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Neuropathie
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Thomas
Rang: Gastam 09.03.2008 20:00:36
Tja Jürgen,
so ist das halt wenn der DM zum Wahn wird! Ich kenne Deine Argumentation aus anderen Foren zu genüge und möchte nicht weiter darauf eingehen!
Die meisten Diabetiker bemühen sich um einen möglich normnahen BZ Verlauf und dabei wird es immer Ausreisser nach oben oder unten geben. Es wird immer Tage geben wo die Werte nicht stimmen, da reicht schon ein leichter Schnupfen.
Jürgen, ich möchte Dich nicht persönlich angreifen, bitte versteh' das nicht falsch. Aber Du entmutigst die Leute eher als das es hilft.
Ob jemand Folgeerkrankungen bekommt, hängt nicht allein von der BZ-Führung ab. Es gibt Studien
bei Typ1ern die schon 40Jahre oder länger DM haben und ohne Folgeerkrankungen sind. Die meisten von ihnen haben über Jahrzehnte einen eher ungesunden BZ gefahren. Genau so gibt es Typ1er die schon nach 10 Jahre alle möglichen Folgeerkrankungen haben und sich immer um einen möglichst niedrigen BZ-Verlauf gekümmert haben. Das alleine kann es also nicht sein.
Das ein normnaher und flacher BZ und ein HbA1c von unter 6.5 das Risiko möglicher Folgeerkrankungen minimiert, Zustimmung! Aber alles im Ramen des möglichen!
Gruss Thomas -
Jürgen
Rang: Gastam 09.03.2008 20:56:25
Moin Thomas,
danke für Deinen freundlichen Ansatz :-)
Lass uns den ein Stückchen weiter ausführen. Wenn Du mit Wahn meinst, dass ich mich intensiv mit allem beschäftige, was ich zu DM selbst ausprobieren und darüber hinaus zusammentragen kann, hast Du recht. Den Wahn teile ich dann mit allen Leuten, die in ähnlicher Weise zu allen möglichen Themen mehr oder weniger systematisch sammeln und vielleicht irgendwie aufbereiten.
Von so einem Altdiabetiker-Treffen von aus den ganzen USA zusammen geholten nicht mal hundert glücklichen Typ1, die schon über 40 oder waren es nicht sogar 50 Jahre im Club sind und noch immer weitgehend frei von Folgebeschwerden, hat vor einiger Zeit die New York Times ausführlich berichtet. Sie hat allerdings nicht von den pro Anwesendem wenigstens 100 berichtet, die zu gleicher Zeit oder sogar später DM gekriegt hatten und an den Folgen längst gestorben waren.
In der selben Art könntest Du auch 100 gesunde Kettenraucher über 80 medienwirksam um Altkanzler Helmut Schmidt versammeln und so überzeugend darstellen, dass Rauchen doch wirklich ganz harmlos ist und Lungenkrebs und all die anderen Fiesigkeiten doch nicht alleine vom Rauchen kommen können ;-)
Bisdann, Jürgen -
Pia
Rang: Gastam 10.03.2008 08:43:10
STOPP! Was tut Ihr Ihr? Seid Ihr verrückt?
Zitat Jürgen: 140/120/100 mg/dl 1/2/3 Stunden nach jedem Essen Zitatende.
Ich finde es großartig, dass Jürgen sich die Mühe immer wieder macht und geduldig gebetsmühlenartig diese Werte als RICHTWERTE an die Fragesteller gibt, die sich gerade in den Anfangszeiten mit DM befassen. Jürgen hat NIE gesagt, dass es keine Abweichungen nach oben oder unten gibt. Thomas, du hast ihn persönlich angegriffen. Und nicht nur das. Du unterstellst DM als eine Wahnvorstellung? Also ich fände es sehr COOL, wenn du dich entschuldigen könntest. Liebe EH, bei allem persönlichen Respekt vor dir. Deine Aussage, man könne sich nicht den ganzen Tag mit DM befassen. Das ist alles richtig.
Aber man muss wohl oder übel einen Teil damit verbringen. Die Diabetesbehandlung ist ja kein MUSS. Ich könnte auch sagen, ich tu nichts, ich messe nicht, ich spritze nicht.
Und sicher bekommen nicht alle Neuropathien und sicher werden nicht alle amputiert oder blind werden. Aber eines ist sicher, und wolfmen kann es sicher bestätigen: WENN einen so eine Diagnose trifft, dann ist es einfach nur die HÖLLE.
Lieber wolfmen,
ich bin selbst Schmerzpatientin nach einer Unfallfolgenamputation 1989. Ich würde gern versuchen, die etwas zu helfen. Deshalb meine Fragen an Dich:
1. Bei welchem Arzt werden deine Neuropathien behandelt? (Schmerzambulanz, Neurologe oder Hausarzt?)
2. Welche Medikamente hast du bisher genommen und in welcher Dosierung wie lange?
3. Wie hoch war der letzte HBa1C-Wert?
4. Was wiegst du bei welcher Größe?
5. Welche Medikamente nimmst du außerdem? (Blutdruck o.ä.)
Der Hintergrund meiner Fragen ist folgender:
Wir haben in Deutschland ausreichend und sehr gut wirksame Schmerzmedikamente.
