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Diabetes Typ1 oder Typ2?

  • Rainer

    Rang: Gast
    am 08.04.2008 15:55:10
    Hallo,

    ich schmökere gerade Dr. Bernsteins Diabetes Solution und bin dort auf eine interessante Theorie gestoßen. Dr. Bernstein vermutet, dass Typ2-Diabetiker ohne Übergewicht (das betrifft etwa 20%) gar nicht an Typ2-, sondern an einer abgeschwächte Form der Typ1-Diabetes erkrankt sind.

    Die Erklärung gefällt mir als Typ2-Diabetiker, der ständig darum kämpfen muss, das Gewicht einigermaßen zu halten, sehr gut. Mir gehen die ständigen Ermahnungen zur Reduzierung des Gewichts ganz schön auf die Nerven.

    Meine Fragen an die Theoretiker in dem Forum sind nun:
    - Taucht diese Theorie noch an anderen Stellen auf und haltet ihr die für sinnvoll?
    - Wenn das so sein könnte, ergeben sich dann möglicherweise etwas andere Ansätze für die Behandlung meiner Diabetes?

    Ich bin gespannt auf eure Meinung.

    Gruß Rainer
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 08.04.2008 16:40:10
    es ist bekannt, daß etwa 10% - 20% der 1er als 2er erkannt werden, da die untersuchung auf antikörper selten durchgefürht werden. auf dauer landen aber beide bei insulin. 2er haben es während des übergangs leichter, da die bauchspeicheldrüse längere zeit einfache bis mittelschwere fehler etwas begradigt. auf der anderen seite wachsen die meisten 1er mit ihrem dm auf, aka denen ist es schon in fleisch und blut übergegangen. von thomas2002
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 08.04.2008 21:45:42
    hallo rainer,
    du hast völlig recht, es wird gerne verallgemeinert,
    auf glauben reduziert....... in d besonders gerne.
    es gibt dünne normale und dicke t 1
    es gibt dünne normale und dicke t 2.
    weder alle t1 sind dünn noch alle t2 sind dick.
    der antikörpertest ist teuer und nicht hundertprozentig.
    aber über insulinausschüttung, und resistenz läßt sich durch c-peptid, im vergleich zum bz relativ viel sagen.
    bz nüchtern/c-peptid nüchtern
    tz - nach 30 min bz /c-peptid
    das ist preiswerter , und sagt oft mehr aus, als gad,iga,....
    mfg. klaus von klausdn
  • Franziska

    Rang: Gast
    am 19.04.2008 00:07:30
    ....diese Frage, ob Typ I oder 2, interessiert mich auch immer noch sehr.

    Hier die Fakten:

    Alter 46, BMI 19,5

    OGTT im Sommer 07:
    0': 90
    60' : um 160
    120' : um 140
    damals HbA 1C: 5,5

    Muss seit einiger Zeit BZ-steigernde Medikamente (SD-hormon und WH) nehmen, lebenslang. Leichte IGT war aber früher schon erkennbar.

    C-Peptid dazu (siehe oben):
    0' (nüchtern): 1,7 mmol ein anderes Mal 1,5 (Referenz geht erst ab 2,5 los): Also HOMA sehr gut, eher zu wenig Insulin.
    60': 22 mmol
    120': 25 mmol

    Also verzögerte Insulinausschüttung und geringe Erstantwort.

    Triglyceride, Cholesterin super Werte, HDL schön hoch.

    GADA, IA2A, Islet-AK alle neg.

    Mody2 (Glukokinasedefekt) neg.

    Endo tippt auf Sonderform aber eher auf Typ 2.

    Leider inzwischen Progredienz trotz Ernährungsumstellung (LOGI) und viel Sport (4-5 x Ausdauer 30-90 min und 2 x Kraft).
    Nüchternwerte immer öfter um 100-110, kaum mehr unter 100.
    pp-BZ schwer unter 140 zu halten, auch nicht mit max. 40 g KH /Tag. BZ steigt langsam weiter: HbA1C nun bei 5,7

    Was meint Ihr: Könnte es trotzdem ein LADA sein?

    Mit Ernährung und Sport ist irgendwie keine Steigerung mehr möglich und ich denke bald über Bedtime-Insulin nach... um die BSD etwas zu etlasten.
    Metformin habe ich nicht vertragen.

    Vielleicht noch wichtig: Übergewichtiger Urgr0ßvater starb nach Kriegsverletzung an Wundhelungsstörung, Großmutter (BMI 35??) hatte Typ 2, Mutter (BMI 29) ebenfalls, zwei sehr schlanke und sportliche Schwestern haben auch schon eine IGT. Also ist genetisch ganz schön was los.

    Alao eien Frage: Welche Form ?

    Wann anfangen mit Insulin?

    Endo schlug Sitagliptin als Möglichkeit vor, gefällt mir auch ganz gut (wegen möglichem betazellschützendem Effekt, bisher nur im Tiervesuch nachgewisen).

    Gruß

    Franziska