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Diabetes (Typ1) - junge Frau, ich brauche Hilfe
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am 12.01.2025 12:32:41 | IP (Hash): 1507008885
Hallo liebe Diabetes Gemeinde,
Liebes Forum,
ich bin schon vor längerer Zeit auf dieses interessante Forum gestoßen, bisher war ich nur eine stille Mitleserin.
Heute melde ich mich mit einer Herzensangelegenheit.
Ich bin Joana, 33 Jahre alt, seit meinem ca. 16. Lebensjahr bin ich -diagnostiziert- an Typ 1 Diabetes erkrankt.
Es ist mit vielen regelmäßigen Kontrollen, Insulin spritzen, und einem auf und ab verbunden. Diversen Krankenhausaufenthalten um immer wieder richtig, optimiert eingestellt zu werden. (Gut das brauche ich hier keinem erzählen, vielen geht es selbst sehr schlecht wie ich gelesen habe. 😔)
Es schränkt meine Lebensqualität komplett ein, zum einen vom gesundheitlichen Aspekt, als auch vom finanziellen, ich bin berufstätig jedoch reicht es mir hinten und vorne nicht.
Die vielen Zuzahlungen zur Medikamente weil ich keine Befreiung davon erhalte weil ich eben berufstätig mit Einkommen bin, der gesunde Lebensstil der gewahrt werden soll.
Und immer wieder falle ich beruflich aus weil ich mit Immunschwächen, Infekten zu kämpfen habe.
So fällt man ganz langsam in ein finanzielles minus, das sich immer weiter ausbaut.
(extremer Durst, große Trinkmengen und dadurch ausgelöst häufiges Wasserlassen. ausgeprägte ungewollte Gewichtsabnahme innerhalb weniger Wochen. auffälliger Leistungsabfall mit Muskelschwäche, Müdigkeit und stark beeinträchtigtem Allgemeinbefinden. Übelkeit und Bauchschmerzen, sind nur einige der Erscheinungen.)
Zudem muss ich sagen nagt es an meinem Wesen. Wenn die Werte gut sind, bin ich ganz ruhig und besonnen, sind sie hoch, bin ich aggressiv, gereizt und teilweise unausstehlich.
Ich würde so gerne mal eine Zeit lang keine finanziellen Schwierigkeiten haben, wenn mich jemand etwas unterstützen kann, seien es nur ein paar € die dir nicht weh tun, wäre mir sehr geholfen.
Ich habe mir einen Spenden Link dafür angelegt:
https://gofund.me/b41c86ef
Trotzallem versuche ich das Leben so positiv wie möglich zu nehmen und jeden Sonnenstrahl zu genießen, das wünsche ich allen Diabetikern.
Danke für deine Zeit,
viele Grüße aus Oberbayern
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am 12.01.2025 13:58:58 | IP (Hash): 608722952
https://www.diabetes-book.com/bernstein-life-with-diabetes/
Ich weiß, dass der Lesevorschlag gemein aussieht, aber der Mann mit Typ 1 hat sein Leben mit völlig gesundem Blutzucker angefangen, als das noch seeeehr viel schwieriger als heute war.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 12.01.2025 14:24:01 | IP (Hash): 1947170527
Hallo Joana,
willkommen im Club. Oje, du hast ja viele Beschwerden. Schreibe doch mal, mit welcher Therapie zu behandelt wirst. Bist du regelmäßig beim Arzt im Rahmen des DMP? Wie hoch ist dein HbA1C?
Eigentlich sollte es nicht sein, dass bei gut eingestelltem Diabetes T1 die Lebensqualität total eingeschränkt ist, außer man hat mit Spätfolgen zu kämpfen. Und dass man sogar in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Wie hoch sind denn Deine Zuzahlungen, wenn ich fragen darf?
LG Zuckerhut
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am 12.01.2025 14:45:29 | IP (Hash): 230334773
Zuckerhut schrieb:
Wie hoch sind denn Deine Zuzahlungen, wenn ich fragen darf?
Zuzahlungen sind mit der Chronikerregelung auf 1% des Bruttoeinkommens begrenzt.
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DM2 in Remission ohne Medikamente 😎 -
am 12.01.2025 16:47:54 | IP (Hash): 232046284
Glaubt Ihr das wirklich?
Für mich ist das nur einen Ansammlung von im Internet zusammengesuchten Klischees über Typ-1-Diabetes. Besonders der Teil mit "extremer Durst..." passt eher zu kurz vor Erstdiagnose, als zu 17 Jahren Erfahrung.
Zuzahlung nur für Typ-1: 20€ für Insulin pro Quartal plus 30€ für alle Hilfsmittel (Sensoren, Pennadeln, Pumpenkram) zusammen. Das sollte es gewesen sein. Ansonsten gilt, wie schon geschrieben, die 1% Grenze.
Ich glaube, da möchte jemand auf die Mitleidstour an Geld kommen.
Sollte es anders sein, bin ich gespannt auf Joanna Antworten auf Eure Fragen...
Edit: Die Spendenaktion wurde bereits geschlossen...
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juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6
Bearbeitet von User am 12.01.2025 16:58:34. Grund: Edit2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 12.01.2025 21:29:24 | IP (Hash): 414210147
Ich bin auch sehr skeptisch. Wenn jemand wirklich solche Probleme mit seinem Diabetes hat, sucht er als erstes Austausch und Tipps und nicht sofort eine Spendenaktion.
Zudem wenn regelmäßig Krankenhausaufenthalte zur Einstellung des Diabetes erforderlich wären, warum hat dann niemand ein AID-System verordnet. Wenn es so wäre, damit wird auch ein sonst schwierig einzustellbarer Diabetes deutlich besser zu händeln.
Zumal oben klassische Ketoazidose-Symptome beschrieben werden vor Erstdiagnose, mit denen ein diagnostizierter Typ1 sicher nicht länger rumlaufen würde. Außer es läuft wirklich was ganz Elementar falsch.
Zuzahlungen betragen max. 1% vom Brutto, zudem hat man sich bei so einen schwer einzustellbaren Typ1 auch große Chancen auf einen GdB von 50, wo man mit der Steuer ordentlich etwas anrechnen kann.
Sorry, ich bin mehrfach chronisch krank, habe hohe Krankheitskosten dadurch, kann nur 50% arbeiten, somit nur Hälfte des normalen Gehalts (keine TEM-Rente oder sonstige Sozialleistungen). Der Diabetes ist sowohl bei den Krankheitskosten als auch bei der Erwerbstätigkeit nur ein kleiner Bruchteil und nicht die Hauptursache. Und ich komme auch so gut klar, komplett ohne Spenden. Somit ist das ganze sehr fragwürdig für mich. Falls es wirklich so sein sollte, dass das Geld knapp ist, würde ich mir mal eher Gedanken über das eigene Konsumverhalten machen.
Bearbeitet von User am 12.01.2025 21:31:50. Grund: -