Leichter ist das Gebiet der Schmerzdistanzierung ein Gebiet, auf dem der Patient oft um sein Recht auf Schmerzfreiheit kämpfen uss. Andererseits lässt sich auch ein Schmerztherapeut auf eine Empfehlung ein. Dass Schmerzen den BZ nach oben treiben können, ist bekannt, keine Frage. Aber hier wird auch der Herzkreislauf belastet, also ist es wichtig, Schmerzfreiheit zu schaffen und damit das perfekt funktioniert, muss man den BZ im Auge behalten.
Und lieber wolfmen, Jürgens Rat, die Werte als Richtlinie zu verfolgen hat seinen Sinn, denn es ist sinnlos, wenn der Patient für gute BZ-Werte gar nichts tut und sich weiter ernährt, als wäre nix und auf der anderen Seite vom Arzt erwartet, dass man ihm hilft. Das ist, als würde man die Großmutter die Treppe herunterschubsen und dann fragen: Warum rennst du so?
von Pia -
lol
Rang: Gastam 10.03.2008 10:40:58
liebste pia! wenn du dich mit jürgen auf die gleiche ebene stellst, wie wäre es wenn ihr beide nen eigenes forum aufmacht und dort euer unwesen treibt? ich kann es gut verstehen wenn das gelaber von jürgen das man in allen foren so liest schlicht auf den sack geht weil es für uns typ1 kaum fahrbar ist. also einfach mal denken bevor man solchen mist immer und immer wieder schreibt -
Pia
Rang: Gastam 10.03.2008 11:14:31
Es wäre schön, wenn du dir höflicherweise einen Namen gibst, kann ja ein fiktiver sein.
Ich kann nicht beurteilen, inwieweit Modalitäten zu DM 2 auch zu Typ 1 passen, weil ich über Typ1 nicht viel weiß.
Was hälst du denn von dem Vorschlag, dass du mal an den Moderator dieses Forums schreibst mit der Bitte, die Themen zu serarieren in Typ 1 bzw. Typ 2. Dann müsstest du das, was für dich als Typ 1 nicht zutrifft, nicht lesen und dich somit nicht ärgern.
Aber schau, wolfmen hat sich mit Typ 2 hier gemeldet. Viele Neudiabetiker kommen vom Arzt, oft ergeht es ihnen wie mir, dass man mit einer sogenannten Spritztabelle vom Diabetologen in die Welt geschickt wird. Eigeninitiative oder "Experimente" mit Insulindosierungen sind nicht erwünscht, und das würden wir uns gar nicht trauen.
Die Werte nach dem Essen, die Jürgen hier beschreibt, sind eine Empfehlung, die hier nicht erst einem Diabetiker eine Richtlinie geworden sind. Und da immer wieder neue Diabetiker sich hierher verirren und eben lieber fragen, als erst mal über die Suchfunktion zu "stöbern", beantwortet Jürgen auch zum 1254. Mal geduldig alle Fragen. Und wenn Jürgen Lust dazu hat, das auch in 12.568 Foren zu schreiben, ist das doch sein gutes Recht. Und du darfst dich in ebenso vielen Foren darüber aufregen. Das ist Freiheit, seine persönliche Meinung zu äußern. Ich muss mri mit Jürgen kein Forum gründen. Wenn es dich ärgert, dann such du dir eines, das deinen Vorstellungen entspricht.
Aber lassen wir das: Ich bin auf deine sachliche und fachliche Argumentation zu wolfmens Problem gespannt. Denn nur die bringt wolfmen weiter. Also, was empfiehlst du wolfmen? von Pia -
Jürgen
Rang: Gastam 10.03.2008 11:57:46
Moin Pia,
danke für Deine Schützenhilfe :-)
moin anonym,
Du schreibst, dass flach & niedrig nicht für Typ1 geht. Und ich hab schon mehr als einmal geschrieben, dass ich die unter 140/120/100 nach 1/2/3 Stunden nach jedem Essen von Typ1 gelernt hab, die das mit gutem Erfolg auch bei sehr abwechslungsreichem Tagewerk zum Teil sogar noch enger machen.
Häufig schreib ich auch noch über 70 dabei, damit niemand auf die idiotische Idee kommt, einfach mehr Insulin einzufüllen. Denn meistens kommen auch Typ1 bei so gesund flach & niedrig mit kleineren Faktoren aus.
