen liegt.
    Denke dran, Diabetes ist nervig, lästig, den bracht eigentlich kein Mensch, aber auf den Diabetesverlauf kannst du Einfluss nehmen. Es gibt Krankheiten, die man nicht beeinflussen kann. Du hast Glück gehabt, NUR Diabetes als Diagnose bekommen zu haben. Es hätte schlimmer kommen können und es kann schlimmer kommen, wenn du nix machst.
    Sorry, dass ich so viel geschrieben habe.
    Ich bin gespannt auf die Rückmeldung, wenn du beim Arzt warst.

    von Tom
  • Pranger

    Rang: Gast
    am 19.05.2008 14:52:21
    Zitat Tom: "Du sollst nicht in die Muckibude oder Hochleistungssport machen."

    Ich denke mal mit der Muckibude meinst Du Kraftsport allgemein. Sicherlich muss man mit der Diagnose DM nicht gleich Mitglied in einem dieser oftmals überteuerten Sportstudios werden. Kraftsport allgemein, wird aber leider immer wieder als weniger bzw. ungeeignet für Diabetiker dargestellt.

    Das ist schlichtweg verkehrt. Die Hauptursache für den T2 ist der immer mehr werdende Bewegungsmangel in unserer Gesellschaft und der natürliche Prozess unseres Körpers, mit fortschreitendem Alter mehr und mehr Muskelatur abzubauen.
    Wirkt man dem Ganzen durch deutlich mehr Bewegung und vor allem gezielten Training der Muskulatur entgegen, gäbe es das Problem mit der Insulinresistenz kaum noch bzw. gar nicht.

    Zitat Kiwi: "Mich erfreuen halt Pizza, Pasta, Süssigkeiten, Kultur, Gespräche und Kinderlachen viel mehr, als den Hintern wund auf dem Fahrrad treten und Knäckebrot mit Hüttenkäse!"

    Kultur, Gespräche und Kinderlachen kannst Du auch mit DM ohne jegliche Einschränkung genießen.

    Egal welche Art von Diabetes Du hast, Du wirst Dich auch weiterhin an Pizza, Pasta und Süssigkeiten erfreuen können.

    Bei Typ 1 brauchst Du dafür definitiv fremdes Insulin. Wieviel müsstest Du für Dich herausfinden.

    Solltest Du doch Typ 2 sein, würde evtl.der Sprung aufs Fahrrad nach deren Verzehr noch reichen. Dein Hinterteil müßtest Du deshalb nicht wundtreten.

    Allerdings kann ich Dir nur raten, von solchen Köstlichkeiten zunächst einmal die Finger zu lassen. Auch wenn diese durchaus lecker schmecken, leichter wird der Umgang mit dem Diabetes dadurch nicht.

    Und wenn Du bisher kein Knäckebrot mit Hüttenkäse essen mochtest, dann brauchst Du dies in Zukunft auch mit Diabetes nicht.

    LG
    von Pranger
  • Kiwi

    Rang: Gast
    am 19.05.2008 17:27:02
    Hallo alle

    Danke für jeden Eintrag, jede Meinung un d jeden Input - ich bin sehr froh, mich hier austauschen zu können!

    Ich bin grad ganz happy: Der Diab.Doc meinte heute, wir können mit den Medis so weiterfahren, ich muss eine etwas höhere Dosis nehmen, aber er will mich erst im August wieder sehen! (Sofern die Werte stabil sinkend bleiben.) Dann hat er noch Blut genommen, er kriegt in einer Woche den Laborbescheid, denn nur die Laborwerte zeigen def., ob Typ 1 LADA oder 2. Sieht aber ganz nach Typ 2 aus - und wenn ich so weitermache (viel Bewegung, gute Ernährung und zuverlässig bei den Medis) brauche ich vorläufig sicher kein Insulin zu spritzen.

    *mireinsteinvomherzenfall*

    Eine Erkenntnis, die mich sehr motiviert, so weiterzumachen war: Ganz stolz zeigte ich ihm den gestrigen Tiefst-Wert von 6.2 mmol und er fragte: "Haben Sie vorher Sport gemacht?"
    Ich hatte! War eine Runde walken, es begann zu regnen und ich stresste heim - angestrengt und mit roten Kopf :-)
    ABER: Es hat gewirkt! Gehe heute gleich wieder eine Runde machen - Sport ist wohl wirklich der "Zuckerkiller" Nummer 1!
    Jeden Schritt, den ich mache, bringt mich einen Schritt vom Insulin WEG - das reicht mir als Motivation :-)))

    Dies die News der Stunde - auf Wiederlesen und beste Grüsse, Kiwi
  • Tom

    Rang: Gast
    am 20.05.2008 09:02:28
    Hi Kiwi,
    dann drücke ich dir ganz ganz fest die Daumen, dass die Laborwerte die jetzige Therapie bestätigen. von Tom