Allerdings gehört dazu, dass man seine BZ-Steuerung (aus Insulin, Futter und Bewegung) nach dem posprandialen BZ-Verlauf ausrichtet (wie ja der flache Auslauf über die 3 Stunden eindeutig darstellt) und nicht erst nach einem entfernten Nüchternwert vor der nächsten Mahlzeit. Dazu wird in fortschrittlicheren Schulungen wie z.B. bei Dok Teupe (weit überwiegend Typ1) längst angeleitet. Auch wenn ich nicht weiß, welche Ziele Dok Teupe empfiehlt, fällt mir immer wieder auf, in welch engen Grenzen Leute ihren BZ sehr zuverlässig steuern können, die bei ihm gelernt haben :-)
Bisdann, Jürgen -
EH
Rang: Gastam 10.03.2008 12:00:43
Zitat: liebste pia! wenn du dich mit jürgen auf die gleiche ebene stellst, wie wäre es wenn ihr beide nen eigenes forum aufmacht und dort euer unwesen treibt? ich kann es gut verstehen wenn das gelaber von jürgen das man in allen foren so liest schlicht auf den sack geht weil es für uns typ1 kaum fahrbar ist. also einfach mal denken bevor man solchen mist immer und immer wieder schreibt
Zitat Ende
Auch für Typ2 ist es nicht machbar, nämlich dann, wenn die BSP nach langer Krankheitsdauer das Handtuch wirft und die Produktion von Insulin ganz einstellt. Da bei Typ2 meist noch eine hohe Insulinresistenz dazukommt, kann man von Werten wie Jürgen sie vorgibt nur träumen.
Und was dann? Selbstmord, weil man dem bösen Ende nicht entgehen kann?
von EH -
Pia
Rang: Gastam 10.03.2008 13:11:12
Liebe EH,
nix da Selbstmord...
Dann muss man versuchen, einen Weg zu finden, in die Nähe der Werte zu gelangen. Das heißt, die Insulinresistenz durchbrechen. So wenig Insulin wie möglich, so viel wie nötig. Diotmari hat auf Diabetes-Info darüber geschrieben, wenn du Zeit hast, kannst du das mal lesen, ist superinteressant. Weil er eben kein Actos nehmen will, hat er sich ein ganz bestimmtes Szenario erarbeitet.
Liebe EH, ich bin am Brodeln, wenn ich öfter lese: ....einfach weniger essen und Sport treiben. Weil wir beide wissen, dass das eben NICHT das alleinige Rezept dahin ist und oft viele Aspekte reinspielen wie Schmerzen bei Neuropathie. Wenn die Füße nicht gehorchen oder/ und Schmerzen, hat keiner noch Bock auf Bewegung, dann heißt es: Schmerzfreiheit zu schaffen. Aber es sind eben IMMER mehrere Komponenten und mir nützt das hochfeinste gute Schmerzmedikament nix, wenn ich den BZ (Konjunktiv) völlig vernachlässige. Ich glaube, nicht mehr und nicht weniger wollte Jürgen damit sagen.
Und wenn Jemand sagt: Neee, jetzt betet er die Werte schon wieder herunter, dann sollte derjenige bedenken, dass für die "Neuzugänger" diese Information eine gue und wichtige ist. Ein Anhaltspunkt eben.
Kämpfst du mit einer Insulinresistenz im Moment? Habe ich ja auch hinter mir. Ich hats ja schon erzählt. Meine Diabetologin, die Spezialistin möchte man meinen, hat von Besuch zu Besuch die Insulindosis nach oben geschraubt, was eigentlich völlig schwachsinnig ist, weil bei einer Insulinresistenz es wirklich egal ist, ob ich 10 oder 100 Einheiten spritze. Das Einzige, das passiert ist, man wird fett. Actos hats durchbrochen. Und bei wolfmen weiß man ja nicht so genau, was noch alles reinspielt. Ich hoffe, er schreibt noch mal was dazu. von Pia -
EH
Rang: Gastam 10.03.2008 15:34:01
Hallo Pia,
ja, ich kämpfe mit einer Insulinresistenz und zwar schon seit langer Zeit.
Weniger essen kann ich nicht, denn ich bin da wirklich am Minimum. Ist kein großes Problem für mich, ich war noch nie ein großer Esser, aber eine gewisse Menge an Nahrung braucht man halt. Da ich Vollzeit arbeite und noch meine Familie versorge, habe ich weder Zeit noch Lust mich noch extra sportlich zu betätigen. Ich bin froh, wenn ich mein normales Tagespensum trotz meiner starken Arthrose durchhalte.
Actos geht auch nicht, ich habe davon zugenommen und das kann ich natürlich überhaupt nicht brauchen.
Ich bin für jeden Vorschlag offen. Aber einen Diotmari kenne ich nicht und wo diese Diabetes-Info zu finden ist, weiß ich auch nicht. Kannst du da einen Link angeben?
Danke!
EH -
Ojima
Rang: Gastam 10.03.2008 16:34:01
Hallo schau mal dort:
www.forum.diabetesinfo.de/
Gruß Ojima